Beiträge von ck-pku

    Hallo,


    was zu befürchten war, ist nun eingetreten: Wie die Bundesdirektorenkonferenz vermeldet, hat am vergangenen Samstag, 17.11.2012, Herr Bahr die Ersatzvornahme unterschrieben. :cursing: Die Verordnung ist angeblich völlig textgleich mit dem Referentenentwurf und tritt zum 1.1.2013 in Kraft. Die BDK Vollversammlung in Mühlhausen hat für diesen Fall den Krankenhäusern empfohlen, weder zu optieren, noch die Kalkulation zu unterstützen.


    Hier finden Sie noch eine Stellungnahme der Deutschen Krankenhausgesellschaft vom 07.11.2012 und hier eine Stellungnahme der Aktion Psychisch Kranke vom 08.11.2012 zum PEPPV 2013-Entwurf.


    Ich bin im Übrigen überrascht, welche Reaktionen die Einwände der Fachverbände aber auch manche kritischen Threads hier im Forum hervorrufen:
    Einige Board-Teilnehmer drängt es offensichtlich in die Rolle der fatalistischen PEPP-Entgeltsystem-Verteidiger, ohne dass für mich klar ersichtlich ist, welche Motivation bzw. politische Haltung sich dahinter verbirgt.
    Ich denke schon, dass der Weg der PsychEntgGesetzgebung mit dem daraus resultierenden PEPP-Entgeltsystem eine kritische Würdigung verdient: Dabei denke ich z.B. nur an die seit März 2012 andauernde Diskussion um Fallzusammenführungen in der Psychiatrie oder aber an den "Erpressungsversuch " von Herrn Bahr als Bundesgesundheitsminister, die Einberufung eines Vermittlungsausschusses, der über notwendige Verbesserungen in der psychiatrischen Versorgung entschieden hätte, zu verhindern.
    Was drängt uns denn so dermaßen, dass (auch grundsätzliche) Fragestellungen nicht bedient werden sollen? Wer hat etwas von einem Entgeltsystem, dass von nahezu allen Fachvertretern abgelehnt wird? Wieso wird das Vorhaben, möglichst viele Beteiligte mit einem neuen Vergütungssystem zu überzeugen, als tendenziell unmodern bzw. altruistisch, ja geradezu rückwärtsgewandt konnotiert?


    Ich würde mir jedenfalls wünschen, wenn hier im Board -anders als im BMG- ein liberalerer Umgang mit Kritik geübt wird.


    MfG,


    ck-pku

    Guten Morgen,


    ausführlich hat sich auch die Diakonie Deutschland (Evangelischer Bundesverband) mit dem PEPPV 2013-E und dem "Neuen Entgeltsystem" beschäftigt. Hier finden Sie eine entsprechende Stellungnahme vom 06.11.2012, dass begründene 23seitige Positionspapier und die zusammenfassenden "Kriterien für das neue Entgeltsystem in der Psychiatrie" habe ich als Dateianhang diesem Beitrag angefügt.


    In diesem Zusammenhang bietet die Diakonie am 26.11.2012 auch eine Fachtagung mit dem Thema "Psychiatrische Versorgung im Wandel - Die neuen Entgelte für psychiatrische/psychosomatische Einrichtungen" in Düsseldorf an, die Einladung und das Programm finden Sie hier .


    MfG,


    ck-pku

    Guten Morgen,


    • hier finden Sie die Stellungnahme des GKV Spitzenverbandes vom 08.11.2012 zum Referentenentwurf einer PEPPV 2013 mit entsprechendem Statement ,
    • hier die korrespondierende Stellungnahme der Bundespsychotherapeutenkammer vom 09.11.2012 nebst Pressemitteilung ,
    • hier ein Artikel aus dem Deutschen Ärzteblatt vom 12.11.2012 zum Protest gegen das neue Abrechnungssystem,
    • hier ein Überblick des Aktionsbündnisses "Zeit für psychische Gesundheit" auf den Webseiten der DGPPN und
    • hier eine Pressemitteilung des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg: Gesundheitsministerin Katrin Altpeter unterstützt Protestaktion der Psychiatrie-Beschäftigten.


    MfG,


    ck-pku

    Guten Morgen,


    hier finden Sie die Stellungnahme des Verbandes der Privaten Krankenversicherung zum PEPPV 2013-E des BMG anlässlich der Anhörung am 12. November 2012 in Berlin und hier ist die korrespondierende Stellungnahme des Arbeitskreis der Krankenhausleitungen Psychiatrischer Kliniken (akp).


    MfG,


    ck-pku

    Hallo AnMa,


    gestatten Sie mir eine persönliche Bewertung:


    In Ihrer Argumentation zäumen Sie das Pferd meiner Meinung nach von hinten auf: die Fachverbände wurden bisher nur unzureichend in die Gesetzgebung PsychEntgG und in die Schaffung eines Entgeltkatalogs einbezogen, obwohl diese einen stärkeren Einbezug immer wieder gefordert haben (s.a. den Thread zum PsychEntgG hier im Forum). Der Hintergrund dafür ist ja, dass insbesondere die Selbstverwaltungspartner nach § 17b Abs. 2 Satz 1 KHG (also der GKV-Spitzenverband, der Verband der Privaten Krankenversicherung und die DKG) mit ihrem "Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus" (InEK GmbH) gem. § 17d Abs. 4 KHG vom Gesetzgeber beauftragt waren, dass Psych-Entgeltsystem zu entwickeln.
    Aufgrund der zeitlichen Vorgaben des Gesetzgebers war die Einbindung der Fachverbände nur bedingt möglich, breite Diskussionen hätten also zu viel Zeit gekostet. Die Einwände der Fachverbände (ob sie nun in ihrer Gesamtheit immer sachlich begründet sind oder auch nicht) wurden schon, wie geschildert, im Gesetzgebungsverfahren PsychEntgG, spätestens aber nach der ersten Präsentation des PEPP-Entgeltkatalogs laut und hätten in der Folge auch nach einem gemeinsamen Treffen aller Beteiligten zur Anhörung am 15.10.2012 im BMG in Berlin anders aufgearbeitet werden können. So wurde von einem BMG-Mitarbeiter das Ergebnis der Anhörung am 15.10.2012 dahingehend zusammengefasst, "dass das BMG die vorgetragenen Argumente prüfen und zügig zu einer Entscheidung kommen werde. Es gehe darum zu bewerten, ob der jetzige PEPP-Katalog schon so ausgereift sei, dass man den Einstieg in das neue Entgeltsystem wagen könne. Zu prüfen sei auch, ob die Verfeinerung des Entgeltkataloges unter Praxisbedingungen oder besser im Fachdialog herbeigeführt werden könne". Wenn jetzt ohne diesen Dialog eine Ersatzvornahme des BMG gem. § 17d Abs. 6 Satz 1 Nr. 1 KHG über den PEPPV 2013-Entwurf vorgelegt wird, kann ich die Entrüstung der Fachverbände, die ja eben auch zuvor kaum einbezogen worden sind, schon nachvollziehen.


    Da sich die Einwände der Fachverbände seit dem 04.09.2012 (auch nach dem InEK-Papier vom 19.10.2012) kaum verändert haben, ist die erneute Einladung zur Anhörung m.E. eine zumindest fragwürdige Angelegenheit. Wenn Sie nun in Ihrem Beitrag es so darstellen, dass sich die Fachverbände einem angebotenen Dialog verweigern würden, wirkt das -insbesondere zu diesem Zeitpunkt- schon ein wenig zynisch...


    Neu ist tatsächlich ein Boykottaufruf, der in seiner Wirkung so manchen Politiker vor den nächsten Landtags-, aber vor allem der Bundestagswahl 2013, wachrüttelt. Und demzufolge wollen so manche Vertreter von Landeskrankenhausgesellschaften oder der anderen Beteiligten lieber keine Prognose wagen, wie das geplante Treffen im BMG am 12.11.2012 ausgehen wird.


    Wie auch immer, wir werden es gespannt erfahren... :S


    MfG,


    ck-pku

    Guten Morgen,


    die "Verbände für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie" (BAG KJPP e.V., DGKJP e.V., BAG KJP e.V., BKJPP e.V.) begründen ihr Fernbleiben von der Anhörung zum Referentenentwurf am 12.11.2012 im BMG in einer ausführlichen Stellungnahme vom 06.11.2012, die Sie u.a. hier nachlesen können.


    MfG,


    ck-pku

    Guten Morgen,


    in den Dateianhängen dieses Threads erhalten Sie ein Schreiben des Aktionsbündnisses Zeit für psychische Gesundheit (ACKPA e.V. , AKP e.V. , BAG KJPP e.V. , BAG Psychiatrie e.V. , BDK , DGPPN e.V. , DGKJP e.V. , BAG KJP e.V. , BFLK e.V. , DFPP e.V. , BApK e.V. ) vom 05.11.2012 zu einer

    • KOORDINIERTEN PROTESTAKTION ZUR VERHINDERUNG DER ERSATZVORNAHME DES PEPP-KATALOGES NACH DEM 12.11.2012

    mit der Bitte um Kenntnisnahme und Unterstützung.


    Die ebenfalls anliegende Unterschriftenliste soll bis Freitag, 09.11.2012 als E-Mail-Anlage oder per Fax an die DGPPN gesendet werden.



    MfG,


    ck-pku

    Guten Morgen,


    vielen Dank für die positiven Rückmeldungen zu meinen Beiträgen.


    Eine gute kurze Zusammenfassung des jetzigen Standes der geplanten Einführung des PEPP-Entgeltkataloges im Wege der Ersatzvornahme (PEPPV 2013) bietet das Editorial der aktuellen Ausgabe (11.2012) der Zeitschrift "das Krankenhaus". Die Befürchtungen Betroffener fasst sehr gut ein Schreiben des 1. Vorsitzenden Karl Heinz Möhrmann des "Landesverbandes Bayern der Angehörigen psychisch Kranker e.V." an Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr vom 03.11.2012 zusammen, welches Sie hier finden.


    MfG,


    ck-pku