Garantieleistungen bei Endoprothesen

  • Hallo Forum,
    gibt es Erfahrungswerte in Bezug auf die Gewährleistungsfrist bei endoprothetischer Versorgung (Hüfte,Kniegelenke) im Rahmen von Verträgen zur intergrierten Versorgung (Garantiezeit 5,10)?
    Vielen Dank schon mal im voraus.

  • Hallo DarthCoder,


    die mir bekannten Verträge zur Integrierten Versorgung, welche die Endoprothetik zum Gegenstand haben, sehen Garantiezeiten von 5 oder 10 Jahren vor. Die Diskrepanz ist meines Erachtens im wesentlichen dadurch begründet, ob es sich um einen sehr frühzeitig abgeschlossen Vertrag handelt (\"Verträge der 1. Generation\") oder um einen Vertrag aus den letzten 6 bis 12 Monaten (\"Verträge der 2. Generation\").


    Zwischen Hüften und Knieen wird in aller Regel nicht unterschieden und es finden sich manchmal gewisse \"Konkretisierungen\" hinsichtlich der Garantieleistungen - zum Beispiel; \" ... bezüglich aseptischer Auslockerung\".


    Unter dem Stichwort \"Garantieleistungen\" lässt sich ein Forumsbeitrag finden, der sich schon einmal mit diesem Thema befasst hat.


    Gruß


    Der Systemlernende

  • Hallo,


    nur kurz zur Info:


    Mir ist eine Klinik bekannt, die nach einem Jahr die Garantieleistung aus Ihrem IV-Vertrag erfolgreich wieder \"herausverhandelt\" hat. Ursache dafür war die Erkenntniss, dass diese Leistung am Markt kaum bzw. nur mit horrenden Prämien rückversicherbar war. Für diese Klinik spielte das bei der \"Bewertung am Kapitalmarkt\", um es sehr vereinfacht auszudrücken, eine Rolle.


    Gruß, JanH

  • Hallo alle miteinander,


    Es ist gut, wenn es einer Klinik gelang, wieder aus den Garantieleistungen auszusteigen, ich kann jedem, der sich mit Garantieleistungen auseinandersetzt, empfehlen, meinen Aufsatz zu HEP und KEP (Hüft- und Knieendoprothesen) durchzulesen (Winter Th., Weißleder J.: postoperative Probleme bei HEP und KEP ein Vergleich; Orthopädische Praxis 1991 27. JG. S. 580 – 584). Er ist zwar alt, aber die meisten der Probleme gibt es heute noch. Auch ist die alte DDR-Literatur zu HEP und KEP zu empfehlen, die großenteils ungeschönt berichtet hat.


    Mit freundlichen Grüßen


    Thomas Winter
    Berlin