Beiträge von ochpowi

    „Hallo liebe Kodiergemeinde,

    ich benötige eure Hilfe bzgl. der Auslegung der DKR P004f „Nicht vollendete oder unterbrochene Prozedur“ i.V.m. der SEG 4 KDE 354.

    Im folgenden Fall sollte eine extrakranielle Thrombektomie an der Carotis durchgeführt werden. Hier der anonymisierte Auszug aus dem Interventionsbericht:

    „Indikation: akutes Mediasyndrom links (progressive Stroke) bei ACI-verschluß links. Zum Vergleich liegt die Schädel-CT mit CTA der extra- und intrakraniellen supraaortalen Arterien des gleichen Tages (11:13Uhr) vor. Durchführung der Intervention in Vollnarkose. Rechts transfemoraler Zugang in retrograder Seldinger-Technik unter Verwendung eines 8F-Zugangssystems sowie eines 6F-Systems zur Intervention. Die selektive Carotisangiographie links mittels eines 5F-Simmons-II bestätigt den in der CTA bereits detektierten ACI-Verschluß auf dem Boden einer filiformen Abgangsstenose/Dissektion der ACI links. Durch kontinuierliche Aspiration lässt sich der Verschluss nicht rekanalisieren. Sondierungsversuch mittels Mikrokatheter und Mikrodraht hierbei gelangt man distal allerdings immer nur in eine Dissektion und nicht in das wahre Lumen. Sondierung der rechten ACI und Darstellung der intrakraniellen Strombahn, hier ergibt sich ein guter Cross flow zur Gegenseite. Intervention wird frustran beendet. Verschluss der Leiste mittels Angioseal.“

    Jetzt zu meinen zwei Fragen:

    1.       Um welche Prozedur handelt es sich bei dem potentiell kodierbaren OPS 8-836.81 „(Perkutan-)transluminale Gefäßintervention: Thrombektomie: Gefäße Kopf extrakraniell und Hals“ gemäß DKR P004f? Kann der OPS gemäß Nr. 5 als geplant, aber nicht komplett durchgeführt kodiert werden oder darf gemäß Nr. 3 nur die Arteriographie des Halses als Teilleistung kodiert werden?

    2.       Wie aus dem o.a. Befund hervorgeht wurde auch ein Mikrodrahtretriever-System (OPS 8-83b.80) benutzt. Kann der Katheter unter Verwendung der SEG 4 KDE 354 abgerechnet werden, wenn Frage 1 mit Teilleistung (nur Arteriographie kodierbar) beantwortet werden muss?

    Danke für alle Meinungen und Erfahrungen

    Gruß

    ochpowi

    Hallo liebe Kodiergemeinde,


    ich möchte die „explorative Laparotomie“ nochmals erörtern.


    Jedoch in einer anderen Fallkonstellation!



    Patient mit neurovaskulärer erektiler Dysfunktion bei Karzinom der Prostata und Zustand nach RRPX.


    Geplante elektive penoscrotale Implantation eines hydraulischen Schwellkörperimplantates mit intraperitonealer Reservoirplatzierung.


    Auszug a. d. OP- Bericht - … nach Handschuhwechsel steriles Vorbereiten der Pumpe, Zylindern und Reservoir. Implantation der Zylinder. Verschluß der Corporotomie. Bei Z. n. Vor-Op´s wird das Reservoir über einen separaten etwa 6cm langen pararectalen Zugang rechts nach intraperitoneal platziert. Lösen von peritoenalen Verwachsungen ohne Darmläsion. Nach Füllen des Reservoirs mit 100ml Kochsalzlösung Peritoneal- und Faszienverschluß. Der Schlauch wird epifazsial oberhalb des rechten Leistenkanal zum Skrotum durchgeführt. Die Pumpe wird intertesticulär skrotal implantiert. Konnektieren von Reservoir, Pumpe und Zylindern ….



    Kodiert wurde u. a. die 5-541.0 - Laparotomie und Eröffnung des Retroperitoneums: Explorative Laparotomie sowie 5-649.51 - Andere Operationen am Penis: Implantation einer Penisprothese: Hydraulische Prothese


    Nach Gutachtermeinung ist die Prozedur 5-541.0 in 5-549.x - Andere Bauchoperationen: Sonstige, zu ändern, da diese spezifischer für die Reservoireinlage sei.



    Ich bedanke mich für Meinungen und evtl. Erfahrungen.




    Gruß


    ochpowi

    Liebes Forum,


    wir wollen in unserer Neurologischen Frührehabilitation durch die Ergotherapie eine Gruppentherapie anbieten.


    Im Rahmen des OPS 8-552 müssen pro Tag durchschnittlich 300 Minuten erfasst werden. Dabei dürfen gemäß OPS bei mehreren Therapeuten die Minuten addiert / multipliziert werden. Wenn wir jetzt beispielsweise durch einen Ergotherapeuten über 60 Minuten 3 Patienten (z.B. gemeinschaftliches Esstraining o.ä.) therapieren, darf dann rein vom OPS jeder Patient mit 60 Minuten oder allein anteilig mit 20 Minuten erfasst werden??


    Eine genaue Definition, wie z.B. in den Psych-OPS ist bedauerlicherweise nicht angegeben. Gibt es irgendwelche Erfahrungswerte, Stellungnahmen oder gar Gutachten?


    Natürlich führen 60 Minuten je Patient bei der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung (IBLV) dann auch zu einer dreifachen Leistungserfassung bei dem einen Therapeuten. Wie sollte sonst berechnet werden?



    Für Informationen bedanke ich mich im Voraus.



    Mit freundlichen Grüßen


    ochpowi

    Sehr geehrtes Forum,



    folgender Fall: Ischämie des Beines ohne Revaskularisationsmöglichkeit bei Z. n. mehrfachen Gefäßrekonstruktionen. Bypassverschluss ! Notfallmäßige distale Oberschenkelamputation!



    Auszug aus dem OP-Bericht … Verlängerung der Präparation nach medial, hier zeigt sich der verschlossene Bypass. Dieser wird nach proximal etwa auf 6 cm verfolgt, angeschlungen und abgesetzt. Ligatur hier ebenfalls mittels Durchstichligatur. Verschluss des Prothesenkanals mit Vicryl 4.0 Hinwenden nach lateral. Hier Schnittführung 10 cm proximal des lateralen Maulfisches. Darstellung des Bypasses. Fassen desselben und Durchtrennen. Durchstichligatur des verschlossenen Bypasses. Nach Mobilisation Entfernung des lateralen Bypasses nach distal.



    Meine Frage: darf zur OPS 5-864.5 Amputation und Exartikulation untere Extremität: Amputation mittlerer oder distaler Oberschenkel der OPS 5-394.4 Revision einer Blutgefäßoperation: Entfernung eines vaskulären Implantates kodiert werden?



    Danke im Voraus

    Guten Tag allerseits!


    ich bitte um Ihre Mithilfe zur Findung der Hauptdiagnose in nachfolgendem Fall.

    Ein 60 jähriger Patient mit gesicherten mykotischen Basalganglienabszess bei Aspergillus fumigatus Infektion. In der Vorgeschichte Non-Hodgkin-Lymphom, Z. n. septischer Pneumonie mit Langzeitbeatmung / Tracheostoma..

    Wie kann ich den mykotischen Basalganglienabszess kodieren?

    Danke im Voraus.


    Mit freundlichem Gruß

    ochpowi

    Hallo liebe Forumsmitglieder,


    ich bin auf der Suche nach ein Formular "Standardisiertes Frührehabilitations-Assessment zur Erfassung und Wertung der funktionellen Defizite", zur Kodierung der OPS 8-552 - Neurologisch-neurochirurgische Frührehabilitation.

    Für die Palliativmedizinische Komplexbehandlung verwenden wir den "HOPE-Bogen" um das standardisierte palliativmedizinische Basisassessment (PBA) zu erfassen.

    Bedauerlicherweise bin ich im Net nicht fündig geworden.

    Ich bin für jede Information dankbar.


    Lieben Gruß


    ochpowi

    Hallo liebe Mitstreiter,


    ich benötige einige Informationen zur Kodierung Neurostimulatoren.
    Stationäre Aufnahme eines Patienten zur Implantation von permanenten Testelektroden beidseits (Tined Lead) und externen Neurostimulator-Schritttmacher, bei Blasenentleerungsstörungen, chronischen Beckenschmerzen, und rez. interstitiellen Zystitiden.
    Weiterer Folgeaufenthalt nach positiver Schrittmachertestung mit Implantation von zwei einzelnen Generatoren / Einkanalstimularoren (links/rechts).
    Kodiert wurde für den Folgeaufenthalt …. 2 x die OPS -> 5-059.g0 - Andere Operationen an Nerven und Ganglien: Implantation eines Neurostimulators zur Stimulation des peripheren Nervensystems ohne Implantation einer Neurostimulationselektrode: Einkanalstimulator, vollimplantierbar, nicht wiederaufladbar ( jeweils für rechts und links)
    Diese Konstellation generiert die DRG L18B mit 2 x Zusatzentgelt 139 (2x6498,00 Euro).
    Nun möchte Krankkasse eine Kodierung der OPS beidseits … sprich nicht die Kodierung von L/R … DRG bleibt, jedoch nur einmalig das Zusatzentgelt 139.
    Die Kosten sind auch für 2 Generatoren entstanden. Wo kann ich Informationen bzgl. der „korrekten“ Abrechnung bekommen. Bitte um Hilfe …


    Gruß
    ochpowi

    Hallo ochpowi,


    auch wenn ich den Beitrag von ET ebenfalls ein wenig provokant empfinde, muss ich ihm zustimmen. Eine Epilepsie und ein epileptischer Anfall sind zwei verschiedene Dinge. Ich würde o. g. Fall auch mit einem Status kodieren. Sie finden in der Klassifikation die Nummer für einen Status auch nicht unter denen für die Epilepsie:


    G40 Epilepsie
    G41 Status epilepticus

    Hallo,


    diese Konstellation hat man auch bei der Kodierung


    J45 - Asthma bronchiale
    J46 - Status asthmaticus


    ...


    ich bin auch sehr auf die Meinungen der Neurologen gespannt.
    Lasse mich da gerne belehren...


    Gruß
    ochpowi