Beiträge von stei-di

    Guten Tag in das Forum,


    ich brauche mal einen kleinen Gedanken-Stubs... Wir führen bei uns seit längerem die vertrauliche Geburt im Krankenhaus durch, aufgrund der guten Abstimmung bislang auch problemlos. Problemlos, da sich bislang die Neugeborenenversorgung immer auf gesunde Neugeborene bezog. Die Abrechnung erfolgte problemlos mit dem Bundesamt für Familie in Köln, so weit, so gut. Nun unser Problemfall: die vertrauliche Geburt erfolgt, am Tag nach der Geburt erfolgen die Adoptionsformalitäten, die Familienversicherung bei den Adoptiveltern wird ab diesem Tag (Tag 1 nach Geburt) begründet. Aufgrund gesundheitlicher Probleme kommt aber die DRG P66C zur Abrechnung. Das Bundesamt für Familie verweist auf den Leistungsumfang der vertraulichen Geburt, die P66C ist dabei nicht abrechnungsfähig. Die Krankenversicherung (Familienversicherung) tritt für diesen Behandlungsfall nicht ein, bei Behandlungsbeginn bestand dort noch keine Familienversicherung, Beginn der Fami-Versicherung ist der Adoptionszeitpunkt.


    Nun wissen wir nicht, wer für diese Behandlungskosten einstehen kann. Welchen Rat hat denn die Schwarmintelligenz parat?


    Vielen Dank im Voraus

    MfG stei-di

    Hallo Herr Büttner,


    genau die Wahlarztkette ist das Grundproblem. Es wird ja "nur" eine zusätzliche Leistung eingekauft und gerade nicht das besondere fachliche Vermögen von Ärzten, insofern könnte diese zusätzliche Leistung durch jeden technisch versierten Operateur erbrachten werden, eine Wahlarztleistung bzw. dessen Liquidationsrecht sehen wir hier nicht. Wir lassen durch die Juristen jetzt eine Mehrleistungsvereinbarung erstellen und nehmen hier dann auch gleich eine Regelung zur Komplikationsgeschichte mit auf.


    MfG stei-di

    Guten Morgen in die Runde,


    ein spannendes Thema, wir nähern uns an und finden dabei viele Baustellen:

    - Ansprechpartner bei den Kostenträgern, medizinischer Hintergrund und Entscheidungsbefugnis (ist ja bis zu diesem Punkt immer das Gutachten gewesen)?

    - Erörterer bei uns, auch die Fragestellung medizinischer Hintergrund?

    - Großes Thema ist die Bereitstellung der Behandlungsdokumentation (MD-Entscheidungsbasis) und der datenschutzkonforme "Transportweg" zu den Kostenträgern.

    - Erörterung bei kurzstationärer Behandlung mit AOP-Potential vor Klage nach erfolgloser MBEG (ohne bisherige MD-Einbindung).


    Leider kann ich bis auf diese Fragen/Gedanken derzeit nichts beitragen, bin aber auf Rückmeldung gespannt...


    MfG stei-di

    Hallo zakspeed,


    vielen Dank, aber genau dass wollten wir nicht. Klar kann der Zuzahlvorgang storniert werden, die Zuzahlungen müssen wir ja eh´ an die Krankenkassen zurückzahlen/weitergeben. Wenn ich dann aber die Zuzahlungen des betreffenden Jahres im EOFM aktualisiere, werden die Vorgänge ja wieder angelegt, also muss ich die Kostenzusage manipulieren und für diesen einen Fall die zuzahlpflichtigen Tage auf "0" setzen. Ist leider nur Stückwerk... aber dann muss es eben so sein...


    MfG stei-di

    Guten Tag in das Forum,


    ich habe eine Frage gestellt bekommen, die ich nicht beantworten kann und diese daher auf diesem Wege weitergebe:


    Wenn keine vollstationäre Behandlungsnotwendigkeit durch den MD bescheinigt und wir dem nichts entgegensetzen können, wird bekannterweise eine vorstationäre Pauschale mit der Rechnungsart 22 zur Abrechnung kommen. Der vollstationäre Behandlungsstatus wird nicht verändert, demzufolge ist die vom Kostenträger eingespielte Kostenzusage mit der Nennung der zuzahlpflichtigen Tagen auch weiterhin aktuell. Nun die Frage: die vollstationäre DRG-Abrechnung wird storniert, eine vorstationäre Pauschale abgerechnet. Wie wird dann mit den Zuzahltagen und der Kostenzusage umgegangen? Es wird doch auf diese Art und Weise eine "Unzahl" von offenen Zuzahlungstagen produziert, oder? Wie gehen Sie damit um?


    MfG stei-di

    Hallo rokka,


    die zur Aufnahme führende Sturzverletzung musste in der MKG genäht werden, stat. Aufnahme erfolgte zur Überwachung (nicht schwangerschaftsbedingt!!), am Folgetag Entbindung (passierte einfach). Die Frage: Ist dies ein Behandlungsfall oder muss dieser hier gesplittet werden? Wir haben eine D-DRG für die Mutter und ein gesundes Neugeborenes... und eine Zuzahlung ist auch nicht zu leisten... Führen Sie derartige Fall als ein Fall?


    MfG stei-di

    Guten Morgen in das Forum,


    ich habe eine Frage, für die ich keinen ähnlichen Chat gefunden habe. Wir haben nach seeehr langer Zeit mal wieder eine Aufnahme aufgrund von Unfall(Sturz)folgen im Kopfbereich einer Hochschwangeren, am Folgetag erfolgte die Entbindung. Da die Unfallfolgen als Aufnahmediagnosen geführt werden, wird folgerichtig eine D-DRG generiert. Wie schon ausgeführt, haben wir eine derartige Kombination seit Urzeiten nicht mehr und mir ist da dunkel eine Erinnerung bezüglich Fallsplittung (Zuzahlung) und dergleichen. Ist aber nur eine dunkle Erinnerung, daher erbitte ich mir auf diesem Wege ein Update zum Umgehen mit diesem Fall.


    Vielen Dank im Voraus

    MfG stei-di

    Einen guten Tag an alle,


    wir setzen uns ganz frisch mit einer Argumentation eines Kostenträgers in Bezug auf die Abrechnung von Physiotherapieleistungen auseinander. Bislang waren (und sind) wir der Auffassung, dass bei der Abrechnung der Leistungen die Preise in Ansatz zu bringen sind, die bei Behandlungsbeginn aktuell sind. Nun haben wir einen großen Kostenträger der auf eine taggenaue Preisfestsetzung besteht, allerdings kann ich diese Regelung auch im neuesten Vertrag nicht finden.


    Kann mir bitte auf die Sprünge geholfen werden?


    MfG stei-di

    Hallo LeDuSiAn,


    gerade das ist das Problem in einigen Fallgestaltungen: Wir haben eine Mehrleistung erbracht, dies auf ausdrücklichen Patientenwunsch und eine Berücksichtigung in der DRG-Systematik ist nicht in jedem Falle gegeben. Daher verbleibt dann nur eine Mehrkostenvereinbarung mit dem Patienten. Gerade die Möglichkeit der Komplikation und deren Regelung stellt dann einen ganz entscheidenden Faktor da, auch wenn die Kasse einen ersten Eingriff aufgrund der Kostenneutralität wohl akzeptiert (bzw. der Kodierung im "Kassenfall"), spätestens bei notwendigen Folgeeingriffen ist diese Akzeptanz dann aufgebraucht.


    Schön, wenn dieser Kelch bislang an Ihnen vorüber gegangen ist, dass muss aber nicht immer so laufen...


    MfG stei-di

    Guten Tag Aachen1 und alle,


    vielen Dank für die Rückmeldung. Die Differenzmethode stößt da an ihre Grenzen, wo die DRG-Sprünge diese Systematik nicht weiter verfolgt. Diese Sprünge können sich im (schlecht vermittelbaren) Plus-Bereich, als auch im Bereich u. U. gleichbleibender DRG bewegen. Ebenso ist eine Abgrenzung der Leistungen in der Anästhesie (Patient war ja eh schon in Narkose) schwierig, darstellbar "nur" über eine verlängerte OP-Dauer. Eine wahlärztliche Vereinbarung sehen wir auch als nicht sonderlich anwendbar an, schließlich wird ja eine Selbstzahlerleistung als solche eingekauft und gerade keine Wahlarztbehandlung. Wir sehen daher nur eine Mehrleistungsvereinbarung auf GOÄ-Basis als Lösung an.


    MfG stei-di