Beiträge von ck-pku

    Hallo NuxVomica,


    ja gern, der Zeitplan wurde von der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft (NKG) durch Mitteilung Nr. 168/2016 vom 24.05.2016 genannt. Allen ein schönes Wochenende.



    MfG,


    ck-pku

    Guten Tag,


    nun, den Grund für die wenigen 'Bewertungen' des Referentenentwurfs sehe ich zunächst einmal in dem Umstand begründet, dass es sich bei diesem um eben auch nicht viel mehr als den 1. Entwurf der Referenten des BMG, die kaum vom Eckpunktepapier des eigenen Hauses abweichen können, handelt, der ja nun erst einmal den kompletten Weg der Gesetzgebung durchlaufen muss, auf dem sich, wie wir nun hinreichend erlebt haben, noch viel ändern kann.


    Aktuell ist folgender Weg des Gesetzgebungsverfahrens vorgesehen:

    • 17. Juni 2016: Fachanhörung im BMG
    • 03. August 2016: Kabinettsbeschluss
    • 23. September 2016: 1. Durchgang Bundesrat
    • 22./23. September 2016: 1. Lesung Bundestag (eilbedürftig)
    • 10./11. November 2016: 2./3. Lesung Bundestag
    • 25. November 2016: 2. Durchgang Bundesrat (verkürzte Frist)

    Dies ist also die derzeit 'günstigste' Zeitkonstellation. Dann schließt sich ja noch das Unterschriftsverfahren des Bundespräsidenten nebst Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt an. Wir hätten also -im günstigsten Fall- kurz vor Weihnachten das Gesetz vorliegen, was dann bereits ab 01.01.2017 verpflichtend wirksam werden soll. Wie alle Beteiligten dann das neue Recht in der verbleibenen Weihnachts- und Jahreswechselzeit operativ umsetzen sollen (z.B. anpassungsbedürftige Budgetvereinbarungsformulare, technische Hilfen etc.), bleibt bislang das Rätsel des BMG.
    Daher halten ja auch die DGPPN und die DKG den Zeitplan jetzt bereits vor deren Anhörung im BMG (meiner Meinung nach zu Recht) als "zu ambitioniert".


    Und dann sehe ich da leider noch die Tendenz in diesem Thread, sich mehr und mehr von einer sachlichen Diskussion zu entfernen und alles auf das leidige Dauer-Thema "PEPP-Befürworter vs. PEPP-Gegner" (mitunter polemisch) zu reduzieren.


    Beiträge wie

    Ich sage es nur ungern, aber schaut mal meine Beiträge hier weiter oben an: ICH HABS JA GLEICH GESAGT :whistling: [/Ironie]

    helfen nicht gerade, eine offene Diskussion zu entfachen. Da hilft es auch nicht, ein -wie auch immer gemeintes- "Ironie" hinterherzuschicken, zumal solch ein Beitrag ja auch noch nicht einmal inhaltlich stimmt. Denn wer hat denn "vorhergesehen", dass mit dem PsychVVG

    • die Konvergenzphase entfallen soll,
    • Mindererlösausgleiche für die Jahre 2017 und 2018 50% betragen sollen,
    • nun Mindestvorgaben zur personellen Ausstattung eingehalten werden sollen, die an den therapeutischen S3-Leitlinien auszurichten sind,
    • (technisch) komplexe Neu-Regelungen in das PsychVVG aufgenommen werden, die alle Krankenhäuser (also auch 'somatische') betreffen (Definition von Krankenhausstandorten),
    • ...

    Ich habe nichts von dem vor dem 18.02.2016 als 'Vorhersage' gelesen.


    Gehaltvolle Bewertung dieser angedachten Neuregelungen lassen sich meiner Meinung nach nicht 'über's Knie brechen', denn der Teufel steckt wie so oft im Detail (auch der zeitplangemäßen operativen Umsetzbarkeit).


    Wir werden ja in den nächsten Wochen noch mit diversen Stellungnahmen 'beglückt', aus deren Gesamtschau sich dann nach und nach ein Bild und die Möglichkeit einer ersten suffizienten Bewertung vornehmen lässt. Dies gilt es meiner Meinung nach abzuwarten, auch, um zu einer sachdienlichen und gegenseitig wertschätzenden Diskussion, von der möglichst viele Boardteilnehmer profitieren können, zurückzukehren.



    MfG,


    ck-pku

    Hallo Thomas B.,


    die Pressemitteilung der DKG war mir bekannt, allerdings nicht die zum PsychVVG-Dokument, vielen Dank also dafür... :thumbup:


    Ich war verwundert, weil es einen Gesetzentwurf ähnlichen Namens (PsychKVVG) bereits schon einmal Mitte der 80er Jahre gab (Drs. 10/3882), zumal das aktuelle Dokument auch keine Drs.-Nr. aufweist...


    Ihnen einen guten Start in die Woche.



    MfG,


    ck-pku

    Hallo Thomas B.,


    darf ich Sie fragen, woher das Dokument stammt (von welcher Quelle), denn es ist weder beim BMG noch beim Deutschen Bundestag als Gesetzesvorhaben o.ä. hinterlegt?


    MfG,


    ck-pku

    Guten Morgen,


    habe gedacht, dass sich in meinem 3wöchigen Urlaub bzgl. des neuen Entgeltsystems einiges getan hat, muss nun aber erstaunt dies hier lesen: "Einer der politischen Schwerpunkte der zweiten Jahreshälfte soll das pauschalierte Entgeltsystem für Psychiatrie und Psychosomatik (PEPP) sein", sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Maria Michalk (CDU). ?(


    Dann kann man wohl davon ausgehen, dass eine verbindliche Einführung eines neuen Entgeltsystems ab 2017 schon aus praktischen Gründen nicht möglich sein wird.


    Warten wir also die weitere Entwicklung ab.



    MfG,


    ck-pku


    Guten Morgen,


    solange wir noch auf den angekündigten Referentenentwurf zum neuen Entgeltsystem warten habe ich diverse Beiträge zur 'Überbrückung' bereitgestellt:

    • Korrektur der Excel-Arbeitsmappe zur Aufstellung der Entgelte und Budgetermittlung (AEB-Psych) im PEPP-Vergütungssystem nach § 17d des Krankenhausfinanzie-rungsgesetzes (KHG) [Stand: 29.03.2016] hier,
    • ausführlicher Artikel aus dem Rheinischen Ärzteblatt 3/2016 "Große Koalition rückt von Fallpauschalen in der stationären Psychiatrie ab" hier,
    • Statement "Hinreichend unklar" von Dr. Wulf-Dietrich Leber, Abteilungsleiter Krankenhäuser GKV-Spitzenverband, aus dem HIGHLIGHTS MAGAZIN (AUSGABE 6/16 – 9. MÄRZ 2016) des GKV-Spitzenverbandes hier,
    • eine Pressemitteilung "Christliche Krankenhausverbände unterstützen Reformprozess zur Neuorientierung des PEPP-Systems" der Christlichen Krankenhäuser in Deutschland vom 16.03.2016 hier und
    • Seite 4 der PSYCHE IM FOKUS (Das Magazin der DGPPN), Ausgabe 1, 2016 mit dem Titel "BUDGETSYSTEM STATT PEPP: KURSWECHSEL IM BUNDESGESUNDHEITSMINISTERIUM" hier.

    Schon 1,5 Monate alt, aber unbedingt lesenswert, sind über 30 Beiträge der 8. Fachtagung Psychiatrie des "FORUM für Gesundheitswirtschaft e.V." mit dem Titel "Anspruch trifft auf Realität – Psychosoziale Versorgung und Ökonomie", die Sie hier finden. Darunter beschäftigen sich viele Redner auch mit dem Thema PEPP.


    Sofern Sie den "BibliomedManager" der Bibliomed-Medizinische Verlagsgesellschaft mbH abonniert haben, stehen Ihnen hier auch sämtliche Präsentationen des diesjährigen DRG-Forums zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es dann auch hier eine f&w-Sonderausgabe zum DRG-Forum.



    MfG,


    ck-pku

    Hallo,


    die DKG hat gestern die aktualisierte Excel-Arbeitsmappe zur Aufstellung der Entgelte und Budgetermittlung (AEB-Psych 2016) im PEPP-Vergütungssystem nach § 17d des Krankenhausfinanzierungsgesetzes (KHG) zur Verfügung gestellt. Sie erhalten diese kostenlos hier.


    Ich wünsche allen Lesern ein schönes Osterfest.



    MfG,


    ck-pku

    Guten Morgen,


    gestern äußerte sich Bundesgesundheitsminister Gröhe auf dem DRG-Forum zum neuen Entgeltsystem wie folgt (siehe hier:(
    Bei der Reform der Vergütung psychiatrischer Leistungen liege noch „sehr viel Arbeit" vor der Politik, wobei der Anfang getan sei. „Von dem Buch sind jetzt nicht nur das Deckblatt sondern auch die Kapitelüberschriften geschrieben." Falls am Ende mehr Zeit nötig sei für die Details der künftigen Finanzierung, werde sich die Politik diese nehmen. Gegen das PEPP als Preissystem habe immer ein Budgetsystem gestanden. „Wir haben uns entschieden, dass wir ein Budgetsystem brauchen. Steuerungssysteme bleiben die im Rahmen von PEPP in den Kalkulationshäusern erarbeiteten Relationen." Es dürfe aber nicht zu einer Abwärtsspirale bei den Preisen kommen. „Dem haben wir entgegengewirkt. Empirie und normative Vorgaben sollen zusammenkommen. Ich verstehe, dass es da im Kleingedruckten zu Fragen kommt." Die Kalkulation werde aber nicht abgeschafft, sie verändere nur ihren Charakter. Es gibt nun umfangreiche Möglichkeiten für regionale Versorgungsstrukturen. Im Vergleich zur frühen Systematik bleibe die Kalkulation „tiefgreifend verändert".


    Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum, erklärte:
    Die Weiterentwicklung des Psych-Entgeltsystems unterstütze die DKG. Baum plädierte dabei für eine „Light-Version" des Entgeltkatalogs.


    Wulf-Dietrich Leber, Leiter Abteilung Krankenhäuser beim GKV-Spitzenverband (GKV-SV) äußert sich folgendermaßen:
    Kritisch äußerte er sich zum Kurswechsel der Bundesregierung bei dem pauschalierenden Entgeltsystem für Psychiatrie und Psychosomatik (PEPP). Fast zwei Drittel der Patienten würden mittlerweile über PEPP abgerechnet. Zu den jüngsten Eckpunkten aus dem Bundesgesundheitsministerium erklärte er: „Man weiß nicht, was sie beschlossen haben. Es gibt keine Konvergenz mehr zu landeseinheitlichen Preisen." Grundlage sei der bundesweit empirisch kalkulierte Entgeltkatalog. „Das heißt: PEPP bleibt", sagte Leber. Es gebe aber nun sieben Dimensionen der Budgetfindung. „Das Wort, das dies am besten beschreibt lautet: Irgendwie." Nötig ist aus Lebers Sicht eine bundeseinheitliche Regelung der Psychiatrischen Institutsambulanzen (PIA). Die wesentliche ambulante Versorgungsform werde auch künftig nicht im Rahmen des sogenannten Hometreatment stattfinden, sondern über PIA.
    Zu der im Jahr 2015 auf dem 14. DRG-Forum heftig diskutierten Prüf-Verfahrensvereinbarung (Prüf-VV) und der Frage, wie viel die Kassen den Krankenhäusern beim Aufwand vom MDK-Prüfungen zahlen, sagte Leber auf Nachfrage lediglich: „Friede (sei - d.V.) mit Euch (!“ - d.V.)


    InEK-Geschäftsführer Frank Heimig erklärte:
    Keine neuen Aussagen traf er zum neuen Entgeltsystem Psychiatrie und Psychosomatik. Scherzhaft schlug er als neuen Namen vor: „Leitlinienorientiertes Vergütungs- und Entgeltsystem", Abkürzung: LOVE. Er schloss mit der ironischen Bemerkung: „Make Love, not PEPP!"



    MfG,


    ck-pku

    Hallo,


    eine weitere gute Zusammenfassung der Ergeignisse ab dem 18.02.2016 finden Sie hier in der aktuellen Ausgabe des Deutschen Ärzteblattes vom 04.03.2016.



    MfG,


    ck-pku

    Guten Morgen,


    eine gute Zusammenfassung der Ereignisse ab dem 18.02.2016 finden Sie in der aktuellen Ausgabe von "Das Krankenhaus" hier und in einem Hintergrundbericht im News-Portal von medhochzwei hier.



    MfG,


    ck-pku