Beiträge von Margherita

    Hallo Xerete,

    schwieriges Thema, das sich mit dem einen von Ihnen genannten Wert schlecht eindeutig beantworten lässt. Kleinere Veränderungen in den Werten kommen durchaus häufiger vor und sind nicht zwangsläufig als Indikatoren für einen Progress des chronischen Nierenversagens zu werten. Sie sagen, dass die Werte der letzten 2 Jahre schwankend waren. Vermutlich stammen die Werte aus Krankenhausaufenthalten? Hier muss immer in die Überlegungen mit einbezogen werden, dass Menschen mit CNV und akuter Erkrankung ein beträchtlich erhöhtes Risiko dafür haben, noch zusätzlich akut niereninsuffizient zu werden. Von daher stellt sich eben die Frage: Verschlechterung (Progress) des CNV oder CNV + ANV? Sind die Werte in ihrem Aufenthalt stabil oder handelt es sich um den schlechtesten Wert und es liegen noch deutlich bessere vor? Ein sicher Progress eines CNV lässt sich in aller Regel eben erst ex post beurteilen. Vgl. Sie hierzu auch die KDIGO Leitlinie zu AKI Kapitel 2.5 Seite 33

    Freundliche Grüße

    Margherita

    Hallo Gefäßchirurg,


    meines Erachtens steht die E87.4 Gemischte Störung des Säure-Basen-Gleichgewichts für eine zeitgleich bestehende gemischte Störung, wie z.B. respiratorische Azidose + metabolische Azidose oder respiratorische Alkalose + metabolische Azidose zusammen oder auch gemischt metabolische Störungen um nur ein paar Beispiele zu nennen.

    Freundliche Grüße

    Margherita

    Hallo Merguet,


    Mal wieder das altbekannte Problem, dass die Bedeutung eines Exklusivums nicht verstanden wird. Durch das Exklusivum wird ein Zustand / eine Erkrankung abgegrenzt, die nicht in dem Code enthalten ist oder nicht mit dem Code gemeint ist. Die Codes können -wenn die ND Kriterien erfüllt sind- beide kodiert werden. Siehe hierzu auch beim DIMDI allg. Kodierfragen ICD-10-GM Nr. GM-1008


    Freundliche Grüße

    Margherita

    Hallo Caho,


    ich denke auch dass vielleicht die Abkürzungen nicht klar sind: MRE = multiresistenter Erreger, MRGN = multiresistenter gramnegativer Erreger, also auch ein MRE. Prinzipiell kann hier also der OPS kodiert werden, wenn die Voraussetzungen erfüllt werden und sie auch insbesondere die mind. 2h Mehraufwand nachweisen können. Auch an die Kodierung des Erregers und der Resistenz denken.

    Freundliche Grüße

    Margherita

    Hallo Kayho,


    bei Ihnen geht es (wenn der MDK Vorschlag tatsächlich vom Tisch ist) ja hauptsächlich darum welcher Code in die Haupt- und welcher in die ND kommt. Ein Q-Code in der ND führt in der Regel zu einer Schweregradsteigerung. Der Unterschied im Fall ob B18Z oder B03Z liegt am PCCL von 3.

    Persönlich sehe ich hier eher das Syndrom mit Q06.8 in der HD, da ja nicht nur das Lipom entfernt wurde, sondern zudem ein Detethering von Ihnen beschrieben wird.

    Freundliche Grüße

    Margherita

    Hallo Poldi65,


    Sehen Sie sich mal die Qualitätssicherungs-Richtlinie Früh- und Reifgeborene des G-BA an, die zum 01.01.2019 in Kraft getreten ist. In Anlage 1 sind die Kriterien für die Aufnahme in den verschiedenen Versorgungsstufen nachzulesen. Bei Ihnen kommt es jetzt noch auf die SSW an und ob insulinpfichtig oder nicht.

    Das sind bedeutende Änderungen die hier meines Wissens noch nie thematisiert wurden.

    Freundliche Grüße

    Margherita

    Hallo Medman2,


    Novoseven wird nicht über das ZE 2019-139 abgerechnet sondern über das eigene ZE dafür 2019-137 (Achtung Schwellenwert 20.000€).

    Der OPS 8-810.e* steht einfach für die Gabe von Faktor XIII, in der Überschrift heißt es ja auch Transfusion von Plasmabestandteilen und gentechnisch hergestellten Plasma, das humane Präparat ist hier also auch enthalten (Schwellenwert des ZE 2019-139 ist 6.000€).

    Oder hab ich Ihre Frage falsch verstanden?


    Freundliche Grüße

    Margherita

    Hallo McClane,


    Sie werden bei keiner kristallinen Lösung, auch nicht bei NaCl 0,9% oder anderer die Indikation Nierenversagen finden, nur den Volumenmangel/Dehydratation. Das akute prärenale Nierenversagen ist aber ein eigenständiges Krankheitsbild, das mit Volumengabe behandelt wird, siehe wie gesagt auch die renommierten KDIGO Guidelines. Das ist oft ausreichend, auch bei Stadium 2 und Anfang 3. Ab Stadium 2 ist es kodierbar. Was Sie nicht geschrieben haben ist, auf welche Werte das Kreatinin wiederzurückging - aus Ihren zwei Angaben ist ja nicht abzuleiten ob akut auf chronisches NV oder ob der Pat schon mit dem ANV kam und es sich zunächst noch verschärfte bevor es sich dann besserte. Oft lässt sich das Stadium des ANV ja erst retrospektiv ermitteln. Das aber nur nebenbei.

    Freundliche Grüße

    Margherita

    Hallo McClane,


    nachdem sich der ICD beim akuten Nierenversagen an den KDIGO-Leitlinien orientiert können Sie sich doch auch als fundierte Argumentation darauf stützen.

    So ist in den KDIGO Clinical Practice Guideline for Acute Kidney Injury in Teil 3 Kapitel 3.1 hämodynamische Überwachung und Unterstützung zur Vermeidung von und Umgang mit akutem Nierenversagen zu lesen (meine Übersetzung):

    Flüssigkeiten

    3.1.1

    Wenn kein hämorrhagischer Schock vorliegt empfehlen wir die Benutzung isotonischer Kristalloide eher als Kolloide (Albumin oder Stärke) zum initialen Management der Erhöhung des intravasalen Volumens bei Patienten, die gefährdet sind, ein akutes Nierenversagen zu bekommen oder bei Patienten mit akutem Nierenversagen.


    Im weiteren wird dann noch darauf eingegangen, dass anerkannt ist, dass der Ausgleich eines Volumendefizites eine heilsame Wirkung auf die Niere hat, es dabei hilft, eine weitere Verschlechterung der Nierenfunktion sowie die Gefahr bleibender Schäden zu minimalisieren.


    Ringerlösung ist eine isotone kristalloide Lösung.


    Freundliche Grüße

    Margherita

    Hallo C-3PO,

    könnte mir vorstellen, dass das Rundschreiben des Bundesversichungsamtes vom 28.Juni 2018 damit gemeint ist (auf deren Homepage unter Aufsicht --> Krankenversicherung --> Rundschreiben).

    Freundliche Grüße

    Margherita

    Hallo Herr Horndasch,

    Okkulus Ultimus wäre eine medizinische Begründung, ebenso wie (Begleit-) Augenerkrankungen, die das Risiko peri- und postop. Komplikationen erhöhen. Siehe hierzu auch die Publikation der Deutschen Ophtalmologischen Gesellschaft stationäre Augenoperationen -Stellungnahme der DOG zu stationsersetzenden Maßnahmen nach Paragraph 115b SGB V.

    Freundliche Grüße

    Margherita