Weniger Geld durch mehr Aufwand

  • Hallo liebes InEK,


    warum bekommt man z.T. weniger Geld bei aufwandstärkeren Patienten? Wenn man ein Teil der Dokumentation wegläßt, dann gibts plötzlich mehr Geld. Warum?


    Beispielhaft ist ein Patient, der 97 Stunden beatmet wird nach Reanimation bei Kammerflimmern und dann noch einen AICD eingebaut kriegt (sonst kann man ihn ja nicht mehr entlassen).
    Wäre er nur 96 Stunden oder kürzer beatmet worden, wäre der Erlös höher.


    Genauso die Zystoskopie (ein Belegungstag) ohne CC (L41Z) gibt mehr Geld als mit CC (L71B).


    Ist das nicht ein wenig schräg?



    Auch die Behandlung mehrerer Krankheiten in einem Aufenthalt (Full-Service-Mentalität der Patienten) wird nicht adäquat abgebildet.


    Vielleicht kann man sowas wie eine Plan-Entlassung für diesen Fall einführen - d.h. man codiert eine fiktive Entlassung und Neuaufnahme. Nach Wiederaufnahmeregeln wäre so ein Fall dann problemlos abbildbar.


    Dann kann man internistische Probleme mit chirurgischen und Haut und Uro alle in einem Fall abhandeln, ohne daß der Patient schlecht versorgt wird (sonst gilt \"DRG\": 1 Pauschale für 1 Leistung, d.h. 4 Leistungen = 4 Pauschalen = 4 x ins Krankenhaus nacheinander....).



    Gruß


    Björn Mehlhorn