Beiträge von Kilian

    Glück Auf liebe Groupies


    eventuell habe ich schon selbst Antworten gefunden. In der beigefügten Datei habe ich die aus dem Browser greifbaren Daten nach dem Leitbuchstaben der DRG kummuliert und mit entsprechenden Werten versehen.


    Der Erös pro Fall hat sich gegenüber 2006 nur marginal verändert. Der CMI der kalkulierten Fälle ist aber gesteigen und somit die BR gesunken. Erstaunlich bleibt aber die Zeitreihe seit 2003 und somit die Gewinne und verluste in den Leitbuchhstabengruppen.


    Ich wünsche allen schöne Feiertage und gutes Gelingen in 2008


    Gelsenkirchen, trübe, gefühlt kalt
    Kilian

    Glück Auf liebe Groupies


    Nachdem ich heute den neuen DRG-Browser systematisch durchgeschaut habe ergibt sich schon ein schöner Zeitverlauf für die INEK-interne Baserate


    2003 2891,95
    2004 2830,83
    2005 2974,92
    2006 2836,02
    2007 2735,49
    2008 2680,76


    Dies liegt nun schon unter der LBR von NRW. Vergleicht mal eure Jahresgebnisse jeweils im gültigen System und einem Interim-Grouping. Da passieren schon spannende Dinge in Bezug auf Besserstellung gegenüber dem Vorjahr. Die INEK BR liegt 2% unter dem Vorjahreswert. Das scheint schon ein abschreckendes Beispiel gegen eine bundesweite Baserate zu sein. Wenn das Casemixvolumen wirklich stabil gehalten worden ist, ist dies entweder der Beweis für eine Kostenreduktion im Gesundheitswesen, die Entnahme von Entgeltanteilen aus dem Gesamtbudget durch Verweildauerverkürzungen, oder was.


    Vielleicht kennt einer von euch ja echte Ursachen. Da der Wert zur Vereinbarungen für die Landesbaserates doch nicht wertfrei ist, würde mich nach meinen provokativen Thesen eure Meinung interessieren.


    Gelsenkirchen, klar, knapp unter Null


    Kilian

    Glück Auf liebe Groupies


    Auf dem Boden aktueller Entwicklungen und Gesetzesentwürfen in der Beratung ist es mal wieder Zeit aus seinem Kodierhandbuch aufzublicken und das Umfeld zu betrachten:


    Hier in NRW wird es zumindest nach aktueller Ankündigung zukünftig (also bereits ab 2008) eine vollständige Kopplung der Fördermittel (Pauschal und Einzel) an das DRG System geben. Der Casemix wird auschlaggebend für die Höhe der Investitionsfördermittel des Landes.
    Unabhängig von der primären Sinnhaftigkeit ein veraltetes Fördersystem zu renovieren, interessiert mich eure Meinung zum Kopplungkonstrukt.
    Sollte man zunächst hinnehmen das beispielsweise orthopädische Fachkliniken über den hohen Sachkosteanteil in ihrem Casemix auch mehr Fördermittel bekommen als Grund und Regelversorger mit gleicher Fallzahl und Pflegetagen. Erzielt man Renditen über den Casemix würde selbst diese Rendite gefördert.


    Aus welchen Gründen / oder nicht haltet Ihr ein solches Konstrukt für Sinnhaft.
    Ähnliche Prämissen werden zur Zeit auch auf Bundesebene diskutiert.
    Auch in diesem Forum sollten wir uns mal wieder über Zukunftoptionen unterhalten.


    Gelsenkirchen, bewölkt aber seit längerem ohne Regen


    M. Kilian

    Glück Au liebe Groupies


    bei der Selection der Primärdaten aus dem KIS werden in der Regel nur echte Überlieger dargestellt. Dies wäre in diesem Fall nur der 2. Fall. Der §21 kennt hier keine eigene Zusammenführung. Einige Anbieter bieten die Möglichkeit bereits die Zusammengeführten Fälle im §21 auszuweisen (Erkennbar an Urlaubstagen) Bei denen tritt dieses Problem nicht auf. Ansonsten bleibt nur die manuelle Selektion (Welche Fälle mit Aufenthalt über den Jahreswechsel sind an welche Primärfälle gekoppelt). Die Variante das der zweite Fall ausschließlich im Jahr 2006 liegt wurde durch die Zusammenführungsregeln ausgeschlossen. Somit dürfte es sich nicht um allzu viele Fälle handeln. Zu beachten ist auch ob der Primärfall nicht auch im Datensatz für 2005 enthalten ist. Doppelte Falleinstellung macht auch keinen Sinn.
    Grundsätzlich mal wieder eine Unschärfe.


    Gelsenkirchen, Sonne, weiße Wolken und blauer Himmel
    Kilian

    Glück Auf liebe Groupies


    der Einsatz einer Überleitungstabelle kann nutzen, er kann aber auch weitere Probleme aufwerfen.
    Zum Beispiel verteilt die Überleitungstabelle der AOK nicht 100 % aller Fälle sondern nur 98,5 %. Je größer ihre Patientenzahl und ihr Spektrum ist, umso größer wird auch ihr Problem!


    Gelsenkirchen / Dortmund trübe, kühl


    Kilian

    Hallo Herr Schaffert


    unterstellen wir die Aussage von Herrn Braun dann müssten die 1,4% selektiv in Zusatzentgelte, NUB\'s und in Richtung Maximalversorgung fliessen.
    Diese Systemspreizung bewirkt somit die zwingende Notwendigkeit sich sehr individuell mit seinen Ergebnissen auseinanderzu zu setzen.
    Genau dies wollte ich auch mit der Primärnote bezwecken. -- Halt ein Geschenk für zwischen den Feiertagen.


    Gelsenkirchen / Dortmund unverändert


    M. Kilian

    Gück Auf liebe Groupies


    Mit dem schönen Weihnachtsgeschenk des INEK können nun auch die resultierenden Eckpunkte für das Jahr 2006 bewertet werden.


    Das Inek verzeichnet für seine \"Normallieger\" einen CMI von 1,0738 bei einer Baserate vom 2836,02 € und daraus resultierenden Fallkosten von 3045,50 €.


    Ohne Beachtung der Veränderungen aus den unterschiedlichen Landesbaserates und deren Kappungen haben wir also wieder einen \"Heimig-Faktor\". Diesmal sollte er aber in der Tendenz in Richtung CM Steigerung gehen. Dies müsste so bei +1,4% liegen.


    Aber ihr habt sicher schon euren eigenen Beobachtungen oder?


    Gelsenkirchen / Dortmund trübe kühl
    Kilian

    Glück Auf liebe Groupies
    Hallo Herr Bobrowski



    Herzlichen Dank für die weitere Ausweisung von Schwächen des Tools. Meine Frage nach den Prozent bleibt dennoch bestehen und bezieht sich auf folgendes Phänomen:


    Entsprechend der dargesteltten Clusterbildung in 20% Klassen sollte man eigendlich erwarten das es bei einer weitgefassten (100Km) Frage auch zu einer \"Gleichverteilung\" in den Antwortklassen kommt. Also bei 100 Ergebnissen ca. 20 Krankenhäuser in der Klasse selten. Dies ist aber reproduzierbar nicht so!
    Somit ist bereits die dargestellte Anwort- und Darstellungssystematik nicht haltbar.


    Wie üblich stelle ich ja auch nur Fragen. Und hierbei ist für mich zu Zeit das \"Warum\" viel spannender als das \"Wie\". Und natürlich bin ich auf die Reaktionen der verschiedenen Seiten gespannt. --- PS.: Der gesetzliche Auftrag an die AOK zur Patienteninformation ist hier sicher nicht die Mutter aller Navigatoren! Das macht die AOK sonst deutlich besser.


    GE / DO, Gute-Laune-Wetter

    Glück Auf liebe Groupies


    Service für den Patienten ist generell zu befürworten.


    Aber ist denn jetzt schon Kassen-Wahlkampf? Oder wo liegen die eigendlichen Ziele des Vorstosses?


    Nach etwas längerer Beschäftigung mit dem Angebot stellen sich eigendlich andere Fragen. -- Wieviel sind 20 Prozent? Wovon? Wo?--
    Ist die Aussicht auf die inhaltliche Analyse der Qualitätsberichte durch ein ähnliches Tool eine Drohung?
    Wie gut ist ein Krankenhaus das sehr häufig eine Kniegelenksprothese anlegt (ist das wirklich der umgangssprachliche Ausdruck dafür?), aber offensichtlich niemals eine Prothese wechselt. Gehen da die Patienten immer woanders hin?


    Wie reagieren Krankenhäuser auf solche Darstellungsformen? Veröffentlichen Krankenhäuser zukünftig die Quote der \"Probleme mit dem Kostenträgern\" in ähnlicher Form?


    Um mal wieder an einen 90-sten Geburtstag zu erinnern:
    \"I declare the basar as open\"

    Glück Auf liebe Groupies


    Mit dem folgenden Gedankenspiel möchte ein wenig eure Entwicklungserwartungen für dieses und die nächsten Jahre anregen:


    --- Falls nicht ausdrücklich genutzt ist im folgenden der Konjunktiv gemeint ----


    Angenommen man hätte Zugriff auf einen sehr großen P21 Datensatz (Beispielsweise weit mehr als 500.000 Fälle aus dem letzten und dem aktuellen Jahr im Verhältnis 4:1 ). Angenommen man hätte die Möglichkeiten diese Behandlungdaten vergleichbar zu machen, z.B. durch Codemapping, Interims-Grouper, gültigen Grouper usw.. (Die Anforderung kommt einem bekannt vor, oder?) Was könnte man erwarten?


    Aus der bisherigen Erfahrung und einem zu anderen Zwecken vorgeschreibenem Nutzungsauftrag könnte man erwarten das die Ergebnisse des Interim-Groupers in der Regel und extrem nahe an der aktuellen Wirklichkeit sind.
    Was passiert aber wenn sie es nicht sind?
    Für die Krankenhausseite ist hierbei zunächst das Worst-Case Scenario interessant: Der Interims-Grouper wirft deutlich höhere Werte aus, als sie in der Realität bei gleichem Fallspektrum im gleichen Zeitinterval erzielt werden. Selbst unter Berücksichtigung des CMI Verlustes aus Dokumentationsveränderungen innerhalb der Systeme und deren Niederschlag in der Komponente Festpreis-ZE usw. und einer Egalisierung von Verweildauerverschiebungen bliebe eine Ausweisungsdifferenz von über -2% (Also das Ist ist um 2 Prozent geringer als das zu erwartende Soll)


    Wie geht man mit einem solchen Ergebnis um?
    Sinkt nun bei Fallzahlkostanz mein Jahresbudget? Oder muss nun nicht meine Baserate um diesen \"Kilian-Faktor\" ;-)) bereinigt werden. Oder können die Kostenträger, weil sie mit mir diesen Umstand nicht verhandeln, mich zwingen zur Budgetkonstanz die 2% fehlenden Casemixpunkte durch im wahrsten Sinne des Wortes inflationäre Fallzahlsteigerungen auszugleichen?
    --- Was passiert mit der Landesbaserate, und vor allen Dingen wann? Welche Phänomene laufen zur Zeit beim INEK mit den 2004 Daten auf?---


    Sollte es diese \"Kilian-Faktor\" geben, wie können mir meine Zweckverbände oder Krankenhausgesellschaften helfen? Sollte man bei einem solchen Ergebnis im \"lernenden System\" Budgetverhandlungen nicht retrospektiv betreiben?


    Ich kann die resultierenden weiteren Fragen hier nur als Spielwiese für die gesundheitspolitsch entscheidungsarme Zeit der nächsten Wochen / Monate anreissen. Vielleicht hat ja der eine oder andere Lust sich mit den Auswirkungen der Validität von Interim-Grouping auseinanderzusetzen. Eine freiverfügbare und unabhängige Begleitforschung zum deutschen DRG-System ist ja leider zur Zeit nicht existent.


    Gelsenkirchen, Spätdämmerung, bedeckt 17 Grad

    Glück Auf liebe Groupies


    Zitat:
    wir möchten Sie darüber informieren, dass die Schiedsstelle WL den Landesbasisfallwert für NRW in der heutigen Sitzung auf 2.679,80 Euro festgesetzt hat (nach Kappung). Der Wert vor Kappung beträgt 2.734,30 Euro.
    Zitat Ende:


    Somit habe ich im zurückliegenden Thread vom 09.10.2004 mit meiner damaligen Schätzung von 2695 bis 2770 Euro (Die jetzt berücksichtigten Kappungsgrenzen waren ja noch kein Thema) den Nagel mittig auf den Kopf getroffen. (Kann man irgendwo auf der Welt schon auf die Ergebnisse wetten? -- Oder gibt es zukünftig \"Orakel-Anfragen\" zur Senkung der Verwaltungskosten? :totlach: )
    Unabhängig von den regionalen Auswirkungen bin ich nun gespannt wie lange sich das Konstrukt der Landesbaserate noch halten kann. Die Diskrepanz zur bundesdurchschnittlichen Baserate für den Basis-DRG Anteil nach INEK beträgt für NRW nun mehr als 8%.


    Provikation ein:
    Sind die Kostenträger nun nicht verpflichtet ihre Leistung beim \"günstigsten Anbieter\" einzukaufen? Oder ist eine bundesweite Preisfindung (sprich bundesweite Baserate) nicht zwingend kurzfistig einzufordern? Dies gilt besonders unter den bekannten Problemen des RSA innerhalb der Kostenträgerstrukturen. ... Gedanken gibt es da noch viele...
    Provokation aus:


    Also liebe NRW - Betroffenen: \".. i declare the basar as open..\" um einem bekannten Silvester-Ritual zu folgen


    Gelsenkirchen, trocken, beim schrieben dunkelnd
    M. Kilian