Frührehabilitation in Akutkrankenhäusern

  • Hallo DRG-Gemeinde,


    wer hat Erfahrungen in der Umsetzung der Frühreha in Akuthäuser?
    - OPS 8-550.0-2 und 8-551.0-2. Gibt es Krankenhäuser, die das im großen Stil umsetzen wollen. Wie man hört, versprechen zahlreiche Unternehmensberater dadurch Umsatsteigerungen im 6-stelligen Bereich. Nach internen Recherchen bei uns ist unter strikter Anwendung eines Assessment die Zahl der infragekommenden Patienten (700 Betten, Schwerpunktversorgung) deutlich unter 100. Am Beispiel der nach Def.-handbuch hinterlegten DRG´s stellt sich das Ganze noch komplizierter und differenzierter auf Seiten der Erlöse dar!
    1. Wenn man eine operierte Hüfte geriatr. frührehabilitiert, steigt der CMI nicht - offensichtlich ist dies bereits in der DRG inkludiert.
    2. Führt man bei einer Talusfraktur geriar.Frühreha durch - steigt der CMI deutlich.
    Letzte Frage: ich habe im OPS-Katalog keine Einschränkungen gefunden, die eine bestimmte DRG als Voraussetzung für die Frühreha vorschreiben. Allerdings sind im Def-Handbuch zahlreiche DRG´s hinter den OPS - Codes hinterlegt. Zufall - oder Absicht??? Gibt es dazu Erkenntnisse, auch mit anhängigen MDK - Prüfungen zu diesem Thema?
    Ich würde mich über viele Anregungen freuen!
    mfG Franz, CA und DRG-Proj.Ltr.
    :d_zwinker:

  • Hallo (Herr?) Franz,


    wir versuchen es. Die OPS mit .0 führen nicht zu DRG \"... mit Frühreha\". Nach meinen Berechnungen liegen die Mehrerlöse schon bei ca. 30 Patienten mit Schlaganfall und Frühreha bei ca. 200.000 € und sind somit sehr rentabel. Allerdings wird man vermutlich nachweisen müssen, daß es sich nicht um \"Upcoding\" sondern um Mehrleistung handelt. Eine Liste mit den \"Frühreha\" findet sich unter http://dedi694.your-server.de/…ead.php?id=2952&start=1#0

    [size=12]Freundlichen Gruß vom Schorndorfer MDA.