Optionsmodell/Deflation/Depression

  • „Die Märkte stehen unter Schock: Der Dow bricht ein, der Dax rauscht weiter abwärts. Für den Dax ist es der schwärzeste September seit zehn Jahren.“
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,216293,00.html


    „Versinkt jetzt auch die Weltwirtschaft für ein Jahrzehnt in Stagnation und Deflation? Das hässliche D-Wort, das lange Zeit in der ökonomischen Versenkung verschwunden war, beschreibt einen Teufelskreis aus fallenden Preisen und sinkender Nachfrage, der eine Volkswirtschaft nahezu unaufhaltsam in die Tiefe zieht.
    So ist es in Japan. Aber wie groß ist die Gefahr, dass es auch in den USA und in Europa so kommt?
    Genährt wird die Nervosität durch eine brisante Studie der US-Notenbank. Das 62 Seiten starke Arbeitspapier "Nummer 729" trägt den Titel: "Deflation verhindern: Lektionen aus Japans Erfahrung in den 90ern". “
    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,216096,00.html





    Und jetzt ist auch der Medizincontroller gefordert:



    Sorge Nr.1: Optionsmodell
    Sorge Nr. 100: ich werde von Piranhas gefressen
    Sorge Nr. 101: es droht eine Depression



    Ernsthaft:



    Werden Deflation und Depression wirklich kommen?


    Kann dies von der Regierung und/oder EZB verhindert werden?


    Wie kann ich (Krankenhaus) mich schützen?


    Wie muß ich jetzt meine Finanzen ordnen, um eine mögliche Depression zu überleben.


    Es scheint, dass keiner sich Gedanken macht...


    Wir diskutieren über Chancen und Risiken des Optionsmodells und wir vergessen möglicherweise, dass ganz andere und lebenswichtige Entscheidungen jetzt getroffen werden müssen.



    Gruß
    E. Rembs
    Bochum

  • Hallo Herr Rembs,
    ich teile Ihre Endzeit-Szenarien (noch) nicht.

    Zitat


    Original von Rembs:
    [...]Für den Dax ist es der schwärzeste September seit zehn Jahren.[...]Das 62 Seiten starke Arbeitspapier "Nummer 729" trägt den Titel: "Deflation verhindern: Lektionen aus Japans Erfahrung in den 90ern".
    [...]


    Carpe diem. Was ist jetzt für mich (kleinen Wicht) wichtig? Es ist mir doch grundsätzlich wurscht, was in Japan passiert. Ich bin hier, ich will hier was Produktives leisten, jetzt und heute. Leider bin ich durch und durch Optimist... Schwarzer September ist anderweitig belegt, roter Oktober auch...

    Zitat


    Sorge Nr.1: Optionsmodell
    Sorge Nr. 100: ich werde von Piranhas gefressen
    Sorge Nr. 101: es droht eine Depression


    Das ist witzig, aber: Sorge Nr. 99: In China fällt der sprichwörtliche Sack Reis um...

    Zitat


    Werden Deflation und Depression wirklich kommen?


    Naiv wie ich nunmal bin: ist mir für das Tagesgeschehen relativ wurscht.

    Zitat


    Kann dies von der Regierung und/oder EZB verhindert werden?


    Und wenn nicht ? Was wollen Sie dagegen tun ? Ich mache jedenfalls zunächst einfach weiter wie bisher.

    Zitat


    Wie kann ich (Krankenhaus) mich schützen?


    Gar nicht. Als wenn Sie diese Frage zu Ihrer eigenen gemacht hätten... Mir persönlich ist das komplett egal.

    Zitat


    Wie muß ich jetzt meine Finanzen ordnen, um eine mögliche Depression zu überleben.


    Sie müssen z.B. Basel II lesen, vorbereiten und anwenden...

    Zitat


    Es scheint, dass keiner sich Gedanken macht...


    Doch, das Evangelische Krankenhaus Unna wird morgen mit meiner Unterstützung als einziges Krankenhaus in Deutschland in die Weltgeschichte eingreifen und, wie es sich für ein gutes Krankenhaus gehört, die Zeichen der Zeit für alle zum Guten wenden... Bitte nicht böse sein für diese flapsigen Äußerungen, aber es "juckte" in den Fingern.

    Zitat


    Wir diskutieren über Chancen und Risiken des Optionsmodells und wir vergessen möglicherweise, dass ganz andere und lebenswichtige Entscheidungen jetzt getroffen werden müssen.


    s.o. Basel II steht an...


    Gruß
    B. Sommerhäuser

  • Hallo Herr Sommerhäuser,
    hallo Forum,
    natürlich habe ich etwas pointiert (überspitzt) formuliert.
    aber Stichwort Basel II, ich sehe Sie haben im Prinzip den Tenor verstanden.
    Tagesgeschäft ist nicht alles, hierzu wollte ich nur noch einmal zur kritischen Diskussion aufrufen, mehr nicht.
    Ich weiß auch, daß wir nicht als die "Retter des Abendlandes" (Krankenhauses) in die Geschichte eingehen ....



    Schönen Gruß
    und gute Nacht


    E. Rembs
    Bochum

  • Sollten wir nicht unsere Ersparnisse ausgeben, um damit die Wirtschaft anzukurbeln...?


    Also: Med. Dokumentare einstellen, EDV modernisieren, QS-Module liegenlassen (Strafzahlungen dienen der Konsolidierung des Regierungsbudgets).


    Oder: G-DRG-Grouper nur von einer deutschen Firma kaufen, um ein Handelsdefizit zu vermeiden (Sorge Nr. 98: Was, wenn´s den kostenlos gibt?)


    Erstmal im Deflationshandbuch nachschlagen :defman:


    --
    Jan Haberkorn
    Arzt/Medizincontroller
    St. Elisabeth-Krankenhaus Köln

    Jan Haberkorn
    Internist/Medizincontroller
    St. Elisabeth-Krankenhaus Köln

  • Hallo,


    sobald ich hier sichergestellt habe, dass die DRG 960/961Z nicht mehr an der Top-5 Position ist, werde ich mich der Problematik "drohende Weltwirtschaftskrise" widmen. Melde mich sofort, wenn ich die Lösung habe!


    Wohlstand!


    D. Selter

    Mit freundlichen Grüßen

    D. D. Selter

    Ärztlicher Leiter Medizincontrolling

    Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Murnau

  • Hallo,
    danke für die Diskussionsbeiträge auf die gestellten Fragen,
    rhetorisch gut, „evidenzbasiert“?


    Können wir die Warnungen der Ökonomen ignorieren?


    Es scheint, dass eine Präferenz des lokalen Denkens und lokalen Handelns besteht.


    Sind wir erfolgreich anpassungsfähig betreffend möglicher zukünftiger finanzieller Ereignisse, oder – wenn ich die Antworten richtig interpretiere :




    „Es kommt, wie es kommt
    wir können nichts ändern
    wir wollen nichts ändern
    wir haben vor Ort genug zu tun
    es ist schon immer gut gegangen
    was weg ist, ist weg....“




    Schöne Grüße


    Eberhard Rembs
    Bochum

  • Zitat

    Original von Rembs:
    Wie kann ich (Krankenhaus) mich schützen?


    Wie muß ich jetzt meine Finanzen ordnen, um eine mögliche Depression zu überleben.


    Es scheint, dass keiner sich Gedanken macht...


    Guten Morgen Herr Rembs,


    es machen sich schon welche Gedanken darüber, z.B.:


    Gesundheitsökonom Karl Lauterbach hält 1410 deutsche Kliniken für überflüssig
    und
    (Kommentar)


    Man muß folglich als Krankenhaus nicht erst ein befürchtetes globales Problem konsultieren, um sich Sorgen machen zu dürfen. Übrigens wird mit einer entsprechenden Umsetzung dann auch gleich sehr elegant das Problem des Ärzte- und Pflegenotstands gelöst!


    Schönen Tag!
    --
    D. D. Selter
    Arzt, Med. Cont. BGU-Murnau

    Mit freundlichen Grüßen

    D. D. Selter

    Ärztlicher Leiter Medizincontrolling

    Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Murnau




  • Guten Morgen Herr Selter,


    ist Ihr Hinweis auf Prof. Lauterbach nicht ein Indiz, daß wir (!!)
    uns jetzt (!) Gedanken machen müssen (global denken, lokal handeln), und das es nicht reicht, nur auf die Fehler-DRG zu schauen ?




    Schönen Gruß


    E.Rembs
    Bochum

  • Zitat


    Original von Rembs:
    ... daß wir (!!)uns jetzt (!) Gedanken machen müssen (global denken, lokal handeln), und das es nicht reicht, nur auf die Fehler-DRG zu schauen ?


    Guten Tag Herr Rembs!


    Wir sind ja nun mal hier eine Diskussionsgemeinschaft, die sich größtenteils aus Med.Cont.`s, kodierenden Ärztinnen und Ärzten und, von der Funktion her, ähnlichen Mitarbeitern von KH`s zusammensetzt. Uns tangieren primär Probleme, die nicht auf der Ebene der globalen Wirtschaftspolitik angesiedelt sind. Natürlich kann man bildlich dagegenhalten, dass der Flügelschlag eines Schmetterlings auf der einen Seite der Weltkugel, einen Orkan auf der anderen verursachen kann. Aber was bedeutet das für mein tägliches Schaffen? Erst mal gar nichts, weil ich in meiner Funktion als Med. Cont. keine eierlegende Wollmilchsau sein kann. First comes first!
    Wenn ich nicht lokale Probleme löse, weil ich mich in "höheren Sphären" aufhalte, kann es passieren, dass (auch ganz ohne meine Hilfe) sich die globale Problematik nicht ergeben hat oder gelöst wurde, meine ungelösten ortsansässigen Schwierigkeiten mich mittlerweile aber die Arbeitsstelle gekostet haben.
    "Weltwirtschaft und seine Auswirkung auf das deutsche Krankenhaus" ist eine Fragestellung die von Theoretikern beantwortet werden kann, die die entsprechende Kompetenz und Zeit dafür haben.


    Grüße




    --
    D. D. Selter
    Arzt, Med. Cont. BGU-Murnau

    Mit freundlichen Grüßen

    D. D. Selter

    Ärztlicher Leiter Medizincontrolling

    Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Murnau

  • Hallo Herr Selter,
    ich fürchte, ich habe mich mißverständlich ausgedrückt.
    Im Prinzip wollte ich - sinngemäß- fragen, was können (was müssen) wir tun, daß wir nicht zu den 1400 Kliniken gehören, die Prof. Lauterbach auf "seiner Liste" gezählt hat. Viele "Experten" denken ähnlich, wobei sonst die Schätzungen mehr bei 700 Kliniken liegen.



    Schönen Gruß
    E. Rembs
    Bochum

  • Hallo,


    fragen Sie Fr. Schmidt. Die fragt dann den Prof. Lauterbach und der sagt dann allen, was er davon hält. Auf politische Fragen gibt es keine ökonomische Antwort, wie auch ökonomische Glaubensbekenntnisse keine polischen Fragen lösen. Gelten Sie nicht auch als Experte? Na also, äußern Sie sich. Mal gucken, ob jemand zuhört und noch besser, ob Sie gefragt werden.


    Gruß


    bd



  • Hallo,
    a) Sie müssen sich schon entscheiden
    b) mein Eindruck - bitte korrigieren, wenn ich mich irre - lieber Getöse statt einer ernsthaften und sachlichen Diskussion ???



    Schönen Gruß nach Bad Wildungen
    schönen Feiertag



    E.Rembs