Beiträge von Anyway

    ...und außerdem: welchen Aufwand (gemäß DKR) hätte eine "durchgemachte virenfreie Erkrankung" ??? Falls keine, dann gibt es auch nichts zu kodieren.


    Schöne Grüße
    Anyway

    Ohne Frage hat jeder substituierte Patient eine F11.2 zumindest als Nebendiagnose - ansonsten wäre die Behandlung ja logischerweise ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz!


    Auch bei uns besticht der MDK in den letzten Monaten durch abstruse, teilweise fehlerhafte Aussagen in ihren Gutachten. Gelegentlich kennt man dort auch den Unterschied zwischen Somatik und Psychiatrie nicht. Aber manchmal hilft ein Anruf beim Kostenträger, um offensichtliche Fehler wieder geradezubiegen. Die MDK-Herrschaften scheinen mir derzeit etwas überlastet...


    Schöne Grüße
    Anyway

    Hallo Salt`n Pepper und willkommen im Forum!


    Die Sache mit den Modellvorhaben nach §64b ist echt ein schwieriges Thema und die Frage etwas nebulös - weshalb es vermutlich auch noch keine Antworten gab.


    Nur kurz aus meiner ganz persönlichen Sicht: unser Modellvorhaben ist aus Controlling-Sicht eine Blackbox! Mir ist völlig schleierhaft, wie das "interne Controlling" die Personal- und Sachkosten exakt zuordnen kann, wenn wie in unserem Hause Patienten im Modellvorhaben zwar von speziell geschultem, aber doch normalen Stationspersonal betreut werden und in Folge z.B. spezielle Dienstpläne erstellt werden müssen. Auch die Infrastrukturkosten sind m.E. nur schwierig zu ermitteln. Aus Sicht des Medizincontrollings kann ich kaum Vergleiche mit PEPP-Patienten ziehen, denn das PEPP-Gesamtbudget (und damit der Basisentgeltwert) wird ja ohne die 64b-Patienten berechnet und sähe sonst etwas anders aus. Blackbox eben...
    Und ob die Patienten selbst etwas davon haben??? - Hausbesuche gab´s bei uns in Einzelfällen auch vorher schon. Klingt alles immer sehr schön, aber in der Realität gilt es erst einmal, Praxiserfahrungen zu sammeln und sich langsam ranzutasten.


    Keine Ahnung, ob das jetzt in irgendeiner Weise eine Antwort war und/oder weiterhilft :?:;(:?: .


    Trotzdem schöne Grüße
    Anyway

    Hallo NuxVomica,


    bei uns wird unabhängig von einer möglichen Fallzusammenführung ganz normal abgerechnet. Der spätere Aufwand durch Fallzusammenführungen ist nicht schön, aber zumindest bei "normalen" Verweildauern ganz gut händelbar. Der Aufwand der KK interessiert uns da eigentlich weniger. Außerdem: wenn beide Seiten auf entsprechenden Ebenen "meckern" ist die Wahrscheinlichkeit zumindest etwas größer, dass sich hier mal etwas ändert. Denn da gebe ich helmutwg völlig recht - die Auswirkungen auf abrechnungsrelevante Werte ist vernachlässigbar und rechtfertigt in keinster Weise diese bürokratischen Klimmzüge!


    Schöne Grüße
    Anyway

    Hallo schnabbeline,
    bei einem Fachbereichswechsel überprüft der Grouper anhand des Ressourcenverbrauchs (i.d.R. Verweildauer), in welche Basis-PEPP der Fall kommt.
    Es kann also nur eine einzige PEPP für den kompletten Fall geben und zwar in der Regel für den Fachbereich mit den meisten Behandlungstagen (vergleichbar mit der PEPP bei Fallzusammenführungen).


    Schöne Grüße
    Anyway

    Hallo allerseits,


    zunächst einmal vielen Dank für die vielen Rückmeldungen - zumindestens wissen wir jetzt, dass es kein "hausinternes" Problem ist.


    Einen Versand per Einschreiben lehnen wir ab, da ja nur der Empfang und nicht der Inhalt bestätigt wird (s. Beitrag Control-Lord). Bei uns wird zwar wie von Kodirre beschrieben zeitgleich zum Versand an den MDK eine Mitteilung an die KK vorgenommen, aber auch die ist ja juristisch gesehen ohne Bedeutung. Eine Umsetzung des § 11 Absatz 2 ist zwar überfällig, aber die entscheidenden Gremien scheint das nicht weiter zu interessieren. Die Lösung von ck-pku finde ich sehr spannend - allerdings wird es hier mit Sicherheit keine "Insellösungen" geben. Man darf also weiter gespannt sein uns sich weiterhin ärgern, dass die Kliniken den MDK-Gebahren in dieser Hinsicht völlig schutzlos ausgeliefert sind, da sie schlichtweg keinerlei Beweismöglichkeiten haben, ob und was genaus versendet worden ist.


    Eigentlich müsste der MDK verpflichtet werden, in welcher Form auch immer einen Erhalt von (ja immerhin sensiblen) Befundunterlagen zu quittieren - naja, träumen darf man ja...


    Schöne Grüße
    Anyway

    Hallo allerseits,
    neuerdings häufen sich bei uns die Fälle, bei denen wir vom MDK doppelte (und nahezu identische) Befundanforderungen im Abstand von 1-5 Tagen erhalten. Außerdem kommt es immer mal wieder vor, dass angeblich keine Unterlagen beim MDK angekommen sein sollen. Es handelt sich stets um die gleiche MDK-Stelle in Norddeutschland (weiss nicht, ob an dieser Stelle der Ort genannt werden darf). Es kann ja wohl nicht angehen, dass wir zukünftig alle ausgehenden Befundlieferungen per Einschreiben mit Rückschein versenden müssen. :cursing:


    Für uns wäre es interessant zu wissen, ob wir da zufällig gehäuft betroffen sind oder ob es ähnliche Erfahrungen aus anderen PEPP-Optionshäusern gibt.


    Schöne Grüße
    Anyway

    Hallo allerseits,


    die F17 gibt´s bei uns eigentlich nur im KJP-Bereich, wenn Nikotinpflaster oder -kaugummi benötigt werden. Einige Ärzte führen sie gerne mal auch im Erwachsenenbereich als Nebendiagnose auf, werden aber (ich glaube) zu 100% von den Kodierern zurecht wieder rausgeschmissen, da kein Ressourcenverbrauch.


    Schöne Grüße
    Anyway

    Hallo Bergi,


    herzlich Willkommen im Forum!


    Was spricht dagegen, dies als das zu benennen, was es ist und es z.B. als Gruppenleistung "Hausaufgabenbetreuung" zu dokumentieren? Voraussetzung natürlich, dass diese Hausaufgabenbetreuung nicht von irgendwelchen Hilfskräften übernommen wird.


    Eine "Intensive Beaufsichtigung" (also 1:1 Betreuung bzw. Kleinstgruppe) entspräche aufgrund der mit Sicherheit fehlenden Mindestmerkmale nicht den OPS-Kriterien!


    Schöne Grüße
    Anyway

    @NuxVomica
    GW


    ich habe die Neutralität dieses Threads bereits im Beitrag Nr. 18 in Frage gestellt. Seitdem hat sich nichts verändert. Eine PEPP gegenüber nicht kritische Argumentation ist hier gefühltermaßen "nicht so gern gesehen" und darf so nicht stehen bleiben. Sei´s drum: ich jedenfalls kann Ihren Aussagen nur uneingeschränkt zustimmen!


    Ein nicht unwesentlicher Teil der Anti-PEPP-Kampagne empfand ich persönlich schon immer als recht polemisch. Aber was soll´s: bei allen Schwächen des neuen Systems kommen wir in unserer Klinik recht gut damit klar und möchten es eigentlich nicht mehr missen, denn das "alte" System war zwar einfach (Stichwort: "Insel der Glückseligen") aber im Prinzip ungerecht und ohne jegliche Transparenz. Ich bin auch zutiefst davon überzeugt, dass von politischer Seite keine eklatanten inhaltlichen Veränderungen stattfinden werden - daran werden auch alle Stellungnahmen nichts ändern.


    PEPP ist selbstverständlich verbesserungswürdig - und genau an dieser Stelle gilt es, sich konstruktiv einzubringen. PEPP komplett abzulehnen ist nur dann akzeptabel, wenn vernünftige Alternativen unter Berücksichtigung der nun mal eben begrenzten Resourcen im Gesundheitswesen gebracht werden.


    @ck-pku - ich respektiere Ihre Arbeit in diesem Thread ausdrücklich und halte Sie nicht für polemisch, aber Ihre Grundeinstellung PEPP gegenüber ist schon sehr deutlich und kann daher schlichtweg ebenso wenig als "objektiv" oder "neutral" bezeichnet werden wie meine Sicht der Dinge ;) .


    Allseits schöne Grüße
    Anyway

    Hallo stefalex,


    ist doch formal alles korrekt gelaufen, wenn die ersten beiden Tage das Intensivmerkmal gesetzt wurde.


    Allerdings - rein praktisch würden mir einige Patienten ins Gesicht springen, wenn sie über 48 Stunden insbesondere nachts stündlich zur RR-Kontrolle geweckt würden...


    Runge-Durst : Ein Diabetiker wird immer mit einem erhöhten BZ reagieren, sobald er kein Antidiebetikum erhält. Im Suchtbereich darf man gerne erst einmal abwarten, ob sich überhaupt Entzugssymptome zeigen, bevor Distra oder Benzos fest verordnet werden - manchmal geht´s nämlich auch ohne. Daher meine (wie ich finde berechtigte) Frage, worin denn die Vitalgefährdung besteht, wenn prophylaktisch mit Entzugsmedikation gearbeitet wird.


    Schöne Grüße
    Anyway

    Hallo Stefalex,


    wenn tatsächlich alle Patienten im halbstündigen Abstand messbar überwacht werden (über welchen Zeitraum eigentlich?), kann man dieses Intensivmerkmal als erfüllt ansehen, denn laut OPS Version ist das Merkmal erfüllt "wenn eine Überwachung der Vitalparameter und der Vigilanz engmaschig erfolgt".


    Ansonsten wäre ich da mehr auf der Seite des Chefcontrollers, denn worin besteht eigentlich die Vitalgefährdung? Oder handelt es nur tatsächlich nur um eine potentielle Gefährdung? Und worin besteht eine Vitalgefährdung bei einem Patienten, der noch nicht einmal Entzugssymptome zeigt??? Erhalten die Patienten in Ihrer Klinik Entzugsmedikamente prophylaktisch???
    In unserem Haus wird dieses Merkmal eigentlich ausschließlich bei deliranten/prädeliranten Patienten eingesetzt, bestenfalls noch bei einer engmaschigen Vitalzeichen- und Vigilanzkontrolle (mind. stündliche Messungen über mind. 12 Stunden) - was aber ausgesprochen selten vorkommt. Bei einer anderen vitalen Gefährdung würden wir den Patienten vermutlich ohnehin in eine somatische Klinik verlegen.


    Keine Ahnung was richtig ist, aber zur Meinungsfindung gibt´s ja dieses Forum ;-)


    Schöne Grüße
    Anyway