Beiträge von ck-pku

    Hallo nochmals,


    jetzt beginnt die gleiche Diskussion, die wir schon x-mal geführt haben, von vorn:


    Der SPD-Beschluss ist in Form einer Pressemitteilung kurz und knapp verfasst worden und soll die wesentliche Haltung allgemeinverständlich darstellen. Es macht doch keinen Sinn, ein paar hundert Seiten zur Verfügung zu stellen, die dann in sich stimmig sind, die dann aber aufgrund der Fülle niemand liest...
    Nochmals: Hier wird mitunter der Eindruck vermittelt, dass außerhalb dieses Forums nur Ahnungslose agieren und das PEPP-System nach Belieben, Parteilinie bzw. -philosophie willkürlich verändern. Wir Medizincontroller haben doch nicht die einzige Wahrheit für uns gepachtet... :S


    Mittlerweile ist es aber so, dass die o.g. Fachverbände, Patientenverbände, die Gesundheitsminister der Länder (jeglichen Parteispektrums), die Oppositionsparteien, eine Regierungspartei, einzelne Abgeordnete der CDU-/CSU-Fraktion und selbst Krankenkassenvertreter das PEPP-System zumindest in Frage stellen, wenn nicht ablehnen. Das muss doch endlich mal zur Kenntnis genommen werden.


    Und unter den o.g. gibt es nun wahrlich viele Personen, die sehr wohl wissen, wovon sie reden. Dies kann ich Ihnen zumindest aus meinen Gesprächen mit Politikern u.a. bestätigen, auch wenn das in veröffentlicher Schriftform nicht immer detailliert dargestellt wird.


    Deshalb würde ich mich auch weiterhin freuen, wenn hier nicht vorschnell abqualifiziert wird, was sich gegen PEPP ausspricht!


    Die weitere Entwicklung bleibt ohnehin abzuwarten.


    MfG,


    ck-pku

    Guten Morgen,


    den Beschluss der SPD-Bundestagsfraktion vom 08.01.2016 "PEPP muss endgültig weg: Für eine bedarfsgerechte Versorgung psychisch kranker Menschen!" finden Sie hier.


    Darüber berichtet auch die Ärzte-Zeitung hier und hier.


    Mal schauen, wer sich in der Regierung nun durchsetzt bzw. welche Ergebnisse die Fortführung des strukturierten Dialogs auch unter Berücksichtigung des o.g. GMK-Umlaufbeschlusses bringt.



    MfG,


    ck-pku

    Guten Morgen,


    ich möchte darauf hinweisen, dass auf der Homepage der DKG eine Überarbeitung der Prüfverfahrensvereinbarung (PrüfvV) nach § 17c Abs. 2 KHG (geeinte Entwurfsfassung – Stand: 23.12.2015) zur Verfügung gestellt wurde (Begründung hier).


    Die Niedersächsische Krankenhausgesellschaft (NKG) weist in ihrer Mitteilung Nr. 22/2016 darauf hin, dass es nur noch redaktionelle, nicht aber inhaltliche Änderungen an der neuen PrüfvV geben kann. Das Inkrafttreten zum 01.10.2016 oder zum 01.01.2017 ist abhängig von der Umsetzung der erweiterten Datenübermittlung nach § 301 SGB V im elektronischen Verfahren i.S.d. neuen § 11 PrüfvV.



    MfG,


    ck-pku

    Guten Morgen,


    zunächst noch allen ein "frohes Neues" und herzlichen Dank für die aufmunternden Worte. ^^


    In der aktuellen Ausgabe der "f&w" bildet PEPP 2016 ein Schwerpunktthema:

    Ein kostenfreies Probeheft können Sie hier bestellen.



    MfG,


    ck-pku

    Guten Morgen,


    endlich!


    Endlich werden (von der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) die Fragen gestellt, die Psychiatrie-Deutschland seit Wochen unter den Nägeln brennen. Leider wurde ja -wie bekannt- der o.a. 'stukturierte Dialog' nicht im Herbst dieses Jahres mit einer Verlautbarung aus dem BMG fortgeführt.


    Ich rede von eine 'Kleinen Anfrage' der o.g. Fraktion vom 18.12.2015 (18/7159) , die am 28.12.2015 auf der Homepage des Deutschen Bundestages veröffentlicht wurde und 19 relevante Fragen umfasst.
    Diese beziehen sich u.a. auf einen Umlaufbeschluss der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) aus November 2015, kurzfristig eine Bund-Länder Arbeitsgruppe einzuberufen (Sitzungszeitraum Januar bis März 2016), um die von den Verbänden und Fachgesellschaften vorgelegten Vorschläge zur Änderung des Entgeltsystems PEPP im Rahmen des vom BMG initiierten strukturierten Dialoges zu prüfen. Diesen Umlaufbeschluss finden Sie hier.


    Kritisiert wird von der GMK und der o.g. Fraktion (völlig zu Recht!) insbesondere, dass der G-BA (Kritik bekannt) nicht wie in § 137 SGB V festgelegt bis zum 1.1.2017 Indikatoren für die einrichtungs- und sektorenübergreifende Qualitätssicherung einschließlich Empfehlungen zur Personalausstattung vorlegen wird


    Die GMK erwägt dabei ernsthaft eine erneute Verlängerung der Optionsphase! Die o.g. Fraktion fragt dies dann auch gleich -neben allen anderen relevanten Fragen- in o.g. 'Kleinen Anfrage' an (Frage 2a).
    Warten wir also gespannt auf die notwendige Antwort der Bundesregierung auf die 'Kleine Anfrage', die uns hoffentlich unsere nächste berufliche Zukunft klarer sehen lässt.


    An dieser Stelle möchte ich mich bei Ihnen für die freundlichen Rückmeldungen zu meinen Threads danken. Ich wünsche Ihnen einen guten Rutsch in ein sicherlich ereignisreiches und hoffentlich gutes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2016.



    MfG,


    ck-pku

    Guten Tag,


    Ärztezeitung, Deutsches Ärzteblatt und Tagesspiegel berichten heute über PEPP-Proteste.


    Interessant vor allem der o.g. Artikel der Ärztezeitung:
    "In der kommenden Woche soll Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) Post von den Unterzeichnern des Alternativkonzepts erhalten.
    In dem Schreiben werde man die Frage aufwerfen, ob es nicht sinnvoll sein könne, das Moratorium für die verpflichtende Einführung von PEPP noch einmal zu verlängern. (...) Damit zusammen hängt die zweite Forderung der Fachgesellschaften und Verbände. Der Minister möge prüfen, ob die Psychiatrie-Verordnung verlängert werden könne."


    Vielleicht trägt die Aktion dazu bei, schnellstmöglich Klarheit zu gewinnen, welches Ergebnis der strukturierte Dialog des BMG zum Thema haben wird.


    Ihnen ein schönes Wochenende.



    MfG,


    ck-pku

    Guten Morgen,


    weil es ja immerhin noch 2 Jahre relevant ist:


    Dem Grunde nach hat helmutwg recht: Es war die Intention des Gesetzgebers, den Behandlungs- und Betreuungsbedarf tatsächlich nur über (mindestens) 4 Stichtagserhebungen abzubilden. Dabei wird jeweils der Istzustand im Zeitpunkt der Erhebung festgestellt. Eine Gesamtschau eines Falls ist also nicht intendiert gewesen. Stattdessen sollte sich das gesamte Fallspektrum eines Hauses über die 4 Termine darstellen lassen.


    Aber: Schnell wurde erkannt, dass diese Intention des Gesetzgebers Grundlage für wenig fruchtbare Auseinandersetzungen zwischen den Krankenkassen und den Krankenhäusern liefert. Daher können die Vertragsparteien (in den Budgetverhandlungen) zu den Stichtagserhebungen abweichende Vereinbarungen treffen (s.a. § 4 Abs. 3 Satz 1, 2. Halbsatz Psych-PV). Von was abgewichen werden kann, wird nicht gesagt, nur darf man nicht auf die Erhebung selbst verzichten (s.a. Dietz/Bofinger)!


    Daher könnten in den Häusern von bazhille und Anyway ggfs. solche alternativen Vereinbarungen getroffen worden sein. Nur der Satz von Anyway

    (...) Also macht´s einfach jeder so, wie er mag...

    ist natürlich eine nicht sachgerechte Provokation. Demzufolge kann auch nicht von einem Professor, wie von KodiererHGW oben beschrieben, zu einem Stichtag eine bestimmte Anzahl von (hier:) "A2-Patienten" gefordert werden. Eine solche Haltung gibt den Krankenkassen leider recht, misstrauisch zu werden und macht den Krankenhäusern das Leben schwer, die die Psych-PV und die getroffenen Vereinbarungen rechtlich und inhaltlich sauber anwenden. Denn damit würde man Personalbedarfe und damit letztendlich Budgets nicht sachgerecht in die Höhe treiben.


    Ich wünsche ein schönes Wochenende.



    MfG,


    ck-pku

    Guten Morgen KodiererHGW,


    bitte vermischen Sie nicht folgende Sachverhalte:


    Die seit 1991 geltende Psych-PV, die der Ermittlung von notwendigem Psychiatrie-Personal (und damit letztendlich der Budgetermittlung) dient, wird zum 01.01.2019 aufgehoben (s. Artikel 7 und Artikel 8 Abs. 3 PsychEntgG). Zur Konkretisierung des § 4 Psych-PV (Behandlungsbereiche) gibt es sog. "Eingruppierungsempfehlungen" (Erweiterung der Anlage 1 und 2 der Psych-PV), die Sie z.B. hier und hier erhalten. In den Behandlungsbereichen A, S und G gibt es 6 Behandlungsuntergruppen, die Untergruppe 2 ist die "Intensivbehandlung". Die korrekt zu tätigende Einstufung ist später auch in einen OPS-Schlüssel (9-98x) abzubilden.


    Daneben (und völlig losgelöst davon) gibt es im OPS, der seit 2010 in Krankenhäusern nach § 17d KHG verpflichtend anzuwenden ist, Behandlungsbereiche, die namensgleich mit der Psych-PV sind, nämlich u.a. 9-60x (Regelbehandlung) und 9-61 (Intensivbehandlung).
    In den Hinweisen zur Kodierung der OPS-Kodes 9-61 sind ebenda Merkmale aufgeführt, wann eine Intensivbehandlung gem. OPS vorliegt. Diese Merkmale unterscheiden sich von denen einer Intensivbehandlung nach Psych-PV.


    Mit dem neuen Entgeltsystem PEPP hat das Ganze nur bedingt zu tun, denn auch nicht optierende Einrichtungen müssen ja o.g. beachten!!! Auch müssen optierende Krankenhäuser keine verschärfte Regelungen beachten. Ich vermute, dass das Gerücht aufgekommen ist, weil ab der Option i.d.R. die Prüfquote durch den MDK drastisch bis auf durchschnittlich 10% ihrer Fälle steigt und hier auch Prüfungen der korrekten Kodierung gem. OPS erfolgen.


    Hoffentlich helfen Ihnen diese Hinweise, die verschiedenen Aspekte sauber zu trennen. Ansonsten melden Sie sich bitte wieder.



    MfG,


    ck-pku