Beiträge von Der Münsterländer

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,


    Welcher OPS wäre Ihrer Meinung nach für die folgende Konstellation korrekt:


    Patient kommt zur operativen Ausräumung eines zervikalen Hämangioms; dieses liegt kaudal der Parotis und und dorsal der Glandula submandibularis.
    Das das Hämangiom speisende Gefäß wird operativ durchtrennt. Das komplexe Hämangiom wird unter Fascialismonitoring operativ entfernt.
    Unser Grouper schlägt mir den OPS 5-894.15 vor, was aufgrund der Komplexität des Eingriffs ( lt. Operateur fast in Richtung Neck dissection gehend ) den Fall m.E. nicht korrekt abbildet.


    Wie immer würde ich mich über jeden Hinweis sehr freuen.


    Vielen Dank und verschneite Grüße

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,


    ich erarbeite derzeit Strukturen, um Fälle der Behandlung von akuter Lumbago MDK - sicher zu dokumentieren.
    Kennt jemand von Ihnen Möglichkeiten, unkompliziert die Konstellation zu dokumentieren, dass alle ambulanten Maßnahmen bereits erfolglos genutzt wurden ?
    Gibt es Erfahrungen / Leitlinien, in welchem inhaltlichen oder zeitlichen Ausmaß ambulant zunächst therapiert werden musste ?


    Ich würde mich über jeden Hinweis sehr freuen.


    Verschneite Grüße aus dem Münsterland

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,


    kurz vor dem Wochenende möchte ich kurz zu folgender Konstellation nach Ihrem Rat fragen:


    - Aufnahme eines niereninsuffizienten Patienten zur Shunt - Neuanlage bei Shuntverschluss.
    - Es erfolgt keine neue Shuntanlage sondern die Anlage eines Vorhofkatheters, der alte Shunt wird nicht revidiert.


    Frage nach der korrekten Hauptdiagnose: T 82.5 oder N18.0


    Würde mich über Ihre Meninungen sehr freuen.


    Viele Grüße und ein schönes Wochenende

    Sehr geehrte Damen und Herren,


    folgende Konstellation würde ich gerne mit dem Kreis des Forums diskutieren:


    Patient mit ausgeprägter chronischer respiratorischer Insuffizienz und Schlafapnoe - Syndrom wird elektiv viszeralchirurgisch operiert. Nach einer invasiven Nachbeatmungszeit erfolgt ein Weaning über BIPAP - Vision mittels Maske. An dieses Weaning schließt sich ( weiterhin auf der Intensivstation ) eine zwei Behandlungstage umfassende Phase an, in der der Patient über Nacht wieder an sein eigenes BIPAP - Synchrony - Gerät angeschlossen und entsprechend beatmet wird. Sind die Stunden am eigenen Gerät auch als Beatmungszeiten zu bewerten, letztlich wurde auch im Rahmen des Intensivaufenthaltes überprüft, ob der Patient respiratorisch so stabil war, das die Fortsetzung der häuslichen BIPAP - Therapie wieder möglich war.


    Für jeden Hinweis bin ich dankbar.


    Verregnete Grüße aus dem Münsterland

    Guten Abend,


    ist jemandem bekannt, zu welchem Zeitpunkt die Erhebung des FEV bei einer COPD erfolgen muss, d.h. wäre es nicht grundsätzlich sinnvoll, aber ethisch vielleicht fragwürdig, den Patienten im einem besonders schlechten Moment entsprechend mit der Spirometrie zu behelligen ?


    Viele Grüße


    Stephan wegmann

    Guten Abend,


    kann mir jemand eine Literaturquelle benennen, welche angibt, wann ein akut auf chronisches Nierenversagen vorliegt ? Die Kodierempfehlung 268 der SEG 4 benennt zwar die RIFLE - Kriterien, für mich bleibt jedoch unklar, ob diese auch auf die akute Exacerbation einer chronische Niereninsuffizienz übertragbar sind.


    Bin für jeden Hinweis dankbar.


    Vielen Dank und viele Grüße


    Stephan Wegmann

    Liebe Kollegen,


    gerne würde ich die folgende Frage im Forum mit Ihnen diskutieren:


    Im Münsterland werden im Rahmen des MRSA - Net viele Patienten routinemäßig auf eine Besiedlung mit MRSA gescreent. Hierzu wird bei Aufnahme der Patienten ein Nasenabstrich durchgeführt. Bei der Mehrzahl der Patienten liegt in der bakteriologischen Auswertung kein Keimbefund vor, bei einer nennenswerten Zahl jedoch eine Besiedlung mit Staphylococcus Aureus ( = Nicht !!! - MRSA/ORSA). Dieser rein besiedelte Patient führt im internen Ablauf zu keinem weiteren Mehraufwand, da er lediglich Keimträger ist.


    Nun stellt sich die Frage nach der Zulässigkeit der Kodierung ( Z. 22.3 i.V.m.
    B95.6 ).


    Ich habe zu dieser Frage bisher sehr unterschiedliche Antworten erhalten:


    Variante 1:


    B 95.6 ist laut DKR D012 obligater Code und daher entsprechend immer anzugeben.
    Aussage eines Dozenten im Rahmen einer Kodierer - Ausbildung


    Variante 2:


    Besiedlung mit Staph Aureus gemäß DKR D003 lediglich abnormer Befund, somit nicht zu kodieren
    ( dieses entspricht auch einer mündlichen Aussage eines INEK - Mitarbeiters mir gegenüber )


    Variante 3:


    Besiedlung mit Staph. Aureus zwar abnormer Befund, aber Mehraufwand durch den Abstrich vorliegend, daher kodierbar.


    Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen.


    Viele Grüße und einen schönen Sonntag !!


    Stephan M. Wegmann

    Liebe Kollegen,


    dsas Thema Beatmungen ist sicherlich schon diverse Male diskutiert worden, aber trotz intensiver Suche und begonnener Vordiskussionen finde ich noch keine befriedigende Antwort.


    Wie sieht das Plenum die folgende Frage:


    Aufnahme eines Patienten in 2009 mit respiratorischer Insufiizienz bei infektexacerbierter COPD oder auch Pneumonie. Nicht - invasive Beatmung mit Masken - BIPAP ( nicht CPAP !! ) , um eine Intubation zu vermeiden. Der Patient wird auf der Intensivstation über mehrere Tage in zeitlichen Intervallen zwischen 1,5 und 5 oder mehr Stunden beatmet, wobei die tägliche Beatmungszeit auf jeden Fall die in den DKR 2009 benannten 6 Stunden überschreitet.


    Wie werden diese Beatmungszeiten bewertet ?


    - Einzelne Zeiten summieren ??
    - Kompletten Zeitraum berechnen, weil beatmungsfreie Zeit als Weaning anzusehen ??
    - Ist hier üerhaupt von einem Weaning zu sprechen, d.h. ist die 6 - Stunden - Vorgabe überhaupt einschlägig oder sind die Beatmungszeiten einfach zu addieren ohne Mindestgrenze ???


    Über eine Antwort und eine zielgerechtet Diskussion würde ich mich sehr freuen. Leider \"drifftete\" die letzte Diskussion zu diesem Thema in Richtung Abgrebzung CPAP / BIPAP ab. In der von mir beschriebenen Konstellation liegt eindeutig BIPAP / ASB vor.


    Viele Grüße



    Der Münsterländer

    Danke für die Rückmeldungen.


    Sicherlich will ich weder eine Freiheitsberaubung empfehlen noch die Verweildauer anderweitig verlängern.


    Nach den derzeitig bei uns verwendeten Standards wird der Patient entsprechend den RKI - Vorgaben saniert, fühestens drei Tage nach Abschluss der Sanierung wird mit den Kontrollabstrichen an drei aufeinanderfolgenden Tagen begonnen.


    Daher die Frage noch mal anders formuliert:


    Setzt die Kodierung des OPS das Erfolgen der Abstriche und das Abwarten der Ergebnisse im Rahmen des stationären Aufenthaltes zwingend voraus ??


    Oder ist der OPS kodierbar sobald die sonstigen Kriterien incl. sieben Tage Sanierungsdauer erfüllt sind ?? - Der Patient könnte z.B. poststationär für die Kontrollabstriche einbestellt werden. Welche Bedeutung dieses im Rahmen des Infektionsschutzes hätte, steht natürlich auf einem anderen Blatt ....


    Viele Grüße


    Stephan Wegmann

    Liebe Kollegen,


    der OPS 8-987.1 setzt voraus, daß eine Isolation des Patienten erfolgen muss, bis in drei Abstrichen kein Keim nachweisbar ist.


    Bedeutet dieses, daß der Patient bis zum entsprechenden Nachweis der Keimfreiheit stationär verbleiben muss
    = u.U. weitere 4 - 5 Tage Verweildauer ??? - Oder ist es zulässig den Nachweis auch poststationär durchzuführen bzw. durch ambulante Leistungserbringer ?


    Sonnige Grüße


    Stephan Wegmann