Traumatische periprothetische Fraktur

  • Hallo zusammen,


    gibt es zu dem "Problem" M96.6. einen neuern Thread bzw. neue Fakten (Vorschlagsverfahren für 2015 (s.o. Selter) läuft ja wohl)?


    M96.6. als ND nur bei Fakturen, die unter einer Prothesenimplantation entstehen


    oder


    M96.6 auch als ND, wenn eine periprothetische traumatische Fraktur bei schon länger liegender/m Prothese/Implantat besteht?


    Danke für ein kurzes Feedback, wie es gerade gehandelt wird :)

    riol


    Viszeralchirurg/Unfallchirurg

  • Prima,


    hat mir sehr geholfen :thumbsup: . Werden vermutlich dann auch mal klagen X(


    Schönen Tag noch 8)

    riol


    Viszeralchirurg/Unfallchirurg

  • Guten Tag,


    wie würde das Forum die folgende Konstellation bewerten?


    1. Aufenthalt: Operative Versorgung einer medialen Schenkelhalsfraktur mit Duokopfprothese


    intraoperativ periprothetische Femurschaftfraktur; Anlage von zwei Cablewire-Cerclagen am proximalen Femur.


    2. Aufenthalt: Erneute Aufnahme (außerhalb der OGVD) mit zunehmenden Beschwerden im Bereich der versorgten Fraktur
    Radiologisch Frakturspalt mit endostaler und periostaler Kalusbildung.


    Dolumentiert ist eine deutliche Complianceproblematik bzgl. des postoperativen Belastungausmaßes der Fraktur.


    Welche HD trifft zu?


    Unter Bezug auf die DKR 015 hatten wir den ICD S72.3 als HD kodiert; der MDK schlägt den ICD M96.6 vor.


    Die KDE 254 regelt (eher) die Kodierung als Nebendiagnose. - Wie ist bei der HD auszuwählen?


    Meines Erachtens ist der ICD unter Bezug auf die DKR - Vorgaben unter dem Aspekt des Organbezuges spezifischer ....



    Vielen Dank vorab


    Stephan Wegmann

  • Hallo Herr Wegmann,
    wie viel Zeit lag denn genau zwischen den Aufenthalten? Käme hier vielleicht auch eine verzögerte Frakturheilung als HD in Frage?


    Ansonsten steht unter S72.- "Benutze die zusätzliche Schlüsselnummer M96.6, um anzugeben.....". Das bedeutet für mein Verständnis, dass prinzipiell beide Kodes S72.- und M96.6 anzugeben sind. Wobei m.M. nach die S72.- den Vorrang hat, es sich bei der M96.6 ja eigentlich "nur" um einen Zusatzkode handelt. Also müsste in ihrem Fall die S72.3 als HD kodiert werden.


    MfG findus

    MfG findus

    Einmal editiert, zuletzt von Findus ()

  • Guten Morgen,


    zwischen erster Intervention und Wideraufnahme lagen 10 Wochen.


    Meiner Kenntnis nach zu früh, um von einer verzögerten Frakturheilung zu sprechen, oder ??


    Viele Grüße


    Stephan Wegmann

  • Hallo,

    Ich habe folgende Fragen.

    Eine traum. peri.# habe ich immer mit dem S Code und der Z96.- kodiert.


    1. Ist die Angabe des Codes T84.0 als zusätzliche ND noch nötig? Bildet die S Code Z Code Kombi. den Sachverhalt so gut ab, dass die unter T82 abgebildeten Zustände mit "inklusive" sind?


    2. Wann ist der T84.0 Code als ND oder HD möglich?

    HD nur wenn der Sachverhalt nicht spez. abgebildet werden kann?

    ND wann ??

    Gibt es für die HD und ND ein gutes Beispiel?


    Ich bin dankbar für jede Anregung, da mich der Sachverhalt etwas verwirrt vor allem weil die zusätzliche Angabe des T84.0 einen ccl hat.


    Vielen Dank für ihre Hilfe!

    VG aus Köln

  • Hallo aufwunschgeloescht1,

    ich meine, 2016 gab es Neuerungen zur periprothetischen Fraktur:


    Vielleicht hilft das ja weiter. Ich würde die T84.0 nicht zusätzlich kodieren, wenn keine weiteren Informationen vorliegen.


    Viele Grüße

    B. Sommerhäuser

  • Hallo,


    M96.6 ist nicht bei einer traumatischen peri.proth. Fraktur anzugeben, sondern bei einer durch die Implantation verursachte Fraktur (siehe Hinweis unter M96.6).

    Man kann es so sehen: Sie kodieren die # mit dem S-Kode. Weitere Kodes dann, wenn sie der ND-Definition entsprechen. Haben sie z. B. neben der # eine Schaftdislokation und es muss zusätzlich zur eigentlichen #-Osteosynthese der Schaft ausgebaut(gewechselt) werden, kodieren sie den T-Kode. Müssen sie nichts an der Prothese selber machen, aber z. B. bei Implantation der Osteosynthese ihre Material entsprechend bestimmter Limitationen durch die einliegende TEP anpassen, wäre es der Z-Kode. Der Z-Kode wir aber auch oft als "Infokode" verwendet, ohne dass eine direkte Beeinflussung des Patientenmanagements resultiert. Verfolgt wird deswegen keiner....

    Mit freundlichen Grüßen

    D. D. Selter

    Ärztlicher Leiter Medizincontrolling

    Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Murnau