Beiträge von Der Münsterländer

    Guten Tag,


    ich würde die Diskussion gerne mit folgender Konstellation erweitern:


    Elelektive Aufnahme zur Resektion von Lebermetastasen bei vor sechs Monaten voroperiertem Rektumkarzinom. Zudem im aktuellen Aufenthalt Rückverlagerung eines doppelläufigen Anus Präter und Port - Entfernung bei angenommenen Port - Infekt. Darüber hinaus keine weitere Therapie in Bezug auf das Rektumkarzinom.


    Gilt hier die in DKR 0201u benannte Konkurrenz von (bereits entferntem) Primarius vs. Metastasen?


    Der Schlichtungsstellenbeschluss ist m.E. nicht einschlägig oder sieht jemand Gründe für eine Anwendbarkeit?


    Viele Grüße


    Stephan Wegmann

    Guten Morgen,


    wie kodieren die viszeralchirugischen tätigen Kollegen den klassischen laparoskopischen Eingriff bei Hiatus - Hernie nach Toupet ?


    Ich kenne vor allem den OPS 5-448.62 = andere Rekonstruktionen am Magen = Hemifundoplikatio mit Hiatusnaht: Laparoskopisch


    Laut OP - Bericht: LSK, Ösophagusmobilisation, hintere Hiatoplastik, Fundophrenicopexie, Fundoplicatio nach Toupet


    Ist das wirklich alles im o.g. OPS inkludiert?


    Wenn ich die Daten im INEK - Browser anschaue, kommen bei der OP einer Hiatushernie in laparoskopischer Vorgehensweise ja die Mehrzahl der Fälle in die G19C.


    Vielen Dank und Grüße


    Stephan Wegmann

    Guten Morgen,


    ich möchte gerne noch einmal um Unterstützung bei der o.g. Fallkonstellation bitten:


    In Kurzform:


    Vorausgehend in gleicher Sitzung zunächst Portanlage


    dann:


    1. Schritt: Einbringen des Optik - Trokars ==> Diagnostische Laparoskopie; Befund einer Omentummetastase

    2. Schritt: Setzen von zwei weiteren Trokaren; PE - Entnahme vom Omentum

    3. Schritt: Einbringen es weiteren Trokars an der vorgesehenen Stomaaustrittsstelle (Sigmastoma)

    4. Schritt: Anlegen des doppelläufigen Sigmastomas


    Ich neige aktuell dazu, den OPS 5-462.6 = Anlegen eines Enterostomas (als protektive Maßnahme) im Rahmen eines anderen Eingriffs Sigmoideostoma zu verwenden. Auch wenn dieser OPS nicht die Doppelläufigkeit beschreibt ...


    Oder könnte man u.U. sogar die Stomaanlage als Hauptleistung ( Maßnahme mit dem höchsten Ressourcenverbrauch) werten und die anderen Maßnahmen (diagnostische Laparoskopie, Omentum - Biopsie und Port - Anlage) als begleitende Maßnahmen? - Und dann Kodierung der Stomaanlage selbständiger Eingriff?


    Viele Grüße und Dank


    Stephan Wegmann

    Guten Tag,


    an die Diskussion anknüpfend:


    Computertomographie des Thorax mit KM mit Fragestellung Metastasen beschreibt nebenbefundlich

    dorsobasale Dystelektasen beidseits.


    Bereits vor der Diagnostik wurde - postoperativ - eine typische Pneumonieprophylaxe mit Kontaktatmung, costo - abdominellen Atemvertiefungen begonnen und bis zur Entlassung fortgeführt.

    Somit letztlich nur prophylaktische und keine gezielt therapeutische Maßnahmen.


    Hat jemand diesbezüglich Erfahrungen? - Kodierung des ICD J98.10 führt natürlich in eine höher bewerte DRG. - Oder nur als abnormer Befund zu werten ...


    Viele Grüße


    Stephan Wegmann

    Guten Tag,


    ist bei einer elektiven Vorverlagerung der nach dem Ersteingriff gereiften Vena Basilica neben dem OPS 5-392.70 zusätzlich der OPS 5-394.5 kodierbar?


    Der Hinweis zum OPS 5-394.5 ist bekannt, aber entspricht hier die Präparation und Vorverlagerung der Vene nicht bereits dem geleisteten Aufwand? - Was würde mit Revisionscode noch zusätzlich dargestellt? - Letztlich ist ja die Vorverlagerung der Vene ohne erneute Eröffnung des OP - Gebietes nicht möglich.


    Hat jemand noch eine Idee / Hinweis / Script rund um die Thematik Kodierung Shuntchirurgie?


    Herzlichen Dank und Grüße


    Stephan Wegmann

    Liebe KollegInnen,


    wie differenziert sich der selbständige Eingriff? - Im OPS finde ich keinen entsprechenden Hinweis.


    Ist für den OPS 5-460.- ff. ausschlaggebend, dass keine weiteren Maßnahmen im gleichen Eingriff stattfinden?


    Konkreter Fall:


    Aufnahme einer Patientin zur Staging Laparoskopie; im Rahmen der OP Anlage eines doppelläufigen Enterostomas , PE des Omentum und Port - Anlage.


    Die Doppelläufigkeit lässt sich nur über den OPS 5-460.51 abbilden; ist die Anlage aber überhaupt als selbständiger Eingriff zu kodieren?


    Oder müsste der OPS 5-462.6 verwendet werden. - Als protektive Maßnahme - was ja in Klammern steht - ist der Eingriff nicht gedacht.


    Viele Grüße


    Stephan Wegmann

    Guten Tag,


    der MD bestreitet regelmäßig die Notwendigkeit stationärer Krankenhausbehandlung bei diagnostischer, CT - gestützter Punktion von fraglichen Abszessen, Weichteilstrukturen etc.. - Es handelt sich hierbei explizit um Fälle, bei denen im Regelfall nur eine entsprechende Punktion erfolgt mit Überwachung, Verbleib dann bis zum Folgetag.


    Laut MD sind diese Interventionen ambulant erbringbar. - Nach Rücksprache in der Region gibt es scheinbar keine Radiologie (KV oder KH), die diese ambulant erbringbar. - Insbesondere aufgrund der postinterventionellen Nachbeobachtungspflicht ist dieses sicherlich im KV - Bereich eine nicht gern gesehene Leistung.


    Gibt es diesbezüglich Anregungen zur Durchsetzbarkeit von Fällen?


    Mit freundlichen Grüßen


    Stephan Wegmann