Beiträge von regular

    Hallo,
    medizinisch ist der Meinung von Herrn/Frau Killmer zu folgen, aber nach der KFPV 2004 erst dann, wenn der Fall nach der Wiederaufnahmeregelung 2004 ergibt:
    1. WA innerhalb der OGVD, wenn ja: gleiche Basis-DRG?, wenn ja: Fallzu-
    zusamenführung. Wenn nein: s. Punkt 2.
    2. WA innerhalb der OGVD, wenn nein: innerhalb 30 Tagen? wenn ja: erste
    Partition \"medizinisch\" oder \"sonstige\" und zweite Partition
    \"operativ\"?, wenn ja: Fallzusamenführung, wenn nein: WA wegen Kompli-
    kation innerhalb OGVD des Vorfalles?, wenn ja: Fallzusammenführung,
    wenn nein: Neuer Fall.
    Ganz offensichtlich handelt es sich in Ihrem Fall um eine von der entlassenden Abteilung geplante Wiederaufnahme. Die Entlassung im ersten Fall war auch offensichtlich medizinisch vertretbar,. Ich habe just gerade keinen Katalog verfügbar, ich schätze die OGVD mal auf 12. Damit fällt der Fall unter Punkt 2 und die WA erfolgte außerhalb der OGVD und nicht aufgrund einer Komplikation und sie fällt in die gleiche Basis-DRG ohne Wechsel der Partition, damit ergibt sich ein neuer Fall.
    Abgesehen davon, daß eine Beurlaubung im Vorfeld mit der Kasse geklärt werden muß (sofern Sie einen Landesvertrag haben), kann es sich bei einer Unterbrechung von 10 Tagen m. E. nicht um eine Beurlaubung handeln. Ich würde also beide Fälle unter Hinweis auf die für 2004 geltenden Abrechnungsbestimmungen abrechnen (sofern meine Annahme der OGVD stimmt).
    Nebenbei bemerkt, ich hasse diese willkürlichen Entscheidungen der Abteilungen, die trotz immerwährender Schulung offensichtlich immer noch nicht begriffen haben, worum es eigentlich geht.
    Gute Nacht
    regular

    Hallo Forum,
    geht es hier um Erlösrelevanz oder um \"korrekte Kodierung\"?. M.E. war die ursprüngliche Frage nach der korrekten Hauptdiagnose und nicht nach Erlösrelevanz. In meinem letzten Thread habe ich in Übereinstimmung mit mia katze die K52.2 als HD unterstützt, ich revidiere diese hiermit mangels besserer Kenntnis der Diagnostik in K52.9. Ansonsten bleibe ich bei meiner Meinung, dass nach der gechilderten Fallkonstellation keinesfalls die Herzinsuffitienz als HD in Frage kommt. Ich stimme Herrn Selter zu, daß die E86 zusätzlich als ND kodiert werden muß, ebenso wie eventuelle Elektrolytdefizite.
    Bei Überschreiten der OGVD ist auf jeden Fall immer die Dokumentation in der Akte gefragt, da hilft auch der Wechsel der HD mit höherer GVD nicht, wenn dies nicht aus dem Verlauf hervorgeht. Machen wir uns doch nichts vor, die allgemeinen DKR sind (weitgehend) eindeutig, da hilft Diskutieren über die Höhe adäquater Zuschläge nicht weiter. Ein Krankenhaus der \"Regelversorgung\" kann es sich nicht leisten, sich gegen all die Ungerechtigkeiten des Systems in Prozessen zu wehren oder Einzelfälle aufgrund vermeintlicher Ungerechtigkeiten einzuklagen. Laßt uns auf dem Boden der Realität bleiben.
    Guten abend aus NRW
    regular

    Bingo, scheint eine allgemeine Entschuldigung der Software-Hersteller zu sein, gefolgt von mindestens 70 Seiten Dokumentation und tagelangen Problemen nach der Hotfix-Installation. Kennen wir ja alle und gemeinsam ertragen wir es besser.
    Trotzdem schönen Abend noch.
    regular

    Hallo Mücke und Mia Katze,
    die Exsikkose ist natürlich nicht die Ursache, sondern ein Symptom der Gastroenteritis, ich denke aber, das ist ein Versehen von Mia Katze. Ihre Anmerkung jedoch, ggf. K52.2 als HD zu wählen, kann ich nur unterstützen.
    Bezüglich der Hauptdiagnose: es kommt auf den Verlauf an. Wurde einfach nur infundiert (wie lange?) oder wurde eine Ursachensuche für die Gastroenteritis durchgeführt (Mikrobiologie der Stuhlproben, Sono Abdomen, Koloskopie etc?). Hat die Mikrobiologie (wie so oft bei diesen alten Patienten) keinen Befund ergeben, so wäre K52.2 die richtige HD, wurden in dieser Richtung keine Untersuchungen vorgenommen, so ist E86 die richtige HD. Wenn dann allerdings die Dokumentation in der Akte nichts hergibt, was ja leider auch häufig der Fall ist, dürfte es schwieirg werden, eine Überschreitung der OGVD zu rechtfertigen.
    Keinesfalls ist m.E. eine Herzinsuffizienz als HD zu begründen, wohl aber, je nach Doku als ND. Wie Mia Katze richtig sagt, kommt es auf die Dokumentation in der Akte an.
    Gruß aus NRW
    regular

    Hallo, Herr Ziebart, schönen Sonntag und 4. Advent,
    vielen Dank für Ihre Antwort.
    zu 1: wir haben ja entsprechend kodiert: HD C78.7 und die passende Prozedur 8-542 gleich dazu.
    zu 2+3: da der Patient gemäß DKR auch wegen des Primarius mit Tumoranämie transfusionsmäßig behandelt wurde (C18.6+D63.0*) und diese Daten auch per DTA übermittelt wurden, lag diese Information ja der Kasse und damit auch dem MDK vor, sofern die Kasse die §301-Daten weitergab, was der MDK unter vorliegenden Unterlagen angab. Insofern ist mir die Mitteilung des MDK, die D63.0* hätte keinen erkennbaren Ressourcenverbauch verursacht, nicht nachvollziehbar, denn in unserem DTA-Protokoll erscheint die OPS-Ziffer 8-800.2, was doch einen erheblicher Ressourcenverbrauch darstellt. Im Grouper-Gutachten (Gegenüberstellung KH-MDK) jedoch erscheint diese OPS-Ziffer kommentarlos unter den anderen von uns angegebenen OPS-Ziffern ohne Bezug zur Diagnose. An der Ery-Konzentratgabe selbst hatte also der MDK offensichtlich keine Zweifel, aber die Zuordnung zur D63.0* hat er nicht nachvollzogen, obwohl hier der Ressourcenverbauch doch wohl offensichtlich ist.
    Ansonsten ist es ja inzwischen gerichtlich geklärt, daß der MDK sich nicht allein auf den E-Brief berufen kann, es scheint dies nur noch nicht bis in den MDK vorgedrungen zu sein. Ich gebe Ihnen Recht, daß eine EK-Gabe unbedingt im E-Brief erwähnt werden muß, leider hier nicht erfolgt (aber bei der Klinik reklamiert).
    Über die Hypokaliämie bzw. die Kalinorgabe will ich auch nicht weiter diskutieren, zumal durch die AG Klassifikation des Krankenhausentgeltausschusses nunmehr eindeutig festgelegt wurde, daß jeglicher Ressourcenverbrauch >0 die Kodierung einer Nebendiagnose rechtfertigt.
    Ich gehe also davon aus, daß unsere Kodierung von Ihnen gleichermaßen vorgenommen worden wäre. Ich danke für Ihre Stellungnahme.
    MfG
    regular

    Hallo Schnippler2,
    zu 1: wenn es in Ihrem Bundesland einen Landesvertrag gibt, dann sind die KK verpflichtet, die Rechnung binnen 14/15 Tagen nach Erhalt zu bezahlen. Ausgenommen hiervon sind Rechnungen, die formal fehlerhaft sind. Die Überprüfung der Fälle bleibt den KK unbenommen, enthebt sie aber nicht der Zahlungsverpflichtung (s. BSG-Urteile).
    zu 2: es heißt, eine Überprüfungsbeauftragung für den MDK durch die KK soll \"zeitnah\" erfolgen, der Begriff wird aber nirgendwo genau in Tagen oder Monaten definiert. \"Zeitnah\" soll es den beteiligten Ärzten ermöglichen, sich noch an den Fall zu erinnern, was, wie in Ihrem Beispiel, nach z.B. 5 Monaten wohl nicht mehr gegeben ist. Hier fordert der Gesetzgeber aber die akribische Dokumentation in der Akte ein.
    zu 3: s. vorhergehemdem Beitrag von R. Schaffert.
    zu 4: nein, Einzelfallprüfung in berechtigten Fällen.


    Genau wie bei Ihnen haben auch wir solche Fälle. Wenn wir diese feststellen (Prüfung der Liste der offenen Posten), kontrollieren wir zunächst unsere Unterlagen auf evtl. unerledigten Schriftwechsel und schicken dann eine Mahnung an die KK.
    Gruß und weiterhin viel Freude am Beruf
    regular

    Hallo Forum, bitte um Hilfe:
    Fallkonstellation: Colonkarzinom ohne bekannte Metastasierung, vor 2 Monaten operiert, laut onkologischem Konsil keine weitere Maßnahme nötig. Jetzt Aufnahme wegen abdomineller Beschwerden, im Sono Lebermetastasen, im CT bestätigt, Einleitung einer Chemotherapie, gleichzeitig bei Aufnahme Hb 7,4g%, Transfusion von 2 Ery-Konzentraten. Zusätzlich Hypokaliämie (3,20 mval/l), die mit Kalinorbrausetabl. erfolgreich substituiert wurde.
    Kodierung nach DKR: Hauptdiagnose: C78.7, Prozedur 8-542
    Nebendiagnose: C18.6+D63.0*, Prozedur 8-800.2
    Nebendiagnose: Z51.1.
    Nebendiagnose: E87.6
    Kasse teilt mir Grouper-Ergebnis samt Kommentar des MDK mit:
    1. Die Kodierung der ND C18.6 sei nicht korrekt, da mit der Chemo
    ja nicht nur die Metastase, sondern auch der Primärtumor behandelt
    worden wäre.
    Meine Meinung dazu s. DKR 0201b mit allen Beispielen.
    2. Die Kodierung der D63.0* sei nicht mit erhöhtem Ressourcenverbauch
    verbunden, da nicht im E-Brief erwähnt. Gleichzeitig wurde aber die
    Prozedur 8-800.2 kommentarlos übernommen, allerdings im Gutachten
    zwei Seiten später.
    Meine Meinung dazu s. DKR 0202b direkt nach Beispiel 3.
    3. Die angegbene Hpokaliämie sei im E-Brief nicht erwähnt und somit
    auch nicht zu bewerten.
    Meine Meinung dazu: kann aus Labor- und Medikamentendokumentation
    belegt werden, aber muß ich das in jedem Fall tun (Aktenkopie)?
    Kasse lehnt unsere Abrechnung ab und kürzt die Rechnung entsprechend.
    Ich habe in entsprechenden Fällen bereits Einspruch (bei diversen Kassen)erhoben mit dem Hinweis darauf, daß der MDK genauso an die DKR gebunden sei wie die Krankenhäuser, ohne je Antwort bekommen zu haben und die Rechnungen sind immer noch nicht komplett bezahlt. Ich habe den Eindruck. die KK sitzen das einfach aus und der MDK benötigt Schulungen bezüglich der DKR, um m. E. willkürlichen Stellungnahmen, die uns endlos beschäftigen, vorzubeugen.
    Habe ich einen Fehler in der Kodierung?
    Gruß aus NRW

    Hallo Forum,
    seit 1 Jahr (Umstieg unterjährig 11/2003)diskutiere ich mit unserem Geriater über die Definition der \"Behandlungstage\" zur Abrechnung der Komplexbehandlung in 2004. Er vertritt die Meinung, jeder Tag des stationären Aufenthaltes sei ein Behandlungstag i.S. der Komplexpauschale, da er ja auch am Wochenende Visite etc. mache. Da aber bei uns am Wochenende keine KG, Ergo- oder Logopadietherapie stattfindet, in der Beschreibung der Komplexbehandlung (8-550.ff)aber explizit Behandlungstage unter Beteiligung von mindestens 2 Therapiegruppen gefordert werden und auch explizit darauf hingewiesen wird, daß die akutmedizinische Behandlung gesondert zu kodieren ist, sehe ich das anders und nehme die Wochenendtage lieber aus der Berechnung heraus, um vorhersehbaren Problemen mit den Kassen vorzubeugen. Dadurch verlieren wir aber durchaus Geld, da nur die 8-550.1 (7-13 Tage) und .2 (14-20 Tage)in die hochbewerteten Geriatrischen Komplexpauschalen führen. In den DKR steht auch, daß eine Prozedurenverschlüsselung den Aufwand derselben wiederspiegeln soll (P005b) und bei Zeit-/Mengenangaben das Anfangsdatum anzugeben und die Anzahl aufzuaddieren ist, um den richtigen OPS-Code zu wählen.
    Diese Woche nun wurde ich von der größten Kasse zu einem solchen Fall befragt (falsches Anfangsdatum der Therapie im KIS)und bei dieser Gelegenheit gleich darauf hingewiesen, daß ja selbstverständlich die
    Wochenendtage nicht mitzählen könnten und sowieso all unsere Fälle mit entsprechenden DRGs jetzt überprüft würden. Mir wird schon ganz anders, wenn ich an den Aufwand denke.
    Welche Erfahrungen gibt es bisher zu dieser Problematik? Hat jemand ähnliche/gleiche Probleme, sowohl mit Kassen als auch im Haus?
    Bin dankbar für jede Anregung!
    Schönen Tag noch aus NRW :sonne:


    P.S. Beitrag könnte auch in \"Fragen an das InEK\" stehen. Wie mache ich das?

    Hallo,
    gk und MSimon haben Recht. Wir haben erst im September verhandelt und unser Budget bei weitem noch nicht erreicht sowie hohe Ausgleichszahlungen zu erwarten, so daß wir für den Rest des Jahres einen um 70% höheren Zahl-Basisfallwert ab 1.11. abrechnen, um eine Chance zu haben, auf unser Budget zu kommen. Die Kostenträger sind uns erfreulicherweise sehr entgegengekommen. Der neue Basisfallwert ab 1.1.05 liegt dann aufgrund des für 2004 verhandelten Budgets durch die verhandelte FallzahlxCMI wiederum um 30% niedriger. Alles klar?
    Gruß aus NRW :d_zwinker:

    Guten Abend an jemebu, Rembs und DR,


    ich danke für das Verständnis von KK-Mitarbeitern, das einem so selten entgegengebracht wird. Die Zusammenarbeit könnte so viel besser sein, wenn wir regelmäßig und durchaus auch vertrauensvoll miteinander kommunizieren würden.


    Die genannte KK hat mich aufgrund meines Einspruchs zurückgerufen und mir mitgeteilt, dass sie den Fall doch entsprechend vergütet hätte, nämlich mit dem Satz für vorstationäre Behandlung. Ich wies nochmals daraufhin, daß wir hier die G44C abgerechnet haben wollten, was der Sachbearbeiter aber offensichtlich nicht verstand und mich an seinen Vorgesetzten verwies. Den habe ich aber bisher noch nicht erreicht.


    Ich bin aber dennoch hoffnungsfroh, weil ich inzwischen auch von anderen KK positive Rückmeldungen erhalten habe. Ich habe nichts dagegen, daß man in solchen Fällen die primäre Fehlbelegung überprüft, aber der Rückzug auf \"< als 24 Stunden\" gefällt mir nicht und entspricht nicht der aktuellen Gesetzgebung.


    Ich hoffe, wir arbeiten alle daran.


    Gute Nacht,
    regular

    Danke Herr Selter, Sie haben recht, habe mich vertan, weiß aber nicht, wie dies jetzt zu ändern ist. In der Hilfe finde ich nichts verständliches zur Beseitigung.


    Schönen Gruß aus Witten
    regular