Beiträge von qwert

    Guten Morgen Herr Breitmeier,


    vielen Dank für die Antwort. Allerdings steht N73 im Kapitel N70 - N77 "Entzündliche Krankheiten der weiblichen Beckenorgane". Daraus lässt sich m.E. ableiten, dass eine Peritonitis die nicht von den weiblichen Beckenorganen ausgeht durchaus als K65 zu verschlüsseln ist. Warum sollte eine Peritonitis im kleinen Becken bei z.B. einer Anastomoseninsuffizienz beim Mann anders kodiert werden als bei der Frau?

    Mit freundlichen Grüßen,

    qwert

    Guten Tag,
    bei einigen Begehungen wurden von unterschiedlichen MDK-Gutachtern divergente Kodierungen bei folgender Problematik getroffen:


    Peritonitis oder Abszess im kleinen Becken bei der Frau, ursächlich nicht vom inneren weiblichen Genitale ausgehend (z.B. postoperativ nach Rektumresektion). Beim Mann unstrittig K65.0. Bei der Frau wurde teils die K65.0, teils die N73.3 (Akute Pelveoperitonitis bei der Frau) als Kodierung begutachtet. Wobei die N73.3 im Kapitel N70 - N77 "Entzündliche Krankheiten der weiblichen Beckenorgane" aufgeführt wird.

    Meines Erachtens muss die N73.3 dann kodiert werden, wenn die Ursache für die Peritonitis in einer Erkrankung des inneren weiblichen Genitale zu suchen ist. Wenn dies nicht der Fall ist, trifft - wie beim Mann - die K65.0 zu.


    Ich bitte um ihre Meinungen dazu.

    Vielen Dank.

    Meine persönliche Erfahrung mit MDK-Begehungen über die letzten 7 Jahre: Die Bewertung der einzelnen Fälle sind nicht nur je nach Gutachter unterschiedlich - wo der eine streicht, winkt der andere durch und umgekehrt, sondern bei den meisten Gutachtern hängt es auch noch sehr von der emotionalen Tagesform ab, wie die Bewertungen ausfallen (und auch vom Verlauf der Prüfung....). Ich kenne nur einen Gutachter, der konstant sauber, sachlich und nicht emotional gefärbt beurteilt ...

    Manchmal komme ich mir vor wie auf einem Basar.