Beiträge von Anyway

    Hallo OPS-Tine,


    für mich als Medizin-Controller ist es stets ein großes Ärgernis, wenn Leistungen ohne jeglichen Kommentar nur "gebucht" werden. Eine Leistung wird m.E. erst dadurch zur Leistung, indem die geleistete Arbeit auch zumindest beschrieben wird. Ansonsten könnte man jedes Kaffeekränzchen als Leistung "offene Gesprächsgruppe" erfassen. Da wird der MDK (zurecht) nicht mit einer einfachen Buchung zufrieden sein! In der Psychiatrie gehört die Krankenbeobachtung nunmal zwingend zum Geschäft.
    Allerdings ist diesbezüglich auch in unserem Hause noch eine Menge an Überzeugungsarbeit zu leisten... :evil:


    Im Übrigen geht es uns in erster Linie um die Dokumentation, nicht so sehr um das Erzeuen von (zurecht völlig unwichtigen) Therapieeinheiten im Sinne des OPS. Diese Leistungs-Dokumentation dient der Weitergabe an die Berufsgruppen und natürlich der Nachvollziehbarkeit unserer Behandlung (Stichwort "MDK-Prüfung") - außerdem wird sie statistisch ausgewertet und bringt wertvolle Hinweise für die interne Behandlungsstruktur.


    Schöne Grüße, Anyway

    Hallo allerseits!


    Es wird doch niemand ernsthaft glauben, dass das PEPP 2013 noch zu stoppen ist! Notfalls spricht eben der Gesetzgeber ein Machtwort und ordnet die Umsetzung an. Dass alle Seiten "Hurra" schreien, war ja wohl nicht zu erwarten.


    Ich persönlich bin schon zufrieden damit, dass sich der Nebel langsam lichtet.


    Gruß an alle

    Hallo Garda,


    wir (ebenfalls Kalkulationshaus) verfahren ebenso wie von helmutwg beschrieben, da ja eine ständige Betreuung und Ansprachemöglichkeit besteht.


    Abgesehen davon spielen die Therapieeinheiten vermutlich ohnehin eine untergeordnete Rolle, da sie als Kostentrenner nicht taugen - aber das nur ganz nebenbei...


    Gruß - Anyway

    Hallo allerseits!


    Zitat

    Dies kann man leider nicht oft genug betonen, da in vielen Häusern wohl noch immer der Glaube herrscht, es müsse alles F sein, was Psychiatrie heißt.


    Im Falle von T-Diagnosen wäre ich da aber vorsichtig. Sollte es sich bei der Intoxikation nämlich um einen Suizidversuch gehandelt haben, wäre wiederum eine F-Diagnose angebracht, da die für den Aufenthalt hauptverantwortliche Diagnose "nach Analyse" festgestellt werden muss. Und da würde ich behaupten, dass hinter einem Suizidversuch immer eine F-Diagnose steht, und sei es "nur" eine F43.0


    labormaus : Welchen T-Kode würden Sie denn in dem betreffenden Fall einsetzen ???

    Hallo OPS-Tine,


    ich vermute mal, die verhaltene Reaktion liegt daran, dass die Frage ohne nähere Kenntnis des Falles nicht so einfach zu beantworten ist, aber ich trau mich mal:


    1. Vorweg: ich gehe fest davon aus, dass die TE´s vermutlich in ihrer (geldwerten) Bedeutung deutlich überschätzt werden.


    2. Je nach OPS-Behandlungsart werden gewisse Tätigkeiten zum Grundrauschen gerechnet - da wird man abwarten müssen, welche Tätigkeiten das sein werden...


    3. Es spricht meiner Meinung nach zunächst einmal nichts dagegen, die Zeit der Begleitung als TE zu werten, dann sollte aber auch eine entsprechende Dokumentation erfolgen, aus der die Notwendigkeit der Begleitung hervorgeht.


    4. Zum Schluss: Ich fände natürlich auch andere Einschätzung dazu ganz spannend!


    Gruß
    Anyway

    Hallo Jorge,


    => In der Psychiatrie/Psychosomatik wird die Fallzusammenführung im Gegensatz zur Somatik tatsächlich völlig unabhängig von der Hauptdiagnose erfolgen.


    => Die (von den Kalkulationshäusern erhobene) Betreuungsintensität spiegelt sehr gut den Betreuungsaufwand wieder (wenn sie denn sorgfältig ausgefüllt wird). Schon möglich, dass sie irgendwann einmal ein "kostentrennendes Kriterium" oder gar eine Alternative zur Behandlungskategorie darstellen könnte - es ist grundsätzlich noch vieles möglich...


    Und was fangen wir jetzt mit dieser (letzten) Aussage an? 8)

    Antonella - diese Erklärung ist einleuchtend...


    ...und nur dadurch wird mir PP05b klarer (Danke ck-pku!). Bislang sah ich hier lediglich die Vorgehensweise bei einem Wechsel Regel/Intensiv beschrieben, nicht jedoch der Wechsel innerhalb einer Intensivbehandlung.



    Aber jetzt ist alles klar - besten Dank!! :thumbsup:

    Hallo Jorge,


    da ich den von ck-pku erwähnten Thread mittlerweile etwas unübersichtlich finde hier eine konkret Antwort auf die Frage zur Fallzusammenführung.


    Beschrieben wird diese in der "Ergänzungsvereinbarung zur Vereinbarung über die Einführunge eines pauschalierten Entgeltsystems für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen...", datiert vom 16.03.2012. Ergo handelt es sich um mehr als ein Gerücht!


    Wesentliche Punkte sind:
    1) Fallzusammenführung bei Wiederaufnahme durch dasselbe Krankenhaus innerhalb von 21 Kalendertagen
    2) Fallzusammenführungen bei mehreren Wiederaufnahmen bis maximal 120 Kalendertage nach dem Tag der ersten Aufnahme, danach wird es zu einem neuen Behandlungsfall
    3) Nach einem Jahreswechsel kommt es immer ab dem 16.1. zu einem neuen Behandlungsfall falls Entlassung im Vorjahr und Wiederaufnahme im neuen Jahr.


    Die bei längeren Verweildauern deutlich niedriger angesetzten relativen Tageskosten werden sich durch die Fallzusammenführung insbesondere im Suchtbereich wohl deutlich bemerkbar machen...


    Gruß


    Anyway


    Und hier gibt´s den gewünschten Link: http://www.gkv-spitzenverband.…h-Entgeltsystem_19631.pdf

    Hallo allerseits ... und wieder eine Frage:


    Laut tel. Mitteilung vom InEK (auf schriftliche Antworten bei schriftlichen Anfragen lassen die sich ja in der Regel gar nicht ein) muss ein OPS-Kode aus 9-61x innerhalb einer Behandlung stets 7 Tage laufen. Ein Beispiel dazu:
    1.1. OPS 02-2
    5.1. OPS 02-1


    Unsere (bisherige) Kodierweise
    1.1 9-615.x
    5.1. 9-614.x


    Dieses Vorgehen führte im Fehlerprotokoll zur Fehlermeldung: "Auf den OPS-Kode 9-615.x am 1.1.11 folgt nach weniger als 7 Tagen am 5.1.11 der OPS-Kode 9-614.x, der derselben Behandlungsart angehört."
    Also müsste die Kodierweise folgendermaßen lauten:


    1.1. 9-615.x
    8.1. 9-614.x


    Kann mir jemand erklären, wo genau diese Vorgehensweise in der OPS-Version beschrieben ist ?( ?


    Gruß
    Anyway

    Meine Meinung zu dem Thema:


    Auch in der Psychiatrie gibt es die "Basics" einer Aufnahme wie z.B. Erfassung von Daten, Kurzanamnese, allgemeinkörperliche und neurologische Untersuchung etc. - diese gehören zum Grundrauschen!


    Was aber, wenn Zeit bleibt für eine umfangreiche Anamnese (Bsp. Angehörige werden mit ins Gespräch genommen) oder das Aufnahmegespräch geht in eine therapeutische Einheit über (Bsp. bei Pat. mit akuter Belastungsreaktion nicht selten), wobei in solchen Fällen 25 Min. locker überschritten werden. Hier stimme ich butterblume absolut zu, dass eine Erfassung dieser über das normale Maß einer "Standard-Aufnahmeuntersuchung" hinausgehende Gespräch möglich sein muss - dann allerdings nicht unter dem Namen "Aufnahmegespräch"... und selbstverständlich mit entsprechender Dokumentation!


    Vielleicht liegt die Lösung des Problems in einer genaue Definition einer Aufnahmeuntersuchung bzw. eines Aufnahmegespräches in der Psychiatrie/Psychosomatik!?

    Hallo Garda,


    zu 1:
    Nach meinem Verständnis werden alle vier genannten Kodes mit dem Datum "Erster Tag der Behandlungswoche" kodiert. Nur ein und derselbe Kode sollte (logischerweise) nicht innerhalb der Behandlungswoche kodiert werden.


    Der Hinweis aus dem OPS-Verzeichnis "Ein Kode aus diesem Bereich ist in der Regel einmal pro Woche anzugeben" ist allerdings tatsächlich ein wenig irreführend.


    zu 2:
    Meines Wissens steht nirgendwo, dass sich 9-670 und 9-690 gegenseitig ausschließen, insofern sind die Tage mit kriseninterventioneller Behandlung ensprechend zu kodieren.


    Da in Zukunft aber das MDK (oder wer auch immer) genauer hinschauen wird, sollte dabei jedoch die Erfüllung der jeweiligen Kriterien aus der Dokumentation entsprechend hervorgehen.


    Lasst es mich wissen, wenn es abweichende Meinungen zu 1 und 2 gibt - wir wollen ja alle in Zukunft alles richtig machen... ;)

    B. Gohr , ich gebe Ihnen recht, auch wenn wir letztendlich erst zum Ende des Jahres erfahren werden, was aus der Blackbox herauskommt.


    Trotzdem schade, dass die Pseudo-OPS die schwammigen PsychPV-Vorgaben zu den Behandlungsbereichen übernimmt. Zumindest für die Personalstellenberechnung werden sie ja wohl noch gebraucht werden, ansonsten könnte man den Kram auch gleich ganz weglassen (was allerdings dem deutschen Hang zur Bürokratie entgegenstünde).


    Sei´s drum - dann werden wir die Abgrenzung der Behandlungsbereiche (natürlich im vorgegebenen Rahmen) hausintern festlegen - und das so lange, bis sich jemand beschwert...! :whistling: