Beiträge von Bartkowski

    Hallo M2,

    die Originalveröffentlichung war aber in Deutschland niemals maßgeblich, sondern nur die von der DIVI veröffentlichten Definitionen, auf die sich das DIMDI in der FAQ 1007 bezogen hatte.
    Dort stand: Leukozytose (größer oder gleich 12.000/mm³) oder Leukopenie (kleiner oder gleich 4.000/mm³) oder 10% oder mehr unreife Neutrophile...

    Wenn es also mal darauf ankommen sollte, sind die von mir so geliebten Zeichen ≤ und ≥ doch zutreffend!


    Beste Grüße

    Ich hoffe, dass Sie auch weiterhin gerne kodieren!

    Ihre Auffassung ist korrekt, ich habe die Sepsis/SIRS-Kodierung in einem eigenen Artikel zusammengefasst: link

    Die Originalarbeit zum SIRS finden Sie in Chest 1992; 101:1644-1655

    Beste Grüße

    Hallo,

    zu dem Thema gibt es aber zwischenzeitig neue Gesichtspunkte!

    LSG Nordrhein-Westfalen: Az. L 10 KR 655/20 vom 01.09.2020

    Krankenkasse muss Kosten für das ZE147 (Gabe von Apherese-Thrombozytenkonzentraten (ATK) bei medizinischer Erfordernis übernehmen.

    Dass dabei die Gabe von Apherese-TK statt Pool-TK medizinisch erforderlich war, ergibt sich nach Überzeugung des Gerichts aus gleich zwei, jeweils für sich schon tragenden Gründen, nämlich dem Aspekt des Goldstandards und dem Aspekt des Infektionsschutzes.

    Beste Grüße und viel Erfolg!




    Guten Abend,

    ein Pleurix-Katheter ist ein dünnlumiger Drainageschlauch der Pleurahöhle und kein Thorakostoma, worunter man eine Fensterung der Thoraxwand versteht. Ein Drainageschlauch ist keine künstliche Körperöffnung. Bei einem suprapubischen Katheter und einer PEG-Sonde handelt es sich dagegen um die Ableitung von physiologischen Körpersekreten bzw. Zugang zum Gastrointestinaltrakt, was als "Stoma" bezeichnet werden kann. Es bleibt die Möglichkeit, mit Z46.8 bzw. Z98.8 (analog zur Liquordrainage) zu kodieren. Ich sehe aber wenig Sinn darin, Behandlungsmaßnahmen mit einem Diagnosenkode abzubilden. Diese Kodes aus dem Kap. XXI sind primär vorgesehen, um Behandlungsanlässe abzubilden, nicht um Behandlungen zu dokumentieren, wofür der OPS gedacht ist. Wenn ein Patient speziell zur Kontrolle oder Versorgung eines Pleurix-Katheters in ärztliche Behandlung kommt, ist es geboten Z98.8 oder Z46.8 als Behandlungsanlass anzugeben. Zur Leistungsdokumentation bei einem stationären Aufenthalt sind diese unspezifischen Kodes jedoch ungeeignet. Das Anlegen eines Pleurix-Katheters kann ja mit dem OPS kodiert werden. Die anschließende Versorgung bis zur Entfernung ist ja selbstverständlich, daher gibt es hierfür auch keinen eigenständigen OPS-Kode. Es macht überhaupt keinen Sinn, die ICD-10 als Ersatz für (aus guten Gründen) fehlende OPS-Kodes zu missbrauchen.

    Beste Grüße aus Berlin!

    Hallo Mc,

    seitens der Fachgesellschaften haben wir Serosanähte nicht als "Darmrekonstruktionen" bewertet, so kam dann auch der Hinweistext bei der Adhäsiolyse in den OPS, um für Klarheit zu sorgen und banale Serosaübernähungen von allschichtigen Darmnähten abzugrenzen, was letztendlich auch der sachgerechten Vergütung der aufwändigeren Fälle dient.

    Wenn Sie den fehlenden Hinweis bei 5-467.0 als Begründung sehen, dort auch Serosanähte kodieren zu können, muss im nächsten OPS-Update sicherheitshalber eine entsprechende Ergänzung vorgenommen werden. Wer solchen Bürokratismus möchte, soll ihn bekommen.

    Dessen ungeachtet ist eine Serosaübernähung klassifikatorisch keine Darmrekonstruktion, auch nicht bei der Präparation einer inkarzerierten Hernie. Ich rate Ihnen von dieser Kodierung ab.

    Mit freundlichen Grüßen

    Hallo Herr Breitmeier,

    die "offene" Formulierung der Entlassung/Verlegung mag ja noch einvernehmlich zu klären sein, aber wenn der Patient am letzten Beatmungstag (und ggf. weitere Tag) ohne Beatmung auf der Intensivstation verbleibt? Zählen dann die tatsächlichen 8 - 23 Std oder die 24 Std. pauschal? Die Beispiele 1 und 2 suggerieren, dass nur die tatsächlichen Beatmungsstunden zählen sollen, es gibt aber gar keine Angaben über den Verbleib der Patienten in den beiden Beispielen der DKR 1001s.

    Das Zählen der Lebenstag ist auch ein spitzfindiges und genau deshalb klarzustellende Problem. Am 1. Lebenstag, dem Tag der Geburt, ist das Alter 0 Jahre und 0 Tage. Erst am 2. Lebenstag ist das Alter 1 Tag! Am 1. Geburtstag, wenn das Kind "1" wird, hat das 2. Lebensjahr begonnen, das 1. Lebensjahr war somit mit Ablauf des Vortags des Geburtstags beendet, mit dem Umspringen des Uhrzeigers auf 00:00 h des Geburtstags. Somit ist HFNC nicht mehr bei Kindern zu berücksichtigen, die an ihrem 1. Geburtstag aufgenommen werden und CPAP nicht, wenn das Kind am 6. Geburtstag aufgenommen wird.