Beiträge von ck-pku

    Guten Tag,


    wenn auch schon ein wenig älter (November 2012) finden Sie hier eine lesenswerte Untersuchung des „Instituts für Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft“ (IBES) der Universität Duisburg/Essen mit der Bitte um freundliche Kenntnisnahme.


    Die vorliegende Untersuchung greift den gesetzlichen Prüfauftrag in § 17d KHG zur Prüfung alternativer Abrechnungseinheiten zum PEPP-System auf und analysiert verschiedene Entgeltformen (Fallpauschalen, Zeitpauschalen, Regionalbudgets) hinsichtlich ihrer Anreizwirkungen, ihrer Vor- und Nachteile gegenüber dem gegenwärtigen Vergütungssystem aus Sicht der beteiligten Akteure sowie ihrer grundsätzlichen Eignung als Vergütungsinstrumente nach §17d KHG, vor dem Hintergrund zentraler Besonderheiten der psychiatrischen und psychosomatischen Versorgung.


    MfG,


    ck-pku

    Hallo transpore,


    zu Ihrer ersten Frage:


    Ich teile Ihre Einschätzung ausdrücklich. Gemäß der DKR-Psych 2013 (PP014a) werden Prozeduren, die routinemäßig bei den meisten Patienten und/oder mehrfach während eines Krankenhausaufenthaltes durchgeführt werden, nicht verschlüsselt, da sich der Aufwand für diese Prozeduren in der Diagnose oder in den anderen angewendeten Prozeduren wiederspiegelt. (...) Es handelt sich also um Standardmaßnahmen bei bestimmten Diagnosen und Prozeduren, deren gesonderte Kodierung deshalb nicht erforderlich ist.


    Frau Schlottmann führt in Ihrem Standardwerk "Pauschalierendes Entgeltsystem für die Psychiatrie und Psychosomatik: Materialien und Erläuterungen inkl. PEPP-Entgeltkatalog (Version 2013) " auf S. 277 bei Antworten auf kodespezifische Fragen unter Nr. 13 sogar genau Ihr Beispiel des vermehrten Pflegeaufwands im Bereich der Gerontopsychiatrie auf und verweist auf das Abbild dieses Aufwands in Form von pflegerelevanten Nebendiagnosen.


    MfG,


    ck-pku

    Guten Morgen *Katrin,


    da Ihnen noch niemand geantwortet hat, möchte ich mich einmal daran versuchen. Dies ist allerdings auch nicht ganz einfach, da man Gefahr läuft, "Schleichwerbung" für die einen zu machen, ohne die anderen Anbieter zu berücksichtigen. Ich bitte Sie daher, diese Antwort als höchstwahrscheinlich absolut unvollständig zu betrachten.


    Sicherlich wird Ihre Landeskrankenhausgesellschaft Seminare zu diesem Thema anbieten. Zudem wiederholt sich das Programm der DKI i.d.R. zumindest jährlich, manchmal auch halbjährlich.


    Es gibt einige Kollegen, die sich bzgl. dieses Themas in den letzten Monaten in Fachaufsätzen, Büchern aber auch Vorträgen hervorgetan haben. Nennen möchte ich hier insbesondere Herrn René Berton (Pfalzklinikum) und Herrn Mario C. Birr (Theodor-Wenzel-Werk), die z.B. in der Zeitschrift KU Gesundheitsmanagement in 03/2011 bis 06/2011 eine 4teilige Artikel-Reihe zum Thema veröffentlicht haben. Zuletzt ist ein neues Fachbuch erschienen, in dem im Teil 3 von den beiden o.g. Autoren das Thema "Kostenträgerrechnung" dargestellt wird. Die beiden Autoren haben bereits mehrfach Fachvorträge zum gewünschten Thema gehalten, daher könnte eine Anfrage bei den Autoren (E-Mail-Adressen sind im Autorenverzeichnis des o.g. Buches aufgeführt) zum gewünschten Ziel führen.


    Ansonsten bieten diverse Consulting-Firmen Ihre Dienstleistungen zur Umsetzung eines solchen Projektes (kostenpflichtig) an, hier möchte ich auf Werbung verzichten.


    Ich hoffe, dass Ihnen meine Gedanken zum Thema behilflich sind.



    MfG,


    ck-pku

    Guten Morgen,


    • der LWV Hessen fordert Nachbesserungen beim PEPP-Entgeltsystem. Hier finden Sie eine entsprechende Pressemitteilung vom 14.03.2013, hier die darin bezeichnete Resolution.
    • Ferner hat die Bundesdirektorenkonferenz eine Beurteilung des PEPP-Entgeltkatalogs 2013 durch die Leitenden Ärzte psychiatrischer und psychotherapeutischer Kliniken veröffentlicht. Hier finden Sie die entsprechende Pressemitteilung, hier die Zusammenfassung, hier die ausführlichen Umfrageergebnisse. Weiterhin möchte die Bundesdirektorenkonferenz beim InEK und bei der DKG einen Alternativvorschlag zu den PEPP einreichen. Ziel ist es, zu erreichen, daß eine primär tagesbezogene Kalkulation durchgeführt und geprüft wird, ob sich daraus im Verlauf der Behandlung variable Tagesentgelte, sog. TEPP entwickeln lassen. Sollten Sie zu diesem TEPP Vorschlag, auch kritische, Kommentare haben, bittet der BDK-Vorsitzende Thomas Pollmächer darum, ihn anzuschreiben. Die BDK muss den Vorschlag bis zum Ende des Monats März einreichen, sodaß Kommentare möglichst rasch willkommen wären.
    • Hier finden Sie aus der Zeitschrift Die Schwester Der Pfleger (51. Jahrg. 12|12 (S. 1238 ff.)) den Artikel "Psychiatrische Krankenpflege im 'PEPP-Zeitalter'" (Autor: Joachim Hübner).


    MfG,


    ck-pku

    Hallo PsyKo,


    Zitat

    Könnte man einen Berechnungstag mit der Bewertungsrelation "1,0" gleichsetzten?


    Könnte man den Basistagesentgeltwert mit der Summe aus Abteilungs- und Basispflegesatz gleichsetzen?

    Nein. Im alten Entgeltsystem erhalten Sie ja pro Berechnungstag (von Zu- und Abschlägen einmal abgesehen) den Basis- und Abteilungspflegesatz. Im neuen Entgeltsystem muss der krankenhausindividuelle Basisentgeltwert ja erst einmal ermittelt werden.
    Dies geschieht im Rahmen der Budgetverhandlungen mit Hilfe der AEB-Psych-Formulare der neuen BPflV, in dem Sie die geplanten Erlöse für bewertete PEPP-Leistungen (Formular B1) durch die Summe der Bewertungsrelationen (Formular E1) teilen (s. lfd. Nr. 16, 17 und 18 des Formulars B1).
    Mit welcher Bewertungsrelation der ermittelte krankenhausindividuelle Basisentgeltwert dann multipliziert wird, um auf ein Tagesentgelt zu kommen, hängt dann u.a. von der durch den Grouper ermittelten PEPP und dem Behandlunstag (Vergütungsstufe) ab. Die fiktive Bewertungsrelation 1,0 bedeutet ja lediglich, dass Sie (für den Berechnungstag) den ermittelten krankenhausindividuellen Basisentgeltwert erhalten würden.
    Ob das errechnete, zukünftige Tagesentgelt dann höher oder niedriger als Ihr jetziger Basis- und Abteilungspflegesatz im Altsystem ist, werden Sie erst noch feststellen.


    Ich empfehle dem interessierten Leser u.a. den Besuch einer Veranstaltung zum Thema "Budgetermittlung nach dem Psych-Entgeltgesetz für die Jahre 2013-2016", wie sie beispielsweise 2012 auf der DGfM-Jahrestagung (s. Artikel ) angeboten wurde.
    Ferner können Sie mit aktueller Medizincontrolling-Software auch EDV-gestützt entsprechende Berechnungen durchführen.


    MfG,


    ck-pku

    Hallo Jorge,


    soweit so gut (da wir uns ja insoweit einig scheinen, als dass diese Untersuchung eben nicht kodiert werden sollte). Aber mit welchem Prozeduren-Kode wollten Sie diese Untersuchung denn auch verschlüsseln, da die 9-6er Kodes, wie Sie zu Recht anmerken, einen anderen Charakter haben und demzufolge hierfür nicht geeignet sind. Aber auch nach dem alphabetischen Verzeichnis des OPS 2013 kommt man nicht weiter, es gibt keinen "passenden" Kode.


    Fazit: Der Aufwand für diese Untersuchung wird über die Diagnose abgebildet (oder eben auch nicht, was dann dem "Grundrauschen" anheimfällt).



    MfG,


    ck-pku

    Guten Morgen Jorge,


    dieses vermeintliche "Problem" wurde hier im Forum bereits mehrfach diskutiert.


    Schauen Sie einfach mal z.B. hier , hier oder hier ...


    Sie zitieren aus der Kodierrichtlinie PP014a der DKR-Psych 2013 nur unvollständig: "Prozeduren, die routinemäßig bei den meisten Patienten und/oder mehrfach während eines Krankenhausaufenthaltes durchgeführt werden, werden nicht verschlüsselt, da sich der Aufwand für diese Prozeduren in der Diagnose oder in den anderen angewendeten Prozeduren widerspiegelt." Als Beispiel werden nicht nur die von Ihnen genannten Aufnahme- sondern auch Kontrolluntersuchungen genannt.


    Somit dürfte es sich bei den von Ihnen aufgeführten ärztlichen Untersuchungen m.E. um eben solche Routinetätigkeiten handeln, die in der Folge als Prozedur nicht eigenständig zu kodieren sind.



    MfG,


    ck-pku