Beiträge von papiertiger

    Moin,


    ich finde es wirklich interessant, wie sich auf ein Urteil berufen wird, dessen ausführliche Begründung noch nicht veröffentlicht ist. Wenn ich mich recht entsinne, ging es in dem Verfahren um die Nachberechnung eines KH 2 Jahre nach dem Aufenthalt, ohne dass eine MDK Prüfung eingeleitet war.


    Und selbst wenn die KKn / MDK die noch unbekannte Volltextversion des Urteils zufällig richtig auslegen sollte (was ich nicht glaube), wird der Schuss doch nach hinten losgehen, denn jedes KH wird ein Gutachten, welches auch nur 1 Tag nach Versand der Unterlagen eingeht, unter Verweis auf die mangelnde Zeitnähe und obiges Urteil ablehnen.


    Viele Grüße

    Moin,


    Zitat


    Original von A.S.:
    es geht darum, dass meine Arbeitskollegen gerne eine Kodierung anhand der Medikamente eines Patienten, die während des stat. Aufenthaltes gegeben werden, kodieren. D.h. sie suchen sich in der \"Roten Liste\" das Medikament raus und schauen nach der passenden Erkrankung. In wieweit ist dies denn legitim?


    ich würde ihren Satz\"[...]und schauen nach der passenden Erkrankung[...]\" mal so interpretieren, dass Ihre Kollegen prüfen, ob eine zutreffende Erkrankung zu einem Medikament von den Ärzten dokumentiert wurde. Das halte ich für zulässig. Insbesondere, wenn es um nicht alltägliche Medikamente geht. Da kann ich schon nachschauen aus welchen Gründen das Medikament gegeben wird, und dann die Dokumentation der Ärzte gezielt durchsuchen. Zumal ich bei bestimmten Krankheiten ziemlich gut abschätzen kann, wo sich die Dokumentation am Ehesten finden lässt. Insgesamt geht das einfach schneller als die gesamte Akte zu durchforsten.


    viele Grüße

    Moin,


    im Rahmen der PKMS wird gerade auch unsere Dokumentation überarbeitet.


    Irgendwer ist jetzt auf die, aus meiner Sicht [Ironie an], glorreiche Idee gekommen ist, Pflegebericht und ärztliche Dokumentation auf einer DIN A4 Seite zusammenzufassen.


    Also links Pflegebericht - rechts ärztliche Dokumentation (ohne Anordnungen).


    Damit habe ich so meine Probleme:


    1. Pflege schreibt viel -> d.h. im schlimmsten Fall verdoppeln wir unseren Papierverbrauch (statt 4 Spalten nur noch 2)


    2. Pflege schreibt viel - Ärzte eher weniger -> während die Pflege schon auf Seite drei ist, ist von den Ärzten nicht mal die 1. Seite voll => unübersichtlich ist mal gar kein Ausdruck


    Gibt es Häuser in denen Pflegebericht und ärztliche Dokumentation auf einem Blatt erfasst werden, und wo das gut funktionkiert?


    Für Rückmeldungen immer dankbar, auch Argumente gegen eine Zusammenfassung.


    Viele Grüße

    Moin,


    sie meinen ZE 108, gell?


    Im OPS steht unter 8-800.6- \"Mit einem Kode aus diesem Bereich sind
    spezifisch hergestellte Thrombozytenkonzentrate für Patienten mit Verdacht auf bzw. Nachweis von thrombozytenspezifischen oder HLA-Antikörpern zu kodieren\"


    Wenn Sie diesen Nachweis erbringen können, würde ich das der KK mitteilen, und die Änderung ablehnen. Wenn das nichts bringt -> Klage.


    Viele Grüße

    Guten morgen,


    DRG-Troll : Eine Schlammschlacht wird immer öffentlich geführt, sonst hätte das werfen ja gar keinen Sinn.


    Diesem, für fachfremde absolut unverständlichem Forum, eine Schlammschlacht vorzuwerfen, halte ich für ziemlich dreist.


    Hier wird, mitunter sehr kontrovers, über Fragen unserer täglichen Arbeit diskutiert. Auch wenn es manchmal heiß her geht, wird doch nicht \"öffentlich\" im Sinne von \"wir veröffentlichen das jetzt mal so in der Presse\" diskutiert. Ich denke mal jeder, auch die Kostenträgerseite, würde mit Sicherheit Beispiele finden, welche zu Unangenehmen Fragen der Versicherten führen könnte, wenn sie denn öffentlich gemacht würden. Wobei ich mal vermute, das die KH Seite besser wegkommen würde, oder wollten Sie einem Angehörigen erklären wollen, dass nach Meinung des MDK eine ambulante Behandlung bei der 93jährigen diabeteskranken, herzinsuffizienten und demeneten Patientin ausreichend sei?


    Zu einem guten miteinander gehört auch der gegenseitige Respekt, auch wenn man die Gegenseite machmal für sich verflucht. Dieser Respekt ist aber durch die undifferenzierte Aussage der \"Falschabrechnenden Krankenhäuser\" anscheinend den Bach runtergegangen.


    Vielleicht sollte die DKG mal bei den Krankenhäusern Fallbeispiele von MDK Prüfungen sammeln und diese Veröffentlichen. Ist zwar unterstes Niveau aber:\"Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus.\" Auch ein schönes Sprichwort.

    Hallo,


    noch eine AG. :biggrin: [Ich soll schon länger Bestandteil einer AG Kostenträgerrechnung sein. Die Betonung liegt auf \"soll\" :d_zwinker: ]


    @Lunge: Ich weiß, aber ich musste mir irgendwie mal Luft machen, und solch eine Anhäufung von, sorry, blödsinnigen Arztbriefen, die aussehen als ob die von einem Schimpansen mit Augenbinde eher zufällig auf der Tastatur erstellt wurden, hatte ich schon lange nicht mehr.


    Ich meinte auch nicht, dass es um die medizinischen Aspekte geht, eher der formale Aufbau. z.B.:


    1. Diagnosen aktuell; HD nach Möglichkeit als Erstes genannt (wird nicht möglich sein)


    2. Anamnese


    3. aktuelle Befunde mit Datum in chronologischer Reihenfolge (selbst das ist manchmal ein Problem)


    4. Epikrise / Verlauf / Therapieempfehlung


    @Lunge: zu Ihren W`s


    1: Schmerzen Knöchel nach umknicken bei Glatteis
    2: s.o.
    3: Röntgen -> eindeutig OSG Fx
    4: Osteosynthese
    5: Schonung bis Fx geheilt :augenroll: Warum also Z.n. APP 1958? Das hat m.E. auch nichts mehr mit Gründlichkeit zu tun.
    Ich gestehe: Der Dekubitus war ein anderer Fall.


    Viele Grüße

    Moins,


    ich wollte mal nachfragen, ob hier im Forum jemand ist, in dessen KH ein Standard für die Arztbriefschreibung definiert wurde. Mich würde insbesondere interessieren, wie die Ärzte darauf reagiert haben. :teufel: :biggrin: und ob dies von der Geschäftsleitung irgendwie \"erzwungen\" werden musste.


    Es geht mir darum, dass ein Arztbrief unser Haus nach aussen repräsentiert. Dementsprechend sollte der Arztbrief auch aussehen. Leider muss ich feststellen, dass viele Briefe von mir nur mit ganz viel gutem Willen eine 4 bekommen würden. Der Rest ist eher mit 5 oder 6 zu bewerten. Dabei meine ich nicht irgendwelche Rechtschreibfehler, sondern solch nebensächliche Sachen wie fachlich widersprüchliche Aussagen innerhalb einer Epikrise.
    (Solche Sachen wie eine rektovaginale Fistel bei Herrn XY (nicht Transsexuell) sind ja noch halbwegs lustig, dennoch peinlich, wenn ein solcher Brief rausgeht.)


    Was fehlt ist eine Struktur, nach der jeder Arztbrief abgehandelt wird. Es fängt an mit den Vordiagnosen (Mal an die Ärzte hier: Wen interessiert im Jahr 2010 noch die Appendektomie von 1958? Muss dass unbedingt im Arztbrief stehen?[Nein, der Patient kam nicht wegen Bauchschmerzen] Wenn ja: Warum wird dann solch eine Nebensächlichkeit wie ein Dekubitus weggelassen? Weil die Lagerung und der Verbandswechsel keine ärztlichen Tätigkeiten sind?[Ja, ich weiß. Können mir nur die Ärzte hier beantworten]) und hört auf bei Sachen wie: eine Hyperkaliämie wurde mit Kalinor p.o. behandelt. :a_augenruppel: [wobei das wieder den Ober- bzw Chefärzten auffallen müsste, wenn die den Brief denn lesen]


    Vernünftige Anamnese im Brief? Fehlanzeige. Schlüssige Epikrise? WAS? Als wichtigste Diagnose wird die AP genannt, laut Anamnese wegen Übelkeit und Durchfall ins Haus gekommen, und laut Epikrise gab es nichts wichtigeres als die COPD (Welche natürlich bei den Diagnosen nicht mal erwähnt wird). :sterne:


    Ich schweife ab. Bitte um Entschuldigung.


    Um auf meine Ausgangsfrage zurückzukommen: Gibt es so was bei jemandem im Haus?


    Viel Grüße