Beiträge von Thomas B.

    Hallo Suse,


    aus meiner Sicht ist das durch die Eingruppierungsempfehlungen die P1 und P2 (bzw. P3 und P4) in der PPP-RL (Anlage 2) klar definiert.

    Dort wird der Behandlungsbereich P2 (bzw. P4) an die Voraussetzungen des OPS 9-63 und somit auch die 3 TE (durch ärztl. und psycholog. Einzel- und Gruppentherapie) geknüpft.

    Das bedeutet aus meiner Sicht, wenn der PPP-RL-Stichtag in ein OPS-Intervall wo diese 3 TE (durch ärztl. und psycholog. Einzel- und Gruppentherapie) nicht erbracht werden, kann der OPS 9-63 nicht kodiert und somit auch nicht der Behandlungsbereich P2 (bzw. P4) für diesen PPP-RL-Stichtag verwendet werden. Es müsste der Behandlungsbereich P1 (bzw. P3) für diesen PPP-RL-Stichtag verwendet werden.

    Teilweise ist es so, dass an PPP-RL-Stichtagen noch gar nicht vorausgesehen werden kann ob die 3 TE (durch ärztl. und psycholog. Einzel- und Gruppentherapie) im dem OPS-Intervall im dem der PPP-RL-Stichtag liegt erbracht werden.


    In der Praxis machen wir das bei uns so, dass die Einstufung für den PPP-RL-Stichtag nach Ende des OPS-Intervalls im dem der PPP-RL-Stichtag liegt vorgenommen oder korrigiert wird.


    Viele Grüße

    Hallo,


    der Barthel-Index (U50.xx - Motorische Funktionseinschränkung) ist ja in einigen PEPP's erlösrelevant. Deshalb frage ich mich wie ein Patient im Barthel-Index einzustufen ist der sich zum Erhebungszeitpunkt des Barthel-Index in einer Fixierung befindet (egal ob mechanisch, medikamentös, räumlich etc.).


    Beispiel:

    Patient ist fixiert wegen Fremdgefährdung. Der Patient ist somit nicht in der Lage die Toilettenbenutzung selbstständig durchzuführen wegen der Fixierung. Körperlich und geistig wäre er jedoch ohne Fixierung dazu in der Lage. Der Patient muss jedoch zur Sicherheit (wegen der Fremdgefährdung) zur Toilettenbenutzung defixiert werden. Die Toilettenbenutzung erfolgt in pflegerischer Begleitung und nach der Toilettenbenutzung wird der Patient wieder fixiert.


    Wird nun in Barthel-Index im Item Toilettenbenutzung folgendes erfasst?

    > vor Ort komplett selbständige Nutzung von Toilette oder Toilettenstuhl inkl. Spülung / Reinigung (10 Punkte)

    oder

    > vor Ort Hilfe oder Aufsicht bei Toiletten- oder Toilettenstuhlbenutzung oder deren Spülung / Reinigung erforderlich (5 Punkte)


    Im Anhang vom ICD-10-GM 2021 findet sich beim Barthel-Index folgender Hinweis:

    "Wird aus Gründen der Sicherheit oder wegen fehlenden eigenen Antriebs für die ansonsten selbständige Durchführung einer Aktivität Aufsicht oder Fremdstimulation benötigt, ist nur die zweithöchste Punktzahl zu wählen. Sollten (z.B. je nach Tagesform) stets unterschiedliche Einstufungskriterien zutreffen, ist die niedrigere Einstufung zu wählen."


    Jetzt könnte man argumentieren hier liegt ein "...Grund der Sicherheit..." und "...Aufsicht wird benötigt..." vor und somit ist ">vor Ort Hilfe oder Aufsicht bei Toiletten- oder Toilettenstuhlbenutzung oder deren Spülung / Reinigung erforderlich (5 Punkte)" zu erfassen. Aber der Ursprung bzw. Grundidee des Barthel-Index liegt ja in der Beurteilung des funktionellen Status von Patienten mit "somatischen Erkrankungen" und die daraus resultierenden Einschränkungen.


    Somit stellt sich die Frage wie verhält es sich mit der Bewertung im Barthel-Index bei Patienten mit "psychiatrischen Erkrankungen" und durch extern (z.B. Behandler) herbeigeführte Einschränkungen des funktionellen Status der Patienten ohne das "somatische Erkrankungen mit Einschränkungen des funktionellen Status der Patienten" vorliegen.


    Was meinen Sie dazu bzw. was sind Ihre Erfahrungen / Einschätzungen?


    Viele Grüße!

    Hallo,


    ich habe eine Frage zu folgender Konstellation bei einem PEPP-Fall.


    Pat. wird 2018 zur stationären Behandlung aufgenommen. Die Behandlung dauert insgesamt bis ins Jahr 2020. Nach der PEPPV §4 wird beim Jahreswechsel 2019 auf 2020 für den Zweck der Abrechnung eine "formelle" Entlassung zum 31.12.2019 vorgenommen und eine "formelle" Neuaufnahme für den 01.01.2020 angelegt. Somit ergeben sich 2 Fälle. 1. Fall Aufn. 2018 bis Entl. 31.12.2019 und 2. Fall Aufn. 01.01.2020 bis Entl. Mitte 2020. Für die beiden Fälle wurden 2 Rechnungen an die Kasse gesendet.


    Die Kasse leitete für den 1. Fall (Aufn. 2018 bis Entl. 31.12.2019) nach Erhalt der Rechnung fristgerecht eine MDK-Prüfung ein. Es wurden an den MDK Unterlagen für den Zeitraum Aufn. 2018 bis Entl. 31.12.2019 versendet. Nun leitet die Kasse für den 1. Fall (Aufn. 2018 bis Entl. 31.12.2019) einen Nachtrag zur Prüfanzeige beim MDK ein und möchte zusätzlich den Zeitraum des 2. Falles (Aufn. 01.01.2020 bis Entl. Mitte 2020) prüfen obwohl dieser Zeitraum nicht zum 1. Fall gehört.


    Für den 2. Fall (Aufn. 01.01.2020 bis Entl. Mitte 2020) ist die Rechnung an die Kasse auch schon raus, jedoch ist hier die Frist für die Kasse zur Einleitung eines Prüfverfahrens abgelaufen.


    Kann die Kasse einen Nachtrag für die Prüfanzeige des 1. Falles stellen für den Zeitraum des 2. Falles?


    Bezieht sich die PrüfVV auf Abrechnungsfälle oder Behandlungsfälle? Es wäre ja formell gesehen ein Behandlungsfall und die Behandlungsunterbrechung nur aus abrechnungsteschnischen Gründen. Jedoch wurden 2 PEPP-Fälle abgerechnet und eine Fallzusammenführung ist nach PEPPV §4 ausgeschlossen. Wäre dann der 2. Fall ein neuer Prüffall?


    Wer kennt oder hatte eine solche Konstellation bei PEPP-Fällen schon mal und kann hier Licht ins dunkel bringen.


    Viele Grüße

    Hallo,


    also wegen dem Stichtag steht in der aktuellen Fassung der PPP-RL weiterhin das es jeder Mittwoch der ungeraden Kalenderwochen ist. Der erste Stichtag wäre somit der 06.01.2021.


    Ich habe jedoch eine Frage bezüglich der PPP-RL für die Einstufung von teilstationären psychosomatischen Fällen. Müssen die Jahresüberlieger 2020 > 2021 am 01.01.2021 in die neuen Behandlungsbereiche P3 bzw. P4 umgestuft werden? Ober werden diese noch nach der PPP-RL vom 01.01.2020 eingestuft. Habe in der aktuellen PPP-RL ( veröffentlicht im Bundesanzeiger (BAnz AT 22.12.2020 B3)) leider nichts gefunden.


    Viele Grüße und eine gesundes neues Jahr!

    Hallo,


    mir liegt aktuell eine MDK-GA zur 1:1 Betreuung vor in dem zwar die Mindestmerkmale nach OPS erfüllt sind, jedoch möchte der MDK eine "...mind. aller 2 Stunden durchgeführte Verlaufsdokumentation des 1:1-Betreuers...". Sonst würde es lt. MDK-GA den erhöhten Aufwand nicht wieder spiegeln und die Regeldokumentation wäre dazu nicht ausreichend. Also soll die 1:1 Betreuung gestrichen werden.


    Es ist zwar im OPS bisher nicht gefordert und Änderungen bzw. Klarstellungen im OPS sind allein dem DIMDI vorbehalten, aber in Hinblick auf die angedachten "Strafzahlungen" / zukünftige Prüfquote ist man hier der Willkür des MDK's ausgeliefert.


    Grüße

    Hallo,


    meine Tendenz ist es dies nicht zu kodieren in einer solchen Konstellation. Es sind bei mir nur Fälle aufgeploppt, bei denen diese Problematik vorlag. Meine Frage bezog sich darauf, ob Anderen solche Fälle auch bekannt sind und wie Sie damit umgehen. Es ist ja schon fast überall Standard das alle PEPP-Fälle "gebarthelt" werden.


    Schöne Grüße