Beiträge von C-3PO

    Hallo F15.2,

    danke, das überzeugt.

    Für mich bleibt noch die Frage, ob der beschriebene Befund als Luxation oder "nur" als Riss des Bandapparates bezeichnet werden kann. Denn davon hängt es m.E. ab, ob man den OPS 5-79b.* oder doch 5-807.* wählen darf.

    Vgl. hier: Link

    Viele Grüße!

    Hallo Findus,

    vielen Dank! Das Video ist in der Tat selbsterklärend. Beim ersten OPS von mir war ein Zahlendreher drin, es sollte 5-807.5 heißen. Gegen "Ihren" Code kann ich momentan keine Argumente finden. Interessanterweise steuert er in eine höhere DRG, als 5-79b.21, hier kann ich die Logik des Groupers nicht nachvollziehen.

    Vielleicht meldet sich noch ein Kollege aus der Unfallchirurgie, ansonsten würde ich "Ihren" Code nehmen.

    5-809.41 ist zwar nicht relevant, heißt aber doch auch im Text "temporär"?

    Viele Grüße

    Guten Tag zusammen,

    ich hoffe, es passt zu diesem Thread.


    Ich bin nicht sicher bei der Kodierung des folgenden Eingriffs.


    Diagnose: AC-Gelenk-Sprengung nach Rockwood Grad IIIb

    OP: Offene Kapselbandnaht mit Augmentation, Akut-Repair, AC-Repair Fa. Arthrex


    OP-Bericht (Auszug): Darstellen des AC-Gelenkes. Der Kapselbandapparat ist vollständig zerrissen. Es zeigt sich auch, dass eine leichte Verschiebung in horizontaler Ebene besteht. Der Diskus ist zerrissen. Zunächst Reposition des AC-Gelenkes und Fixierung mit percutan eingebrachten Kirschnerdrähten. Anschließend Langsspalten der Muskulatur und Darstellenn des Prozessus. Hierbei zeigt sich, dass der Bandapparat ebenso zerrissen ist. Schrittweise vorsichtige subperiostale Unterfahrung des Prozessus. Anschließend mit dem 3 mm Bohrer Boren durch die Clavicula sowie durch den Prozessus. Unter Durchleuchtung wird die Positionierung überprüft, die ist regelrecht. Entfernen des Dorns aus dem Bohrer. Vorschieben des Loops. Er lässt sich mit einem Overholt fassen und ausleiten. Das Augemntat mit der kleinen Platte wird über diese mit Hilfe des Loops problemlos eingezogen, wobei darauf geachtet wird, dass die Platte mit der konkaven Platte anliegt. Die zweite Platte wird dann eingehängt und beide farbcodierten Schenkel werden jeweils geknotet. Entfernen der Kirschnerdrähte.


    Aus meiner Sicht wäre die folgende Kodierung zutreffend:

    5-087.5 Offen chirurgische Refixation am Kapselbandapparat anderer Gelenke: Naht des Bandapparates der Klavikula mit Plattenstabilisierung

    5-79b.21 Offene Reposition einer Gelenkluxation: Durch Platte: Akromioklavikulargelenk

    5-809.41 Andere Gelenkoperationen: Temporäre Fixation eines Gelenkes, perkutan: Akromioklavikulargelenk

    5-786.1 Osteosyntheseverfahren: Durch Draht oder Zuggurtung/Cerclage


    Ist das korrekt?


    Vielen Dank im Voraus!

    Hallo RoKu,

    vielen Dank für die Rückmeldung!

    Der Code ist sicherlich korrekt.

    Ich habe nur das Problem, dass sich die resultierende DRG (G26B) davon nicht beeindrucken lässt und bleibt die gleiche, die sonst bspw. nach einfacher Exzision von Marisken kommen würde (K64.4 + 5-490.1) bei einem deutlich unterschiedlichen Aufwand, sowohl intra-, als auch perioperativ. Deswegen habe ich das Gefühl, noch etwas übersehen zu haben. Aber vielleicht ist das ein falsches Gefühl :-)

    Viele Grüße!

    Guten Tag zusammen,


    ich möchte Sie um Hilfe bei der Kodierung der folgenden Operation bitten. Der bisher angegebene OPS 5-490.1 (Inzision und Exzision von Gewebe der Perianalregion: Exzision) erscheint mir „zu wenig“, ich finde aber keinen weiteren passenden Code für diesen größeren Eingriff.


    OP-Bericht: Steinschnittlage. Es findet sich eine massive Rötung mit Schwellung und deutlichem Druckschmerz, prall-elastisch, von 5 Uhr Steinschnittlage, entlang bis zur Dammregion. Das Punktum maximum liegt bei 3 Uhr Steinschnittlage. Einsetzen des Analspreizers, von innen keine Auffälligkeiten, bis auf etwas verdickte Marisken bei 1 Uhr und 11 Uhr in Steinschnittlage, wobei die Mariske bei 1 Uhr Steinschnittlage etwa 8 mm im Durchmesser groß und verhärtet sowie gerötet ist. Stichinzision über dem Maximum der Rötung, es entleert sich übel riechender Eiter, Abstrich. Dann Austasten der Wunde, diese reicht zunächst bis 12 Uhr Steinschnittlage und nach dorsal bis fast 6 Uhr Steinschnittlage, perianal, um die Sphinkter ani externus-Muskulatur herum. Die Abszesshöhle wird breit entdeckelt, sie hat eine Ausdehnung von insgesamt 17 cm, reicht über den Damm hinweg nach rechts, bis etwa 10 Uhr Steinschnittlage. Nekrotische Anteile des Subcutangewebes sowie Abszessanteile werden vollständig mit dem scharfen Löffel heraus gekratzt. Kleine Abszessinseln, die zwischen die Muskulatur reichen, werden eröffnet und mit dem scharfen Löffel ausgekratzt, dann Anspülen mit NaCl und gleichzeitiges Inspizieren des Rektums bzw. Analkanals. Es tritt keine Flüssigkeit nach innen aus, eine Fistel lässt sich nicht darstellen. Die große Abszesshöhle wird vollständig ausgeräumt, punktförmige Blutstillung mit Elektrokoagulation, Spülung mit Ringer-Lactat und Einlegen eines Alginat-Streifens nach rechts durch die Dammregion hindurch und nach links caudal bis zur Spitze der Wundhöhle.


    Vielen Dank im Voraus!

    Hallo zusammen,


    ganz aus dem Alltag.

    Patient nach Fem.-Pop.Bypass kommt jetzt mit einem entzündlichen Infiltrat im Bereich der vorangegangenen OP und wird i.v. antibiotisch behandelt. Mehr wird nichts gemacht.

    Als Hauptdiagnose wird T82.7 kodiert. MDK sagt nö, hier ist pAVK die Hauptdiagnose, "weil ein Bypass vorhanden ist" (!).

    Dieser Fall würde dann in die Fehlerquote eingehen.

    Auf das Widerspruchsschreiben reagierte die Kasse übrigens mit nö, das hat mir ein Arzt gesagt.


    (Update vom 23.09.2019) Ein weiterer Fall. Bei einem Dekubitus wird in OP mit Anästhesie und allem, was dazu gehört, ein Wunddebridement durchgeführt. MDK-Gutachter akzeptiert aber nur 8-192.* statt 5-896.* - warum, verrät er nicht. Der Widerspruch wird von der Kasse ignoriert, die Differenz wird verrechnet. Auch dieser Fall würde die "Fehlerquote" des Hauses erhöhen.


    Viele Grüße

    Guten Tag da_Medico, Herr Dr. Blaschke,


    vielen Dank für Ihre Rückmeldungen!


    @ Dr.Blaschke - mehr gibt der OP-Bericht leider nicht her. Der OPS 5-839.g0 wird wohl nicht zu verteidigen sein. 5-839.b0 bleibt.

    Wie sehen Sie die Kodierung 5-839.5 neben 5-831.6? Inhaltlich deckt 5-831.6 m.E. nicht alles ab, so dass die beiden Codes nebeneinander eine Berechtigung haben sollten.

    Abrechnungstechnisch ist 5-839.5 von Bedeutung.


    Viele Grüße!

    Guten Morgen Herr Berbuir,

    vielen Dank!

    Es ging tatsächlich um die Stellungnahmen nach §9. Für "Nachlieferung" wäre die Frist eher schon längst abgelaufen.

    Ich versuche es erst mal auf Ebene der Sachbearbeiter, wenn das nicht hilft, müssten wir in der Tat etwas unternehmen ...

    Viele Grüße!

    Hallo,


    mich wundert inzwischen nichts mehr :-)

    Neues Schreiben, wohl bemerkt, von einer recht großen Kasse, die sich mit Rechtsprechung sehr wohl auskennt: unser Widerspruch (Gegendarstellung, begründete Stellungnahme, wie auch immer) wird erst dann bearbeitet, wenn wir 300 € an die Kasse zahlen. Verwiesen wird dabei auf PrüfvV.


    Comments?

    Guten Tag zusammen,


    ich möchte Sie um Ihre Meinung bzgl. der Kodierung bitten. Die aus meiner Sicht fraglichen Codes habe ich mit Fragezeichen versehen.


    Pat. wurde mehrfach an der LWS operiert (zuletzt Ausräumung eines Rezidiv-Bandscheibenvorfalles LW 4/5 rechts in 2016).


    OP-Bericht (auszugsweise):

    Hautschnitt über den Dornfortsätzen LW 4/5 unter Wiedereröffnung der reizlosen, festen, lumbalen, medianen Narbe und bilaterale Fasciotomie. Subperiostales Abdrängen der Rückenstreckmuskulatur von den Dornfortsätzen und Wirbelbögen nach bds. lateral. Schaffung eines Zuganges nach intraspinal durch Resektion der ausgeprägten interlaminären Narbe. Die rechte L 5-Wurzel ist erheblich narbig eingebacken und wird unter mikrochirurgischen Bedingungen schrittweise radikulisiert. Vorsichtige Medialisation der nunmehr befreiten Nervenwurzel und Darstellung einer Bandscheibenprotrusion, welche nach Inzision des hinteren Längsbandes ausgeräumt wird. Ausräumung des Zwischenwirbelraumes. Foraminotomie. Bipolare Koagulation und Durchtrennung kräftig erweiterter, raumfordernder periduraler Venen. Monopolare Facettendenervation bds. Nun sind die neuronalen Strukturen entspannt und locker.

    Das Segment erweist sich als instabil, deshalb Einbringen eines Wallis-Cages der Größe 8 und feste Verbindung mit der Wirbelsäule durch Umschlingung der Dornfortsätze LW 4 und LW 5 mit dem Zugband in typischer Weise.


    Kodierung:

    5-032.01 (Zugang zur Lendenwirbelsäule, zum Os sacrum und zum Os coccygis: LWS, dorsal: 2 Segmente)

    5-839.g0 (Andere Operationen an der Wirbelsäule: Verschluss eines Bandscheibendefektes (Anulus) mit Implantat: 1 Segment)

    5-839.b0 (Andere Operationen an der Wirbelsäule: Implantation eines interspinösen Spreizers: 1 Segment) ??

    5-033.0 (Inzision des Spinalkanals: Dekompression)

    5-831.2 (Exzision von erkranktem Bandscheibengewebe: Exzision einer Bandscheibe mit Radikulodekompression)

    5-831.6 (Exzision von erkranktem Bandscheibengewebe: Reoperation bei Rezidiv) ??

    5-839.5 (Andere Operationen an der Wirbelsäule: Revision einer Wirbelsäulenoperation) ??

    5-830.2 (Inzision von erkranktem Knochen- und Gelenkgewebe der Wirbelsäule: Facettendenervation)

    5-83w.1 (Zusatzinformationen zu Operationen an der Wirbelsäule: Dynamische Stabilisierung)

    5-984 (Mikrochirurgische Technik)


    Vielen Dank im Voraus!