PEG- Infektion

  • Hallo Forum !
    Ich habe über die \"suchen\"-Funktion zwar schon einige PEG-Probleme gefunden, habe aber dennoch eine unklare Konstellation:
    Dementer Patient wird mit Peg-Infektion, bzw. Stichkanalvereiterung eingewiesen. Es zeigt sich eine völlig eingewachsene Sonde mit massiver eitriger Stichkanalverschwellung. Peg-Wechsel und antibiogrammgerechte Antibiose folgen. Eine chirurgische Intervetion ist nicht erforderlich, ein Abszess besteht auch nicht.
    Wg. Komplikationen (Pneumonie, Dysphagie, Demenz etc., als Nebendiagnosen verschlüsselt) bleibt der Pat. 9 Tage stationär. Das ganze wird jetzt durch den MDK geprüft.
    Hauptdiagnose \"Peg-Infektion\" o.ä existiert nicht.
    Kann man das ganze in L08.0 Pyodermie packen ? Gibt es eine ordentliche Hauptdiagnose ?


    Wäre nett...
    MfG. :d_gutefrage:

  • Moin, Zinsser!


    Ich habe keine Probleme, eine PEG - Sonde in \"sonstige interne Prothesen, Implantate oder Transplantate\" einzuordnen.


    Folglich würde ich kodieren:
    HD T85.78 Infektion und entzündliche Reaktion durch sonstige interne Prothesen, Implantate oder Transplantate
    ND L02.2 Hautabszeß, Furunkel und Karbunkel am Rumpf (beinhaltet auch die Bauchdecke)
    und ggf. noch K65.8 Sonstige Peritonitis.


    Die Diagnose Pyodermie habe ich (offenbar mit chirurgisch eingeschränkter Sichtweise) für derartige Infekte noch nicht gebraucht. Je länger ich darüber nachdenke, desto eher könnte ich das auch als Nebendiagnose benutzen. Damit wird aber sicher nicht der Infekt der gesamten Bauchdecke im Sondenbereich beschrieben.

    Uwe Lehmann
    Chirurg