Beiträge von R. Schaffert

    Schönen guten Morgen,


    Kodierrevisionen am Ende des Jahres werden dann wohl hinfällig

    Ich nehme mal an, dass genau dies ein Ziel dieser Regelung ist. Und ich halte es für durchaus sinnvoll, dass die Krankenhäuser ihre Qualitätssicherung für die Abrechnung vor dem Versenden der Rechnung vornehmen. Inzwischen gibt es dazu ja auch schon recht brauchbare technische Lösungen. Allerdings sollte dann die dafür notwendige Zeit auch endlich mal bei den Fristen für den Datenaustausch noch §301 SGB V berücksichtigt werden, denn die Entlassanzeige, die ja aktuell die Diagnosen und Prozeduren enthält, sollte ja nach 3 Tagen rausgehen. Sinnvoll wäre sowieso eine Trennung von Entlassanzeige (= lediglich die Information: Patient wurde entlassen) und der Kodierung. Es gibt allerdings immer noch Fälle (z. B. später Eingang von Ergebnissen diagnostischer Aufträge), die inhaltlich Einfluss auf bereits durchgeführte Kodierung haben könnten.


    Bei einem formalen Fehler ist die Rechnung nicht korrekt und daher auch keine "rechnungsbegründende Unterlage". Bei Fallzusammenführungen ist ja geregelt, dass die ursprüngliche Rechnung storniert wird, also auch kein Problem.


    Das grundsätzlich Problem sehe ich allerdings darin, dass dem Krankenhaus weiter Pflichten hinsichtlich der Abrechnungsqualität auferlegt werden, wärend beim MDK abgesehen vom Verwaltungsrat alles beim Alten bleibt. Qualitätsvorgaben für den MDK und die Begutachtung wären angebracht, z. B. ein Facharztstandard (= Begutachtung durch einen Facharzt der zu begutachtenden Fachrichtung) schon einmal ein Anfang.


    Außerdem muss verhindert werden, dass aufgrund des Aufrechnungsverbots jetzt Krankenkassen die Rechnung formal oder grundsätzlich infrage stellen, ohne den MDK einzuschalten (kommt bei einigen Kassen jetzt schon vor). Es muss klar sein, dass die Rechnung mit dem Eingang der "rechnungsbegründenden Unterlagen" fällig ist und eine Änderung im Sinne der Krankenkasse nur über eine Prüfung nach § 275 Abs 1c bzw. im Rahmen der PrüfVV möglich ist.


    Wunderbaren Tag wünsche ich

    Hallo Ductus,


    ich kann ihre Einschätzung nicht teilen. Zum einen ist so eine Gesetzentwurf besser, als gar nichts zu tun. Zum Anderen haben sich auch die Krankenkassen zunächst mal an geltendes Recht zu halten. Und sie haben sich bei der Politik und dem derzeitigen Bundesgesundheitsminister bereits nicht gerade beliebt gemacht. Und zumindest der aktuelle Bundesgesundheitsminister stellt auch bei jeder Gelegenheit dar, dass die Politik sich das Ignorieren ihrer klar formulierten Ziele nicht gefallen lassen wird und wenn man im ersten Schritt das Ziel nicht erreicht entsprechend nachsteuern wird. Die Krankenkassen würden sich selbst keinen Gefallen tun, wenn sie das Gesetz oder wesentliche Teile ignorieren wollten.


    Schönen Tag

    Hallo,


    na ja, die DKG geht ja davon aus, dass das Nachverfahren der PrüfVV funktioniert.


    Problematisch finde ich auch die Aussagen zum Schlichtungsausschuss. Hier wird seitens der DKG meines Erachtens eine ungute Machtpolitik betrieben, eine Art Anspruch auf Alleinvertretung der Krankenhausinteressen bis hin zur Diskreditierung anderer Verbände:

    Zitat

    Darüber hinaus ist anzumerken, dass es sich bei dem FoKA der DGfM um eine Gruppe
    von ca. 30 Mitgliedern der DGfM handelt, deren „ausreichende formale Qualifikation
    und rechtliche Legitimation“ auf der Homepage der DGfM nicht weiter konkretisiert ist.

    Nicht, das dies für die Mitglieder der DKG-Gremien ebenfalls gilt.


    Auch an anderen Stellen findet sich eher eine Aufwandsverminderungsargumentation für die Geschäftstelle als eine Interessenvertretung der Krankenhausseite. Schade!


    Schönen Tag noch

    Hallo allerseits,


    jetzt ist der April vorbei und here it is: https://www.bundesgesundheitsm….de/mdk-reformgesetz.html


    Eine Bewertung meinerseits erfolgt in Kürze

    Hallo,


    Formeln finden Sie z. B in diesem Dokument: https://www.destatis.de/DE/The…haeuser-2120611177004.pdf


    Demnach berechnet sich:

    Auslastung = Belegungstage : (Betten X Kalendertage) X 100

    (In der Regel (Jahr) sind Kalendertage = 365)


    für die durchschnittliche Verweildauer benötigen Sie noch die Fallzahl:

    dVWD = Belegungstage : Fallzahl


    Je nachdem welche Angaben Sie haben und welche gefragt sind, müssen sie die Formel ggf. umstellen.


    Und Ja, der DRG-Erlös = Relativgewicht X Basisfallwert


    Das Relativgewicht bzw. die Bewertungsrelation einer DRG ergibt sich aus de DRG-Katalog des jeweiligen Jahres, wobei Sie die Verweildauer berücksichtigen müssen, da bei Unterschreiten der unteren Grenzvwereildauer die Bewetungsreleation geringer ist (Abschläge) und es bei Überschreiten der oberen Grenzverweildauer Zuschläge pro Tag gibt.


    ZE haben einen festen Eurobetrag


    Schönen Tag

    Hallo,


    ich sehe das anders:

    Richtig ist, dass es bei der Wahl der Hauptdiagnose nicht nur um die Aufnahme geht, sondern der Aufenthalt als Ganzes retrospektiv betrachtet wird, Kriterium bleibt aber die Veranlassung des Aufenthaltes. Die Hauptdiagnose muss also in irgendeiner Form den Aufenthalt mit veranlasst haben.


    Dies ist jedoch hier meines Erachtens nicht der Fall. Das Aneurysma war bei Aufenthalt zunächst nicht bekannt und offensichtlich auch symtomlos. Der Patient war allein wegen der Prellung stationär behandlungsbedürftig. Das Aneurysma war ein Zufallsbefund, die Behandlung weder ursächlich für diesen Aufenthalt noch zwingend dabei erforderlich.


    Hinsichtlich der (primären) Zahlungspflicht der BG stimme ich überein, es sei denn, der Unfallhergang wird als ganzes von der BG als Arbeitsunfall in Frage gestellt.


    Schöne Grüße