Phlebitis nach Infusionstherapie

  • guten tag herr horndasch!


    dazu soll es ein bsg-urteil geben ( grundsatz:monokodierung oder monicausalität-?? ),war aber speziell wohl für ops-codes...
    leider kann mir niemand dass urteil zitieren-weiß jemand rat??

    Grüße im Kampf gegen das Böse
    Dr.Wacket

  • Hallo,


    Monokausaule Kodierung bei Krankenhausvergütung nach DRG-System.


    B 3 KR 15/07 R.


    Bezieht sich aber auf OPS Kodes.


    Viel Grüße

    Gruß
    papiertiger


    Sport: eine Methode, Krankheiten durch Unfälle zu ersetzen.

  • Zitat


    Original von Selter:
    [das sagt ja so nichts aus. Wurden denn Fälle mit T80.1 auch geprüft? Sprich, von den Kassen dem MDK vorgelegt?



    Hallo Herr Selter,
    ich kann#s jetzt nicht genau sagen, aber 4 oder 5 mal wurde es sicherlich \"geprüft\".
    Wobei sich die Prüfung immer darauf erstreckte, dass in der Dokumentation nachgesehen wurde, ob auch wirklich eine Größenangabe der Rötung z.B. 3 cm großer roter Hof an der Einstichstelle und strichförmige rötung im Gefäßverlauf dokumentiert war und der Behandlungsaufwand mit mehrtägiger Heparinsalbe oder Beta Isodona angegeben war.


    Natürlich behaupten die MDK-Kollegen immer wieder, dass ihre Ansicht keine Einzelmeinung ist, sondern dass hier MDK-interne Absprachen bestehen. Häufig trifft man aber schon auf unterschiedliche \"Begutachtungen\" in kleinräumigen Gebieten.


    In der Nürnberger Gegend ist wohl ein Vertreter der MDK-Spitze(n---->) der maßgebliche Meinungsbildner.
    Aber daran halten sich längst nicht alle der wenigen übriggebliebenen Kollegen des MDK. :k_biggrin:

    mfG
    Thomas Heller
    QMB/Med Co/OA Gyn
    Haßberg-Kliniken
    Haus Haßfurt/Unterfranken

  • Hallo alle zusammen,
    und wieder ist ein Jahr vergangen...!
    Ich wollte nur gerne wissen, ob irgendjemand zu dieser Thematik mittlerweile ein Urteil erhalten hat?!?!!?


    Vielen Dank und viele Grüße,
    ND

  • Hallo,
    und schon wieder ist ein Jahr vergangen ... !
    Gibt es irgend etwas Neues zum Thema?
    Besten Dank und Grüße

  • Uns ist es bisher nicht gelungen, ein Urteil zu erwirken. Das Sozialgericht hat einen externen Gutachter beauftragt, der immerhin unsere Kodierung mit T80.1 unterstützt hat. Daraufhin hat die Kasse gezahlt...

  • Hallo Zusammen,


    folgender Sachverhalt:


    Die stationäre Aufnahme des Patienten erfolgte, nachdem er auf eigenen Wunsch am Vortag das Krankenhaus verlassen hatte. Bei Thrombophlebitis in der rechten Ellenbeuge wurden in der Blutkultur Staphylokokken nachgewiesen, sodass der Patient zur antibiotischen Therapie wieder einbestellt wurde.


    (die Rötung ist an der Einstichstelle)


    unsere HD ist A49.0 Staphylokokkeninfektion, der MDK möchte natürlich die I80.80.


    meiner Meinung nach hätten wir den Patienten nur mit einer Thrombophlebitis nicht aufgenommen. Der eigentlich Grund waren die Staphylokoken.



    Wie sehen Sie das?



    mfg


    MF Bern

  • Der eigentlich Grund waren die Staphylokoken.


    Und diese haben Sie entsprechend mit einem Kode aus B95.* verschlüsselt?!


    Was soll denn bitte die A49.0 sein, eine Infektion an einer nicht näher bezeichneten Lokalisation durch Staphylokokken. Sie beschrieben bereits eine Thrombophlebitis in der rechten Ellenbeuge. Mit der Kodierung der A49.0 lassen Sie diese Information wissentlich unter den Tisch fallen und verstoßen gegen die Vorgabe, so spezfisch wie möglich zu verschlüsseln.

    Herzliche Grüße


    Kodiak

  • Hallo Kodiak,


    ich denke mal das MF Bern mit der A49.0 einfach eine Bakteriämie, verursacht durch Staphylokokken meint. Die wurde ja durch Blutkulturen nachgewiesen. Wegen der Thrombophlebitis musste der Patient sicher nicht aufgenommen werden, denn er wurde ja extra wegen A49.0 aufgenommen und behandelt. Aufnahmeanlass war hier also wohl eindeutig die A49.0. Und nein, die B95.* wird da nicht verschlüsselt. Evtl. könnte man die A49.0 mit der Y84.* kombinieren. Ich jedenfalls halte die Kodierung von MF Bern nicht für abwegig.


    MfG findus

    MfG findus

  • Was soll denn bitte die A49.0 sein, eine Infektion an einer nicht näher bezeichneten Lokalisation durch Staphylokokken. Sie beschrieben bereits eine Thrombophlebitis in der rechten Ellenbeuge. Mit der Kodierung der A49.0 lassen Sie diese Information wissentlich unter den Tisch fallen und verstoßen gegen die Vorgabe, so spezfisch wie möglich zu verschlüsseln.


    Hallo,
    das ist die Umsetzung der DKR 0103f (Bakteriämie, Sepsis, SIRS und Neutropenie)
    Eine Bakteriämie ist mit einem Kode aus A49.- Bakterielle Infektion, nicht näher bezeichneter Lokalisation oder einem anderen Kode, der spezifisch den Erreger benennt z.B. A54.9 Gonokokkeninfektion, nicht näher bezeichnet zu kodieren. Sie ist nicht mit einem Sepsis-Kode (siehe Tabelle 1) zu verschlüsseln.
    Bakterien in der Blutbahn ist auch eine spezifische Information, die in aller Regel eine andere Therapie zur Folge hat als eine lokale Thrombophlebitis.

    Herzliche Grüsse aus Mittelfranken
    E. Horndasch

  • Hallo Herr Horndasch,



    vielen Dank, so mache ich das.


    Kodiak : die I80 war als ND bereits vorhanden, sollte also nicht vergessen werden. Aber ich finde auch, dass wir den Patienten wegen einer Thrombophlebitis nicht aufgenommen hätten



    mfg



    MF Bern