Beiträge von Joerg-Gust

    Guten Morgen !
    Zuerstmal das Positive: Hier zeigt sich einmal mehr der hohe Stellenwert dieses Forums. (an Burkhardt: So bist du sogar zum Auswahlkriterium für Stellen geworden :D , auch wenn du das bestimmt nicht beabsichtigt hast.)
    Aber mal im Ernst: Eine direkte Absage kann ich nicht verstehen, denn es besteht ja immer die Möglichkeit hier einzusteigen (was sie ja auch getan haben) und sich auch retrospektiv zu informieren.


    Möchten Sie die KK nicht out ?? (eine erneute Bewerbung ihrerseits kommt doch nicht mehr in Frage, auch wenn sie jetzt ein Kriterium erfüllen, oder ?)


    An die betreffende KK: Veröffentlichen sie doch ihre Anzeige hier, wenn ihnen mydrg-Forums-Mitgliedschaft wichtig ist !


    Über die Absage seien sie bitte nicht traurig - es gibt genügend schönere und sinnvollere Jobs für eine so qualifizierte Humanmedizinerin (werden sie doch Med.Controller im Krankenhaus :rotate: )


    Ich frage mich allerdings wofür die Stellenausschreibung als "Medizincontroller KK" gut sein soll ?


    MfG


    --
    Jörg Gust
    (Med. Controller Marien-Hospital Witten)

    Guten Morgen Forum!
    Ich möchte an dieser Stelle noch ein Problem mit den Sozialämtern anfragen.
    Immer wieder erreichen uns Anfragen des Sozialamtes, in denen der Entlassungsbericht angefordert wird zwecks Prüfung der Zuständigkeit. Dabei wird sich auf §100 Abs.1 SGB X berufen. Das Amt unserer Stadt meint also, es sei erforderlich einen E-Brief anzufordern. Wir haben bisher die Herausgabe auch unter Berufung der Schweigepflicht verweigert. Eine schriftliche Entbindung der Schweigepflicht liefert das Amt grundsätzlich nicht. Dennoch gibt es zunehmend "böse" Post vom Amt. Gibt es in anderen Gemeinden ähnliche Probleme und wie geht Ihr mit " ... Auskunft zu erteilen, soweit es für die Durchführung von dessen Aufgabe nach diesem Gesetzbuch erforderlich ...." um.
    Wieviel ist den nun nötig ?


    MfG
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    Jörg Gust
    (Med. Controller Marien-Hospital Witten)

    Guten Morgen Herr Kilian !
    Zum Teil bin ich durch meinen Besuch bei Ihnen inspiriert worden:smile: . Auch wenn es schon etwas her ist, hatte ich diese Idee schon entsprechend im Kopf.


    Ich glaube nicht, dass wir mit uns das Wasser abgraben. Die Plausiregeln können zunächst doch nur bestimmte Grobfehler filtern oder auf bestimmte Fallkonstellationen aufmerksam machen, die aber doch mit medizinischem "Frontalhirn"-Wissen überprüfert werden müssen. Auch ein perfektes "best group" bedeudet doch, dass es entsprechend geprüft werden muss/sollte (Akte usw.). Der Schulungsbedarf könnte sich etwas verringern, aber zum einen kommen immer neue Kollegen, zum anderen gibt es Dinge, die wir (zumindest in den nächsten Jahrzehnten) nicht per PC lösen können (z.B. Def. HD muss doch noch von Menschenhirn erstellt werden - oder ?).
    Außerdem gibt es ständig neue Veränderungen (neue DKR, ICPM, Gesetzte).


    Ich würde mir wünschen, dass diese Projekte dazu dienen, dass der Med.Controller morgens ins Büro kommt und dann im Drucker entsprechende Berichte vorfindet und damit sofort einsteigen kann.
    Die eingesparte Arbeit läßt sich prima in andere Projekte (QM) investieren.


    Wie sehen, dass die anderen ?


    Gibt es noch Kommentare zur Datenbank und Sammlung ?



    --
    Jörg Gust
    (Med. Controller Marien-Hospital Witten)

    Hallo zusammen !
    Um den enthusiastischen Regelerstellen nicht den Wind aus den Segeln zu nehmen, könnten wir auch eine offline-Sammlung starten. Herr Sommerhäuser braucht noch Zeit, um eine Database hier im Forum zu integrieren. Daher folgender Vorschlag: In einer Access-Datenbank kann jeder Regeln eingeben und die Herrn Sommerhäuser schicken. Dieser hat sich bereit erklärt alle Datensätze in eine gemeinsame zu fassen und in den Downloadbereich zu stellen. Ich habe daher einfach mal ein Grunddatenbank zusammen gestellt und 2 Regeln aus ICD (Kreuz/Stern) und den DRK (101a HIV) da nochmals eingetragen, weil ich der Meinung bin, diese auch mittels Programm umsetzten zu können.
    Diese Grunddatenbank stelle ich zur Diskussion - über die Felderdefinition kann man per se noch etwas diskutieren. Wer mit machen will, sollte sich also diese 2 Regeln mal anschauen und mal seine Meinung loslassen und ggf. neue aufstellen und Herrn Sommerhäuser zumailen. Wenn wirklich Interesse besteht könnte man auch noch entsprechende Formular und Berichte kurzerstellen, damit es leichter geht.
    Natürlich gilt es nicht nur die offiziellen Werke umzusetzten, sondern auch Tatsachen, die sich aus medizinischen Überlegungen ergeben können (z.B. 2 Monate Intensiv mit nur 3 Nebendiagnosen oder so)


    Laßet das fröhliche Sammeln beginnen !!
    :dance1:


    MfG
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    Jörg Gust
    (Med. Controller Marien-Hospital Witten)

    Hallo nochmal !
    Habe gerade die pre-Spezifikation 6.0 für 2003 für Hernien nachgeschaut. Da ist zumindest neu drin, dass man die Seite gesondert angeben muss und wenn bds. OP dann sind bestimmte Felder gesondert einzugeben bei einzeitiger OP und 2 Bögen anzulegen bei zweizeitiger OP (ich habe das jetzt so verstanden, dass bei bds. OP diese Felder in einem Bogen doppelt angelegt werden). Leider ist nirgends zu lesen, wie Schnitt-Naht bei endo-Hernie definiert ist ? (Schnitt-Naht durch zwei ??)


    MfG


    --
    Jörg Gust
    (Med. Controller Marien-Hospital Witten)

    Guten morgen !
    Die Abrechnung mit FP + 2* SE ist OK!:lickout:
    Es müssen für jede FP/SE ein Bogen geliefert werden - also hier 2 QS. Über die OP-Zeit habe ich mir keine Gedanken gemacht. Wir lassen in beiden Bögen jeweils die gesamte Zeit stehen (wird automatisch aus dem OP-Modul übernommen und bei endo-Hernien kann man das ja nur schwer bzw. gar nicht getrennt eingeben, das sehe ich wie Herr Rembs (übrigens schöne Grüße an Kirsten :D )). Ich laß mich mal von den Auswertungen überraschen, da wird dieses Problem wahrscheinlich auch zu Tage treten und den Verantwortlichen erstmal bewußt werden !I)


    Aber eine Verständnisnachfrage habe ich noch: warum statistisch inkonsistent ?


    MfG


    --
    Jörg Gust
    (Med. Controller Marien-Hospital Witten)

    Hallo zusammen!
    Ich wollte mich nicht auf hohe Roß setzten.:boom:


    Aber ich sehen dennoch einen Unterschied zwischen richtig kodieren (regelkonform), dass selbst uns stellenweise schwer fällt und in gewissen Punkten wir ja auch nicht der selben Meinung sind, was die Regelauslegung betrifft, und einem Upcoding, das ja zumeist entsteht, wenn wissentlich mehr Diagnosen kodiert werden als vorhanden waren. Wir werden uns ja meistens über die klinische Relevanz/Pflegeaufwand streiten (wann ist der Diab.m. relevant, was ist überhaupt Pflegemehraufwand ? ). Wenn der Patient einen Diab.m. hat, dann hat er einen - nur ob der so relevant war ist doch die Frage ? Und da gehen die Meinungen auseinander. Eine anamnestische Diagnose wird doch keiner kodieren, nur um den PCCL hoch zu schrauben. Wir sind doch wohl jetzt bemüht erstmal alle ICD und ICPM zu erfassen, damit haben wir genug zu tun. Dann auch noch nach zu gucken, ob man dem Patienten noch etwas andichten kann ??? - dafür ist jede Arztarbeitszeit zu schade.


    Den KK muß man aber doch den Vorwurf machen, dass sie bereits im Vorfeld bemüht sind, möglichst viele Rechnungen zu Fall zu bringen mit auch recht fragwürdigen Datensammlungen (alles zu mir, MDK ausschließen bzw. zu umgehen) und dafür werden schon jetzt Instrumente gesucht. Von diesen Überprüfungen hat doch keiner etwas, kostet nur Geld und Zeit.


    Eine dritte Instanz als Prüfer würde ich voll unterstützen, Patientendaten bleiben besser geschützt (kein gläserner Patient),bei weitem keine ausufernde Verwaltung mit Rechnungsprüfungen, keine Überlastung der Sozialgerichte ....


    Ich glaube Herrn Konz haben wir jetzt verschreckt - eine Antwort auf seine Frage hat Herr Sommerhäuser gegeben. Vielleicht kann und möchte er aber doch noch etwas sagen und uns vom Gegenteil überzeugen und den Grundstein für eine konstruktive Zusammenarbeit legen, statt nur gegenseitiges überprüfen, könnte Wissen/Datenmaterial gemeinsam genutzt werden!
    --
    Jörg Gust
    (Med. Controller Marien-Hospital Witten):dance1: :dance1:

    Guten morgen !
    Auch ich möchte dem Kollegen Scholz vorgreifen.:smile:


    Tatsache ist, dass ein reines nachgroupieren nichts bringt, da durch die Zertifizierten Grouper alle das gleiche ausspuken werden (sollten) und auch Fehler-DRG's ihre Berechtigung haben !


    Die Unterstellungen des Upcoding möchte ich nochmals aufs stärkste zurückweisen. Ein Arzt und auch Controller haben besseres zu tun, als irgendwelche Diagnosen zu suchen, um den PCCL in die Höhe zu treiben. Mit Sicherheit wird es Diagnosen geben über deren Relevanz bezgl. Mehraufwand, weitere Diagnostik/Therapie , Pflegeaufwand etc. (Als Beispiel für einen nicht Mediziner: Es gibt Patienten mit einer Beinamputation die kaum für die Pflege einen Mehraufwand bedeuten, weil sie sich selbst prima in ihren Rollstuhl setzten können und damit durch die Gegend fahren, und wiederum andere die machen richtig viel Arbeit, weil sie dazu nicht in der Lage sind, ständig gelagert werden müssen etc. Anhand der Diagnose Z89.6 können Sie das nicht erkennen. Dazu brauchen Sie die Akte, also müßten Sie den MDK einschalten s.o)


    Wie bereits mehrfach auch oben erwähnt brauchen Sie Plausibilitätskontrollen (im übrigen würden diese meistens anders aussehen als sie an anderer Stelle hier im Forum erarbeitet werden. Da es Ihnen nur darum geht den PCCL zu drücken sehen Ihre Regeln vermutlich so aus: Auf Grund statistischer Daten hat jeder Patient unter 50 Jahre mit einem Herzinfarkt nur 2,3 Nebendiagnosen - jede Diagnose mehr ist Upcoding - also überprüfen ect.). Das DRG-konforme Kodieren lassen Sie bitte unsere Sorge sein. Wir erarbeiten auch solche Regeln aber mit dem Hintergrund, das keine relevanten Daten vergessen werden - sie sehen einen völlig andere Sichtweise.


    Sie können sich die Arbeit viel leichter machen: zunächst sortieren sie alle Z-DRG's aus , da können sie nicht sparen, danach suchen sie alle A-DRG's raus und überprüfen, welche Nebendiagnosen kodiert wurden und suchen die mit einem CCL raus, die brauchen sie nur zu hinter fragen (mittels MDK natürlich) und zu Fall zu bringen und das ganze machen Sie dann noch mit den B-DRG's. Die C-DRG's können sie dann ja wieder liegen lassen (oder gleich bezahlen). Wenn Sie dann noch nicht genug Geld gespart haben, damit Ihre Kasse überleben kann, können sie noch versuchen Hauptdiagnosen zu Fall zu brigen, damit sie in eine niedriger bewertete DRG gegroupt werden. Das ist schon etwas schwieriger, weil man dafür das Def.-Handbuch gut verstehen muss.


    Das ganze wird aber ohne MDK nicht funktionieren, weil wie gesagt es aus der alleinigen Kodierung und Betrachtung von Statistiken nicht hervorgeht. Der MDK wird sich für die vielen Aufträge bedanken (und sie personell nicht bearbeiten können !!)


    Sie sehen eine riesige Verschwendung von Ressourcen/Geld im Krankenhaus, bei Krankenkassen und beim MDK (aber es ist ja wichtiger sich über Abrechnungen zu streiten und ein Verhältnis des Misstrauens aufrecht zu erhalten, als das man dafür sorgt, dass z.B. pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen frühzeitig eine Begutachtung wegen der Pflegestufen bekommen - im übrigen ist dies sehr kundenfreundlich, wenn Menschen Wochen gar Monate lang auf ihre Leistungen, für die sie übrigens Jahre bezahlt haben, warten müssen !
    :( )
    Und wo wir schon mal von Kundenorientierung sprechen - wo bleibt denn das Zertifikat für Krankenkassen ??? Man betrachte nur die unterschiedlichen Prozente bei der Verwaltung bei KK. Ich habe nichts gegen Qualitätmanagement - ganz im Gegenteil, habe selbst entsprechende Fortbildungen absolviert - aber es macht einen erheblichen Unterschied, ob ich mir selbst Gedanken über meine Qualität mache und diese darstelle oder ob jemand drittes mir vorschreiben will, was Qualität eigentlich ist !
    I) :-p


    Herr Konz, bitte verstehen Sie uns nicht falsch, wir begrüßen es, wenn auch die andere Seite den Kontakt sucht und mit diskutiert. Vielleicht kann das Misstrauen endlich dadurch beiseite geschoben werden.


    Geld wird in diesem System nicht eingespart in dem man die Abrechnungen hinterfragt - zumindest nicht mittelfristig!



    I)
    --
    Jörg Gust
    (Med. Controller Marien-Hospital Witten)

    Hallo zusammen !
    Tatsächlich haben wir jetzt zwei verschiedene Posts, ich würde an dieser Stelle hier weiter machen.


    Aus aktuellem Anlaß (auch wir haben mal wieder so einen Fall) möchte ich mich auch zu Wort melden.


    Mit Sicherheit gibt es viele Inkarzerationen, die den operativen Aufwand nicht viel zur Wahleingriff-OP übersteigen. Ich sehe auch nicht, warum aus Kostengründen eine OP am selben Tag höher sein soll (Argument der Kassen). Aus Kostengründen ist es fast egal ob sofort oder erst am nächsten Tag (kommt allerdings auch auf die Betrachtungsweise und Verteilung an). Aber dennoch bin ich ein Vertreter der FP 12.09 und zwar aus reinen abrechnungstechnischen Gründen. Laut BSG vom Dezember 01:" Bei der Vergütung von Krankenhausleistungen sind Fallpauschalen - und Sonderentgeltkataloge streng nach ihrem Wortlaut anzuwenden." (Hier ging es um die Vergütung 17.05 lat. mall # vs. SE 17.18 bi/trimalleolär - einen wesentlichen Mehr- und Kostenaufwand sehe ich im Verhältnis dazu auch nicht !)
    Ob Wahleingriff oder akut ist hier nicht berücksichtig und wenn die Kassen dies vor Jahren so vereinbart haben, dann sollte es auch bis zur Überführung in die DRG so angewendet werden. Es gab ja genug Gelegenheiten die Kataloge entsprechend anzupassen (allein schon wegen der ICPM-Umstellungen). Wenn die Selbstverwaltung dies nicht berücksichtigt sind sie selber schuld.
    Traurig nur, wieviel Geld und Zeit wegen solcher Streitigkeiten sowohl in Kliniken und Gerichten verschwendet wird. Aber dies wird ja aus anderen Töpfen bezahlt. Es wird abgerechnet wie vereinbart und wenn im Verlauf von Jahren Umstände angezeigt sind, Veränderungen vorzunehmen und diese dann nicht durchgeführt werden in den entsprechenden Gesetzteswerken und Verträgen, hat man halt Pech -anstatt das zig Kassen damit die Gerichte überschwemmen und ständig ähnliche oder gleiche Rechtssprechung bewirkt wird.


    Wie gut, dass wir dieses Problem bei den DRG's so nicht haben werden (dafür werden wir uns über andere Dinge streiten). Wäre zu überlegen, ob man das miteinander nicht ändert. Ständig Klagen zu zu lassen, kann nicht die Lösung sein. Aber die DRG's können ja jährlich angepasst werden.


    MfG
    Befürworter der FP 12.09 - ganz pragmatisch !


    --
    Jörg Gust
    (Med. Controller Marien-Hospital Witten)