Neue Masche des MDK

  • Hallo.


    Der MDK scheint anderen gerne wirklich unnötige arbeit zu machen :t_teufelboese:


    Folgender Fall:


    Pat mit Hysterektomie, als ND E87.6 angegeben. OP Bericht und Arztbrief sind an MDK gegangen. Gutachten vom MDK \"E87.6 nicht nachvollziehbar\".


    Soweit so schlecht.


    Akte geholt -> pathologische Kaliumwerte und Substitution, E87.6 also korrekt. Kopien gemacht, an KK zur Weiterleitung an MDK mit dem Hinweis \"weitere Unterlagen zum Nachweis E87.6\".


    Nun kommt`s:


    Der MDK will jetzt eine Widerspruchsbegründung von uns haben!


    Eigentlich war ich der Meinung, dass gerade bei strittigen Nebendiagnosen eine kurze Form ausreichend ist. Bei Verweildauerprüfungen sollte schon etwas mehr da stehen aber so was ist doch :f_confus:

    Gruß
    papiertiger


    Sport: eine Methode, Krankheiten durch Unfälle zu ersetzen.

  • Hallo,


    unnötige Schikane, sonst nichts. Was sagen denn die MA der Kostenträger dazu.


    Schönen Tag

    schnippler2
    Med. Controller/Chirurg

  • Der SB von der KK konnte es auch nicht verstehen, hat sogar noch mal beim MDK angerufen, warum das denn nötig sei..

    Gruß
    papiertiger


    Sport: eine Methode, Krankheiten durch Unfälle zu ersetzen.

  • Hallo zusammen,
    in solchen Fällen haben wir zwei Vorgehensweisen:


    methode a) zusammen mit dem Brief geht ein Begleitschreiben raus, in dem steht, dass eine Hypokaliämie oral / i.v. substituiert wurde. Ist halbautomatisiert und macht unterm Strich weniger Aufwand als


    methode b)
    Widerspruch schreiben mit genau diesem einem Satz: eine Hypokaliämie wurde oral substituiert. Daneben noch die normalen Formulierungen wie, Entlassbrief ist für niedergelassenen und nicht zu Rechnungsprüfung, Aussagekräftig ist nur die gesamte Akte etc.


    Auf ein Gutachten direkt dem Gutachter zu antworten haben wir aufgegeben, da dem oft formale Zwänge seitens der KK und des MDk gegenüberstehen.


    Eine Schikane würde ich hierin noch nicht unbedingt sehen, vielmehr technisches Unvermögen, die anfallenden Papierfluten zu beherrschen.

    Herzliche Grüsse aus Mittelfranken
    E. Horndasch

  • Guten Abend,


    Zitat


    Original von E_Horndasch:
    Eine Schikane würde ich hierin noch nicht unbedingt sehen, vielmehr technisches Unvermögen, die anfallenden Papierfluten zu beherrschen.



    Von MDK-Gutachtern werden pauschale Behauptungen aufgestellt „straffer Organisationsablauf“ erforderlich etc. und im „eigenen Laden“ hat man die Prozesse nicht im Griff.
    Zur Glaubwürdigkeit gehört, dass man die Erwartungen und Forderungen an andere, auch selbst erfüllt …




    Gruß


    Eberhard Rembs

  • Hallo,


    aber wo bleibt denn dann die vertrauenswollende Zusammenarbeit? Auf der Strecke, oder?

    schnippler2
    Med. Controller/Chirurg

  • Zitat


    Original von papiertiger:
    Der SB von der KK konnte es auch nicht verstehen, hat sogar noch mal beim MDK angerufen, warum das denn nötig sei..



    Hallo Paiertiger,


    was ich in diesem Fall nicht verstehe: Wenn es der Mitarbeiter der KK versteht, warum zieht dieser den Auftrag an den MDK nicht zurück? :d_gutefrage: Wenn ich ein MDK-Gutachten habe liegt der Fall doch erstmal wieder bei mir (dem Kassenmenschen). Und wenn dann weitergehende Informationen \"offen\" sichtbar (z.B. Laborblatt, Medikation, weitere Informationen) bei mir eintrudeln, die den Fall in einem anderen Licht erscheinen lassen, kann ich doch schon oft selbst dem Widerspruch des Krankenhauses abhelfen. Dann verzichte ich auf die Rückforderung (oder zahle den Rest, was wohl bei einigen Kostenträgern üblich geworden ist) und der Fall ist abgeschlossen. Dafür brauche ich doch oft keinen MDK mehr, um eine neue Situation beurteilen zu können. Alles andere ist doch wirklich Bürokratie, das sollten Sie dem hoffentlich verständigen Mitarbeiter der KK verdeutlichen. Er/sie trifft die leistungsrechtliche Entscheidung (und damit Kohle oder nicht)!


    Es grüßt


    der Bauer

  • :d_neinnein:


    Herr Bauer, bitte!


    Die weiteren Unterlagen befanden sich in einem verschlossenen Umschlag mit dem Stempel \"Nur vom MDK zu öffnen!\". Ich habe als Zusatz zu dem Patientennamen geschrieben, dass es sich um Unterlagen zum Nachweis der Hypokaliämie (im Sinne der DKR) handelt. Und das hat dem SB auch gereicht.


    Es gibt sicher KK Mitarbeiter die Entscheidungen treffen können/dürfen/wollen. Aber nicht alle akzeptieren es, wenn mitgeteilt wird, dass Kalium niedrig war und eine Substitution erfolgte.

    Gruß
    papiertiger


    Sport: eine Methode, Krankheiten durch Unfälle zu ersetzen.

  • das ist ja alles kompliziert (und bürokratisch).


    Vorschlag: Machen Sie es wie ein KH in unserem Bereich: Schreiben Sie auf dem Anschreiben an die Kasse einfach nur zusätzlich den Satz \"Stellungnahme zum MDK-Gutachten\". Wir legen das dann immer in der Fallberatung dem MDK mit der Fragestellung vor \"Ergibt die Stellungnahme neue Erkenntnisse?\". Funktioniert eigentlich prima, denn damit hat der MDK ja den neuen Auftrag von der Kasse bekommen.


    Sorry übrigens für die falsche Schreibweise Ihres Namens, meine Tasten machen sich (glaube ich zumindest) manchmal selbständig. Übrigens, ich bin der Bauer, es tummelt sich nämlich hier noch ein echter Herr Bauer rum.


    Gruß


    der Bauer