Beiträge von GOMER1

    Guten Morgen,

    ich bitte um Hilfe bei der korrekten Kodierung eines Wunddebridements.

    Zitat aus dem OP-Bericht:

    Anschließend wird das Subcutangewebe zum Teil scharf entfernt und es erfolgt das vorsichtige Debridement des kerbenförmigen Corticalisdefektes an der Tibia mittels scharfem Löffel.

    OPS 5-896.-- beschränkt sich auf Haut und Unterhaut; 5-869.-- passt auch nicht.

    Im Voraus vielen Dank.

    Gruß,


    Guten Morgen, Forum,

    ich bitte um Hilfe bei der korrekten OPS-Wahl.

    OP-Bericht:

    Präparation der Gallenblase aus dem Gallenblasenbett. Hier zeigt sich eine gedeckte Perforation der ehemaligen Cholecystitis ins Leberparenchym. Die adhärente Lebervene wird akzidentell eröffnet. Es kommt zu einer starken Parenchymblutung. Komplettieren der Resektion der Gallenblase und Elevation der Leber. Die frei liegende Lebervene wird mittels PDS 3/0 übernäht, zusätzlich wird eine Tamponade mittels Sangustop eingebracht, die ebenfalls mittels V-Loc 3/0 übernäht wird. Die Blutung kommt damit zum Stillstand.

    Kodiert wurde der OPS: 5-505.0.

    Übernäht wurde die Lebervene.... steht evtl. der OPS 5-388.9j als Alternative zur Debatte?

    Gruß,

    Moin Findus,
    klar, die SEG 4-Empfehlungen gehören nicht zu den offiziellen Abrechnungsgrundlagen, werden aber nun mal von dem FoKA kommentiert - und nicht selten konsentiert.


    Kleiner Exkurs am Rande:


    Was ist Ziel des FoKA’s?
    Die Deutschen Kodierrichtlinien (DKR) als verbindliches Regelwerk lassen Unschärfen erkennen, die eine einheitliche Kodierung komplexer Sachverhalte erschweren. Daher kommt es zwischen Krankenkassen, dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen und den Krankenhäusern immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten. Einige der in den Kodierempfehlungen dargestellten Probleme führen zu gerichtlichen Auseinandersetzungen.


    Die hier veröffentlichten Kodierempfehlungen sollen in fachlichen und juristischen Streitfällen die Entscheidungsfindung erleichtern und bei immer wiederkehrenden Kodierproblematiken zu standardisierten Ergebnissen führen.


    Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass eine vom FoKa - im Konsens - kommentierte SEG4-Empfehlung bei Gericht außer Betracht gelassen wird. :thumbdown:
    Gruß

    Moin,
    wenn Sie uns - in Ihrem konkret geschilderten Fall und unter Berücksichtigung sämtlicher Abrechnungsgrundlagen (KDR, Klassifikation, SEG) - ein plausible Begründung für die Kardiomypathie als HD liefern können ...wir sind alle belehrbar ;)
    Gruß,