Wechsel der Narkoseform

  • Hallo liebes Forum,


    ich brauche Hilfe bei der folgenden Fragestellung:


    Eine Patientin wird zur Operation eines Karpaltunnelsyndroms stationär aufgenommen (außerdem Diabetes, Herzinsuffizienz usw.).


    Es stellt sich heraus, dass die Patientin nicht auf die Regionalanästhesie anspricht, weshalb dann eine Vollnarkose erfolgte.


    Meine Frage ist, soll dieser Wechsel kodiert werden und wenn ja, wie?


    Der Kode \"Abbruch Operation\" 5-995 kommt ja eigentlich nicht in Frage, da die Operation ja fortgeführt wird und beendet. Oder definiert sich der Wechsel über die Diagnose z.B. T88.5?


    Oder ist das Ganze so unwesentlich, dass man es getrost weglassen könnte?


    Im Moment schwirrt mir der Kopf :sterne: und einen sinnvollen Zusammenhang kriege ich in diesem (Kodier-)leben wohl auch nicht hin. Wer kann helfen? Vielen Dank im Voraus


    Viele Grüße


    K. Piecha

  • Hallo,


    prinzipiell gilt:
    P001a Allgemeine Kodierrichtlinien für Prozeduren
    Prozedurenkomponenten
    Normalerweise ist eine Prozedur vollständig mit all ihren Komponenten, wie z.B. Vorbereitung, Lagerung, Anästhesie, Zugang, Naht, usw., in einem Kode abgebildet. ...
    Deshalb werden diese individuellen Komponenten einer bereits kodierten Prozedur nicht noch einmal gesondert verschlüsselt.


    Hier wird nicht die Narkoseform unterschieden. Genauso wenig wie die Narkose als solches, wird der Wechsel kodiert und ein Schlüssel hierfür ist auch nicht existent.


    T88.5 beschreibt eine Komplikation infoge einer Anästhesie und ist hier eher nicht geeignet.

    Mit freundlichen Grüßen

    D. D. Selter

    Ärztlicher Leiter Medizincontrolling

    Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Murnau

  • Hallo Herr Selter,


    danke für die schnelle Antwort. Jetzt klingt\'s gleich wieder logisch.


    Einen schönen Tag noch.


    K. Piecha

  • Hallo Frau Piecha,


    der Anästhesist bei uns hat in seinem EDV-Programm-Modul Codes hinterlegt (nicht OPS od. ICD), die den TWE Technikwechsel abbilden. Mit dieser Anästhesie-Dokumentation ist in der Sache genug getan.

    [size=12]Freundlichen Gruß vom Schorndorfer MDA.

  • Hallo,


    zur Ergänzung, falls es mal in die andere Richtung geht (Intubationsnarkose nicht möglich):
    Es gibt den Kode T88.4 Mißlungene oder schwierige Intubation, der in geeigneten Fällen dann kodiert werden kann.
    Sie werden wahrscheinlich fragen: \"Wann ist sie denn schwierig\"? Deswegen bitte hier und hier lesen.

    Mit freundlichen Grüßen

    D. D. Selter

    Ärztlicher Leiter Medizincontrolling

    Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Murnau