Beiträge von Margherita

    Hallo,


    Ich sehe das etwas anders: laut Sepsis-Gesellschaft Organkomplikation bei Thrombozytopenie mit Thrombozytenzahl < 100.000/mm3. Durch eine Therapie der Grunderkrankung, die für die Thrombopenie verantwortlich ist reguliert sich in aller Regel auch die Zahl der Thrombozyten. Thrombozytentransfusionen bei Patienten mit Sepsis werden nur bei lebensbedrohlichen Blutungen empfohlen. Der Nutzen von prophylaktischen Gaben selbst bei Werten <10.000/mm3 ist unter Sepsis nicht belegt. Siehe hierzu Empfehlungen zur Thrombozytentransfusion der Thrombozyten-Arbeitsgruppe der DGTI, GTH und DGHO.
    Freundliche Grüße

    Hallo Medman2,


    ist schon ein Weilchen her, dass ich mich mit dem Thema mal genauer auseinandergesetzt hatte und die Seite aufgesucht und mir Notizen dazu gemacht hatte (neulich bin ich nur nochmal "drübergeflogen").
    U.a. waren mein Notizen, dass die Auswahl und die Kombination der aufgezählten Verfahren den Institutionen überlassen bliebe sowie die Empfehlung der DGP folgender Instrumente für das PBA zu verwenden: Kerndatensatz, Selbsterfassungsinstrument, Genogramm, bei Bedarf auch weitere.
    Nun liest sich das aber tatsächlich etwas anders als ich es in Erinnerung habe (evtl. wegen Stand 1/2016 der Seite?) allerdings sind die "verpflichtenden" Komponenten ja (weiterhin) mit "Empfehlung der DGP" überschrieben.
    Weiter unten heißt es aber nur bei den Daten des Kerndatensatzes, dass dieser unverzichtbar für ein PBA ist.


    Das Exklusivum bei der 1-774 ist meiner Meinung ja nur so zu deuten, dass der Code nicht bei der Durchführung der Komplexbehandlung nochmal extra dazukodiert werden darf, da darin beinhaltet.


    Also am Text der 1-774 hat sich ja nichts geändert, so sollte ja nach Auslegung des "strengen Wortlauts" wohl reichen, wenn das PBA eben die geforderten fünf Bereiche umfasst.
    Zudem sind ja auch bei den Messinstrumenten durchaus sehr gängige dabei wie NRS und Barthel.
    Freundliche Grüße

    Hallo Winni,
    es sind ja, wenn der BMI < 18,5 und der NRS >4 tatsächlich die Kriterien für die erhebliche Energie- und Eiweißmangelernährung erfüllt. Hier gibt es aber ja auch noch die E 43 ( die bei der R64 kein Exklusivum hat). Eine Mangelernährung ist auch ohne Kachexie möglich, da ja auch die Fälle mit NRS>4 und Gewichtsabnahme >15% in den letzten 3 Monaten bzw. >5%im letzten Monat dazuzählen. Da kommt es dann eben auf das Anfangsgewicht an. Die Frage ist: wie definiert sich alimentärer Marasmus?
    Bedeutet alimentär nicht vielleicht doch rein durch die Ernährung, die wir zu uns nehmen bedingt? Sprich alimentären Marasmus gibt es dort, wo nicht genug Nährstoffe dem Körper zugeführt werden -da entweder zu wenig Nahrungsangebot vorhanden ist oder ein ungeeignetes Nahrungsangebot. Dies ist im Rahmen der Tumorkachexie aber nicht der Fall, hier entsteht die Mangelernährung auf anderen und vielfältigen Wegen. So weit meine Auslegung.
    Freundliche Grüße!

    Hallo,


    Ich kann auch nicht nachvollziehen, dass die Z92.1 für die interventionsbedürftige Quick/INR Entgleisung zu kodieren sein soll. Denn dabei handelt es sich ja eben nicht wie bei der Marcumardauertherapie ohne Entgleisung nurmehr um ein potentielles (also ein mögliches, vielleicht zukünftiges) Gesundheitsrisiko in der Eigenanamnese (siehe Überschrift Z80-Z99) sondern dann um ein akutes, real vorliegendes Risiko, welchem durch zusätzliche Maßnahmen Abhilfe geschaffen werden muss.
    Folgerichtig kann die Z92.1 auch keine Hauptdiagnose sein, da sie keinen Grund für eine Behandlung erkennen lässt. Als Nebendiagnose gilt natürlich auch, dass die Z92.1 den zusätzlichen Aufwand (und die neu dazugekommene Diagnose) nicht widerspiegelt.


    Freundliche Grüße

    Hallo,
    Auch an dieser Stelle noch mal der Hinweis, dass die vom MDK gewünschte HD absolut indiskutabel ist.
    Die Z20-Z29 ist mit der Überschrift "Personen mit potentiellen Gesundheitsrisiken hinsichtlich übertragbarer Krankheiten" versehen. es handelt sich bei Z29.8 also auch um sonstige prophylaktische Maßnahmen hinsichtlich übertragbarer Krankheiten.
    Freundliche Grüße

    Hallo,
    aber hier hat doch mit dem OPS 2016 eine Konkretisierung (dieser Begriff ist beim DIMDI nachzulesen) stattgefunden. Das, was schon lange in der Empfehlung steht wurde nun in den Text aufgenommen: alle Parameter müssen im Abstand von 4h oder häufiger erhoben und dokumentiert werden. Eine kontinuierliche im Sinne von permanente Überwachung aller 6 Parameter war also damit wohl nie gemeint (außer einer Dauertemperatursonde müsste ja auch für die kontinuierliche Messung des Blutdrucks ein arterieller Zugang liegen, etc.)
    Freundliche Grüße

    Hallo Medman 2,


    wenn die Bedeutung bekannt ist, dann liegt doch die Zuordnung zu einem Code aus G35-37 nahe, die mit "demyelinisierende Krankheiten des Zentralnervensystems" überschrieben sind. Dadurch erfolgt die Einordnung in die DRG B76.
    Sie können die Leitlinie zur MS gerne auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Neurologie nachlesen wenn Sie die Korrektheit meiner Wiedergabe anzweifeln.
    Freundliche Grüße

    Hallo,


    Und noch ein weiteres Argument für die J18:
    Schauen Sie sich doch mal die andernorts klassifizierten Krankheiten an, welche unter der J17.0 bis J17.8 aufgelistet sind. Auch wenn die Auflistung wie üblich keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat, wird meiner Meinung nach doch deutlich, was für Krankheiten hier gemeint sind: alle genannten haben gemein, dass sie durch Erreger verursacht werden. Das Bronchial Ca passt hier nicht wirklich dazu. Es wäre von meiner Seite auch zu erwarten, dass es aufgezählt würde, wenn es denn so gemeint wäre, und zwar neben anderen Lungenerkrankungen und sonstigen Erkrankungen, die gehäuft eine Pneumonie nach sich ziehen.
    Freundliche Grüße

    Hallo,
    wenn von einem CIS / KIS gesprochen wird wurde damit die Einordnung in eine demyelinisierende Krankheit des ZNS vorgenommen. In der Leitlinie zur MS wird das KIS als Anfangsstadium der klinischen Erkrankung (der MS) beschrieben.
    Freundliche Grüße