Beiträge von stei-di

    Hallo Forum,


    die alles entscheidende Formulierung ist doch "nach Übermittlung der Abrechnung an die Krankenkasse". Da steht nichts von angenommener und verarbeiteter oder abgewiesener Rechnung. Persönlich würde ich die Definition auf die einmalige Rechnungserstellung mit drauffolgenden Versand abstellen. Der begrenzende Faktor ist dabei dann der erst- und einmalige Rechnungsversand, danach ist keine Korrektur außer bei den beschriebenen Sachverhalten oder (ja, auch das gibt es noch) gütlichen Absprachen mit den Kostenträgern. Fallzusammenführungen würde ich hier nicht mit einordnen, hier steht ja eine rechtliche Vorgabe vor.

    Schlussendlich wird es auf die juristische Abklärung des Wortlautes "Übermittlung" und mit viel gutem Willen unter Berücksichtigung des gesetzgeberischen Wollens hinauslaufen.


    MfG stei-di

    Guten Tag Marie09,


    vielen Dank für Ihre Rückmeldung und ja, die EBM-Ziffern, die der ermächtigte Arzt abrechnen kann, sind bekannt und mit Beschluss mitgeteilt worden. Mir geht es eher um die "begleitende" Medizin-Doku. Im Abrechnungsschein wird ja auch die Diagnose und durchgeführten Eingriffe kodiert und dem Kostenträger mitgeteilt. Und hier haben wir als Krankenhaus bzw. ermächtigte Einrichtung dann halt nur den ICD10 und den "normalen" OPSA-Katalog in Anwendung, den zahnärztlichen BEMA halt nicht. Damit sind dann die zur Anästhesie führenden zahnärztlichen Leistungen nicht darstellbar und es bestehen dann die Befürchtungen, dass diese Behandlungsscheine nicht vergütet werden und wir hier in einer Bringeschuld sind, die wir ohne weiteres nicht erfüllen können. Eine Kommunikation der Behandlungsfälle zwischen der kassenärztlichen und zahnärztlichen Vereinigung erscheint doch eher als nicht voraussetzbar...


    MfG stei-di

    Guten Tag in die Runde,


    ich hätte da mal ein nicht alltägliches Problem und hoffe darauf, dass es dann doch nicht so exotisch ist wie ich glaube... Wir haben einen Arzt, der eine ambulante KV-Ermächtigung für ambulante Anästhesien zugestanden bekommen hat. Nun möchte dieser Arzt in diesem Zusammenhang mit einer Zahnärztin zusammenarbeiten, wir sind dabei, alles zu organisieren bzw. in der EDV einzustellen. Dabei wurde die Auffassung geäußert, dass auf dem Abrechnungsschein des Anästhesisten (gegenüber der KV, nicht der KZV!) neben den Abrechnungsziffern (EBM) die Diagnose (ja klar doch) und auch die entsprechende Eingriffs/OP-Nummer aus dem BEMA (Bewertungsmaßstab für zahnärztliche Leistungen) aufgeführt sein müssten.

    Daraus ergeben sich zwei Fragen:

    - Ist diese Aussage so korrekt?

    - Unser Softwareanbieter kann diesen BEMA nicht zur Verfügung stellen, die erforderlichen Ziffern müssen ggf. manuell bestehenden Leistungskatalogen (EMB) zugefügt werden. Wie gehen denn andere Leistungserbringen hiermit um?


    MfG stei-di

    Guten Morgen in die Runde,

    guten Tag an Zwart und Herrn Horndasch,


    also eine Verbringung ist es definitiv nicht, wir haben hier keine beauftragte Leistung von Dritten sondern eine abgestimmte Verlegung zur Weiterbehandlung mit Übergang der Behandlungshoheit. Das der Patient während des Transportes dann so schlecht geworden ist, dass er nach Statuserhebung und orientierender Erstuntersuchung wieder zurück verlegt worden ist, nennen wir schicksalhaften Verlauf oder einfach das Leben. Knifflig macht es nur, dass wir keine Fallzusammenführung nach den bekannten Gründen der FPV vornehmen können, keine Komplikation und gleiche DRG innerhalb der oGVD und => ein Rezidiv mit Fortschreiten ist keine Komplikation. So jedenfalls unsere Argumentation.


    Ich stelle diese mal zur Bewertung und würde mich über Ihre Sichtweisen freuen.

    MfG stei-di

    Ein Hallo in die Gemeinde,


    folgende Fallgestaltung stelle ich mal zur Diskussion:

    Patient wird von KH A nach KH B verlegt, dort gesehen und weil sehr schlecht geworden, wieder (ohne stationäre Aufnahme) in das KH A zurückgegeben. Wir wollen keine durchgehende Behandlungsakte, da Patient eine gewisse Zeit außerhäusig war und die Fahrkosten ja auch nicht unerheblich sind und nicht vom Haus getragen werden sollen.


    Wie führen Sie diese Fälle, wenn eine getrennte/separate Fallführung/Dokumentation durchgeführt wird und die Fälle nach den bekannten Regeln nicht zusammenzuführen sind?? Die Frage nach der Fallkopplung bewegt den Kostenträger doch dann sehr...


    Vielen Dank im Voraus

    MfG stei-di

    Guten Morgen in die Runde,


    Herr Schulz beschreibt die Problematik sehr genau. Die Entbindende kommt unter Nennung eines Pseudonyms und verlässt so auch wieder das KH. Rückschlüsse auf die echte Identität kennt nur das Jugendamt, die "originale" Krankenversicherung der Gebärenden kommt in keinem Belang zur Leistungspflicht. Daher ja auch die Abrechnung mit dem Bundesamt. Problematisch ist, dass eine Familienversicherung bei den Adoptiveltern erst mit der Annahme (Übergabe) des Neugeborenen abgeschlossen wird (erst dann erfolgt ein "Rechtsübergang").


    Leider wird nicht nur der Behandlungstag, sondern der gesamte Behandlungsfall auszubuchen sein, schließlich ist der Kostenträger zuständig, der am Tag der Aufnahme (Geburt) zuständig ist. Und das war eben keiner... Und eine künstliche Fallsplittung zu betreiben widerstrebt meinem Rechtsempfinden...


    MfG stei-di

    Guten Tag in das Forum,


    ich brauche mal einen kleinen Gedanken-Stubs... Wir führen bei uns seit längerem die vertrauliche Geburt im Krankenhaus durch, aufgrund der guten Abstimmung bislang auch problemlos. Problemlos, da sich bislang die Neugeborenenversorgung immer auf gesunde Neugeborene bezog. Die Abrechnung erfolgte problemlos mit dem Bundesamt für Familie in Köln, so weit, so gut. Nun unser Problemfall: die vertrauliche Geburt erfolgt, am Tag nach der Geburt erfolgen die Adoptionsformalitäten, die Familienversicherung bei den Adoptiveltern wird ab diesem Tag (Tag 1 nach Geburt) begründet. Aufgrund gesundheitlicher Probleme kommt aber die DRG P66C zur Abrechnung. Das Bundesamt für Familie verweist auf den Leistungsumfang der vertraulichen Geburt, die P66C ist dabei nicht abrechnungsfähig. Die Krankenversicherung (Familienversicherung) tritt für diesen Behandlungsfall nicht ein, bei Behandlungsbeginn bestand dort noch keine Familienversicherung, Beginn der Fami-Versicherung ist der Adoptionszeitpunkt.


    Nun wissen wir nicht, wer für diese Behandlungskosten einstehen kann. Welchen Rat hat denn die Schwarmintelligenz parat?


    Vielen Dank im Voraus

    MfG stei-di

    Hallo Herr Büttner,


    genau die Wahlarztkette ist das Grundproblem. Es wird ja "nur" eine zusätzliche Leistung eingekauft und gerade nicht das besondere fachliche Vermögen von Ärzten, insofern könnte diese zusätzliche Leistung durch jeden technisch versierten Operateur erbrachten werden, eine Wahlarztleistung bzw. dessen Liquidationsrecht sehen wir hier nicht. Wir lassen durch die Juristen jetzt eine Mehrleistungsvereinbarung erstellen und nehmen hier dann auch gleich eine Regelung zur Komplikationsgeschichte mit auf.


    MfG stei-di

    Guten Morgen in die Runde,


    ein spannendes Thema, wir nähern uns an und finden dabei viele Baustellen:

    - Ansprechpartner bei den Kostenträgern, medizinischer Hintergrund und Entscheidungsbefugnis (ist ja bis zu diesem Punkt immer das Gutachten gewesen)?

    - Erörterer bei uns, auch die Fragestellung medizinischer Hintergrund?

    - Großes Thema ist die Bereitstellung der Behandlungsdokumentation (MD-Entscheidungsbasis) und der datenschutzkonforme "Transportweg" zu den Kostenträgern.

    - Erörterung bei kurzstationärer Behandlung mit AOP-Potential vor Klage nach erfolgloser MBEG (ohne bisherige MD-Einbindung).


    Leider kann ich bis auf diese Fragen/Gedanken derzeit nichts beitragen, bin aber auf Rückmeldung gespannt...


    MfG stei-di

    Hallo zakspeed,


    vielen Dank, aber genau dass wollten wir nicht. Klar kann der Zuzahlvorgang storniert werden, die Zuzahlungen müssen wir ja eh´ an die Krankenkassen zurückzahlen/weitergeben. Wenn ich dann aber die Zuzahlungen des betreffenden Jahres im EOFM aktualisiere, werden die Vorgänge ja wieder angelegt, also muss ich die Kostenzusage manipulieren und für diesen einen Fall die zuzahlpflichtigen Tage auf "0" setzen. Ist leider nur Stückwerk... aber dann muss es eben so sein...


    MfG stei-di

    Guten Tag in das Forum,


    ich habe eine Frage gestellt bekommen, die ich nicht beantworten kann und diese daher auf diesem Wege weitergebe:


    Wenn keine vollstationäre Behandlungsnotwendigkeit durch den MD bescheinigt und wir dem nichts entgegensetzen können, wird bekannterweise eine vorstationäre Pauschale mit der Rechnungsart 22 zur Abrechnung kommen. Der vollstationäre Behandlungsstatus wird nicht verändert, demzufolge ist die vom Kostenträger eingespielte Kostenzusage mit der Nennung der zuzahlpflichtigen Tagen auch weiterhin aktuell. Nun die Frage: die vollstationäre DRG-Abrechnung wird storniert, eine vorstationäre Pauschale abgerechnet. Wie wird dann mit den Zuzahltagen und der Kostenzusage umgegangen? Es wird doch auf diese Art und Weise eine "Unzahl" von offenen Zuzahlungstagen produziert, oder? Wie gehen Sie damit um?


    MfG stei-di