Beiträge von Thomas B.

    Hallo RA Berbuir,


    wenn die Kassen nach der 6 Wochenfrist eine interne Prüfung durch den MDK machen lassen können Anhand der vorliegenden Daten bei der Kasse und der MDK die Empfehlung einer Kürzung des Behandlungsfalls empfiehlt, kann dann die Kasse den Fall einfach kürzen (mit Angaben der Gründe) und als Leistungserbringer müsste ich dann klagen oder Widerspruch einreichen? Wie sieht die Sachlage in so einem Fall aus?


    VG Thomas B.

    Hallo ck-pku,


    vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort - ist echt Gold wert :) . Ich halte die Behandler immer dazu an, Leistungen von Dritten währenden einer stationären / teilstationären Behandlung im Krankenhaus zu verschieben wenn nicht zwingend medizinisch erforderlich. In der Praxis gestaltet sich dies jedoch sehr schwierig gerade bei Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen. Ich hätte gedacht, dass die zahnärztliche Notversorgung da eine Ausnahme macht. Vielen Dank nochmal. :thumbup:



    Freundliche Grüße


    Thomas B.

    Hallo,


    ich habe aktuell einen Behandlungsfall der während der stationären Behandlung in der Psychosomatik wegen Zahnschmerzen zu einem niedergelassenen Zahnarzt geschickt wurde. Der Zahnarzt hat den Pat. behandelt und die Rechnung an die Klinik beschickt für die Behandlungskosten.


    Ich hätte gedacht das der Zahnarzt die Behandlung mit der Krankenkasse abrechnen kann auch wenn der Pat. sich in stationärer Behandlung befindet. Liege ich da falsch? 8|


    Bin immer davon ausgegangen das Zahnarzt eine Art Sonderstellung ein nimmt. Da ja sonst Leistungen Dritter während einer stationären Behandlung immer vom Krankenhaus getragen werden müssen.


    Freundliche Grüße

    Hallo Doki,


    meiner Meinung nach sollten PIPler ihre Leistungen auf jeden Fall dokumentieren. Ob diese Leistungen für die Berechnung der TE berücksichtigt werden können (OPS-relevant) hängt davon hab ob die Mindestvorgaben vom OPS-Katalog erfüllt werden.


    OPS-Katalog 2016 Auszug Kode 9-649
    "Anerkannt werden alle Leistungen, die durch Mitarbeiter erbracht werden, die eine Ausbildung in der jeweiligen, beim Primärkode spezifizierten Berufsgruppe abgeschlossen haben und in einem dieser Berufsgruppe entsprechend vergüteten Beschäftigungsverhältnis stehen. Bei Psychotherapeuten in Ausbildung ist für eine Anerkennung der Leistungen Voraussetzung, dass diese Mitarbeiter eine Vergütung entsprechend ihrem Grundberuf z.B. als Diplom-Psychologe oder Diplom-Pädagoge erhalten"


    Wenn Sie also Ihre PIPler entsprechend dieser Vorgaben vergüten könnten Sie die Leistungen der PIPler für die Berechnung der TE berücksichtigen (OPS-relevant). Dieses würde ich auch so bei Teilzeitbeschäftigung der PIPler sehen wenn die Vergütung einer Teilzeitbeschäftigung des Grundberufes z.B. als Diplom-Psychologe entspricht.


    Beste Grüße

    Hallo,


    laut der PrüfvV von 2015 § 6 Abs. e ("Aus Sicht der Krankenkasse bedarf es der direkten Beauftragung des MDK.") muss die Krankenkasse die Prüfung innerhalb von 6 Wochen (nach erhalt der Schlussrechnung) einleiten. Wie verhält es sich mit dieser Frist, wenn eine Schlussrechnung übermittelt wurde, jedoch Systemzuschläge nicht in dieser Rechnung nicht enthalten waren und diese nachträglich gesondert der Krankenkasse in Rechnung gestellt wurden? Zählt das Datum der letzten Rechnung, auch wenn es nur Systemzuschläge sind, oder zählt das Datum der Rechnung für die Behandlungskosten für die 6-Wochen-Frist?



    Beste Grüße

    Hallo GW,


    mit Verbringung haben Sie natürlich völlig recht das etwas anderes gemeint ist. Mein Gedankengang bezog sich darauf, dass wenn ein Wechsel zwischen z.B. TA und TP stattfindet und der Zeitabstand <24h ist (je nach Landesvertrag) die Regelungen zur Verlegung bzw. Verbringung so ausgelegt werden, dass es keine Verlegung ist sondern eine Verbringung in Form eines Fachabteilungswechsel und deshalb keine Unterbrechung der Behandlung stattgefunden hat. Aber das mit der Verbringung in Zusammenhang zu bringen ist nicht korrekt von meiner Seite, da die Definition für die Verbringung eine andere ist.


    Gruß

    Hallo GW,


    wenn ich mich nicht irre erfolgt eine Fallzusammenführung nur dann innerhalb 21 Tagen, wenn die Fälle der gleichen Strukturkategorie zuzuordnen sind (außer bei Jahresüberliegern siehe PEPPV 2016 §2 Abs.5). Die Strukturkategorie setzt sich aus Aufnahmegrund (ts oder Vs) und dem Fachabteilungsschlüssel zusammen.


    Hallo Matt,


    ich frage deshalb nachdem Zeitabstand da soweit mit bekannt ist, in den Landesverträgen geregelt ist wann es sich um eine Verlegung und wann es sich um eine Verbringung handelt. Ich vermute das wenn der Pat. von z.B. TA nach TP wechselt und der Zeitabstand <24 h ist wird es als Verbringung ausgelegt wenn der Zeitabstand >24h ist als Verlegung (in Abhängigkeit vom jeweiligen Landesvertrag) . Sobald es eine Verlegung ist würde ich mich Ihrer These anschließen und man könnte die Fallzahl und die VWD manipulieren. Aber die Kostenträger werden bestimmt auf solche Fälle mit einer MDK-Prüfung reagieren.



    Freundliche Grüße

    Hallo Luna,


    ich kenne mich mit den Bestimmungen zur PVS nicht aus. Mich wundert es nur, dass die original Akten zur PVS gegeben wurden. Ist es Pflicht die original Akten zur PVS zu geben? Ich kenne es nur so das nach Extern nur eine Kopie der Akte geben wird.


    Freundliche Grüße
    Thomas

    Hallo,


    @Kodier-Assi soweit mir bekannt ist wird die 1:1-Betreuung immer für den jeweiligen Kalendertag kodiert. Das heißt wenn ein Pat. um 12:00 mittags aufgenommen wird und 1:1 Betreuung bekommt, dass an diesem Kalendertag max. 12 h 1:1 Betreuung geleistet werden können.
    Im OPS-Katalog 2016 heißt es: "Dieser Kode ist für jeden Behandlungstag mit erhöhtem Betreuungsaufwand einzeln anzugeben." Aus meiner Sicht gibt es dort keinen Interpretationsspielraum, da ein Behandlungstag = ein Kalendertag = ein Berechnungstag im PEPP 2016 ist. Wenn ein System ab der Aufnahmezeit +24h als einen Behandlungstag bewertet liegt aus meiner Sicht ein Interpretationsfehler vor. Das würde ja bedeuten wenn ein Pat. z.B. am 01.06.16 um 10.00 Uhr zur Aufnahme kommt und am 02.06.16 um 08.00 Uhr entlassen wird, dass das System es nur als einen Behandlungstag bewerten würde und somit auch nur einen Berechnungstag abrechnen würde, obwohl es 2 Berechnungstage sind (wenn nach PEPP 2016 abgerechnet wird), weil 2 Kalendertage.


    Gruß