Beiträge von Andreas_Sander

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    Original von MiChu:


    ich halte eine Eintragung ärztlicherseits in den Krankenakten für ausreichend.



    Guten Tag,


    ich gebe zu bedenken, daß die Fälle in die Prüfroutinen laufen, wenn die Entlaßart auf \"regulär\" gesetzt wurde. Ist die Information korrekt hinterlegt (DTA 301), kann man sich - häufig - die Diskussion um Details sparen. Ansosnten lehrt die Erfahrung natürlich auch hier, daß die akribische Dokumentation im Zweifelsfall sehr hilfreich ist.

    Guten Morgen,


    vielleicht noch ein Tipp in diesem Zusammenhang für die Praxis: Sie sollten darauf achten, daß diese Entlassungsart auch in Ihrem System korrekt hinterlegt ist. Wenn dann die Daten per DTA nach § 301 an die KK kommuniziert werden, ist auch dort klar, wie die kurze Verweildauer zustande gekommen ist. So etwas im Rahmen eines Prüfverfahrens umständlich nachzureichen, ist mit deutlich mehr Aufwand verbunden.

    Zitat


    Original von Selter:


    Sich gegenseitig ... Schriftstücke als Argument vorzuhalten, ist ohne jeden Belang!


    Hallo Herr Selter,


    wir sind uns aber darüber einig, daß dies die Grundlage für eine Sportart geworden ist, die in die Nähe olympischer Dimensionen gerückt ist ... auch wenn wir es noch so beklagen?

    Guten Tag,


    in meinem persönlichen Fundus kommen auch die niedergelassenen Kollegen vor. Auf einer Einweisung fand sich - als Ergänzung zum ICD-Code der Diagnose - der erläuternde Text: \"Bösartige Neubildung des nicht näher bezeichneten Gehirns\". Ausgehend davon gestaltete sich die die Diagnostik des Organs als situativ außerordentlich kompliziert ...

    Hallo Herr Hollerbach,


    herzlichen Dank für den Hinweis aus dem SGB X, der mir aktuell so nicht präsent war. Da steht aber auch:


    Werden Sozialdaten im Auftrag durch andere Stellen erhoben, verarbeitet oder genutzt, ist der Auftraggeber für die Einhaltung der Vorschriften dieses Gesetzbuches und anderer Vorschriften über den Datenschutz verantwortlich. ... Eine Auftragserteilung für die Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung von Sozialdaten ist nur zulässig, wenn der Datenschutz beim Auftragnehmer nach der Art der zu erhebenden, zu verarbeitenden oder zu nutzenden Daten den Anforderungen genügt, die für den Auftraggeber gelten.


    Weiß jemand - bei allem Vertrauen, das wir routinemäßig an den Tag legen-, wer so etwas prüft? Das BVA?

    Guten Morgen,


    man kann durchaus mal systematisch überlegen, welche Rolle denn wohl eine solche ARGE spielen soll. Wenn sie Teile der Arbeit des MDK übernehmen soll, dann bleibt nüchtern festzustellen, daß ein solches Vorgehen vom SGB überhaupt nicht beschrieben wurde. Wenn sie nur die Arbeit der einzelnen BKKen bündeln soll, darf sie letztlich auch nicht mehr tun als bisher die einzelnen Kassen. Was dann in diesem Zusammenhang ein beratender Arzt dort tun soll, ist mir jedenfalls nicht erklärlich. Es bleibt für mich auch ungeklärt, auf der Basis welcher gesetzlichen Regelung solche Servicegesellschaften die Daten aus dem DTA bekommen, auf eigenen Rechnern speichern und mit weiteren Zusatzinformationen versehen. Ob und in welchem Ausmaß dazu profunde Bewertungen (Datenschutzbeauftragte, Bundesamt et.al.) existieren, ist mir jedenfalls nicht bekannt.

    Guten Tag,


    ich nehme mal an, daß die Heiterkeit von Herrn Merguet auf der Tatsache beruht, daß er mit einer gewissen Bitterkeit so etwas in schier unfaßlicher Fülle in der Vergangenheit bereits erlebt hat. Man entwickelt in der Tat gelegentlich eine Art von Humor, die einfach überlebensnotwendig ist.
    Ich rate Ihnen auch mal wieder über die Suchfunktion nach den formalen Anforderungen für Gutachten zu suchen. Wir haben darüber schon oft diskutiert; Sie werden sicher wesentliche Aspekte dort finden.

    Zitat

    Katalog kommt ... spätestens Freitag mittags.



    Guten Tag,


    das hat eine schöne Tradition. Freitags nachmittags nach 16.00 Uhr war auch bisher für die Treuen in der DRG-Gemeinde der Termin, an dem die Türen zu völlig neuen Erkenntnisräumen aufgestoßen wurden.
    Aus der Vergangenheit wissen wir auch, daß die wirklich Harten das Wochenende eingesetzt haben, um am Montag morgen grau und übernächtigt die Erkenntnis zu haben, die man auch ohne den Katalog gewinnen kann:
    Nichts bleibt, wie es war.

    Guten Tag,


    ich kann auch nach zwei Jahren nur empfehlen, eine saubere Trennung des stationären Falles (endet mit der Hirntodfeststellung, da gleich Todesfestellung, da gleich Ende der Leistungspflicht der GKV) vom weiteren Ablauf zu erreichen. Procedere aktuell: Entlassung zum Todeszeitpunkt, Wiederaufnahme zum gleichen Zeitpunkt als neuer Fall (aktuell wird bei uns die Führung in einer eigenen Ambulanz gewählt), um den Sachverhalt auch kostenrechnerisch sauber abtrennbar zu machen.
    Bei Führung als ambulantem Vorgang ist auch das Thema 301 vom Tisch, Sie können dort (jedenfalls in unserem KIS) problemlos alle Leistungen hinterlegen und auch die OP-Parameter sauber erfassen. Nach einer Reihe von Fällen ergibt sich damit bei uns ein insgesamt rundes und störungsfreies Arbeiten.

    Guten Tag,


    auf solcherlei Daten können große Beratungsunternehmen zurückgreifen. Da so etwas aber sehr sensibel ist, dürfte es schwierig sein, Informationen im Detail zu erhalten. Da aber z.B. McKinsey eine große Studie kürzlich veröffentlicht hat, lohnt vielleicht ein Blick da hinein.