>Herzschrittmacher

  • Hallo,


    wir steigen als Optionshaus am 1.1.2003 ein.


    Nun habe ich die Sonderentgelte 09.01 und 09.02 mit den zu erwartenden DRgs vergleichen und sieh da, man bekommt für die früheren Sonderentgelte mit einem Differenzbetrag von ca € 2500 jetzt ein relatives Gewicht von 1,91 (F12Z/ Implantation eines Herzschrittmachers).


    Fällt jemanden dazu etwas ein, außer dem Stichwort "Mischkalkulation".


    :dance1:


    Aff

  • Hallo,


    diese "Mistkalkulation" wird hoffentlich für die Folgejahre berichtigt.



    --
    Einen freundlichen Gruß vom MDA aus Schorndorf

    [size=12]Freundlichen Gruß vom Schorndorfer MDA.

  • Auch der Defibrillator (SE 9.05, 32.000 €) hat nun als F01Z ein recht maues RG von 8,8.



    :no:
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    Dr. med. Volker Blaschke
    Arzt für Dermatologie / Allergologie
    Medizincontroller
    Herzzentrum Göttingen
    http://www.herzzentrum-goettingen.de

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    Dr. med. Volker Blaschke

  • Hallo Forum,


    als neuer Gast im Forum möchte ich mich an dieser Stelle einklinken.
    Der Bereich Kardiologie, speziell Elektrophysiologie, ist m.E. in den G-DRG's 1.0 nicht sehr "realitätsnah" abgebildet und man muss davon ausgehen, dass die an der Kalkulation teilnehmenden Krankenhäuser Leistungen dieser Art nur in geringem (wenn überhaupt) Umfang erbringen.
    Für mich ist das "alte" Sonderentgelt 09.02 [+ Pflegetage] nicht korrekt abgebildet und somit eine Leistung, die "vor-Ort" i.R.d. Budgetverhandlungen mit Bezug auf §6 KHEntG verhandelbar sein müsste.


    Weitergehende Entwicklungen in der Elektrophysiologie müssen ähnlich behandelt werden, sie sind andernfalls nicht mehr zu leisten.


    Matthias Müller
    Herz- und Rheumazentrum Kerckhoff-Klinik
    Bad Nauheim
    MA des Controlling

    M. Müller
    Controller
    Kerckhoff-Klinik

  • Das Problem mit der Elektrophysiologie, die m.E. überhaupt nicht bisher im DRG-System abgebildet ist beschäftigt mich schon seit längerem. Diese aufwändigen u. teuren Untersuchungen wie Carto-Mapping etc. sind so in größerer Menge wohl nicht zu bezahlen. Hat jemand eine Einschätzung, ob so etwas mit den Kassen extra verhandelbar sein wird? Und gibt es ein Kalkulationshaus, das solche Leistungen mitkalkuliert hat?
    Viele Grüße aus Brandenburg
    Renate Schäfer/ Med. Controlling :smokin: :smokin:

  • Hallo Frau Schäfer,


    das an irgendeiner Stelle das Leistungsspektrum oder die Anzahl der DRG's (auf welchen die kalkulierten RG's beruhen) veröffentlicht wurden, ist mir nicht bekannt. Aber mit der - kläglichen - Nachbesserung des Defis (s.o.) kann man m.E. erkennen, das nicht ein Fall in die Kalkulation einging und somit ein mehr oder minder "gewürfeltes" Ergebnis entstand. Geht man nun davon aus, dass Häuser mit einer großen elektrophysiologisch ausgerichteten Kardiologie in jedem Fall Defis implantieren, kann auf die Aussagekraft der gesamten Kalkulation geschlossen werden.
    Aus wissenschftlicher ist das Ergebnis nicht zu halten.


    Grüße aus Mittelhessen


    M. Müller

    M. Müller
    Controller
    Kerckhoff-Klinik

  • Hallo,


    die Kalkulation wurde von 3M im Auftrag des BMG durchgeführt,
    das Ergebnis der Kalkulation ist von verschiedenen Seiten kritisiert worden. Sie hierzu z.B. die angehängte Datei aus Münster.


    Zum Jahresende sind von 3M Hintergrundinformationen zur Kalkuation angekündigt.
    Die Kalkulationsbasis kann in diesem Bereich sicher nicht gut gewesen sein (Insgesamt(!) laut InEK "weit über hundert Häuser"(!)).
    Und vor allem: Auch mit der Einhaltung der Kodierrichtlinien bei den erstkalkulierenden Häusern kann es nicht zum besten bestellt sein. Siehe hierzu mein Beitrag zur instabilen Angina pectoris.


    Eine neue Kalkulationsrunde für das nächste Jahr ist vom InEK bereits angekündigt.


    Viele Grüße von


    Mautner

    Viele Grüße von


    Mautner

  • Da leider bisher (zumindest mir) nicht bekannt ist, welche Häuser tatsächlich Daten geliefert haben, nehme ich an, daß es wohl Spezialkliniken waren, die kathetern, was nur geht und einen hohen Durchsatz einfacher Patienten haben, z. B. auch durch Rückverlegung.


    Zur Elektrophysiologie muß man sagen, daß wir sie bisher völlig umsonst erbracht haben, da es keine Sonderentgelte gab. Nun wird die Ablation immerhin ähnlich einer PTCA vergütet. Nicht viel, aber immerhin...


    V. Blaschke


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    Dr. med. Volker Blaschke
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