Kommentare zu den MDS-Kodierempfehlungen (SEG4)

  • Hallo,


    das ist schon ok.
    Die Frage zielt ja auf \"Zusatzschlüssel zu Prozedur zu kodieren?\" ab. Und dies ist eben nur bei Operationen zu machen.
    Hinweis in den DKR:
    P004f Nicht vollendete oder unterbrochene Prozedur
    Klarstellung, dass diese Kodierrichtlinie nicht nur bei chirurgischen Prozeduren anzuwenden ist und dass der OPS-Kode 5-995 Vorzeitiger Abbruch einer Operation (Eingriff nicht komplett durchgeführt) bei nicht komplett durchgeführten Operationen zusätzlich anzugeben ist.


    In der DKR selber:
    5. In allen anderen Fällen ist die geplante, aber nicht komplett durchgeführte Prozedur zu kodieren; bei Operationen ist zusätzlich der OPS-Kode 5-995 anzugeben.

    Mit freundlichen Grüßen

    D. D. Selter

    Ärztlicher Leiter Medizincontrolling

    Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Murnau

  • Hallo,


    aber der Satz in den Kodierempfehlungen \"Die Kodierrichtlinie P004a (Nicht vollendete oder unterbrochene Prozedur) be-zieht sich nur auf chirurgische Prozeduren.\" ist dann zu streichen.


    Gruß, J.Helling


    PS: Wann bekommen denn dann die Anderen (nicht 5er-) Kapitel ihre Abbruchkodes? Gibt es bald abgebrochene Komplexbehandlungen? :)

  • Hallo Herr Helling,


    heute wollen Sie aber alles bis ins Letzte ausformuliert haben.
    Die eigentliche Frage ist auch nach den DKR 2007 so zu beantworten. Die Klarstellung macht ja dann auch klar, dass die einleitenden Worte der Antwort abzuändern sind:


    P004f Nicht vollendete oder unterbrochene Prozedur
    Klarstellung, dass diese Kodierrichtlinie nicht nur bei chirurgischen Prozeduren anzuwenden ist und dass der OPS-Kode 5-995 Vorzeitiger Abbruch einer Operation (Eingriff nicht komplett durchgeführt) bei nicht komplett durchgeführten Operationen zusätzlich anzugeben ist.

    Mit freundlichen Grüßen

    D. D. Selter

    Ärztlicher Leiter Medizincontrolling

    Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Murnau

  • Hallo,


    habe wohl heute meinen 110%igen... Rechne grade ZE-fähige Medikamente nach und zweifle mal wieder daran, dass manche Kollegen Gramm, Milliliter und Einheiten auseinanderhalten können.....


    Gruß, J.Helling

  • Ja, ok, da liegt der Hase im Pfeffer. Welchen Sinn macht es, im Punkt 5 zwischen Prozeduren und Operationen zu unterscheiden? Wenn es dem MDK eine eigene Empfehlung wert ist, kann man wohl ökonomische Gründe annehmen, mir ist aber nicht klar, wie sich der Schlüssel auf Operationen anders auswirkt als auf nicht-chirurgische Prozeduren. Hat jemand hierfür ein Beispiel?

    _____________________
    Dr. med. Volker Blaschke

  • Hallo,


    der 5-995 ist nie erlösrelevant.
    Fast vollständige oder abgebrochene Prozeduren natürlich schon, aber das war ja auch nicht Ihre Frage... z.b. bei Stents und Coils und ähnlichem ist dann ja einer mehr oder weniger durchaus ZE-relevant...


    Gruß, J.Helling

  • Guten Morgen und allen ein gesundes neues Jahr


    Herr Dr. Tamm und ich haben das Register für das immer umfangreicher werdende Werk des MDK´s MDS´s erweitert.


    Die Datei finden Sie anbei.

    Gruß


    MiChu ;)
    Sei nicht unglücklich vor der Zeit, denn was dich, als dir drohend, in Angst versetzt, wird vielleicht nie kommen. (Seneca)

  • Hallo,


    was wäre eigentlich, wenn der MDK usw. mal einer nützlichen Arbeit am Patienten zugeführt würde? Das würde einige Personalprobleme in unseren Häusern lösen (oder auch nicht, bei der Kompetenz, die aus manchen Gutachten herausspricht...)

    OKIDOCI 8)

  • Guten Morgen. Habe die letzten Änderungen des SEG 4. Kodierempfehlungen des MDK gelesen. Mit der Kodierempfehlung 129 gehe ich nicht konform. Wenn ich EK´s kreuze, eine engmaschige Laborkontrolle durchführe und auch evtl. eine intensivmed. Betreuung veranlasse ist das nach meinem Empfinden eine therapeutische Maßnahme, die den Behandlungsplan beeinflusst, somit nicht nur einen \"abnormen Laborwert\" darstellt. Damit ist die Kodierrichtlinie D003d erfüllt und berechtigt die ND D62.
    Gruß aus Wermelskirchen
    D. Joswig

  • Guten Abend,


    ich sehe das genauso.
    In den DKR ist von Aufwand die Rede, welcher Aufwand getrieben wird, davon ist nicht die Rede. Blut kreuzen, vielleicht sogar besorgen, AK-Tests usw. verursachen einen erheblichen Aufwand. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Meinungen des MDK (was sagt eigentlich das DIMDI dazu bzw. das INEK? ), die ja von den profunden Erfahrungen des klinischen Alltags zeugen, vor Gericht wirklich Bestand haben würden.

    OKIDOCI 8)

  • Guten Abend okidoci,
    ich glaube, hier würde der MDK punkten.
    Im Kapitel 8-80 OPS heißt es \" Transfusion von Blutzellen\" , nicht bereitstellen.
    Glücklicherweise kommt es ja selten vor, das Erys geordert und dann nicht gegeben werden .
    Gruß codemann.

  • Hi codeman,
    es geht ja auch um die DIAGNOSE D62, nicht die (nicht durchgeführte) Prozedur. Aber auch ich meine, hier kommt mal wieder die klinische Erfahrung des MDK zum Tragen. Wie wird den die akute Blutungsanämie therapiert? Auch ein Literchen RLL dient zum Ausgleich von ca. 250 ml Blutverlust (auch wenn dann vielleicht noch keine Anämie vorliegt). Auch wird bei der Gastro geclipt, unterspritzt usw., also ein Blutstillung vorgenommen, usw. usw.
    Also: Auch hier gilt: Ulcus mit Blutung beschreibt nur einen Teil der Wahrheit, dass jemand mit einem Hb von 8 eher Aufwand macht und eher noch eine Infusion mehr bekommt, als einer mit Hb 10 (was auch schon der Anämie entspräche), leuchtet doch jedem (klinisch tätigen) ein. Also benötigt man zur Abbildung des Krankheitsbildes zusätzlich die D62 - die Transfusion ist nicht zwingend dafür notwendig - und warum nicht noch Volumenmangelschock und Gerinnungsstörung zusätzlich kodieren??


    Grüße an die Minimierexperten des Schnelleinsatzgruppe ;-)
    P. Dietz