Beiträge von stei-di

    Schuldfrage geklärt ....


    Für mich liest sich die Reihenfolge so:

    Zuerst gilt der Text der Wiederaufnahmeregelung unter §2 Abs. 1 und Abs. 2 => grundsätzliche FZ ja => aber wenn gekennzeichnet mit Wiederaufnahme ausgeschlossen dann ausgeschlossen

    eine Prüfung ob und welche FZ-Gründe greifen gehe ich immer chronologisch in der FPV vor, ich denke mal, der MDK ist auf dem gleichen Pfad unterwegs.


    MfG stei-di

    Hallo kodiersimi,


    in der Vereinbarung FPV2020 steht der Passus der Nichtanwendung Fallzusammenführung/Wiederaufnahme nur unter §2 Abs. 1 gleiche Basis-DRG und unter §2 Abs. 2 Abfolge medizinisch in andere oder operative Partition. Unter §2 Abs. 3 Komplikation ist nur der Ausschluss unvermeidbare Nebenwirkungen aufgeführt. Die für mich entscheidende Frage bzw. Antwort: Inwiefern kann eine Mastitis die Komplikation deiner Entbindung sein? Ich sehe hier eher eine eigenständige Erkrankung/Ursache und eher den berühmten schicksalhaften Verlauf. Eine Komplikation würde ich nur bei organischen oder behandlungstechnischen Zusammenhängen sehen.


    MfG stei-di

    Guten Tag ans Forum bzw. die belebenden Akteure,


    wir werden in unseren Akuthäusern einen behutsamen Einstieg in das (vor Corona) Tagesgeschäft vornehmen und dabei ist folgenden Fragestellung aufgetaucht: Ohne die Absage von Elektiveingriffen wäre ein Großteil der bereits erfolgten vorstationären Behandlungen in den vollstationären Status übernommen worden und wären dann durch die Kostenträger nicht separat zu vergüten. Durch die allen bekannten Einschränkungen erfolgte dann aber ein abrupter Abbruch ohne die geplanten vollstationären Behandlungen. Jetzt (nach über zwei Monaten) werden die erneuten vorstationären Termine zur Aktualisierung der Befunde/Werte notwendig. Wir haben hier definitiv den doppelten Aufwand und sehen zwar den von der BSG-Rechtsprechung postulierten medizinischen Zusammenhang, der eine Nichtabrechenbarkeit der prä-Pauschale begründet. Aber auf Grund des großen zeitlichen Abstandes und der Notwendigkeit der Neuerhebung von med. Befunden und des Auslösers würden wir den ersten prä-Kontakt als vorstationär ohne anschließende vollstationäre Behandlung als bekannte Pauschale den Kostenträgern gegenüber abrechnen.


    Wie sehen/handhaben Sie diese Problematik?


    MfG stei-di

    Guten Morgen,


    die Prüfung allein auf OPS-Meldungen abzustellen halte ich für "sehr dünnes Eis". Der OPS-Katalog ist eine abschließende Verschlüsslungssystematik für diagnostische, therapeutische und operative Maßnahmen und kann/wird nicht alle behandlungsrelevante Entscheidungsgründe oder eine etwaige Behandlungsintensität darlegen können. Exemplarisch seien hier nur mal die 24-Stunden-Augendruckmessung, Langzeit-RR oder Spiegeleinstellung einer Medikation genannt. Diese bedingen eine gewisse therapeutische "Dichte", können aber im OPS nicht dargestellt werden. Die von Ihnen genannten Sach- und Rechtsgründe (die zur Versagung der Leistungspflicht führen könnten) können auf keinen Fall die Bewertungen einer stationären Behandlungsdauer sein. Ich bleibe bei meiner Auffassung, dass allein ein Leistungsanspruch eines Versicherten gegenüber seiner Krankenkasse (Rechtsgrund) oder formelle Fehler im §301-Datenaustausch (formeller Grund) durch einen Sachbearbeiter einer Krankenkasse gesehen und bewertet werden kann. In ähnlichen Begehren der Kostenträger erbitte ich mir ganz gerne die rechtliche Grundlage der Entscheidung mit der Bitte um eine genaue Formulierung, da wir dies vorprozessual juristisch bewerten wollen. Hilft bei der Entscheidungsfindung ungemein und ist immer noch kooperativ.


    MfG stei-di

    Hallo zusammen,


    wir haben regelhaft Patienten aus dem Ausland zur Behandlung, diese reisen zum Zwecke der Behandlung ein und bringen dann eine E112/S2-Bescheinigung mit. Nun haben wir die Situation, dass (unbesehen der Einreisebeschränkungen) die Gremien, die über diese Bescheinigungen entscheiden, nicht mehr regelmäßig tagen und somit die Bescheinigungen nicht erstellt werden. Also bei unseren Patienten pausiert es im Augenblick in allen Belangen. Auch formlose Bescheinigungen, die eine formlose Kostenzusage beinhalten, werden von aushelfenden deutschen Krankenversicherungen nicht akzeptiert, allein die formelle E112/S2-Bescheinigung wird akzeptiert. Touristenfälle würden über die EG-KV geführt, aber Touristen gibt es ja derzeit nicht.


    MfG stei-di

    Hallo zusammen,


    das Erkennen und Bewerten eines medizinischen Sachverhaltes bzw. die Bewertung der stationären Behandlungsbedürftigkeit würde/werde ich (außer bei AOP-Leistungen ohne Nebenerkrankungen) keinesfalls als einen formellen Tatbestand akzeptieren. Formell sind für mich Aufnahmeuhrzeit, Verlegungsaufnahme, einweisender Arzt o. ä. Sachverhalte , wie oft und gerne geschrieben: bei den Kostenträgern haben wir regelhaft keinen medizinischen Sachverstand, auch bei Vorliegen desselben kann der Patient bzw. sein Zustand bei Aufnahmeentscheid durch den KH-Arzt nicht aus der Ferne bewertet werden.


    Aber das ist halt meine persönliche Sicht ...

    MfG stei-di

    Guten Tag,


    noch ein kleiner Hinweis bei solchen zeitkritischen Bewertungen: Nicht die Rechnungslegung ist entscheidend sondern der Rechnungseingang bei der Kasse. Gerade wenn die Rechnung im Datenaustausch zwischendurch "hängen" geblieben ist und neu angestoßen werden musste, können (diese) einige Tage der Kasse zugute kommen ...


    MfG stei-di

    Guten Tag zusammen,


    entgegen der hier geäußerten Erfahrungen konnten wir uns einvernehmlich einigen, der Fall mit der Überschreitung der mitgeteilten voraussichtlichen Behandlungsdauer wird als MBEG gewertet und mit Verlängerungsantrag weiter bearbeitet, die anderen Fälle werden umgehend ausgeglichen.


    MfG stei-di

    Hallo Cyre,


    dieses Urteil hatte ich auch erst auf dem Schirm, allerdings wird hier die Thematik Aufwandspauschale bei sachlich-rechnerischer Richtigkeitsprüfung abgehandelt. Ich meine in meiner Erinnerung, dass es ein Urteil gab/gibt, das aussagt, dass bei einer Fehlkodierung (falsche oder nicht gemeldete Kodierinhalte) durch das KH auch bei gleichbleibender Erlössituation eine Aufwandspauschale nicht zu berechnen sei. Schließlich habe ja das KH die Prüfung durch eine falsche Datenlage verursacht/provoziert. Ich kann aber bei aller Sucherei nichts finden ... X(


    MfG stei-di

    Guten Tag alle zusammen,


    da das Thema passt würde ich hier gerne eine neue Anfrage einstellen: ich bin auf der Suche nach der BSG-Rechtsprechung wonach bei Kodieränderung ohne Änderung der Erlössituation eine MDK-Aufwandspauschale nicht berechnet werden darf, da das Krankenhaus durch die Fehlkodierung die Prüfung "veranlasst" hat. Könnte mir die Nummer des Urteils mitgeteilt werden?


    Vielen Dank im Voraus

    MfG stei-di