Beiträge von rokka

    Hallo, also gerne auch den Thread verschieben, es ist ein interressantes Thema (auch für Kodierung s.u.).
    Ich kannte das zwar von früher, aber meines Erachtens nach ist es obsolet. Zumal man macht ja per se initial keine Alkoholentzzugstherapie sondern eine medikamentöse Coupierung der Entzugssymptomatik. Und Alkohol verschreiben (und das macht ihr ja anscheinend in der Akte) ist eventl. fachlich angreifbar:
    NW Alkohol: Schäden an Leber,Hirn, Psyche und anderes (zytotoxisch) sowie sozialem Leben; würde vom GBA und der Arzneimittelzulassungsbehörde sicher nicht für die Indikation als geignet deklariert und off label use ist nach neuer Rechtssprechung ja auch nicht der GKV in Rechnung zu stellen(grob gesagt)
    Vertretbar nur wenn es nur ein Lebensmittel wäre(ist es ja im Prinzip für einige und war es früher mal auch) dann wäre es aber auch keine medikamentöse Therapie.
    Sorry ich fände es ja teilweise auch praktischer wenn ich das offiziell verordenen dürfte, da es wie ihr beschreibt ja wenig Sinn macht immer einen "Entzug zu starten" und relativ günstig aber irgendwie kommt mir das medizinisch und ethisch (und letztlich auch in Hinblick auf die aussenwirkung) eben sehr fragwürdig vor.


    MfG
    rokka

    Sorry für die Nachfrage aber in welchen Bundesländern therapiert man eine Alkoholentzugssymptomatik mit Alkohol/Bier? was macht man wenn der Patient nie Bier sondern nur Schnaps oder Wein trinkt...? Unsere Küche hat m.E. kein Bier da und die Apotheke zwar Alkohol müsste man aber verdünnen.


    mal ehrlich...ernst?
    (Kosten-Nutzen für's KH natürlich unschlagbar)


    gibt's da Leitlinien?


    Bin gespannt auf hilfreiche Antwort (könnten wir bei uns ja einiges sparen)


    rokka

    Hallo,
    also für mich steht da kurz und knapp eine klare Anweisung - spezielle Kodierrichtlinie 0401:
    wenn -- >dann! und zwar nicht mit könnte eventl. und bei Beachtung von und sonsitges ...
    sondern endlich mal Ausnahmsweise klipp und klar:
    nach medizin. Maßnahmen ist zunächst...E13...gefolgt von E89.1 zu verschlüsseln.


    Punkt.


    Diabetes nach medizinischer Maßnahme muss halt definiert sein. (oder nur NW bei Medikament indikationsgerecht?)


    MfG
    rokka

    Hallo nochmal...
    also wenn keiner damit bisher konfrontiert war bitte auch schreiben..dann scheint es ja nämlich ein hier vor Ort MDK-eigener Gedankengang zu sein.

    Gutan Tag hilfreiches Forum:


    1. Kodierfrage:
    wie kodiere ich korrekt die mit Cotrimoxazol(neuordiniert) behandelte Pneumocystis jirovecii-Besiedelung(BAL) bei immunsupprimiertem Rheumapatienten.


    2. Klassifikatorisch:
    warum ist der seit vielen Jahren bekannte Umstand nicht berücksichtigt, dass es sich um Pilze und keine Protozoen handelt und Pneu.jir. immer noch in der ICD10 unter Protozoeninfektion (und nur als Pneumonie) geführt wird?!


    1. wäre mir wichtiger ;-)


    Danke
    Rokka

    Guten Tag,
    und bitte um Hilfe!


    Unser MDK torpediert wo es geht unsere Mangelernährungscodes mit der E90*!!! Vor allem bei Krebspatienten!
    Begründung Kreuz-Stern-Systematik verlangt das! (DKR D012)
    Ich habe schon argumentiert das ja die E44 etc. das Problem viel spezifischer beschreibt,müsste also eher dann noch dazukodiert werden. Die E90* ist doch total unspezifisch, steht am Ende des Kapitels - ohne weitere Erläuterung in die ICD hingeklatscht (sieht aus wie eine absichtliche billigere Ausweichdiagnose für den MDK)
    Hat einer Ideen?! - was soll das überhaupt sein E90* Ernährungs-und Stoffwechselstörung bei andernorts klassifizierten Krankheiten...Ernährungstörung/Mangelernährung hat doch (abgesehen von reiner armutsbedingter Magelernährung) immer eine Ursache, sprich Diagnose internistisch, chiurgisch, zahnmedizinisch oder psychisch . mE. total sinnlose Diagnose.


    Vielen Dank im Voraus
    rokka

    Hallo,


    Ich hatte auch immer gerdacht die empfohlenen und ausdruckbare Dokumentation der fachgesellschaften würde reichen, aber da kommt der MDK und prüft auf die letzte Sekunde genau, darf er ja.


    Aus Erfahrung: besser gleich MDK einbestellen und vor Ort Struktur und Doku prüfen und absegnen lassen (klappt zumindest bis zum Gutachterwechsel...so erlebt!!! dann musste alles wieder neu "und noch besser und noch genauer")


    MfG
    rokka

    Hallo;
    zu papiertiger:
    ja leider, Telemetrie reicht nicht als Begründung unserer Sorgfalt.


    zu Breitmeier:
    es werden (nicht von uns) tatsächlich welche so abgerechnet obwohl auf Station belassen und überwacht...Deal?.. keine Ahnung ich arbeite da ja nicht


    also rein diagnostische HK? unsere elektiven Katheter erfolgen eigentlich nach strenger Indikation mit typ. Vorbefunden die auf eine Interventionsbedürftigkeit schliessen lassen, wenn dann aber doch nicht nötig...im Nachhinein ist man schlauer da sind wir wieder bei ex ante aber das reicht ja schon lange nicht mehr! Logistisch ist das für unser Haus doch schwierig alle primär ambulant bestellen und wenn dann Eingriff oder Komplikation dann erst ein Bett finden?! oder die vorher alle kostenlos freihalten???!
    Druckverbände?wo liegen die Patienten (natürlich überwacht auf Station!) haben hier alle anderen Extraambulanzen?


    Gerne Ideen und Anregungen
    rokka

    Hallo,


    ...übernachtung auf Wunsch als Selbstzahlerleistung??? wir überwachen die HK-Patienten aber durchgehend nach Druckverbandsabnahme telemetrisch, wie sollen wir dem Patienten dann erklären, dass er das bitte bezahlen soll weil die Kasse und der MDK das eigentlich für unnötig hält ?! (wir nicht...aus gutem Grund)


    Und die Arztpraxen schicken uns die Patienten zur stationären OP da sie im Bundesland nicht ambulant durchgeführt wird.(allerhöchstens so abgerechnet...)