Beiträge von zakspeed

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    Wie sieht das aber aus beim Thema Insomnie? Ich höre von der Schlaflaborleitung immer, Insomniediagnostik würde niemand ambulant durchführen.

    Im EBM gibt es bei der 30901 unter der Beschreibung den Zusatz „gemäß Stufe 4 der Richtlinien des GBA“, und diese bezieht sich lediglich auf Schlafapnoe.

    Heißt das, die Ziffer ist mit einer Diagnose Insomnie (G47.0 oder F51.0) nicht abrechenbar?

    Heißt das automatisch, dass Insomniediagnostik und Therapieversuche (nur) stationär stattfinden können?

    Hallo, und ein eindeutiges NEIN zu dieser Argumentation. Nur weil eine Leistung nicht ambulant abrechenbar ist heißt das nicht automatisch, dass sie (ausschließlich) stationär erbracht und vergütet wird/werden kann.


    Gruß

    zakspeed

    Hallo,


    wieso stellen Sie (bzw. die Kasse) denn erst jetzt fest, dass es sich um eine Verlegung handelte? Das sollte doch bereits in den Unterlagen dokumentiert sein ("wir übernahmen" oder "wir verlegten").


    Ansonsten müssen Sie trennen, medizinische Prüfung >> Fall befürwortet >> AWP berechnen.


    Prüfung nach FPV (formal) >>> MGVD nicht erreicht >>> Verlegungsabschläge abziehen


    Meines Erachtens bleibt aber der Anspruch auf die AWP bestehen (da die Prüfung der Kodierung keine Beanstandung bzw. andere DRG ergab).


    Gruß

    zakspeed

    wir haben einen Pat. nach pathologischem Herzkatheter zur Kontrolle eingewiesen bekommen

    Hallo, ich unterstelle mal eine ambulante Untersuchung vorher (daher eingewiesen), also ist die Argumentation mit der Auftragsleistung schon mal irreführend (Sie führen ja keine Auftragsleistung für das aufnehmende Herzzentrum aus). Die stationäre Behandlung beginnt damit doch erst in Ihrem Haus, und dort ist eine stationäre Einbindung (eigene Diagnostik mit anschließend Entscheidung zur Weiterverlegung) m.E. gegeben. Wäre ja auch nicht anders, wenn vorher (in einer Praxis) nur ein pathologisches EKG o.ä. zur stationären Einweisung geführt hätte.

    Gruß

    zakspeed

    Hallo, auch wenn es ärgerlich :cursing: ist , bitte die Nutzungsbedingungen beachten:


    Das Einstellen (Posten) von Personalien / Inhalten von E-Mails oder Namen von Krankenkassen / Sachbearbeitern / MDK-Mitarbeitern Patienten etc. ist (ohne vorherige Zustimmung der betroffenen Person) tabu!


    >> ich unterstelle mal, dass die "große blaue KK" nicht vorher gefragt wurde/zugestimmt hat ;)

    VG

    zakspeed

    Hallo, ich würde sagen nein, denn welchen Ressourcenaufwand hat diese Nebendiagnose während des stationären Aufenthaltes denn verursacht? Sie würden ja auch kein Karzinom kodieren, wenn dieses erst bei einer Autopsie festgestellt werden würde.


    Gruß

    zakspeed

    Hallo,


    wenigstens sind Sie ehrlich....


    ABER: was bezwecken Sie damit? die Medikamente, die im AMBULANTEN Bereich verschrieben werden sind auch im AMBULANTEN Bereich zu nehmen, denn alles, was Sie im stationären Rahmen (weiter) geben, ist nach §2 KHEntgG mit der PEPP/dem Pflegesatz abgegolten. Also, jemanden zu entlassen, Rezept ausstellen lassen, zur Apotheke und dann die Medikamente im stationären Rahmen nehmen lassen ist nicht, Sie müssen den Patienten aus Ihrer Krankenhausapotheke versorgen.


    Und wenn eine Leistung wie das MRT Ihrer Diagnostik dient müssen Sie ein Konsil (zu Ihren Lasten) veranlassen. Nur wenn eine Untersuchung NICHTS mit Ihrem Krankenhausaufenthalt zu tun hat (gutes Beispiel sind da immer akute Zahnschmerzen) ist eine Entlassung/Beurlaubung zur ambulanten Behandlung zu Lasten der Kasse zulässig.


    Gruß
    zakspeed

    Hallo,


    ich schließe mich hier den Vorredner an: der Fall ist zwischen medizinischer Indikation und (vollstationärer) Einweisung/Abrechnung als AOP zu trennen.


    Nach einem Besprechungsergebnis des GKV-Spitzenverbandes aus Dezember 2014 zum §24b SGB V ist eine medizinische Indikation gegeben, wenn durch eine (erneute) Schwangerschaft eine Gefahr für die Mutter besteht. Nicht medizinisch indiziert ist eine Sterilisation, wenn dadurch eine Zeugung eines möglicherweise schwerkranken Kindes verhindert werden soll. Und: die Sterilisation des Ehemannes ist nur dann eine Leistung der GKV, wenn durch eine Schwangerschaft eine unmittelbare Gefahr für die Frau besteht und bei ihr aufgrund medizinischer Gründe keine Sterilisations-OP erfolgen kann (zugegeben, das ist eine ganz, ganz seltene Kombination, aber durchaus möglich).


    Über die medizinische Indikation entscheidet der Vertragsarzt, einer vorherigen Prüfung durch die Kasse/den MDK bedarf es nicht.


    Wenn denn eine solche medizinische Indikation festgestellt wurde (also, einfach gesagt eine erneute Schwangerschaft eine unmittelbare Gefahr für die Mutter darstellen würde), dann kann der Eingriff zu Lasten der GKV abgerechnet werden (ambulant über die Versichertenkarte, als AOP oder -bei entsprechender Notwendigkeit- auch stationär).


    Um auf das Beispiel von decu zurück zu kommen: Der Vertragsarzt (Facharzt) sieht hier eine medizinische Indikation (wobei: abgeschlossene Familienplanung "stört" in dem Kontext etwas, das klingt eher nach sozialer/privater Indikation, warum stellt eine erneute Schwangerschaft jetzt eine Gefahr dar?), der Chefarzt operiert als AOP und Sie rechnen nach §115b SGB V ab.


    Warum wird der Fall von der KV (was meinen Sie damit: Krankenversicherung oder Kassenärztliche Vereinigung?) abgewiesen? Beide würden ja dem o.g. Besprechungsergebnis ohne Begründung widersprechen.


    Gruß
    zakspeed

    Hallo,


    achten Sie bitte hier auf den genauen Gesetzestext, der ruhende Leistungsanspruch endet ab dem Zeitpunkt, wenn a) die Beiträge nachgezahlt b) eine gültige Ratenzahlung vereinbart oder c) Hartz IV eintritt.


    Das bedeutet aber auch, dass das Ruhen nicht rückwirkend aufgehoben ist/wird. Bei elektiver Aufnahme bzw. keinem Notfall kann die Kostenzusage erst ab dem o.g. Zeitpunkt erfolgen. Daher sollen Sie ja auch innerhalb von 3 Tagen eine Kostenzusage (oder auch Ablehnung) erhalten. theoretisch jedenfalls


    Gruß
    zakspeed

    Hallo,


    und das führt oft zu einem anderen Problem: aufgrund des S-ICD wird eine Regreß(Unfall)Prüfung durch den Kostenträger eingeleitet, Oma Posemuckel kann mit der Anfrage nix anfangen, rennt zum Hausarzt, der ist genervt von den schwachsinnigen Anfragen der Kasse...


    Wie wäre es in dem Fall mit M62.8* nichttraumatisches Muskelhämatom? S70.- nur, wenn sich der Patient auch ein vorangegangenes Trauma erinnert. Dann ist es aber wirklich die S70.- in Kombination mit der D68.-


    Gruß


    zakspeed

    Hallo,


    nur mal rein aus Neugier: welche DRG ändert sich denn durch Hinzufügen des OPS für Intubation? Und, warum klagt man denn da?


    Für mich lese ich daraus, dass die betreffende Kasse den OPS einfordert, die DRG daher im Relativgewicht sinkt und dann die Verrechnung vorgenommen wurde. Das habe ich aber so noch nie im Grouping erlebt. Oder wird hier als Folge der Nicht-Angabe des Intubations-OPS gleich die Beatmungszeit gestrichen? Dann ist der OPS aber doch weiterhin für die Abrechnung bzw. die Ermittlung der DRG eigentlich egal? Oder übersehe ich da etwas?


    Gruß
    zakspeed