Schilddrüse-CA und Antikuagulationstherapie

  • Guten Morgen,


    ich habe das Problem der Aufnahme zur Umstellung der Antikuagulationsthreapie auf Heparin.
    Patientin hat C73 Schilddrüsen-CA; I10.00 benigne ess. -Hypertonie;
    Z92.1 Antikogulatien in der Eigenanamnese und Z95.2 Vorhandensein einer künstlichen Herzklappe.
    Mit einer VWD von 5 Tagen.


    :d_gutefrage: Mein Problem ist,dass der Aufenthaltsgrund und Einweisung nur die Heparinumstellung ist.


    Das Coding der Ärzte würde auf die HD C73 hinauslaufen! und im Grouping die K64C Endokrinopathien ergibt.


    Wie würden Sie den Fall angehen?


    Liebe Grüsse an alle und nach Hamburg!

  • Hallo,


    schade,dass es keine Antworten gibt!


    Die Kodierrichtlinien sehen dieses auch nicht vor.


    Einen schönen Tag an alle.


    D. Ramme

  • Hallo DRamme


    Bei einer Umstellung / Einstellung von Marcumar auf Heparin zum Zwecke der nachfolgenden OP wg. Schildrüsenkarzinom würde ich


    Z51.4 Vorbereitung auf eine nachfolgende Behandlung, anderenorts nicht klassifiziert


    Z92.1 Antikoagulanzientherapie


    C73 Bösartige Neubildung der Schilddrüse kodieren.


    Das führt dann in die


    DRG: Z63Z Andere Nachbehandlung
    MDC: 23 Faktoren, die den Gesundheitszust. beeinfl., u. andere Inanspruchn. des Ges.wes.

    Komplexitätsstufe PCCL: 0
    Kostengewicht: 0,941 (Deutsche Kalkulation, KFPV 2004 vom 15.10.2003)


    Am Titel der DRG (Nachbehandlung) würde ich mich nicht stören. Der Anruf der Krankenkasse ist wohl zu 70% sicher. Aber, so ist das nun einmal im lernenden System.


    Grüsse aus dem halbsonnigen Hamnburg


    Jan Helfrich

  • Hallo Herr Ramme,


    der von Herrn Helfrich gemachte Vorschlag hört sich nicht schlecht an. Allein: - auch wenn ich jetzt wieder den Vorschlag gemacht bekomme, ich sollte vielleicht lieber auf der anderen Seite arbeiten - ?( die Umstellung riecht ziemlich nach Fehlbelegung. Wenn Sie mal jenseits der AEP-Kriterien noch nach Argumenten suchen, warum so etwas nicht auch außerhalb des Krankenhauses hätte stattfinden können, dann haben Sie bei der Anfrage der Kasse (ich würde die Wahrscheinlichkeit eher bei 90% veranschlagen) wenig Argumente. Ich weiß natürlich, daß gerade bei den Klappen-Patienten die Umstellung mehr Risiken in sich birgt, als z.B. bei den Vorhofflimmerern, aber unmöglich ist so etwas sicher nicht.
    Trotzdem würde ich natürlich im KH immer raten: Versuch macht kluch.

    Gruß aus DU
    Dr. med. Andreas Sander
    Evangelisches und Johanniter
    Klinikum Niederrhein
  • Hallo,
    mich würde interessieren, ob der Patient auch in Ihrem Krankenhaus operiert wird, denn dann sehen es die KK wahrscheinlich als ein Fall an und man guckt in die Röhre.
    Viele Grüße aus der noch gewitterfreien Oberpfalz
    Heck

    J.Heck

  • Hallo Hr. Sander,


    vielleicht hilft zusätzlich zur Herzklappe das Alter von 82 Jahren bei der Argumentation für die Kasse ein wenig.
    Wir werden es so wie Hr. Helfrich beschrieben versuchen und sehen was seitens der Kasse passiert.


    Vielen Dank und einen schönen Tag noch.


    D. Ramme

  • Hallo Hr. Helfrich,


    vielen, vielen Dank. Dem CA im Hause ist diese Lösung des Falles sehr recht.


    Grüsse nach Hamburg zurück.


    D. Ramme