Beiträge von C-3PO

    Hallo,

    mich stört dabei, dass die Kodierprüfung wieder in Vordergrund gestellt wird. Die sog. „Abrechnungsfehler“ nach der Prüfung der primären und sekundären Fehlbelegung ist ein durchaus größeres Problem. Die DKG sollte laienverständlich und medienwirksam erklären, was die Fehlbelegungsprüfung insbesondere für die älteren Menschen bedeutet, wenn diese noch ausgeweitet wird. Und die Personalbesetzung bei den MDK ist inzwischen so hoch, dass es berechtigt wäre, zu fordern, dass ein MDK-Dienst in der Notaufnahme eines jeden Krankenhauses etabliert wird, damit die Frage nach der Fehlbelegung im Einzelfall gleich gelöst werden kann. Würde ja auch Kosten auf beiden Seiten sparen und Missverständnisse mit den Patienten ausräumen.

    Gruß

    Hallo zusammen,


    folgende Konstellation: es wurde ein CAD-Implantat angefertigt (im Sinne des ZE 2018-04 (Individuell nach CAD gefertigte Rekonstruktionsimplantate im Gesichts- und Schädelbereich) und jetzt lehnt der Patient (GKV) die Implantation ab.

    Frage: gibt es irgendeine Möglichkeit für die Kostenerstattung? Oder bleibt es das Risiko des Krankenhauses?


    Grüße

    Hallo zusammen,

    ich habe folgende Konstellation.

    Pat. notfallmäßig bei akutem Abdomen operiert und dann auf die Intensivstation verlegt. Postoperativ kam es zu mehreren Komplikationen, u.a. entwickelte sich eine Darmfistel. Versuch der konservativen Therapie, Verlegung auf Normalstation, Ernährung usw. Schließlich Entscheidung, die Fistel operativ zu verschließen. Erneute Operation und dann erneute Aufnahme auf die Intensivstation. Alles in einem Aufenthalt.

    Jetzt kommt die Frage. Die Art der Aufnahme beim ersten Aufenthalt auf der Intensivstation ist klar "nicht geplant chirurgisch". Wie würden Sie die Art der Aufnahme beim zweiten Aufenthalt auf der Intensivstation bewerten - "nicht geplant chirurgisch" oder doch "geplant chirurgisch"?

    Vielen Dank!

    Hallo zusammen,


    für die Anlage einer großlumigen Pleuradrainage gibt es 5-340.0 (Inzision von Brustwand und Pleura: Drainage der Brustwand oder Pleurahöhle, offen chirurgisch) und 8-144.0 (Therapeutische Drainage der Pleurahöhle: Großlumig). Dummerweise haben die o.g. OPS ganz unterschiedliche Bewertung bei der DRG-Zuordnung.


    Wie würden Sie die Grenze zwischen "offen chirurgisch" und "therapeutisch" ziehen?


    Ganz konkretes Beispiel. Eine abdominelle OP. Der Bauch ist nun zu. Nach Kittel- und Handschuhwechsel Hautschnitt in der vorderen Axillarlinie 2 QF kaudal der Mamille. Am nächstkranial gelegenen Rippenoberrand Spreizen der Interkostalmuskulatur und Eingehen mit der Schere in die Pleura. Einlage einer 20er-Thoraxdrainage nach kaudal und Anschließen einer Vakuumpumpe.


    Ist das wirklich eine offen chirurgische Anlage im Sinne von 5-344.0? Aus meiner Sicht ist das 8-144.0, selbst wenn das noch im OP-Raum erfolgte, aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.


    Vielen Dank im Voraus!

    Hallo zusammen,

    ich würde das nicht überbewerten. Das war entweder ein unerfahrener Gutachter, der so etwas im Klartext reingeschrieben hat, oder ein unerfahrener Sachbearbeiter bei der Kasse, der nicht aufgepasst hat. Solche Schreiben werden wir nicht oft sehen können. Das tatsächliche Verhalten des MDK bei diesen Konstellationen ist etwas anderes. Und hier wäre m.E. viel wichtiger, einen geeigneten Fall mit der Frage der Kasse, ob die DRG korrekt sei, wo die richtige Kodierung, die zur Aufwertung führen würde, primär und vom MDK übersehen und anschließend von der Kasse nicht akzeptiert wird, vor Gericht zu gewinnen.

    (Soll aber nicht heißen, dass ich in diesem konkreten Fall nicht klagen würde :-) .)

    Grüße

    Vielen Dank an Alle für Ihre Rückmeldungen.

    Ich persönlich teile die Meinung vom Herrn Breitmeier. Die Abrechnung eines Behandlungsfalles ist eine Abstraktion des Behandlungsablaufs. Die medizinischen und abrechnungstechnischen Kriterien sind nicht immer gleich (Stichwort SIRS-Kriterien bei Kodierung von Sepsis). Aber mir ist auch klar, dass die Entscheidung in solchen Fällen, gerade wenn es um viel Geld geht, vor Gericht getroffen werden wird.

    Viele Grüße

    Guten Tag zusammen,


    folgende Konstellation: Patient in der Nacht auf Normalstation verstorben (keine Reanimation, da spät aufgefunden), Autopsie veranlasst, dabei ein akuter Myokardinfarkt festgestellt. Würden Sie in diesem Fall den Myokardinfarkt als Nebendiagnose kodieren?


    Vielen Dank im Voraus!