Beiträge von Breitmeier

    Hallo kmffl,


    Ich denke, in dieser Konstellation geht es nicht um eine Fallzusammenführung sondern um eine Beurlaubung. Beurlaubungen sind in der FPV eindeutig geregelt und das BSG hat bereits mehrfach dazu geurteilt.

    Bei einer fest geplanten Wiederaufnahme in 2 Wochen könnte m.E. durchaus eine solche Beurlaubung anzunehmen sein.

    Hallo C-3PO,


    ich sehe es so wie MiChu: Der MD muss auch bei PrüfvV 2016 die Fragen so gut beantworten wie es geht. Den Fall unbearbeitet zurückgeben, weil Teile der Kurve fehlen, wäre fehlerhaft. So verstehe ich jedenfalls die BSG Rechtsprechung.

    Die Beweislast für Abrechnungspositionen liegt aber eindeutig beim KHS, d.h. Nicht dokumentierte Sachverhalte müssen im Gutachten gestrichen werden.

    Eine Rückgabe ohne Beantwortung hielte ich nur dann für gerechtfertigt, wenn dem MD keine verwertbaren Unterlagen zugegangen sind.

    Ob im konkreten Fall die Kodierung ohne Kurve anhand des OP Berichts beurteilt werden kann, hängt natürlich vom Einzelfall ab.

    Ihren Hinweis bezüglich der Verweildauer verstehe ich aber noch nicht, da Sie ja eingangs schreiben, dass ( nur??) eine sachlich-rechnerische Prüfung der Kodierung beauftragt war.

    Hallo zusammen,


    Jede Operation ist eine geduldete Körper-Verletzung und auch ein Gewebstrauma. Ob eine Wunddehiszenz als Komplikation einer offenen Wunde gemäss DKR 1904 oder als Komplikation einer medizinischen Behandlung nach DKR D015 anzusehen ist, würde für mich v.a. vom zeitlichen Verlauf abhängen. Jedenfalls ist T81.3 ( wie die meisten Komplikationskodes) sehr unspezifisch.

    Banal erscheint mir auch diese Frage eher nicht.

    Hallo Lorio,


    So wie Sie den Fall schildern, scheint der Infekt den Aufenthalt veranlasst und den höchsten Ressourcenverbrauch ausgelöst zu haben.

    Der Schlichtungsspruch zu DKR 0201 scheint mir hier nicht einschlägig zu sein, da kein kausaler Zusammenhang zwischen Infekt und Tumorerkrankung erwähnt wird.

    Hallo MDK Opfer,


    Ich stimme Ihnen voll zu, dass die sog. Klarstellungen des BfArm zu keiner Klarheit führen aber schlimmstenfalls zu einer massiven Qualitätseinbuße in der Patientenversorgung führen werden. Der Abwertungswettlauf für ärztlich- pflegerische Komplexleistungen ist vom BfArm eröffnet.

    Und die Verdichtung der Arbeit für die armen Kolleg#innen, die der Klinikträger für 24/7 an 365 Tagen benennt, wird die Freude am Beruf auch nicht zwingend erhöhen. Völlig im Regen stehen natürlich die KHS, die an guter Qualität interessiert sind und z.B. mehr als eine weitergebildete Pflegekraft in der Geriatrie einsetzen X(

    Warten wir mal, wie der MD ( und später die Gerichte) mit diesen rückwirkenden „Klarstellungen“ umgehen- es wird bestimmt spannend bleiben !

    Hallo Winnie,


    Ich sehe es wie Herr Schulz: Eine Gewebereduktion ist sicherlich nicht erfolgt und wäre darüberhinaus mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht erforderlich/ keine Kassenleistung.

    Es stellt sich vielleicht sogar die Frage, ob der Vorgang insgesamt überhaupt über den OPS spezifisch abzubilden und eine GKV- Leistung ist? Vielleicht können Sie noch die HD und den OPS für die Stimmlippenaugmentation ( 5-310.0 ?) an sich nennen?

    Hallo C-3PO,


    aus dieser inzwischen emotional aufgeladenen Diskussion ( nicht von Ihnen!) möchte ich mich nun zurückziehen:


    Zitat

    Laienhaft 2: Rein ökonomisch wäre der schnelle Tod von Kranken wirtschaftlicher für die gesetzliche (oder private) Krankenversicherung. Eine Herbeiführung dieses rein wirtschaftlich für die Krankenversicherung vorteilhaften Zustandes (Kostensenkung) ist bekanntermaßen nach dem Strafgesetzbuch der Bundesrepublik Deutschland durchweg eine Straftat.


    Christaras

    @ Christaras: der Bezug zum hier diskutierten Thema war welcher ?

    Kollegialität ist im übrigen keine Einbahnstrasse.