Beiträge von Anyway

    Hallo Manfred,


    wir korrigieren immer wieder solche Codes um, wenn diese nicht OPS-konform eingegeben wurden - und das oft genug erst nach der Entlassung! Für die Abrechnung mit den Kassen ist das ohnehin nicht relevant, deshalb erzeugen wir die Codes auch erst später. ( NuxVomica, werden bei Ihnen OPS-Codes an die KK übermittelt?).


    Einzig wichtig ist doch, dass die Daten dann in der Datenlieferung nach §21 richtig sind.


    Gruß
    Anyway

    Guten Tag, tomkue!


    In aller Kürze eine Antwort auf alle Fragen:


    Ob und wie die BIM genutzt werden wird, steht noch in den Sternen. Fest steht nur, das die PsychPV spätestens zum Ende der Konvergenzphase ausläuft.


    Die Eingruppierung muss zwingend täglich erfolgen (das ist ja überhaupt Sinn der ganzen Sache!). Die Eingruppierung wird je nach Haus (und bei uns sogar je nach Station) mal von der Pflege und mal im Behandlungsteam erfasst - hierzu gibt es keine Bestimmungen. Da in Zukunft aber auch der "sozial begründete Aufwand" mit erfasst wird, läuft es wohl darauf hinaus, dass über die jeweiligen Zuordnungen im Behandlungsteam entschieden wird .


    Es ist naheliegend, dass das Ganze letztendlich vom Medizincontrolling überprüft wird.


    Gruß
    Anyway

    Hallo ck-pku,


    nichts für ungut, aber dieser Boykottaufruf ist ja noch weniger als ein Nadelstich - insbesondere wenn ich sehe, wer dort alles seine Unterschrift setzt (vom Patienten bis zu Servicekraft für´s Reinemachen). Welcher Politiker wird sich denn von sowas wachrütteln lassen? Die Verbände schaffen es ja noch nicht einmal, dass sich die Krankenhäuser auf breiter Front auch nur einer Option der Teilnahme 2013 verweigern! Und eine Öffentlichkeit hat diese ganze Aktion erst recht nicht (und nur das zählt in der Politik!).


    Alles andere als eine Ersatzvornahme würde jedenfalls mein bisheriges politisches Weltbild ins Wanken bringen...


    Gruß
    Anyway

    Hallo NV,


    jaja - genauso läuft´s bei uns im Hause auch: die ärztlichen Chefs verlassen sich blind auf ihren Verband und sind dagegen, aber erwarten gleichzeitig von uns, zu jedem Zeitpunkt auf alles vorbereitet zu sein :evil: .


    Glücklicherweise finde ich das "Gesamtsystem Klinik und Politik" recht durchschaubar :D .


    Gruß
    Anyway

    Auch wenn ich mich jetzt ziemlich outen sollte:


    Jetzt werden in den Krankenhäusern wieder wild von allen möglichen Berufsgruppen Unterschriften eingesammelt, um diese irgendeinem Politiker wieder an möglichst medienwirksamer Stelle (die Öffentlichkeit wird trotzdem nichts davon mitbekommen) in die Hand drücken zu können.


    Dabei würde ich mein Jahresgehalt darauf verwetten, dass die meisten Unterzeichner von der gesamten Problematik überhaupt keinen blassen Schimmer haben bzw. bestenfalls recht plakativ, oberflächlich und einseitig informiert werden.


    Das Resultat wird eine Verunsicherung und grundlegend ablehnende Haltung gegen das System sein. Das wird uns zukünftig im Medizincontrolling das Leben unnötig schwerer machen, denn PEPP wird ohnehin kommen. Ich persönlich finde diese Vorgehensweise kontraproduktiv und genausowenig hilfreich wie zielführend.


    Gruß
    Anyway

    Hallo helmutwg und B. Gohr,


    wir werden sehen, was die Praxisfälle zeigen werden. Ich halte auch Ihre Interpretationen für nachvollziehbar, auch wenn ich sie nicht teile.


    Jedenfalls erhielten alle unsere KJP-Intensivfälle, bei denen keine Einzelbetreuung, Intensive Beaufsichtigung oder kriseninterventionelle Behandlung erfolgte die Hinweismeldung "kein Therapiekode (9-6*) im Fall kodiert". Solche Hinweismeldungen mutieren in Folgejahren nicht selten zu Fehlermeldung, so dass ich von einer eher "harten" Auslegung der Merkmale einer Intensivbehandlung ausgehe.


    Einen wesentlichen Unterschied zwischen den Intensivmerkmalen von Erwachsenenpsychiatrie und KJPP bezüglich einer vollstationären Behandlungsnotwendigkeit sehe ich übrigens nicht.


    Gruß an alle, Anyway

    Hallo Codierfee,


    ein Patient, der die Voraussetzungen einer Intensivbehandlung (desorientiert, Selbst- oder Eigengefährdung, nicht absprachefähig u.v.m) erfüllt wird definitiv stationär und nicht tageskllinisch behandelt werden - daher fehlt auch der entsprechende Hinweis!


    Unter anderem geht das InEK davon aus, dass eine Intensivbehandlung i.d.R. mit mind. einer Einzelbetreuung oder "Intensiver Beaufsichtigung" pro Behandlungswoche einhergeht. So jedenfalls eine telefonische Antwort auf meine Anfrage, die ich aufgrund von mir unklaren InEK-Hinweismeldungen bei einigen unserer Intensivfälle (KJPP) gestellt hatte.


    Im Originaltext der OPS-Version 2012 heisst es darüber hinaus: "Ein Kode aus diesem Bereich ist nicht für Patienten anzuwenden, bei denen autonome soziale Integration, wie ein externer Schulbesuch in einer Regelschule oder ein Praktikum angeordnet ist."
    Ich würde daraus sogar interpretieren, dass die Einstufung in die Intensivbehandlung nicht einmal mit freiem Ausgang von Station vereinbar wäre - da fiele die tagesklinische Behandlung schon mal raus.


    Schöne Grüße, Anyway

    Hallo Jorge,


    um es vorsichtig auszudrücken: gehen Sie mal davon aus, dass auch für 2013 Therapieeinheiten eine Rolle spielen werden (wenn auch vermutliche keine überragende).


    Wir sehen im Übrigen die Leistungserfassung als Element an, endlich auch die therapeutischen Strukturen unseres Hauses abbilden und damit (im wahrsten Sinne des Wortes) rechnen zu können. Dabei geht es uns überhaupt nicht darum, möglichst viele TE zu generieren - das ist absolut zweitrangig. Insofern haben wir auch unsere Therapien nicht an die praxisuntaugliche 25-Minuten-Taktung angepasst. Gleiches gilt für die Gruppengröße.


    Gruß, Anyway

    Hallo NuxVomica,


    die DKG-Ablehnung war zu erwarten...auch in diesem Fall gehört Klappern bzw. Säberasseln zum Geschäft. Meiner bescheidenen Meinung nach sind die Würfel längst gefallen, eine Verschiebung würde unübersehbare Folgekosten nach sich ziehen. Außerdem ist die obligatorische Einführung doch ohnehin erst für 2015 geplant.


    Wie dem auch sei: zumindest in unserer Klinik spielt es (obwohl Kalkulationshaus) inhaltlich-therapeutisch und im Stationsalltag zunächst überhaupt keine Rolle, ob es "PEPPt" oder nicht. Wir arbeiten wie bisher und verbessern im Zuge des kommenden Entgeltsystems erst einmal die Dokumentation und Leistungserfassung - ein wie ich finde sehr positiver Nebeneffekt im ganzen Schautheater...


    Ich glaube jedenfalls, dass sich am Zeitplan nichts mehr ändern wird - alles andere wäre für mich eine Riesenüberraschung!
    Andererseits: Nichts ist unmöglich!


    Entspannte Grüße, Anyway :thumbsup:

    Hallo Jorge,


    richtig ist dass es aktuell nur die von Ihnen beschriebene Unterteilung der Intensivbehandlung und keine OPS-Codes darüber hinaus gibt.
    Die Aussage von helmutwg ist dennoch richtig: im neuen Entgeltkatalog ist eine Prä-Struktur-PEPP für Intensivbehandlung bei Erwachsenen mit mehr als 3 Merkmalen vorgesehen, die wie (fast) alle anderen PEPPs auch je nach Verweildauer in unterschiedlichen Vergütungsstufen degressiv verläuft!


    Zum Thema Betreuungsintensität:
    Hier wird es 2013 laut zuverlässiger Quellen definitiv keinerlei Abrechnungsrelevanz geben. Es gibt derzeit leider zu viele Modellvarianten, die nicht unbedingt miteinander vernünftig vergleichbar sind. Da die unmittelbare Nähe des Entgeltkataloges zur Somatik-Variante zudem an nahezu jeder Stelle ins Auge springt, stehen die Chancen auch nicht besonders gut, dass die Betreuungsintensität jemals einen entspechenden Stellenwert im System erhalten wird - auch wenn dies durchaus Sinn machen könnte.


    Das InEK wird kein grundsätzlich neues Entgeltsystem für die Psychiatrie/Psychosomatik erfinden!!!


    Gruß, Anyway

    Hallo Suse,


    die Betreuungsintensität gibt es in verschiedenen Modellen. In entsprechenden Einstufungen soll hier versucht werden, den tatsächlichen (personellen) Aufwand abzubilden, den ein Patient verursacht. Die Kalkulationshäuser müssen diese Einstufung an jedem Tag bei jedem Patienten vornehmen. Die Modelle sind im "Handbuch zur Kalkulation psychiatrischer und psychosomatischer Leistungen in Einrichtungen gem. § 17d KHG" auf den Seiten 202ff zu finden. Einfach unter "Kalkulationshandbuch Inek" googeln.
    Schöne Grüße
    Anyway