Beiträge von AnMa

    Liebes Forum, speziell die Orthopäden,


    ab wann spricht man von einer Langschaftprothese? Ist es irgendwo definiert, wie lang der Schaft sein muss, damit man sie so bezeichnen darf. Nur länger als der übliche Standard? Mehr als die Hälfte der Knochenlänge oder nahezu den gesamten Markraum ausfüllend?

    Gerade in Kombination mit modularen Prothesen gibt es unzählige Varianten der Schaftlänge und wir fragen uns immer wieder, ab welcher Länge man von Langschaft spricht.


    Danke vorab

    AnMa

    Hallo, Merguet,


    wir haben uns mangels anderer Definitionen bei der Kodierung von Sonderprothesen immer von den Inklusiva leiten lassen:


    Hüfte: Inkl. Langschaft- oder Tumorprothese

    Knie: Tumorprothese, bis Version 2016 auch CAD-CAM-Prothesen


    Die Frage der Modularität ist davon unabhängig zu betrachten.

    Um Ihre Frage Ist eine modulare Prothese immer oder in besonderen Fällen auch eine Sonderprothese? zu beantworten:

    Es kommt darauf an ;)


    AnMa

    Hallo, zusammen,


    der Schlichtungsspruch wurde doch m.E. nötig, weil es immer wieder Nicht-Tumordiagnosen im Zusammenhang mit Tumorerkrankungen gibt, die dann die Frage nach der HD aufwerfen. Klassiker: die chemobedingte Neutropenie.


    Ansonsten gilt nach meinem bsiherigenVerständnis im Verhältnis von Primum und Metastasen das, was in der DKR Malignome steht.


    Und da ist die Metastase als HD zu kodieren, wenn der Pat. ausschließlich zu Behandlung von Metastasen aufgenommen wird, wie im Bsp. Osteosynthese einer metastatischen, pathologischen Fraktur bei früher behandeltem Prostata-Ca.


    Grüße

    AnMa

    Hallo, Forum,


    ich hänge mich mal hier mit dran, weil das nach Suche der "aktuellste" Post ist.

    Ich dachte ja auch, dass mit dem OPS alles klar sei, nun haben wir ein Gutachten zu folgendem OP-Bericht (Zusammenfassung):


    Laminektomie BWK5 über Kostotransversektomie links, Korporektomie, Wirbelkörperersatz OBELISK 17/23 20/20 gerade, dorsale zementaugmentierte Spondylodese Th3 bis Th7 mit Schrauben-Stab-System.

    Wortwörtlich steht u.a.:

    Nun wird rechtsseitig eine Spondylodese im versorgten Bereich durch das entnommene Knochenmaterial durchgeführt.

    Kodiert haben wir den Wirbelkörperersatz, die Osteosynthese mit Schrauben-Stab-System und eine dorsale Spondylodese.


    Nun sagt der MDK: "Der OPS 5-836.32 ist nicht kodierbar, es finden sich keine Angaben zur Anfrischung oder Resektion der Facettengelenke. Die alleinige Anlagerung von Knochenmaterial ist nicht ausreichend."


    Unsere Wirbelsäulenchirurgen sind der Meinung, dass eine Resektion oder Anfrischung der Facettengelenke bei einer Spondylodese nicht notwendigerweise durchzuführen sei. Diese werde durch die Kombination von Schrauben-Stab-System und Knochenmaterial erreicht.


    Kennt jemand die Argumentation des MDK oder ist dies eine Einzelmeinung?


    Grüße

    AnMa

    Hallo, Caho,


    ja das sehen Sie richtig. Im OPS 8-982 wurde 2016 -> 2017 das kleine Wörtchen "und" eingefügt, an der Stelle, wo bis dato ein Komma stand.

    Einsatz von mindestens zwei der folgenden Therapiebereiche: Sozialarbeit/Sozialpädagogik, Psychologie, Physiotherapie/Ergotherapie, künstlerische Therapie (Kunst- und Musiktherapie), Entspannungstherapie UND Patienten-, Angehörigen- und/oder Familiengespräche mit insgesamt mindestens 6 Stunden pro Patient.

    M.E. bedeutet, dass dann, dass Sie seit 2017neben den Patienten- und Angehörigengesprächen zwei der zuvor genannten Therapiebereiche benötigen.


    Grüße

    AnMa

    Sehr geehrter Herr Schaffert,


    Der Vorschlag, den der GKV-SV ja auch auf dem DRG-Forum vorgestellt hatte, übersieht vor allem die Tatsache, dass es zumindest in unserer Region so ist, dass die Häuser ohne Neuroradiologie die Fälle zur Thrombektomie noch aus der Notaufnahme heraus in das entsprechende Zentrum verlegen. Das bedeutet, dass diese Fälle gemäß Landesvertrag nach §112 ohnehin keine stationären Fälle oder maximal 1 BT stationär sind, geschweige denn, das der OPS 8-981 überhaupt in der kurzen Zeit geltend gemacht werden könnte. Der OPS würde also eine Strukturvoraussetzung formulieren, die mit der hinter dem OPS stehenden Leistung in 99,99% der Fälle überhaupt nichts zu tun hat. Die Fälle verbleiben - zumindest in unserer Region - auch nach der Intervention im Zentrum, eine Verbringungsleistung steht also hier auch nicht zur Debatte.

    Bzgl. Kalkulation möchte ich ergänzen, dass die Thrombektomie in Verbindung mit dem OPS 8-981 bisher in eigene DRGs mündet.


    Ich gebe Ihnen vollkommen Recht, dass hier vermutlich verschärft Strukturpolitik unter dem Deckmantel der Versorgungsqualität über den OPS gemacht werden soll. Dem auf mehreren Veranstaltungen gemachten Vorschlag, im OPS nur Leistungen abzubilden und qualitative Strukturvoraussetzungen in G-BA-Richtlinien oder auf Länderebene zu regeln, die dann auch prüfbar sind, liefe dieses Szenario komplett entgegen.


    Beste Grüße

    AnMa

    Hallo Chicae,


    ganz so kategorisch würde ich es nicht sagen. Eigentlich muss man das kodieren, weil es der Definition einer signifikanten Prozedur aus DKR P001f entspricht. Nur leider gibt es keinen OPS dafür.

    Es bleibt Ihnen nur, das CT zu kodieren und das DIMDI zu fragen, ob ev. 3-24x in Frage käme.


    Grüße

    AnMa