Beiträge von patklein3

    I) soll dieser Facharzt ein eigener sein oder eine Zusatzbezeichnung nach dem regulären Facharzt (so wie "Gefäßchirurg" oder "Allergologie")? Denn (sorry an den Jungarzt): ist es nicht totla sinnvoll, dass man nach dem Studium erst einmal ein paar Jahre Erfahrungen im klinischen Bereich macht? Und da kann ein regulärer Facharzt ja nicht schaden.... Und dann danach den "Facharzt für Krankenhausmanagement". Sonst haben wir da doch schnell eine etwas abgehobene Truppe (mich persönlich hat das Studium nur unvollkommen auf die Organisationswüste der Krankenhauses vorbereitet. Die habe ich erst Jahre später durchwandert und durchschaut:( :( . Und wie soll ich etwas managen, was ich nicht durchschaue? Denn wie wir alle wissen: auch wenn ich es durchschaue, ist es mit dem managen noch so eine Sache....:bombe:
    Patricia
    --
    Patklein

    :rolleyes: Lieber Herr Konzelmann,


    ja, aber es gibt sicher auch andere Tracer, die man in die Zielvereinbarung reinnehmen könnte. Probleme macht natürlich ein bisschen, dass es recht ausgeprägte abteilungsspezifische Besonderheiten gibt: eine Pädiatrie kann nie über eine bestimmte Anzahl Nebendiagnosen herauskommen, ebenso ist es in einer geburtshilflich orientierten Gynäkologie. Man muss auch für sich selbst als Haus definieren, was man will: will man alle Leistungen fläcendeckend kodiert haben auch zur hausinternen Leistungsstatistik? Oder ist einem wichtiger, dass die erösrelevanten Leistungen zu 100% drin sind? Man muss einen gesunden Kompromiss wählen nach dem alten Paretoprinzip: einfache überprüfbare Ziele, die auch zu erreichen sind und nicht mehr Aufwand machen, als effizient ist. Und das ist schon ein bisschen komplizierter...
    Aber wie hat Frau Prof. Moos in einem Vortrag über die balanced score card gesagt: "ändern Sie ruhig die Ziele für das Folgejahr, wenn sie sich im Vorjahr nicht bewährt haben."
    Gruß
    Patricia :besen:
    --
    Patklein

    ?( ist es nicht sowieso von KV zu KV unterschiedlich? Wir bekommen in der KV Westfalen-Lippe schon lange gar nicht mehr die Möglichkeit der Einzelabrechnung, es wird eine Pauschale von (früher, aktuell bin ich nicht auf dem laufenden) ca. 30 DM bezahlt zuzügl. Röntgenleistungen (im Krankenhaus übrigens nur einmal pro Quartal, egal in welcher Ambulanz der Patient wie oft war). Wir haben uns damals versucht, gegen diese Pauschalabrechnung zu wehren (genau mit der obigen Begründung: EKG, Laborwerte incl. Herzenzyme, usw. werden ja nur im Krankenhaus gemacht und selten oder nie im KV-Notdienst, deshalb kann das Krankenhaus nicht die gleiche Pauschale bekommen wie der niedergelassene Bereich), wir haben nicht einmal eine Antwort bekommen.
    Die Erlösoptimierung in den Ambulanzen ist eine unendlich frustrierende Geschichte, manches geht nur über Sondervereinbarungen mit den Kassen direkt (zum Beispiel Medikamentenpauschalen zusätzlich und Heil- und Hilfsmittel über Rezepte), wenn hier jemand mal mit einem Verfahren käme, wie ein Haus die Ambulanzunterdeckung in den Griff bekommen hat (außer sie zu schließen!!!), würde ich eine Kiste Rotwein schicken!!! Versprochen (auch Vorschläge von Kassenvertretern sind zugelassen (gibt auch keinen billigeren Rowein!)!!!!!:drink:
    In diesem Sinne:drink:

    Habe Euch missverstanden und entdecke eine ganz neue Dimension der Qualitätsberichte im Internet: hoffentlich hat jemand aus Eichstätt Zugang zu diesem Chat, denn die Hälfte der Arbeit "Kodieroptimierung" wurde hier schon erledingt: die Schwächen- (sorry: Potential-)-Analyse, jetzt muss nur noch umgesetzt werden.
    Gruß
    Patricia :3 :3 :3

    Lieber Herr Schroeder, lieber Herr Heller,


    ich denke, Sie haben es beide präzise beschrieben: klar ist ein Arzt, für den Kodierung ein Teil seiner qualifizierten Arbeit ist (und das dann flächendeckend bei allen Ärzten im haus), der Traum eines jeden Medizincontrollings. Und natürlich hätten wir bei Schließung der 30% überflüssigen Krankenhäuser/Betten genügend Ärzte und Pflegepersonal, um alle überhautp wieder zu vernünftigen Bedingungen arbeiten zu können (mehr Spass macht das Kodieren dann immer noch nicht, aber ich habe es auch immer gehasst, Arztbriefe zu schreiben...).
    Allein: alles Konjunktive, die Realität ist und bleibt eine andere (was einen ja oft ziemlich wütend macht:teufel: ).


    Ich finde es gut, über unterstützende Coder als Stellen nachzudenken und für große Häuser dürfte es auch unproblematisch sein. Aber wie ist es für kleine Häuser? Wenn dort nur ein Coder arbeitet, was passiert, wenn er krank oder in Urlaub ist? Und ganz ehrlich: wie lange wird ein intelligenter Mensch in seinem Leben kodieren (und intelligente Menschen brauchen Sie in diesen Positionen nun wirklich)? Und wie wollen Sie den Einbruch in der Kodierqualität verkraften, wenn Sie einen Stellenwechsel haben?
    Ich habe schon darüber nachgedacht, ob man ein Rotationssystem einführen könnte? Oder zwei halbe Stellen? Ob man der Abteilung, die am besten kodiert (was ist "am besten"? müßte man vorher vereinbaren) für jeweils 1 Jahr einen zusätzlichen Arzt in den Stellenplan stellt (das würde auch die Chefärzte anstacheln)?
    Viele Fragezeichen, keine Patentrezepte, sorry.
    Gruß
    Patricia

    :D Nur kurz zur Richtigstellung: in unserer Liste waren einfach aus der australischen CCL-Liste für Anästhesisten relevante Diagnosen plus für jeden Anästhesisten beim Prämedizieren relevante Diagnosen unabhängig von CCL´s.:x


    Ich glaube, wir sind uns alle einig darüber: wichtig ist, den Patienten so zu kodieren, wie er nun mal "krank" ist, wobei nur die Dinge kodiert werden, die während des aktuellen Aufenthaltes Ressourcen verbraucht haben. Dies kann man sich aber meiner Meinung nach "schwer" oder "einfach" machen. Ich finde persönlich, die Kodierkombination: "gesunder Menschenverstand plus Medizinkenntnisse plus Kodierkenntnisse (ICD-OPS-Regeln)" würden ausreichen (ja, ich weiß, das müßten wir erst mal bei allen haben!). Das DRG-System in seiner gesamten Komplexität müssen meiner Meinung nach nur ein paar Leute pro Haus wirklich kennen. Und die australischen häufigsten Schlüssel, Kombinationen etc. die müssen überhaupt nur noch die "Systemweiterentwickler" kennen, wenn überhaupt (da wären mir Übersichten über die deutschen Kodierhäufigkeiten lieber, am besten öffentlich zugänglich).


    Mit schönem Kodiergruß
    Patricia