Beiträge von Admin

    Wieviel Beitragsgelder mit dem PKMS wohl verschwendet wurden, wieviel Menschen wohl mit der Dokumentation beschäftigt waren, wieviel Berater damit Schulungen durchführten - Wieviel? Unfassbar. So verschwendet man jahrelang Geld (und drangsaliert die Pflege - aus der dieses Instrument allerdings auch stammte).

    Hallo Herr Breitmeier,


    das ist es ja gerade.

    bei denen nur formal die SIRS Kriterien erfüllt waren, aber klinisch keine Sepsis im Raum stand (Wenn es abrechnungstechnisch für die Klinik passte).

    Klinisch und abrechnungstechnisch gibt es Unterschiede. Dabei gelten die Deutschen Kodierrichtlinien und nicht der klinische Ansatz. Es ist m.E. unerheblich, was klinisch hätte, könnte oder sollte. Formal nach DKR ist die Kodierung korrekt. Sie müssen die Kodierrichtlinien ändern (lassen), wenn Sie anderer Meinung sind. Die Krankenhäuser halten sich (formal) an das, was in den DKR steht. Das ist die zentrale Krux der Streitereien. Kodierrichtlinien sind nicht klinisch, sie sind abrechnungstechnisch relevant. Und das passt offenbar MD-Ärzten nicht immer...


    VG B. Sommerhäuser

    Hallo,


    das Abdichten von Anastomosen ist ein Grund für die Omentumplastik. Da kein OP-Bericht vorliegt, ist es leider nicht genau ersichtlich, aber die Kodierung der Omentumplastik kann hier m.E. zutreffend erfolgt sein.


    Grüße

    B. Sommerhäuser

    Hallo C-3PO,


    dass der MD die Kodierung nicht akzeptieren möchte, bedeutet ja nicht unbedingt, dass sie falsch ist. Klinisch wird eine Omentumplastik als solche bezeichnet, wenn das Omentum rechts-, bzw. linksgestielt abpräpariert wird, um durch seine dann entstandene "Reichweite" als Platzhalter in größeren Defektsituationen (Wundhöhle) zu fungieren. Das kann in Richtung Becken oder Thorax gehen (Netzplombe Bsp. s. u. #1). Bekannter ist der Einsatz in der Hernienchirurgie. Weiterhin sind positive Effekte auf die Wundheilung in der Literatur einschlägig. Dies alles wird üblicherweise in der Klinik als Omentumplastik bezeichnet.


    Damit sind wir beim Matching: Omentumplastik ist unter 5-546.3 "gelistet". Um es genau zu überprüfen, braucht man den vollständigen OP-Bericht. Irritierend finde ich an Ihrer Schilderung nur, dass bei einer (linksseitigen) Descendorektostomie (sic) offenbar ein rechtsgestieltes Omentum verwendet wurde ("über den rechten Mittelbauch"). Aber ich bin ja kein Chirurg. Was war denn die Argumentation des Gutachters für die Kode-Streichung?


    Schönes WE

    B. Sommerhäuser

    Hallo C-3PO,


    meinten Sie dies?


    "Die Durchführung einer Reoperation ist, sofern nicht als eigener Kode angegeben, zusätzlich zu kodieren (5-983)

    5-983 Reoperation

    Hinw.: Dieser Zusatzkode ist anzuwenden bei der Wiedereröffnung des Operationsgebietes zur Behandlung einer Komplikation, zur Durchführung einer Rezidivoperation oder zur Durchführung einer anderen Operation in diesem Operationsgebiet. Sofern im organspezifischen Kapitel ein entsprechender spezifischer Kode vorhanden ist, ist dieser zu verwenden"


    Viele Grüße

    B. Sommerhäuser

    Hallo Herr Thiemann,

    wie Sie ja selbst schrieben, haben Sie im klinischen Gesamt-Ergebnis eine mehrzeitige Pneumektomie durchgeführt. Das ist klinisch gesehen zweifellos korrekt. Zu keinem Zeitpunkt haben Sie jedoch kodiertechnisch eine (einzeitige) Pneumektomie durchgeführt. Dabei wäre womöglich auch ein prothetischer Volumenexpander zum Einsatz gekommen. Insofern kann ein kalkulatorischer Unterschied zwischen dem ein- oder zweizeitigen Vorgehen bestehen, was womöglich beabsichtigt ist. Ich bleibe daher bei meiner persönlichen, indes natürlich unmaßgeblichen Meinung, dass die "20 Tage später durchgeführte Rest-Lobektomie des verbliebenen oberen Drittels des Lungenoberlappens mit Erweiterung Gefäßresektion intraperikardial" als genau solche zu kodieren ist und nicht als Pneumektomie. Aber vielleicht gibt es ja noch andere Ansichten.


    Viele Grüße

    B. Sommerhäuser