Infizierte Bursitis

  • Hallo,


    hier ein einfaches Problem für Profis:
    Die Patientin hat rechts eine infizierte Bursitis am Innenknöchel, Erreger durch Staphylococcus aureus.


    HD M71.17 R
    ND B95.6!


    Unser Prüftool sagt, dass es für B95.6! eine erregerbezogene Erkrankung braucht. Warum erkennt er die M71.17 R nicht an?


    Gruß


    K.Lührs

  • Hallo,


    ich weiß nicht welches Prüftool Sie in welchem KIS benutzen, aber entweder müssen Sie diese beiden Diagnosen aktiv verknüpfen (wenn nicht schon gemacht) oder Ihr Prüftool und/oder KIS hat ein Problem, welches abzuklären wäre. Die Kodierung ist für mich o.k..

    Mit freundlichen Grüßen

    D. D. Selter

    Ärztlicher Leiter Medizincontrolling

    Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Murnau

  • Hallo Frau Lührs,


    in DIACOS codiert ist die Kombination ok, auch in ORBIS kein Plausibilitätshinweis, und auch rein geistig für mich ohne Fehler. Die Fehler liegen m.E. z.T. in den Prüfprogrammen. Ich bekomme z.Z. ständig den Hinweis auf einen Sekundärcode für den Schweregrad bei Fraktur, der eben oft (meist im OP) nicht eingegeben wird. Ich ignoriere viele dieser Plausibilitätshinweise, solange sie nicht schwerwiegend (rote Farbe) sind.

    [size=12]Freundlichen Gruß vom Schorndorfer MDA.

  • Zitat


    Original von Günter Konzelmann:
    Ich bekomme z.Z. ständig den Hinweis auf einen Sekundärcode für den Schweregrad bei Fraktur, der eben oft (meist im OP) nicht eingegeben wird. Ich ignoriere viele dieser Plausibilitätshinweise, solange sie nicht schwerwiegend (rote Farbe) sind.


    Hallo Herr Konzelmann,


    Sie sollten dies gerade bei den Frakturen aber nicht tun. Hier ist es manchmal sehr wohl relevant, ob z.B. eine geschlossene oder offene Fraktur x`ten Grades vorliegt (siehe Diagnosenlisten für Polytrauma-DRG). [c=#f50000]Roter[/code] geht`s dann fast nicht.

    Mit freundlichen Grüßen

    D. D. Selter

    Ärztlicher Leiter Medizincontrolling

    Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Murnau

  • Zitat


    Original von Selter:


    Das Problem haben wir auch. Wenn aber eine´Fraktur keine Luxation oder offene Wunde hat, ist die Plausiprüfung recht nervig. Soweit ich weis, haben wir das ganze mal an GWI gegeben. Laut DKR muß bei geschlossenen Frakturen oder Luxationen mit Weichteilschaden 0. Grades K E I N E zusätzliche Schlüsselnummer kodiert werden. Das hat ( meine ich ) GWI nicht berücksichtigt bei der Prüfung. Leider kann man(n) bei den GWI - Plausis nicht selbst korrigieren oder auf [c=#002dff]Blau[/code] setzen:


    Grüßle aus dem Schwabenländle und

    Mit freundlichen Grüßen aus Nürtingen


    D. Bahlo-Rolle :d_niemals: :d_pfeid: :sonne:

  • Zitat


    Original von Günter Konzelmann:
    ...Schweregrad bei Fraktur, der eben oft (meist im OP) nicht eingegeben wird.


    Hallo,


    hier haben wohl aber Weichteilschäden vorgelegen, wurden aber nicht eingegeben.


    Weichteilschäden 0° sind nicht zu kodieren. Diese Information kann aber von einem Prüftool ja nicht \"gerochen\" werden. Wenn also ein Frakturkode gefunden wird, ist eine Plasibilitätsabfrage (nicht = Fehlerhinweis) sinnvoll, weil ja u.U. ein nicht dokumentierter, zu kodierender Weichteilschaden vorliegt. Wenn es also ein Hinweis ist, ist dieser an dieser Stelle richtig und sinvoll (so dann auch richtig vom Softwareanbieter umgesetzt). Man muss dann eben diesen Hinweis \"wegdrücken\". Was nicht sein darf, ist eine Sperre des Falls, weil ein Kode für einen Weichteilschaden eingegeben werden muss.

    Mit freundlichen Grüßen

    D. D. Selter

    Ärztlicher Leiter Medizincontrolling

    Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Murnau

  • Hallo zusammen,


    Danke für die hilfreichen Hinweise. Die Sekundärcodes werden meistens vom Stationsarzt bei der Aufnahme eingegeben, denn über DIACOS werden sie mit angeboten. Diese werden dann bei Entlassung auch übernommen. Nur die Operateure (wobei es sich ja oft um dieselben Personen handelt) geben im OP oft nur den Primärcode an. Insofern erspare ich mir das Nachcodieren.

    [size=12]Freundlichen Gruß vom Schorndorfer MDA.