Beiträge von MedCo-Smutje

    Hallo Anyway,


    gelacht habe ich auch zuerst. Danach nur noch geweint, laut KK kann der MDK die Form seiner Gutachten frei wählen. Fall wurde verrechnet und somit aus KK-Sicht erstmal erledigt. Anbei ein Beispiel, es sind aber zum Glück nur vereinzelt solche Gutachten aufgetaucht.




    MFG MedCo-Smutje

    Hallo zusammen,


    ich kann hinsichtlich der steigenden Prüfquoten nur zustimmen. Im Bezug auf die 1:1 Betreuung haben wir auch gehäuft Anfragen. Der MDK hätte hier gerne einen viertelstündlichen Eintrag über den Zustand des Patienten (analog zu den fixierten Patienten). Also am besten ein Überwachungsprotokoll auch für die nicht fixierten Patienten anlegen und fleißig dokumentieren. Die Anforderungen werden ähnlich wie in der Somatik immer höher geschraubt. Ich kann es auf der einen Seite nachvollziehen, da ich finde der Behandlungsverlauf sollte sich schon in der Akte wiederfinden. Auf der anderen Seite lösen sich die Dokumentationsforderungen immer mehr von dem was eigentlich im OPS steht. Zusätzlich legt der MDK seine "eigenen" Kriterien an die Dokumentation immer schärfer aus und streicht sehr rigoros.

    Zusätzlich werden Diagnosen die theoretisch nachkodiert werden könnten, gerne vom MDK übersehen. Von neutralen Gutachtern die nur Ihrem ärztlichen Gewissen unterliegen, würde ich mir in solchen Fälle mehr wünschen.

    Vermehrt sind aktuell handschriftliche Gutachten im PEPP-Bereich im Umlauf (teilweise schwer zu entziffern), nach Aussage des MDK wohl aufgrund der Arbeitsbelastung (soll schneller gehen). Sind bei Ihnen auch schon handschriftliche Gutachten eingegangen?


    MFG MedCO-Smutje

    Hallo Papiertiger,

    hallo Pseudo,


    vielen Dank für die Rückmeldungen. Das MDKM-Addon ist auch bei uns bereits im Einsatz, aktuell werden dort die unterschiedlichen Schritte (Prünfanzeige, Unterlagenanforderung, MDK-Gutachten, etc.) eingetragen und die jeweiligen Dokumente abgelegt.

    Ihre Erfahrungen erfüllen in etwa meine schlimmsten Befürchtungen. Eigentlich sollte die E-Akte eine Arbeitserleichterung für alle Beteiligten sein. Der Versand der Unterlagen und die Prüfungen des MDK vor Ort, sind meiner Meinung nach, ein großer Arbeitsaufwand der durch die E-Akte vereinfacht werden sollte. Von den ganzen Papierbergen würde ich gerne weg, aber ohne die Möglichkeit die Akte gut strukturiert in PDF darzustellen, wird eine Besprechung des Falls zum Martyrium. Eine Notiz-Funktion im Sinne von "auf Seite 36 finden Sie die Werte und den Aufwand XY welche die ND Z belegen" halte ich für unverzichtbar. Dem MDK 300 Seiten (unsortiert) als PDF vorzulegen und viel Spaß zu wünschen, schätze ich für eine langfristig (hoffentlich) gute Zusammenarbeit als eher kontraproduktiv ein. Da gibt es schon genug Reibungspunkte in den Fällen an sich.


    Vielen Dank für die Infos, ich hoffe im Sinne einer kritischen Vorbereitung hier im Haus eine arbeitsfähige-Lösung zu finden.


    Mit besten Grüßen


    Medco-Smutje

    Hallo zusammen,


    ich würde bei dem Thema gerne nochmal einsteigen. Wir arbeiten in unserem Haus ebenfalls mit Orbis und haben auf die elektronische Pflegedoku umgestellt (Es ist ja erst 2018). Nun soll die Patientenkurve zeitnah folgen. Wir sind Begehungs-Haus des MDK und haben nun aktuell, dass Problem Papierakte und elektronische Doku zusammenzubringen (Es ist nicht wirklich schön). Ich bin auf der Suche nach jemanden der schon die komplette "digitale" Akte in Orbis benutzt und die Begehungen quasi am PC mit den Gutachter durchführt. Gibt es dazu eine extra MDK-Ansicht? Ist die Problematik mit den Notizen für Begehungen schon aufgegriffen worden? Es wäre schön wenn Sie jemand bei mir melden könnte, gerne auch für ein Telefonat falls einfacher.


    Mit besten Grüßen


    MedCo-Smutje

    Liebe Forumsteilnehmer,


    ich würde gerne einen aktuellen Fall zur Diskussion stellen, es geht um die Implantation einer inversen Lima-Schulterprothese:


    Patient stellt sich mit einer mehrfragmentäre bis hochgradige Trümmerfraktur des linksseitigen Humeruskopfes. Das Gelenkfragment scheint noch weitestgehend intakt zu sein, aufgrund des hohen Zertrümmerungsgrades des übrigen Humeruskopfes und auch eines zusätzlichen großen knöchernen Fragmentes medial ventral (im Bereich der Durchblutung) wird sich gegen einen Kopferhalt und für die Implantation einer Schulter-TEP entschieden.


    Im OP-Bericht beschrieben: Nach Ablösen der Weichteile kann der Humeruskopf mühevoll in sämtlichen Einzelteilen geborgen werden. Auch anschließend finden sich noch weitere knöcherne Fragmente weit versprengt im Bereich der Kapsel. Auch diese werden sämtlichst geborgen. Auch das große ventromediale Knochenfragment kann entfernt werden. Dies gelingt jedoch nur sehr mühevoll, da das Fragment in unmittelbarer Nähe des N. axillaris zu liegen kommt. Der Nerv kann hierbei aber weiterhin geschont werden. Es entsteht hier ein Defekt in den Humerusschaft hinein über eine Länge von etwa 3 bis 4 cm.


    MDK: Prozedur 5-829.k ist formal korrekt. Aber erforderliche Voraussetzungen für die Verwendung der Prozedur sind nicht erfüllt. Der knöcherne Defekt muss an der knöchernen Struktur lokalisiert sein, an der der modulare Teil der Prothese implantiert wird. Der gelenktragende Anteil, der operationsbedingt reseziert wird, gilt nicht als "Knöcherne Defektsituation" => Prozedur und ZE sind zu streichen.


    Wie schätzen Sie die Situation ein? Der Operateur argumentiert, es liegt ein Defekt vor und inverse Schulterprothesen wären immer modular aufgebaut.


    Vielen Dank und einen guten Start in die Woche.


    Viele Grüße


    MedCo-Smutje

    Hallo zusammen,


    ich würde mich gerne mit einer Fragestellung an das Forum richten:

    Aktuell wir bei uns intern diskutiert wie die oben genannte Thematik zu verschlüsseln ist.


    Diagnose: großer chondraler Defekt viertgradig mediale Femurkondyle


    Es erfolgt eine diagnostische Arthroskopie => 1-697.7

    Und es wird noch etwas "aufgeräumt" und entfernt => 5.810.4h sowie 5.812.0h soweit so unspektakulär.


    Nun wird das arthroskopische Portal in einen Mini-Open-Zugang erweitert. Einsetzten von Langenbeck-Häckchen und Abtrocknen des Defekts. Die Spheroide werden appleziert.


    Würden Sie den letzten Schritt als offen chirurgisch (Mini-Open, keine Flüssigkeit mehr etc.) bezeichnen und mit 5-801.kh abbilden oder da der Großteil der OP arthroskopisch und "nur" ein Mini-Open-Zugang verwendet wurde mit 5-812.hh und damit arthroskopisch abbilden?


    Vielen Dank für Ihre Rückmeldungen.


    Mit besten Grüßen & ein schönes Wochenende.


    MedCo-Smutje

    Hallo Belias,


    Sie meinen den Abschnitt oder? "Bei Erfüllung der spezifischen Bedingungen des jeweiligen Kodes umfasst die Anzahl der Behandlungstage bei Frührehabilitationen und Komplexbehandlungen alle Tage (auch Wochenend- und Feiertage) ab dem dokumentierten Beginn bis zum Ende dieser Behandlung des Patienten."


    Wir zählen als Woche beispielhaft (Montag -Sonntag) und in der Zeit müssen dann mindestens 7,5 Stunden und davon 5 in Einzeltherapie erbracht werden. Der Sonntag wird dabei mitgezählt, da die Behandlung des Patienten nicht aufhört auch wenn keine Ergo erbracht wird. Bisher wurde es auch so anerkannt. Wenn wir die 7,5 Stunden nicht erreichen, rechnen wir den Kode nicht ab.


    Aktuell haben wir aber einen Fall mit der geriatrischen-Komplex beim SG, in dem der Sonntag als Behandlungstag im o.g. Sinne strittig ist.


    Mit Besten Grüßen,

    MedCo-Smutje

    Hallo doctom99,


    ich kann Ihnen da nur zustimmen. Bei mir entsteht der Eindruck, dass der OPS in den Uni´s verortet sein soll. Die Änderung mit den Messplätzen war ein erster Schritt, hat aber nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Mit dieser Änderung wird es wohl deutlich weniger KH´s geben die den OPS noch abrechnen können.


    MfG