Dokumentation der palliativmedizinischen Komplexbehandlung

  • Guten Tag zusammen,
    hat jemand zu o.a. Thema ein Formular, mit dem er den 6-Stunden-Aufwand pro Woche erfasst und das er zur Verfügung stellen könnte?
    Man muss ja nicht alles neu erfinden.
    Besten Dank und freundliche Grüße
    T. Trübenbach

  • Hallo Herr Trübenbach,


    egal welches Sie nutzen, klären Sie im Vorfeld mit dem MDK ab, ob es diesem \"genehm\" ist.


    Wir nutzen das Dokument der Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V.
    Der MDK hat damit so seine Probleme.


    Wir halten an unserer Dokumentation fest, und werden diese jetzt sozialgerichtlich klären lassen.


    Viel Erfolg.



    Hier der Link

    Gruß


    MiChu ;)
    Sei nicht unglücklich vor der Zeit, denn was dich, als dir drohend, in Angst versetzt, wird vielleicht nie kommen. (Seneca)

  • Hallo Herr Trübenbach,


    anbei unsere Version (das von der DGP war uns zu winzig geschrieben :a_augenruppel: )


    Viel Spaß damit.

    Viele Grüße aus Sachsen
    D.Zierold

  • Hallo Frau Zierold,


    Wie sind den Ihre Erfahrungen mit dem MDK bezüglich der Akzeptanz dieses Blattes?

    Gruß


    MiChu ;)
    Sei nicht unglücklich vor der Zeit, denn was dich, als dir drohend, in Angst versetzt, wird vielleicht nie kommen. (Seneca)

  • Hallo Michu,
    bis auf das ich dem MDK ab und an mal vorrechne wie sich die 6 Stunden auf 7 Tage verteilen, ist die Akzeptanz gut.

    Viele Grüße aus Sachsen
    D.Zierold

  • Hallo Forum,


    es ist uns gelungen, unseren MDK davon zu überzeugen, dass die durch uns durchgeführte Dokumentation für die palliativmedizinischen Komplexbehandlung ausreichend für die Kodierung des entsprechend OPS ist.


    Zwar gibt es dazu hin und wieder auch noch Probleme, wie z. B. wer darf Angehörigen und/oder Familiengespräche durchführen, aber insgesamt wird in den meisten Fällen unsere Dokumentation akzeptiert.


    Seit einiger Zeit wird von Seiten des MDK’s die in Ansatzbringung des Zusatzentgeltes ZE 60 nicht mehr akzeptiert, weil laut Sichtweise des MDK’s bei gleichzeitiger Durchführung der Chemotherapie die Grundkrankheit noch erheblich beeinflusst wird.


    Dies steht für den MDK im Widerspruch zu den Mindestmerkmalen des OPS in dem eine aktive ganzheitliche Behandlung zur Symptomkontrolle und psychosozialen Stabilisierung ohne kurative Intention und im allgemeinen ohne Beeinflussung der Grundkrankheit von Patienten mit einer progredienten fortgeschrittenen Erkrankung vorliegen muss.


    Ich würde Sie um Ihre Einschätzung bitten, ob die Kodierung des OPS 8-982 bei gleichzeitiger Behandlung durch Chemotherapie oder Strahlentherapie ausgeschlossen ist.

    Gruß


    MiChu ;)
    Sei nicht unglücklich vor der Zeit, denn was dich, als dir drohend, in Angst versetzt, wird vielleicht nie kommen. (Seneca)

  • Hallo MiChu,
    ich denke, dass sich das nicht grundsätzlich ausschließt.
    Es gibt auch palliative Chemo-/Strahlentherapie, bei denen z.B. ein Tumor am weiterwachsen gehindert wird und es dem Patienten dadurch besser geht.
    Was aber genau gemacht wird und warum können sie wahrscheinlich nur vor Ort mit den Ärzten klären.

    Viele Grüße aus Sachsen
    D.Zierold

  • Hallo,
    Das es eine palliative Chemo- / Strahlentherapie gibt (z.B. zur Schmerzreduktion) ist glaube ich allen bewusst.
    Womit wir Probleme haben ist vereinfacht:
    Wenn außer der Palliativmedizinischen Komplexbehandlung nach OPS noch andere die Grunderkrankung beeinflussende Maßnahmen stattgefunden haben, ist eine Kodierung der Palliativmed. Komplexbehandlung nicht mehr möglich. Dies vereinfacht so die Aussage des MDK´s. Damit können wir uns nicht abfinden und suchen entsprechende Gegenargumente.

    Gruß


    MiChu ;)
    Sei nicht unglücklich vor der Zeit, denn was dich, als dir drohend, in Angst versetzt, wird vielleicht nie kommen. (Seneca)

  • Hallo MiChu,


    ich hatte letzte Woche das \"Vergnügen\" an einem Vortrag über Palliativmedizin teilnzunehmen. Dabei wurde auch erwähnt des es üblich ist einen Pat. der auf d. Palliativstation geführt ist z. B zw. Schmerzen bei Knochenmetastasen palliativ zu Bestrahlen. Dies schließt für mich den OPS 8-982 keineswegs aus.


    Ziele der Palliativmedizin ist doch u. a. eine Symptomlinderung und \"Lebensqualität statt -quantität\". Wenn eine palliative Bestrahlung z. B. zw. Metastasen durchgeführt wird handelt es sich doch um eine Symptomlinderung (Schmerzlinderung)...


    mfG
    Einsparungsprinz

  • Hallo -


    klar gibt es eine palliative Chemo-/Strahlentherapie. Wie aber \"ein Tumor am weiterwachsen gehindert\" werden soll, ohne damit die Grundkrankheit zu beeinflussen ist mir nicht klar. Besser hätte es als \"Grundkrankheit nicht kurativ zu beeinflussen\" im OPS fomuliert werden müssen. Warum die DGP es so fomuliert hat verstehe ich nicht recht. Der Ärger ist doch vorprogrammiert. Wie operationalisiert man \"im Allgemeinen\" mit weniger als 50% der Fälle? Den OPS kann man m.E. also auch nicht als Abbildung der Palliativmedizin sehen.


    Herzlicher Gruß TT.

    „Quod non in actis est, non est in mundo.“ (Was nicht in den Akten ist, ist nicht in der Welt)

  • Hallo TT,


    für mich beschreibt der OPS schon die Palliativmedizin. Aber eben nur Beschreibung und nicht Definition.
    Wenn in der Beschreibung steht:

    Zitat

    „Aktive, ganzheitliche Behandlung zur Symptomkontrolle und psychosozialen Stabilisierung
    ohne kurative Intention und im Allgemeinen ohne Beeinflussung der Grunderkrankung von
    Patienten mit einer progredienten, fortgeschrittenen Erkrankung und begrenzter
    Lebenserwartung“


    Ist das m.E. schon die Beschreibung der Palliativmedizin. Dies und nichts anderes.
    Aber die Meinung des MDK´s ist ja; wenn andere Behandlung der Grunderkrankung dann kann keine Palliativmed. Behandlung stattfinden / kodiert werden.
    Genau dieses kann ich aus dem OPS nicht herauslesen.
    Für mich beschreibt der OPS nur und zeigt auf wie, durch wenn, in welchem Zeitumfang usw. behandelt werden muss um diesen OPS kodieren zu „müssen“.

    Gruß


    MiChu ;)
    Sei nicht unglücklich vor der Zeit, denn was dich, als dir drohend, in Angst versetzt, wird vielleicht nie kommen. (Seneca)

  • Schönen guten Tag allerseits,


    es handelt sich hier um einen unzulässigen Umkehrschluss des MDK. Wenn die Beeinflussung der Grunderkrankung nicht zur palliativmedizinsichen Komplexbehandlung gehört, bedeutet dies nicht automatisch, dass bei Beeinflussung der Grunderkrankung keine palliativmedizinische Komplexbehandlung vorliegt. Wenn die Bedungungen der palliativmedizinischen Komplexbehandlung erfüllt sind, dann kann sie auch verschlüsselt werden, egal ob nebenbei noch eine andere Therapie durchgeführt wird (solange sie sich nicht gegenseitig ausschließen, wie z.B. eine kurativ intendierte Chemotherapie. Eine palliative Chemo sollte aber kein Problem sein).


    Ich wünsche noch einen schönen Tag,