Qualitätsbericht und Kodierung

  • Hallo,




    Auf der homepage http://www.ktq.de ist seit heute der Qualitätsbericht des Kreiskrankenhauses
    Eichstätt einzusehen.



    Für den Medizincontroller und andere lohnt ein Blick auf die Seiten 9 -13


    Ich empfehle einen Blick:



    Intensivmedizin: die 5 häufigsten Diagnosen


    Allg. Chirurgie und Orthopädie: die 5 häufigsten Operationen pro Jahr



    Gruß


    E. Rembs

  • Hallo Medizin-Controller,


    es lohnt ein Blick auf die vielen OPS mit .x und .y
    Diese Qualität gibt es bei uns nicht!



    --
    Einen freundlichen Gruß vom MDA aus Schorndorf

    [size=12]Freundlichen Gruß vom Schorndorfer MDA.



  • Hallo Herr Konzelmann,
    viele schreiben über Qualität, Sie liefern Qualität!!


    E.R.

  • Doppelposting

    Dr. J. Cramer
    AGAPLESION Diakonieklinikum Hamburg

  • Hallo Herr Rembs,
    honi soit qui mal y pense... 8o


    Schönes Wochenende,
    J. Cramer

    Dr. J. Cramer
    AGAPLESION Diakonieklinikum Hamburg

  • :besen: :besen: :besen: "ba, watt habt ihr enne fiese Charakter" stöhnt jetzt die Rheinländerin in mir: orthopädische Belegabteilung, schätze ich, also was soll da schon groß liegen!!! Und hier biledet sich ansosnten genau das ab, was zu erwarten war: ein kleines Grundversorgungshaus mit dem Spektrum, welches im deutschen Krankenhaus derzeit nunmal immer noch stationär versorgt wird. Und auch diese Häuser haben ihre Daseinsberechtigung (obwohl ich Euch völlig recht gebe: Sie sollten sich schleunigst neu und vernünftig strategisch positionieren. Aber an hand ihrer ersten KTQ-Zertifizierung können sie es ja jetzt sehr schön an ihren Zahlen sehen, es ihren Chefärzten erklären und strategische Konsequenzen ziehen!) Diese Haus hat immerhin schon einmal so viel strategische Weitsicht bewiesen, dass sie certifiziert sind! Da werden sie aus der Certifizierung schon ihre Schlüsse ziehen... (viel Glück und Durchhaltevermögen an Eichstätt, aber der größte Schritt der Transparenz ist gemacht:dance1: ).
    Gruß
    Patricia
    --
    Patricia Klein

    Patricia Klein

  • 1) "ba, watt habt ihr enne fiese Charakter"



    2) Diese Haus hat immerhin schon einmal so viel strategische Weitsicht bewiesen, dass sie certifiziert sind! --
    Patricia Klein




    Hallo,
    Hallo Frau Klein,


    Zu 1)
    absolutes Missverständnis!
    Es war nicht die Absicht, irgend jemanden zu tadeln oder anzuklagen.
    Es ging um das Thema Kodierqualität.



    Folgende Punkte sind für mich u.a. unklar:


    Fehlende Diagnose in der Intensivmedizin: Herzinfarkt


    Bei den Prozeduren 5 Steller, wo 6 Steller gefordert sind (5-820.0 5-385.7)


    Keine Möglichkeit aus den Prozeduren den Anteil der laparoskopischen Operationen zu entnehmen


    Monitoring in der Orthopädie als operative Prozedur


    Tätigkeitsschwerpunkte lt. Eigendarstellung Seite 8: Operativer Gelenkersatz, Wirbelsäulenchirurgie - dazu jedoch keine Prozeduren





    Zu 2)
    „Es geht einzig um die Ergebnisqualität. Was sollte Kunden sonst interessieren?“
    Prof. Dr. R. Hildebrand




    Schöne Grüße


    Eberhard Rembs
    Bochum

  • Hallo, den fiesen Charakter weise ich ebenfalls zurück. Ich helfe jedem, hier und jetzt auch den Eichstättern. Aber am Donnerstag vor dem Frei-Tag Feiertag war es mir zehn Minuten vor Feierabend nicht mehr möglich, mich frei und differenziert zu äußern.
    z.B. Innere: I10 (CCL=0) haben wir im Oktober 2002 noch 53 mal und I11.9 (CCL-relevant) sind jetzt 40 mal da. Früher war das alles I10. Da sollte der QualitätsManager oder MedizinController drauf!
    z.B. ACH: LH läßt sich sehr differenziert codieren, bitte nicht mit .y! Dito Galle mit .x und Appendektomie mit .y
    Falls Sie Beratung benötigen in Eichstätt oder anderswo, mal mailen!
    Die wenigen 6-Steller weisen darauf hin, daß die Daten eines frühen Jahres (vor DRG-Zeitrechnung) verwendet wurden.
    z.B. Augenarzt codiert gut!
    z.B. HNO kann auch verbessert werden (TE+AT mit .y vor .0)
    z.B. GYN Codierung ok.


    --
    Einen freundlichen Gruß vom MDA aus Schorndorf

    [size=12]Freundlichen Gruß vom Schorndorfer MDA.

  • Nachtrag zur Qualität der Codierung:


    z.B. Radeberg:
    auch ein kleines Haus, ICD-Codierung o.k., OPS der ACH nicht voll sichtbar, da meist auf 4-Steller aggregiert.


    z.B. Bad Tölz:
    Innere 102 Fälle mit I64 lassen sich mit Gruppe I60 - I69 differenzierter abbilden. Wir haben die 95 Fälle 07-10/01 auf 30 in 07-10/02 gesenkt.
    ACH OPS differenziert dargestellt, sehr gut codiert.
    Das gleiche gilt für die anderen Abteilungen.


    --
    Einen freundlichen Gruß vom MDA aus Schorndorf

    [size=12]Freundlichen Gruß vom Schorndorfer MDA.

  • Habe Euch missverstanden und entdecke eine ganz neue Dimension der Qualitätsberichte im Internet: hoffentlich hat jemand aus Eichstätt Zugang zu diesem Chat, denn die Hälfte der Arbeit "Kodieroptimierung" wurde hier schon erledingt: die Schwächen- (sorry: Potential-)-Analyse, jetzt muss nur noch umgesetzt werden.
    Gruß
    Patricia :3 :3 :3

    Patklein

  • Hallo Patricia Klein,


    haben Sie einen neuen Job? Von PatKlein nach patklein3 gewechselt?


    --
    Einen freundlichen Gruß vom MDA aus Schorndorf

    [size=12]Freundlichen Gruß vom Schorndorfer MDA.

  • Hallo zusammen,


    Ich sehe die Diskussion zu den veröffentlichten Qualitätsberichten mit sehr gemischten Gefühlen.
    Nicht jede DLG-prämierte Wurst aus dem Supermarkt (oder auch vom Metzger um die Ecke) entspricht den Qualitätsanforderungen, die ich als Verbraucher an ein ebensolches Nahrungsmittel richte.
    Genauso verhält es sich mit den Qualitätsberichten der Krankenhäuser. Nirgendwo steht z.B. etwas von Komplikationsraten nach Operationen (oder habe ich das übersehen?).


    Außerdem entsteht bei den obigen Beiträgen ein wenig der Eindruck, dass eine hervorragende Kodierqualität gleichbedeutend ist mit einer excellenten Behandlungsqualität, was sicher nicht den Tatsachen entspricht.
    Nach medizinischen Kriterien könnte man in Ihrer Klinik, Herr Konzelmann, wahrscheinlich auch den einen oder anderen Fall ermitteln, der fälschlicherweise als hypertensive Herzkrankheit (I11.9) kodiert wurde.


    Mir als Medizincontroller ist jedenfalls eine als I10 kodierte hypertensive Entgleisung bei einem Patienten lieber, als eine vielleicht zweifelhafte I11.9. Insbesondere dann, wenn der Patient sich nach einigen Tagen mit einem guten Blutdruck und zufrieden mit der Behandlung aus der Klinik verabschiedet. Bei einer guten Dokumentation des Falles kann sich auch gerne der MDK von der Behandlungsqualität überzeugen.


    Aus dem Bereitschaftsdienst im trüben Spessart


    Mathias Filipp