Beiträge von ck-pku

    Ach ja,


    bitte beachten Sie auch die Anlage 5 (Durchführungshinweise) der 10. Fortschreibung der "Datenübermittlung nach § 301 Abs. 3 SGB V" (Stand: 01.01.2012), S. 148:
    "Bei teilstationären Fällen im Budgetbereich, die wegen derselben Erkrankung regelmäßig oder mehrfach behandelt werden (je Quartal ein Fall) besteht bei Abrechnung von tagesbezogenen Entgelten jeweils zu Quartalsende folgende Abrechnungsmöglichkeit:


    • Entlassung, Schlussrechnung und gleichzeitige (Neu-)Aufnahme nach dem Entlassungstag unter neuem KH-internen Kennzeichen,
    • Zwischenrechnung und Fortführung des KH-internen Kennzeichens im Folgequartal."


    MfG,


    ck-pku

    Guten Morgen,


    Herr Schaffert meint sicherlich die Fußnote 11a) zu L1 "Belegungsdaten des Krankenhauses" der Anlage 1 (zu § 17 Abs. 4) Leistungs- und Kalkulationsaufstellung (LKA) der BPflV: lfd. Nr. 18 - "Teilstationäre Fälle im Budgetbereich: Patienten, die wegen derselben Erkrankung regelmäßig oder mehrfach behandelt werden, werden je Quartal als ein Fall gezählt, z.B. Tagesklinik."


    Mfg,


    ck-pku

    Guten Tag,


    lesen Sie hier selbst:


    „Der neueste Lobbyismusbericht des Bundesinnenministeriums wirft ein schlechtes Licht auf die FDP. Mitarbeiter von Wirtschafts- und Interessenverbänden arbeiten demnach vor allem in Bundesministerien der Liberalen, teils sogar als Berater für die Ministeriumsspitze. (...) Das Gesundheits(...)ministerium hätte(...) zwei Mitarbeiter des Verbands der Ersatzkassen (vdek - d.V.) (...) monatelang als Externe eingesetzt. So arbeitete ein Mitarbeiter des Kassenverbands laut "FTD" (Financial Times Deutschland - d.V.) einen Gesetzentwurf mit aus.


    Man höre und staune… 8|


    MfG,


    ck-pku

    Guten Morgen Herr Schaffert,


    vielen Dank für Ihre Erläuterungen zum Thema "Fallzusammenführung":

    Dies würde den Anreiz setzen, den Patienten z. B. nach der zweiten Woche zu entlassen, um ihn dann nach einigen Tage wieder mit dem (höheren) Tagessatz für die erste Behandlungswoche wieder aufzunehmen. Dies ist jedenfalls die Befürchtung der Krankenkassenseite.

    ..., halte ich die Bedenken der Krankenkassen für nachvollziehbar. Deshalb braucht es die Fallzusammenführungsregel.

    Trotzdem sollte die weitere Entwicklung des Themas "Fallzusammenführung" kritisch gewürdigt werden, getreu dem Motto Ovids: "Wehre den Anfängen!".


    Ich wünsche ein schönes Osterfest.


    MfG,


    ck-pku


    P.S.: Eine weitere Info zum Gesetzgebungsverfahren finden Sie hier: Aufgrund der öffentlichen Anhörung zum PsychEntgG am 23.04.2012 "verschieben sich die bisherigen Zeitplanungen. Die abschließenden Beratungen (2./3. Lesung) des Gesetzes im Deutschen Bundestag werden nicht, wie ursprünglich geplant, am 11. Mai 2012, sondern erst am 24./25. Mai 2012 stattfinden."

    Hallo,


    ich wundere mich, dass das Thema „Fallzusammenführung“ bisher so wenig Protest hervorgerufen hat. Vielleicht sind ja die Konsequenzen aus der "Ergänzungsvereinbarung" noch nicht so deutlich geworden. :S


    Zum Thema "Fallzusammenführung" hat sich unser Haus bereits vor über 3 Wochen mit unserer Krankenhausgesellschaft, aber auch mit anderen Verbands-Vertretern, die an der Arbeitsgruppe „Krankenhaus-Entgelt-Ausschuss (KEA)“ beteiligt sind, kritisch ausgetauscht. Die Fallzusammenführung sei aufgrund der InEK-Erkenntnisse aus der Kalkulation und den Forderungen der GKV „nicht zu vermeiden“ gewesen, lautete die Antwort der befragten Verbände.


    Die Fallzusammenführung bedeutet ja, dass u.U. (wie in der „Ergänzungsvereinbarung“ in den §§ 3 bis 5 dargelegt) verschiedene separate Fälle zu einem Fall zusammengefasst werden. Dieser dann bestimmte eine Fall hat dann eine Verweildauer, die bestimmte Grenzverweildauern überschreiten kann. Dies führt dann zu einer schrittweisen Absenkung der Bewertungsrelation und damit zu einer niedrigeren Vergütung (s.a. S. 23 des von Herrn Schaffert verlinkten InEK-Foliensatzes). M.a.W.: Bei einer ersten Wiederaufnahme eines Patienten kann bereits die Grenzverweildauer überschritten sein und in der Folge wird von Beginn dieses 2. Aufenthaltes an bereits ein niedrigeres Entgelt (als beim 1. Aufenthalt) gewährt.


    Meiner Meinung nach ist es aber nicht gerechtfertigt (und auch nicht nachvollziehbar), dass bei Wiederaufnahme eines Patienten der neue Fall mit einem alten verbunden und in der Konsequenz wegen einer (dann) zu langen Verweildauer ein vermindertes Entgelt (aufgrund sinkender Bewertungsrelationen) gewährt werden soll.
    Diese Praxis würde im somatischen (DRG-)Bereich in bestimmten Fällen (Stichwort: „blutige“ Entlassung) noch eine gewisse Berechtigung haben.
    Warum aber sollten die Krankenhäuser im Sinne einer "Risiko-Umkehr" die finanzielle Last tragen, dass es (insbesondere bei psychischen Erkrankungen) bei Patienten zu stationär behandlungsbedürftigen Rezidiven kommt?


    Bei gleicher Diagnose, z.B. der "rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (F33.1)" (hier ist das Rezidiv im Übrigen bereits der Erkrankung innewohnend), sind Krankheitsverläufe verschiedener Personen u.a. aufgrund unterschiedlicher psychosozialer Lebensumstände und/oder konstitutioneller Faktoren heterogen. Bei Suchterkrankungen wohnt ja die Gefahr wiederholter stationärer Aufenthalte (insbesondere zur Entgiftung) ebenfalls der Erkrankung inne. Auch können anerkannte Behandlungssettings (z.B. DBT-Programme bei Patienten mit einer emotional instabilen Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ) wiederholte Krankenhausaufenthalte notwendig machen. Warum sollten aufgrund dieser patientenindividuellen stationären Behandlungsbedürftigkeiten Fallzusammenführungen mit der Folge der Grenz-Verweildauer-Überschreitungen und der damit verbundenen Entgeltkürzung akzeptiert werden? :cursing:


    Nun liegt aber bereits die unterzeichnete Ergänzungsvereinbarung vor, die sich zwar nur „ausschließlich auf die Systementwicklung bezieht“, die „Vertragspartner sind sich jedoch bewusst, dass die getroffenen Regelungen auch Grundlage der im dritten Quartal 2012 zu vereinbarenden Abrechnungsbestimmungen für das Jahr 2013 sein werden, sofern sich im Laufe der Systementwicklung keine abweichenden Erkenntnisse ergeben“.


    Diesbezüglich sollten die verschiedenen Krankenhäuser Ihren Verbänden deutlich machen, dass o.g. Regelungen zukünftig (sicherlich mehrheitlich) abgelehnt werden!



    Mit freundlichen Grüßen,


    ck-pku

    Guten Morgen,


    im SAP Community Network fand ich hier im zweiten Abschnitt den angedachten Zeitrahmen der Software-technischen Umsetzung der Auswirkungen aus dem PsychEntgG für SAP for Healthcare.


    Zudem gibt es hier ergänzend dazu ein kleines Schaubild von SAP zur Umsetzung der Regelungen des PsychEntgG.


    MfG,


    ck-pku

    Guten Morgen,


    wie hier nachzulesen haben die Selbstverwaltungspartner eine Ergänzungsvereinbarung zur Entwicklung eines pauschalierenden Entgeltsystems für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen gemäß § 17 d KHG (Psych-Entgeltsystem) abgeschlossen. :!:


    "Nach intensiven Vorberatungen der Selbstverwaltung mit dem InEK und unter Beteiligung des Bundesministeriums für Gesundheit haben sich die Vertragspartner nach § 17 b KHG im Spitzengespräch am 16.03.2012 eine Ergänzung zur „Vereinbarung über die Einführung eines pauschalierenden Entgeltsystems für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen gemäß § 17 d KHG (Psych-Entgeltsystem)“ vom 30. November 2009 vorbehaltlich der Zustimmung durch die Vorstände beschlossen. Der Vorstand des GKV-Spitzenverbandes hat am 26.03.2012 und der Vorstand der DKG am 27.03.2012 dem Abschluss der Vereinbarung zugestimmt. Das Unterschriftenverfahren zu dem Vertrag wurde eingeleitet."


    Ich bitte um dringende Beachtung! Weitere Infos folgen in Kürze...


    MfG,


    ck-pku

    Guten Morgen,


    gestern wurde der PsychEntgG-E im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages in seiner (nicht-öffentlichen) 69. Sitzung unter TOP 2 beraten (s. Tagesordnung).
    Wie geplant soll nun eine öffentliche Anhörung durchgeführt werden, die am Montag, 23. April 2012, in der Zeit von 13.00 bis 16.00 Uhr stattfinden soll (s. auch hier).


    Beachten Sie bitte, das Abgeordnete der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN gestern einen Antrag zum Thema "Einführung eines pauschalierenden psychiatrischen Entgeltsystems zur qualitativen Weiterentwicklung der Versorgung nutzen" (Bundestags-Drucksache 17/9169) gestellt haben, der in o.g. öffentliche Anhörung einbezogen wird.


    Ferner wird in der o.g. öffentlichen Anhörung auch ein Antrag von Abgeordneten der Fraktion DIE LINKE aus dem letzten Jahr (vom 18.03.2011) mit dem Thema "Ergebnisoffene Prüfung der Fallpauschalen in Krankenhäusern" (Bundestags-Drucksache 17/5119) behandelt.


    Ein spannender 23.04.2012 also...


    MfG,


    ck-pku

    Hallo PsyKo,


    zunächst einmal ist m.E. zwischen "Verlegung" und "Verbringung" zu unterscheiden.


    in der Kommentierung der DKR-Psych 2012 zur Kodierrichtlinie PP016a schreibt der MDK Baden-Württemberg:
    "Der Begriff der 'Verbringung' ist nicht allgemeingültig definiert. In einigen Landesverträgen nach § 112 SGB V finden sich spezifische Regelungen zu Zeitintervallen, die eine Unterscheidung zwischen 'Verbringung' und 'Verlegung' regeln. Zur Anwendung dieser Kodierrichtlinie sind also gegebenenfalls landesspezifische Regelungen/Absprachen zu berücksichtigen."


    Von einer "Verbringung" spricht man ja im Allgemeinen, wenn der Patient eben nicht aus dem Krankenhaus entlassen wurde und es sich lediglich um vom Krankenhaus veranlasste Leistungen Dritter handelt, d.h., den Leistungen liegt ein Auftrag zugrunde und es handelt sich somit um konsiliarische Leistungen.
    Damit dürfte die medizinische Verantwortung im Falle der Verbringung weiterhin bei der Einrichtung liegen, die die Verbringung veranlasst hat. Bei der Verlegung wechselt die medizinische Verantwortung in das Haus, welches den Pat. weiterbehandelt.


    Ich hoffe, diese Einschätzung hilft Ihnen erst einmal weiter.



    MfG,


    ck-pku

    Hallo,


    zunächst einmal möchte ich mich bei all denjenigen bedanken, die mir in den letzten Wochen und Monaten ein so positives Feedback zu diesem Thread gegeben haben. :)


    Wer die gestrige erste Beratung des PsychEntgG-E in der 168. Sitzung des Bundestages nicht live sehen konnte, findet hier das Protokoll ( S. 19922 - 19928 ) und hier auch die Möglichkeit, den gesamten TOP, aber auch die einzelnen Redebeiträge, als Video zu sehen.


    Ich wünsche ein schönes, sonniges Wochenende.


    MfG,


    ck-pku

    Hallo,


    auch wir haben eine gute Erfahrung mit der Beantwortung einer Anfrage zur inhaltlichen Prüfung durch die Datenstelle gemacht. Dabei ging es um ein komplexes Problem (Fehler E0026) mit den "Tagen ohne Berechnung" (Entgelte.csv).


    Nach noch nicht mal 27 Stunden hatten wir einen individuellen und qualifizierten Lösungsvorschlag.


    Dafür gebührt der Datenstelle Dank! :thumbup:


    MfG,


    ck-pku