Beiträge von Anyway

    Hallo FBR,

    es ist nachvollziehbar, dass die KK eine einzige "technische" Aufenthaltsminute nicht als Behandlungstag akzeptiert - ein Gutachter wird dies ebensowenig tun.

    Liegen die Voraussetzungen für eine Unterbringung nach PsychKG aus Sicht der Behandler nicht mehr vor, kann - nein muss(!) - ein Patient auch entlassen werden. Das Vorliegen einer Aufhebung des Unterbringungsbeschlusses durch das Gerichtes ist hierfür nicht notwendig. Das Gericht muss aber sehr wohl über die Entlassung informiert werden. Um es etwas überspitzt zu formulieren: Wenn um 14:30 Uhr feststand, dass kein medizinischer Grund für eine Unterbringung nach PsychKG mehr vorlag, könnte man die restliche Zeit des Tages bis zur tatsächlichen Entlassung durchaus als Freiheitsberaubung interpretieren.


    Schöne Grüße, Anyway

    Hallo C-3PO,


    vielen Dank für die Rückmeldung. Bei uns sind es ebenfalls nicht nur kleine Kassen.


    An alle Forianer: Gibt es schon Strategien für den Fall, dass eine solche falsche Weitergabe an die GKV zu einer höheren Prüfquote und Strafzahlungen führt? Dass es zu solchen Szenarien kommen wird, darf Stand heute als sicher angesehen werden. Die Kassen haben in einem sich über Jahre hinziehenden Rechtsstreit ja nicht allzu viel zu verlieren.


    Wäre es als Klinik nicht sinnvoll, schon zum jetzigen Zeitpunkt eine wie bei den Schlussrechnungen detailliert nach Krankenkassen aufgeschlüsselte Auflistung der an die GKV gemeldeten Fallzahlen zu verlangen, evtl. sogar gerichtlich durchzusetzen? Was, wenn sich dieser Vorgehensweise zahlreiche Kliniken anschließen würden?
    Es wäre zwar schöner, wenn die DKG das regeln könnte, aber darauf wird man sich nicht verlassen können...:(

    Hallo allerseits,


    uns erreichen in diesem Jahr zum wiederholten Male falsche MDK02-Mitteilungen der Kassen. Es kommt z.B. zu Streichungen/Änderungen, die aber nicht zu einer Rechnungsminderung führen. Laut 15. Fortschreibung der §301-Vereinbarung vom 17.04.2018 darf eine MDK02-Meldung nur erfolgen, wenn eine leistungsrechtliche Entscheidung eine Beanstandung der Rechung mit Minderung des Abrechnungsbetrages als Ergebnis hat.


    Die Vergangenheit zeigt, dass selbst nach einer Korrektur durch die Krankenkasse dann diese falsche, aber ältere KAIN-Meldung vermutlich im Rahmen der Quartalsstatisitik zur Berechnung der Prüfquote an die GKV übermittelt wird - jedenfalls haben wir recht eindeutig zu interpretierende Differenzen unserer Daten und der GKV-Daten feststellen müssen. Da diese Falschmeldungen Auswirkungen auf die Prüfquote und ggfs. Strafzahlungen zur Folge haben können würde es mich brennend interessieren, ob solche "Phänomene" auch in anderen Häusern auftauchen und wie damit umgegangen wird.


    Vielen Dank im Voraus für entsprechende Rückmeldungen.


    Schöne Grüße, Anyway

    Hallo Lennart,


    völlig korrekt! Selbstverständlich ist der gesamte zeitlich zusammenhängende Zeitraum einer 1:1-Betreuung zu berücksichtigen, unabhängig davon, welche Person diese wie lange erbracht hat (Hilfskräfte etc. natürlich ausgenommen). Die Mindestdauer von 120 Minuten (im Erwachsenenbereich) ist erst wieder nach einer Unterbrechung der 1:1-Betreuung zu berücksichtigen! Da ist der OPS recht eindeutig und hier gab es in der Vergangenheit auch nie Probleme mit dem MD(K).


    Problematischer ist es mit dem Dokumentationsintervall. Hierüber lässt sich der OPS nämlich überhaupt nicht aus. In den vergangenen Jahren forderte der MD(K) aber immer kürzere Intervalle - bis hin zu einer viertelstündlichen Dokumentation, was aber in der Praxis völlig kontraproduktiv ist. Eine ständige Dokumentation vor der zu betreuenden Person fördert nicht unbedingt den Beziehungsaufbau und sieht nicht nur für wahnhafte Patienten eher nach "Big Brother" aus. Leider sehen einige "Apparatschniks" das aber anders. Gleichwohl: man muss als Klinik nicht unbedingt jeden noch so "offiziellen Schwachsinn" mitmachen...


    Schöne Grüße, Anyway

    @ Hr. Horndasch,

    es ist zwar ausgesprochen schwach, dass man solch wichtigen Infos nicht auf der DKG-Webseite findet, aber zumindest die NKG spricht in ihrer offiziellen Mitteilung vom 28.06. davon, dass die Überarbeitung der PrüfvV von der Schiedsstelle am 22.06. festgesetzt wurde (incl. Anlage der neuen Vereinbarung). Da bibliomedmanager keine aktuellen Links bietet, tippe ich hier auf eine schlecht recherchierte Meldung.


    Schöne Grüße, Anyway


    Edit: der GKV ist mit seiner Webseite aber auch nicht aktueller...:) - ist das alles wirklich so geheim, dass man noch nicht einmal eine Randnotiz dazu veröffentlicht?

    Hallo TiBo,


    zu 1: Ja - das Thema Datenschutz kann man hier tatsächlich getrost vergessen, aber das war ja auch in der Vergangenheit schon so (bei SG-Verfahren mit Begründung durch "Waffengleichheit" aller Parteien). Datenschutz ist ja auch nur dem Buchstaben nach ein superwichtiges Gut...


    zu 2: Auch ja - man darf dann wieder Patientenakten ausdrucken, denn ob es rechtzeitig eine digitale Versandvariante mit den KK geben wird, darf aufgrund der Erfahrungen in der Vergangenheit bezweifelt werden.


    Immerhin schön, dass die Kassen jetzt klagen müssen...


    Schöne Grüße, Anyway

    Wieso sich aus der PP005g eine mehrfache Kodierung von TE-Kodes am gleichen Tag ergibt kann ich noch nicht ganz nachvollziehen - die unterschiedlichen Aufenthalte werden doch formal als ein einziger Fall behandelt und als Bezugsdatum gilt der erste Tag der vom Kode bestimmten Periode und ist einmal pro Woche anzugeben. Durch Entlassung und Wiederaufnahme am gleichen Tag wird die Behandlungswoche daher nicht unterbrochen. Erst wenn mehr als ein Tag zwischen Entlassung und Aufnahme liegt, gibt es dann auch ein neues Bezugsdatum.

    Unser KIS (Avedis) führt entsprechend die Fälle und damit auch die TEs automatisch zusammen, eine weitere manuelle Nachbearbeitung ist nicht nötig - hier müsste ja evtl. auch der verbleibende Kode angepasst werden, damit keine TEs verlorengehen.


    Schöne Grüße, Anyway

    Ich habe zwar kein Aluhütchen auf, aber das Offenlegen derart vieler persönlicher Daten hat schon etwas von Überwachungsstaat...da könnte man schon eine ganze Menge mit anfangen, wenn man diese Daten nur entsprechend aufbereitet.

    Das Thema Datenschutz ist wohl nur an anderen Stellen wichtig.


    Die nächste Hürde wird wohl die endgültige erfolgte Anmeldung im LE-Portal werden. Da warten wir schon seit Wochen auf die Zugangsdaten.


    Aber was soll's: Augen zu und durch - und allen viel Erfolg beim Datenschieben.

    Schöne Grüße, Anyway

    2. Fortschreibung vom 22.03.2021 der Ergänzungsvereinbarung vom 02.04.2020 zur Übergangsvereinbarung vom 10.12.2019 zur Prüfverfahrensvereinbarung vom 03.02.2016

    hier nachzulesen...allein der Titel lässt schon an Reinhard Mey (Antrag auf Erteilung eines Antragsformulars...) denken. Der Inhalt selbst ist weniger spektakulär - alles bleibt alles beim Alten.


    Die Kassen reizen gnadenlos ihre 12,5% Prüfquote aus während der Öffentlichkeit weißgemacht wird, dass 50% der Krankenhausrechnungen fehlerhaft sind und sich die Krankenhäuser in den ersten Corona-Wellen mit leerstehenden Betten dumm und dusselig verdient haben...


    Was macht unsere Interessenvertretung nur so verkehrt?


    Schöne Grüße, Anyway