Beiträge von Lumpe

    Hallo Codiermäuschen, hallo Herr Berger,
    ihre Angst vor dem \"Wasser abgraben\" sehe ich nur als bedingt begründet. Die Akuthäuser, die z.B. eine I40 A/B abrechnen wollen, müssen erstmal die Voraussetzungen des OPS 8-551 ff erfüllen (Personal,assessments), die sind ja, wenn man sie ernst nimmt, nicht ganz ohne...
    Zudem gibt es derzeit erst wenige Häuser (zumindest im Süden der Republik), die echte Frühreha- Erfahrungen haben und dieses Segment betreiben - und dieser Erlös- Kuchen wird sicher unter der genauen Beobachtung der Kostenträger incl. MDK stehen.
    Bezüglich einer weiterführenden Behandlung als AHB bestehen meines Erachtens zumindest nach aktueller Gesetzeslage keine Hinderungsgründe - wobei zu beachten ist, dass die Krankenkassen/Rentenversicherungsträger ja sowieso \"Herr des Verfahrens \" sind. (siehe §40 Abs. 2+3 SGB V)
    Zu diesem Thema gibt es auch Vorstellungen der Berufsgenossenschaften, wobei die natürlich eine andere Klaviatur benützen (SGB IX ).
    Ich bin auf die Entwicklungen im laufenden Jahr gespannt - und auf den FP- Katalog 2005 (ob da die Frühreha überhaupt noch enthalten ist ???)
    Beste Grüße aus dem sonnigen Oberbayern
    Kurt Lumpe

    Hallo die Herren,
    von meiner Seite aus noch eine kleine Ergänzung zur Früh- Reha.
    Früh-Reha DRGs können meines Wissens nur von Krankenhäusern abgerechnet werden, mit denen ein Versorgungsvertrag nach §108 SGBV besteht. Es handelt sich hierbei um eine Krankenhausbehandlung im Sinne des §39 SGBV (und nicht § 40/2 SGBV, siehe dort!)


    Auszug SGBV:
    § 108
    Zugelassene Krankenhäuser


    Die Krankenkassen dürfen Krankenhausbehandlung nur durch folgende Krankenhäuser (zugelassene Krankenhäuser) erbringen lassen:


    Hochschulkliniken im Sinne des Hochschulbauförderungsgesetzes,
    Krankenhäuser, die in den Krankenhausplan eines Landes aufgenommen sind (Plankrankenhäuser), oder
    Krankenhäuser, die einen Versorgungsvertrag mit den Landesverbänden der Krankenkassen und den Verbänden der Ersatzkassen abgeschlossen haben.


    Für die Früh-Reha wird ein festgelegtes Assessment vorgeschrieben ( OPS 8-551) - die Abrechnungsmodalitäten werden sicher spannend.
    Aus dem verschneiten Oberbayern die besten Wünsche für das neue DRG- Jahr.
    Kurt Lumpe

    Guten Morgen Herr Mies und Herr Leonhardt,
    ihre Einschätzung zum Thema Datenschutz in der Reha ist korrekt. Es besteht eine vertraglich Verpflichtung zur Datenweitergabe (Arztbericht)an die RVT(Rentenversicherungsträger),teilweise auch an die Krankenkassen als Träger der Rehamaßnahme(unterschiedliche hausspezifische Verträge) .Zudem nutzen die Krankenkassen auch häufig den §275 SGBV , um u. a. die weitere Arbeitsfähigkeit-/unfähigkeit zu beurteilen. [http://www.sozialgesetzbuch.de…index.php?norm_ID=0527500]. Achtung: der §275a ist aufgehoben, manche KK berufen sich noch darauf!
    Beste Grüße aus Oberbayern (Fön bei 16 °C)
    Kurt Lumpe

    Guten Morgen Herr Hanke, hallo Papiertieger,
    könnten Sie mir bitte einen Tipp geben, wie ich das Urteil des Sozialgericht Hannover ( vom 12.8.2003, S 4 KR 467/00) am besten in datengängiger Form (.pdf) erhalten könnte.
    Beste Grüße aus dem nass-kalten Oberbayern.
    Kurt Lumpe



    Hallo Herr Sander, hallo Forum,
    für den Fall, dass noch nicht alle Kollegen südlich des Weiswurstäquators im Besitz des §112 Abs.2 Nr.2 sind, kann die leicht unterschiedliche bay. Version per mail als .pdf von mir bezogen werden.
    Frohes Schaffen allerseits.
    Dr. Kurt Lumpe

    [quote]
    Original von S_Glocker:


    Hallo Herr Glocker,
    herzlichen Dank für die ultraschnelle Bearbeitung - ein Teil unserer Verwirrung scheint beseitigt.
    Schöne Arbeitswoche aus dem sonnigen Süden mit traumhaftem Bergblick.
    K. Lumpe

    Hallo Forum,
    in der letzten Zeit sind bei uns (orth. Fachklinik) 3 neue Probleme aufgetaucht.
    1. bei Kodierung eines Polytraumas ohne op. Eingriff (T02.ff) landen wir automatisch in X60ff (KG: 0,484-0,670) - warum kommen wir nicht in W61Z ???
    2.Wenn ein "Polytrauma" (operiert/nicht operiert) aus einem Haus der Maximalversorgung nach einigen Tagen verlegt wird - wie kodiert das aufnehmende Haus ?
    3.Aus spezialisierten Schwerpunktkliniken werden oft Patienten früh postoperativ zur stat. Weiterbehandlung in periphere KHs verlegt.(z.B. Z.n. Bypass-Op)- früher problemlos! Seit einiger Zeit sind KK der Meinung, für diese Verlegung müsse ein medizinischer Grund vorliegen. Wer kennt diese Problematik und wie ist sie zu meistern?
    Beste Grüße aus dem kalten und verregneten Oberbayern
    Kurt Lumpe

    Hallo Forumsmitglieder,
    zu diesem Thema auch der erste Beitrag aus unserem Haus.(Orthopädische Fachklinik in Südostbayern).Wir wurden im letzten Jahr von einer BKK wegen Betrugs beklagt.Grund: 6-maliger Aufenthalt eines Patienten zwischen 1989!und 1995 in konservativer orth. KH- Behandlung. Behauptung der KK, die Therapie hätte auch ambulant durchgeführt werden können.Entscheidung des Bayer. LSG vom 26.06.03 in der Berufungsinstanz :die Klage der KK wird abgewiesen. Begründung:Das Krankenhaus hat alle formalen Schritte gemäß §301 SGB V sowie Landesvertrag §112 korrekt eingehalten, eine inhaltliche Prüfung der Fälle wurde mit Hinweis auf das BSG Urteil vom 13.12.2001 abgelehnt. Sobald das Urteil Rechtskraft erhält, werden wir dies als .pdf veröffentlichen. Ich vermute, dass diese Praxis von einigen KK bereits öfter versucht wurde.Über Rückmeldung bzgl. derartiger Fälle würde ich mich freuen.
    Schönen Tag aus Oberbayern.
    K.Lumpe