Beiträge von Anyway

    Hallo allerseits,


    die F17 gibt´s bei uns eigentlich nur im KJP-Bereich, wenn Nikotinpflaster oder -kaugummi benötigt werden. Einige Ärzte führen sie gerne mal auch im Erwachsenenbereich als Nebendiagnose auf, werden aber (ich glaube) zu 100% von den Kodierern zurecht wieder rausgeschmissen, da kein Ressourcenverbrauch.


    Schöne Grüße
    Anyway

    Hallo Bergi,


    herzlich Willkommen im Forum!


    Was spricht dagegen, dies als das zu benennen, was es ist und es z.B. als Gruppenleistung "Hausaufgabenbetreuung" zu dokumentieren? Voraussetzung natürlich, dass diese Hausaufgabenbetreuung nicht von irgendwelchen Hilfskräften übernommen wird.


    Eine "Intensive Beaufsichtigung" (also 1:1 Betreuung bzw. Kleinstgruppe) entspräche aufgrund der mit Sicherheit fehlenden Mindestmerkmale nicht den OPS-Kriterien!


    Schöne Grüße
    Anyway

    @NuxVomica
    GW


    ich habe die Neutralität dieses Threads bereits im Beitrag Nr. 18 in Frage gestellt. Seitdem hat sich nichts verändert. Eine PEPP gegenüber nicht kritische Argumentation ist hier gefühltermaßen "nicht so gern gesehen" und darf so nicht stehen bleiben. Sei´s drum: ich jedenfalls kann Ihren Aussagen nur uneingeschränkt zustimmen!


    Ein nicht unwesentlicher Teil der Anti-PEPP-Kampagne empfand ich persönlich schon immer als recht polemisch. Aber was soll´s: bei allen Schwächen des neuen Systems kommen wir in unserer Klinik recht gut damit klar und möchten es eigentlich nicht mehr missen, denn das "alte" System war zwar einfach (Stichwort: "Insel der Glückseligen") aber im Prinzip ungerecht und ohne jegliche Transparenz. Ich bin auch zutiefst davon überzeugt, dass von politischer Seite keine eklatanten inhaltlichen Veränderungen stattfinden werden - daran werden auch alle Stellungnahmen nichts ändern.


    PEPP ist selbstverständlich verbesserungswürdig - und genau an dieser Stelle gilt es, sich konstruktiv einzubringen. PEPP komplett abzulehnen ist nur dann akzeptabel, wenn vernünftige Alternativen unter Berücksichtigung der nun mal eben begrenzten Resourcen im Gesundheitswesen gebracht werden.


    @ck-pku - ich respektiere Ihre Arbeit in diesem Thread ausdrücklich und halte Sie nicht für polemisch, aber Ihre Grundeinstellung PEPP gegenüber ist schon sehr deutlich und kann daher schlichtweg ebenso wenig als "objektiv" oder "neutral" bezeichnet werden wie meine Sicht der Dinge ;) .


    Allseits schöne Grüße
    Anyway

    Hallo stefalex,


    ist doch formal alles korrekt gelaufen, wenn die ersten beiden Tage das Intensivmerkmal gesetzt wurde.


    Allerdings - rein praktisch würden mir einige Patienten ins Gesicht springen, wenn sie über 48 Stunden insbesondere nachts stündlich zur RR-Kontrolle geweckt würden...


    Runge-Durst : Ein Diabetiker wird immer mit einem erhöhten BZ reagieren, sobald er kein Antidiebetikum erhält. Im Suchtbereich darf man gerne erst einmal abwarten, ob sich überhaupt Entzugssymptome zeigen, bevor Distra oder Benzos fest verordnet werden - manchmal geht´s nämlich auch ohne. Daher meine (wie ich finde berechtigte) Frage, worin denn die Vitalgefährdung besteht, wenn prophylaktisch mit Entzugsmedikation gearbeitet wird.


    Schöne Grüße
    Anyway

    Hallo Stefalex,


    wenn tatsächlich alle Patienten im halbstündigen Abstand messbar überwacht werden (über welchen Zeitraum eigentlich?), kann man dieses Intensivmerkmal als erfüllt ansehen, denn laut OPS Version ist das Merkmal erfüllt "wenn eine Überwachung der Vitalparameter und der Vigilanz engmaschig erfolgt".


    Ansonsten wäre ich da mehr auf der Seite des Chefcontrollers, denn worin besteht eigentlich die Vitalgefährdung? Oder handelt es nur tatsächlich nur um eine potentielle Gefährdung? Und worin besteht eine Vitalgefährdung bei einem Patienten, der noch nicht einmal Entzugssymptome zeigt??? Erhalten die Patienten in Ihrer Klinik Entzugsmedikamente prophylaktisch???
    In unserem Haus wird dieses Merkmal eigentlich ausschließlich bei deliranten/prädeliranten Patienten eingesetzt, bestenfalls noch bei einer engmaschigen Vitalzeichen- und Vigilanzkontrolle (mind. stündliche Messungen über mind. 12 Stunden) - was aber ausgesprochen selten vorkommt. Bei einer anderen vitalen Gefährdung würden wir den Patienten vermutlich ohnehin in eine somatische Klinik verlegen.


    Keine Ahnung was richtig ist, aber zur Meinungsfindung gibt´s ja dieses Forum ;-)


    Schöne Grüße
    Anyway

    Hallo,


    da muss der Sachbearbeiter aber schon seeehr großzügig sein...


    Ich kann mir vorstellen, einen Posten für "außerordentlich teure somatische Medikamente" bei den kommenden Budgetverhandlungen mit zu berücksichtigen - und zwar ausdrücklich nicht auf einen Wirkstoff beschränkt, denn oft kennt man diese ja ohnehin nicht im Vorhinein.
    Gleiches könnte übrigens für "interkurrente Behandlungen" gelten.


    Schöne Grüße
    Anyway

    Hallo Armada66,


    in den Kassen sitzt selten die Fachkompetenz...insofern interessiert erst einmal herzlich wenig, was "die Kasse" sagt.


    Man könnte dort mal fragen, warum eine Opiatsubstitution wohl stattfinden soll, wenn keine Abhängigkeit (bzw. Abhängigkeitssyndrom) vorliegt.


    Schöne Grüße
    Anyway

    Hallo GW,


    ich bin nach wie vor der Ansicht, dass der Spielraum zwischen "schwammig" und "trennscharf" noch längst nicht ausgereizt ist - auch wenn ich Ihnen darin Recht gebe, dass wir letzteres nie wirklich erreichen werden. Aber je präziser die Formulierungen der OPS-Kodes, umso sicherer wird der Umgang damit für beide Seiten. Die Bandbreite der Auslegungsmöglichkeiten wird immer da sein, scheint mir aber derzeit unnötig groß.


    Als Folge davon explodiert die Anzahl der MDK-Fälle und damit die Kosten für deren Verwaltung und Bearbeitung. Das kann und darf nicht im Sinne eines neuen Entgeltsystems sein denn dies führt zu einer Kostenverschiebung in den Krankenhäusern weg von der Arbeit am Patienten hin zur Verwaltung.


    Entschuldigung für den kleinen Abschweifer - eigentlich geht es bei diesem Thread ja um den OPS 9-647....


    Allseits schöne Grüße
    Anyway

    Hallo Paliperidon,


    folgt man der von Ihnen dargestellten Argumentation des MDK, dann wären dann automatisch bei einem fixierten Patienten also auch die Merkmale "akute Selbstgefährdung" und "akute Fremdgefährdung" grundsätzlich nicht mehr gegeben ??? Diese Logik würde ich dann aber mal freundlich hinterfragen !!!


    Auch wir erhalten zuweilen MDK-Gutachten mit ähnlich däml... seltsamen Argumentationen, auf die wir konsequent mit Gegendarstellungen und notfalls einer Klage reagieren.


    Schöne Grüße
    Anyway

    Hallo DRG-Held,
    durch unsere zugegebenermaßen restriktive Auslegung des 9-647, bei der eine Unterbrechung durch jeden Tag stattfindet, an dem keine suchtspezifische Gruppen- oder Einzelleistung erfolgt (beispielsweise häufig am Wochenende), haben wir diesbezüglich noch niemals Probleme mit dem MDK feststellen können.


    Allerdings ist auch dies wieder einmal ein Beispiel dafür, dass eine präzisere Formulierung dem gesamten PEPP-System gut stände und spätestens zum Beginn der "heissen Phase" überfällig wird!


    Schöne Grüße
    Anyway

    Hallo allerseits,


    ich würde ja mal stark vermuten, dass sich aus einem nicht berechneten Tag auch keinerlei entgeltrelevante Leistungen generieren lassen - aber der Kostenträger wird Ihnen ohnehin genau mitteilen, wieviel Geld er zurückhaben möchte...


    Schöne Grüße
    Anyway

    Hallo psychodoc,


    für Patienten, die nach PEPP 2016 abzurechnen sind wird es in Bälde ein Definitionshandbuch PEPP 2016 geben. => http://www.g-drg.de/cms/Aktuel…andbuch_PEPP-Version_2016


    Obwohl es jährliche Veränderungen im PEPP gibt sollte man ja z.B. für Budgetverhandlungen oder andere statistische Fragestellungen in der Lage sein, die alten Fälle aus 2014 bzw. 2015 nach den neuen Kriterien groupen zu können um eine vernünftige Datengrundlage zu haben. Die Definitionshandbücher 2014-2016 und 2015-2016 stellen die Berechnungslogik solcher Übergangsgrouper dar.


    Schöne Grüße
    Anyway